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Völlige Isolation - Asperger Verdacht... Hilfe!

Guten Morgen, Du!

Ich denke schon, dass mir eine Therapeutische Maßnahme mit Pferden oder gar Rindern was bringen könnte. Da werd ich mich mal informieren.

Ja, das würde ich an deiner Stelle wohl auch tun. Oder dich einfach mal in die Nähe dieser Tiere wagen und beobachten, was geschieht.

Das mit dem Orang und dem Typ Mensch finde ich sehr beachtlich.
Mein Freund ist definitv ein Orang-Utan. Solche Menschen finde ich sehr angenehm.

Das habe ich mir fast gedacht 🙂
Möglicherweise kommt das Asperger-Syndrom nur bei Menschen vor, die dem "Orang-Utan-Typus" zuzuordnen sind. Da könnte sich eine schon vorhandene typbezogene Ausprägung weiter verstärken. Ist aber nur eine Idee von mir ohne Beleg. Ich kenne nur einen Menschen außer dir, der das hat.

So würde ich auch mal gerne sein. So gelassen und so mutig wie sie und so "allwissend".

Vielleicht beruhigt und ermutigt es dich, dass nach meiner Beobachtung viele Menschen deines Typs erst im fortgeschrittenen Alter ihre Ziele erreichen - dann aber sehr erfolgreich, wie Frau Temple z.B. - habe mir die You-Tubes von ihr angesehen, sehr beeindruckend.

PS: Ich hab mich tatsächlich doch noch der Kalligraphie gewidmet und es ausprobiert. Mit Hang zur perfektion geling es, aber ich bleibe lieber beim Runen schreiben.

Am Anfang sollte man sich Fehler und unperfektes Schreiben erlauben und auch mal einen Pinsel verwenden. Das ist wie bei einem Instrument lernen. Man lernt nur durch Fehler, Erkennen und Beheben derselben. Wenn du mir per PN eine Adresse schickst, schicke ich dir ein paar gute Schrift-Vorlagen zum Üben.

Schönen Gruß,
Werner
 
Hallo!

@Werner:

Habe ich ein Glück, dass ich "auf dem Lande" lebe!
Hier gibt es nur ca. 750m entfernt eine Wiese mit Schwarzbunten!
Gestern habe ich es Nachts versucht und mich angeschlichen.
Es war gottseidank niemand mehr unterwegst... Sonst wäre ich wohl umgekehrt...
Die Neugier war einfach zu groß.
Leider waren die Kühe am schlafen. Die jenigen, welche noch "wach" waren, grasten zu weit vom Zaun entfernt und ich hatte mich nicht getraut den Zaun anzufassen oder gar andersweitig zu berühren...
Das muss ich wiederholen.
Vielleicht in den frühen Morgenstunden?

Ich bin auch ein Orang! Bestimmt. Das passt. Ich werde wirklich nur wütend, wenn mein Ablauf durcheinander gerät... oder weinerlich und verzweifelt. Agressiv werde ich im äussersten nur verbal.
Ich habe mich nur einmal mit Schlagen wehren "müssen".
Mein kleiner Bruder hatte mich damals im Gesicht berührt. Er machte es immer wieder und fand es lustig. Bis ich dann einfach ausrastete und ihn ebenfalls schlug... Da war ich wohl eher ein Gorilla.
Ich mag es einfach nicht, wenn man mir im Gesicht "rumspielt".
Da kommt grad noch eine Situation...
Auch aus der Kindheit:
Ich musste immer Woll-Strumpfhosen tragen. Vorallem im Winter.
War das immer ein Theater beim anziehen. Habe getobt und gefleht sie nicht anziehen zu müssen. Finde Schurwolle richtig ekelhaft.
Kam halt nicht drum rum... Zu solchen Anlässen war ich dann auch Gorilla.

Heute kann ich selber bestimmen was ich anziehe oder esse! 🙂 Gottseidank!

Ist schon seltsam mit der späten Orientierung bei autistischen Störungen.
Bei mir wird wohl auch das unstetige Umfeld in der Kindheit etwas kaputt gemacht haben, was eigentlich zukunftsweisend ist.
Muss nochmal von vorn anfangen.
Hoffe so sehr, dass ich falls ich "Krank" sein sollte dann wenigstens in den Sonderunterricht könnte... Wenig Schüler in einer Klasse und bis Abitur... das wäre so schön für mich!

Eines hab ich aber schon festgestellt:
Seit dem ich hier schreibe, öffnet sich etwas bei mir für die Aussenwelt. So habe ich das Gefühl.
Ziel wäre vielleicht diese Errungenschaft so weit auszubauen, dass ich auch nicht mehr vor der Nachbarin flüchten muss, wenn sie mich anspricht...

Zu der Kalligraphie:
Ich hab hier noch einiges an verschiedenen Pinseln... Borstenpinsel, Haarpinsel in allen möglichen Stärken.
Was ist da am besten?

Meine Adresse mag ich vorerst nicht herausgeben.

Aber Danke!

Liebe Grüße!

🙂
 
Hallo 🙂!

eine Wiese mit Schwarzbunten!
Gestern habe ich es Nachts versucht und mich angeschlichen.

Das muss ich wiederholen.
Vielleicht in den frühen Morgenstunden?

Sehr mutig ... ich hätte da vor dem Dunklen, dem Elektrozaun, den Kuhfladen und den Kühen selbst ausreichend Angst um nicht hinzugehen.

Morgenstunden klingt schon freundlicher. Vielleicht nimmst du ein paar Brotscheiben mit Salz mit?

Ich bin auch ein Orang! Bestimmt. Das passt.

Na, das freut mich, dass das Typenmuster passt! Und interessant, dass du ab und zu deine "Gorilla-Seite" rauslassen kannst, wenn notwendig. Vor allem, wenn dir ein anderer Gorilla-Typ entgegentritt, ist das nützlich. Mach ich auch öfters so - lautere Stimme, aufrechter hinstehen und Pokerface aufsetzen ...

Woll-Strumpfhosen (...) Finde Schurwolle richtig ekelhaft.

Orang-Typen mögen nach meiner Beobachtung am Liebsten Kleider, die sie nicht einengen und die bequem sind. Woll-Strumpfhosen sind natürlich da Gegenteil davon 🙂

Bei mir wird wohl auch das unstetige Umfeld in der Kindheit etwas kaputt gemacht haben, was eigentlich zukunftsweisend ist.
Muss nochmal von vorn anfangen.
Hoffe so sehr, dass ich falls ich "Krank" sein sollte dann wenigstens in den Sonderunterricht könnte... Wenig Schüler in einer Klasse und bis Abitur... das wäre so schön für mich!

Halte ich durchaus für denkbar. Aber sicher lässt sich einiges nachholen, was verpasst wurde. Kannst du denn etwas dafür tun, dass das mit dem Sonderunterricht klappt?

Eines hab ich aber schon festgestellt:
Seit dem ich hier schreibe, öffnet sich etwas bei mir für die Aussenwelt. So habe ich das Gefühl.
Ziel wäre vielleicht diese Errungenschaft so weit auszubauen, dass ich auch nicht mehr vor der Nachbarin flüchten muss, wenn sie mich anspricht...

Hey - das klingt gut! Dann weiter so. Vielleicht musst du dir die Nachbarin als eine Art "Kuh" vorstellen? 🙂

Zu der Kalligraphie:
Ich hab hier noch einiges an verschiedenen Pinseln... Borstenpinsel, Haarpinsel in allen möglichen Stärken.
Was ist da am besten?

Meine Adresse mag ich vorerst nicht herausgeben.

Schau mal auf http://www.kalligrafien.de/vorlagen2.htm - da sind ein paar Vorlagen zu sehen.

Bei den Pinseln geht im Prinzip alles. Ich mag Haarpinsel mit feiner Spitze am liebsten, aber für große Schriften und Plakate ist auch ein breiter okay. Und zum Üben Tinte, keine Tusche - die lässt sich besser auswaschen. Du kannst auch Wasserfarben oder Aquarellfarben anrühren und in ein Gläschen füllen.

Wenn du magst, schick mir doch mal per Mail einen Scan deiner Experimente (einfach auf meinen Namen klicken hier).

Schönen Gruß!
Werner
 
Hallo!

@Werner:

Das war nicht mutig, das war nur neugier...
Es war ja nicht so dunkel. An der Scheune nebenan hängt ein kleiner Strahler welcher immer des nachts leuchtet. Also keine Gefahr in einen Fladen zu stampfen. Auch wenn sowas oft auch passiert, wenn ich glaube ich hätte alles im Blick.

Komischerweise hatte ich diese Wiese mit den Kühen immer schonmal im Visier...
Als Kind schon.
Ich werde nochmal gucken, wenn frühmorgens noch keiner wach ist.

Mögen Rinder Brot mit Salz? Abenteuerliche Vorstellung in Sachen Geschmackserlebnis...

Hach. Meinen inneren Gorilla hätte ich damals gebrauchen können, als dieser letzte Betreuer den ich hatte mich so trietzte. Da hätt ich mich mal aufplustern sollen!
Ich bin ziemlich groß geraten für ein weibliches Wesen und dieser Mann war geschätzte 2-3cm kleiner als ich.
Das muss ich noch lernen.
Naja. Aufplustern muss dann ja auch mit weiterer Interaktion erfolgen.
Ich weiß halt nie, was ich sagen soll bzw. habe ich grad keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll, was ich gerade denke...

Ich will halt nur nie wieder gezwungen werden, anderen Menschen in die Augen gucken zu müssen. Ich denk jeden Tag an diese Situation und das macht micht ängstlich.

Das mit den Kleidern ist völlig richtig.
Ich habe ein Kleid aus Baumwoll-Jersey 4 mal gekauft, weil ich es so unglaublich toll finde. Es ist weit, weich, sieht schön aus und ist schwarz und ganz unkompliziert. Ich trag es jeden Tag. Das wird dann jeden Abend gewaschen, so ist das täglich tragen gewährleistet. Im Winter kommt einfach ein Pullover drunter. Fertig. So müsste alles sein.

Strumpfhosen sind ekelhaft.

Das mit dem Unterricht wird nur funktionieren, wenn ich wirklich betroffen sein sollte. Also vom Asperger. Mir fällt es schwer, dass so zu schreiben. Schließlich dachte ich immer ich sei in Ordnung. Aber seit den Diagnosen Borderline und ADHS weiß ich, dass ich es ja nicht sein kann. Zumindest nach aussen. Aber ich will nun nicht wieder traurig werden. Ich muss abwarten, was die neue Diagnostik ergeben wird.
Das ist halt ein wenig seltsam für mich. Ich muss "krank" sein um gefördert zu werden.
Komische Sache.

Das mit der Nachbarin und der Kuh? Oh je! Ich stelle mir sowas immer bildlich vor und muss dann extrem lachen. Wie steh ich denn dann da? 🙂
Eine hagere, schlanke Kuh mit einer braunen lockigen Pott-Frisur und getuschten Wimpern... Dazu dieses nicht einzuordnende Grinsen...😀
Würdest du sie kennen, würdest du nun auch gewiss lachen.

Ich schau mich auf der Page mal um.
Habe leider weder Drucker noch Scanner aber mein Freund kann Dinge an der Uni ausdrucken.
Vielleicht find ich da was schönes was ich in meinen Tagesablauf einbauen kann.

Grüße! 🙂
 
Hallo 🙂

Komischerweise hatte ich diese Wiese mit den Kühen immer schonmal im Visier...
Als Kind schon.
Ich werde nochmal gucken, wenn frühmorgens noch keiner wach ist.

Mögen Rinder Brot mit Salz? Abenteuerliche Vorstellung in Sachen Geschmackserlebnis...

Also "unsere" Hochlandrinder mögen z.B. salzige Reiswaffeln. Ich habe das mal in einem Rinderjournal gelesen, dass die das mögen. Wenn du als Kind schon die Kühe im Visier hattest war das vielleicht eine Art Instinkt, was dir gut tun würde?

Das muss ich noch lernen.
Naja. Aufplustern muss dann ja auch mit weiterer Interaktion erfolgen.
Ich weiß halt nie, was ich sagen soll bzw. habe ich grad keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll, was ich gerade denke...

Also ich mach das so: Erst das Aufplustern. Dann nichtssagende Wörter brummen, z.B. nur "ne, ne" oder "moment mal" - währenddessen denke ich mir den ersten Satz aus und verwende dafür Begriffe, die mein lautes Gegenüber benutzt hat. Die kennt er schon und die versteht er auch. Ich versuche also eher, in die Welt und Sprache des anderen zu wechseln als meine Gedanken korrekt in meine Worte zu fassen.
Ist Übungssache, wie so vieles. Hast du schon mal Ludwig Wittgenstein gelesen zufällig, über Sprache und Verstandenwerden? Sein Resümée war ungefähr: Es ist ein Wunder, dass sich Menschen überhaupt verstehen 🙂

Ich muss "krank" sein um gefördert zu werden.
Komische Sache.

Dir steht auf jeden Fall die Option offen, dich selbst zu fördern und dir Förderungsmöglichkeiten zu suchen. Vielleicht hast du auch eine Begabung wie Frau Temple und kannst die ausbauen, nutzen, entwickeln?

Das mit der Nachbarin und der Kuh? Oh je! Ich stelle mir sowas immer bildlich vor und muss dann extrem lachen. Wie steh ich denn dann da? 🙂

Und vergiss nicht die weichen Kuhaugen mit den langen Wimpern - da kannst du das "in-die-Augen-schauen" gleich üben 😉

Trick meinerseits, wenn mir jemand zu aufdringlich in die Augen schaut: Ich schaue zurück, aber nicht in die Augen, sondern dazwischen - auf den Nasenrücken! Habe ich als Kind gelernt mit meinen Brüdern. Wir haben gespielt: Wer kann länger dem Blick standhalten ... und ich hab ab da öfters gewonnen ...

Viele Grüße,
Werner

P.S. Wenn du die Kalligrafie-Vorlagen in DIN A4 möchtest, kannst du mir auch eine Mail-Adresse geben, dann schicke ich dir PDFs. Die im Internet sind ja nur klein, eher zur Auswahl.
 
Hallo!

@Werner:

Das kann gut möglich sein, mit dem Rinder-Instinkt.
Sie sehen auch ein wenig Orang-Utan-mäßig aus. Also ruhig.
Die Augen sind keineswegs zu verachten. Total hübsch.
Die schauen immer lieb.
Ich habs noch nicht wieder nach draussen geschafft.
Werd dann einfach Brot und Salz mitnehmen. Mal gucken, was die Kühe sagen.

Aufplustern muss ich wiegesagt noch üben 🙂
Ist ja quasi wie ein Thaterstück in dem Moment.
Wittgenstein sagt mir noch nichts. Werd ich mir anschauen.

Ich förder mich quasi jeden Tag. Zumindest vom Kopf her. Aber dadurch bekomme ich keine Abschlüsse... Die sind mir enorm wichtig, denn ich möchte unbedingt auf die Uni.

Email-Adresse schicke ich dir! 🙂

Grüße!
 
Hallo 🙂

Werd dann einfach Brot und Salz mitnehmen. Mal gucken, was die Kühe sagen.

Sie werden "muuuuhhhh" sagen, vermute ich mal 🙂 - und sich dann sehr schnell deine Stimme, den Klang deiner Schuhe oder auch deine Erscheinung insgesamt merken. Das Brot kann übrigens auch ein bisschen trockener sein, nur dann in kleinen Stücken, damit sie sich nicht verschlucken. Was unsere Rinder auch mögen, sind Apfelstücke. Oder einfach ein Büschel Löwenzahn bzw. Salatblätter.

Aufplustern muss ich wiegesagt noch üben 🙂
Ist ja quasi wie ein Thaterstück in dem Moment.

... denn ich möchte unbedingt auf die Uni.

Für so ein Ziel spielt man auch mal ein bisschen Theater, nicht wahr? Was genau willst du denn auf der Uni machen, wenn ich fragen darf - sorry, falls du es schon mal geschrieben hattest, ich erinnere mich dann grade nicht mehr.

Viele Grüße,
Werner

P.S. Die PDFs mit den Kalligrafie-Vorlagen mache ich dir morgen im Büro fertig, die sind auf meinem Computer dort. Deine Mail-Adresse habe ich ja bekommen.
 
Hallo!

Mir fiel jetzt erst ein, ich könnte mal wieder schreiben.

Gestern war die Asperger-Diagnostik. In der Poliklinik Münster.

Es war total schrecklich.

Meine Betreeung und ich dachten, ich würde Tests durchlaufen und dann ein Gespräch und nochmal die letzten Fragen beantworten.

So wurde es uns vorher gesagt.

Es kam ganz anders.

Ich durfte meine Betreeung nicht mit ins Zimmer nehmen.

War ja auch okay.

Ich war damals schon einmal in der Poliklinik zu einem Vorgespräch zu einer teil-stationären Behandlung wegen meiner Borderline-Diagnose.
Die Ärztin damals meinte, ich wäre für die Tagesklinik nicht geeignet.

Der Arzt fing dann an, mir Fragen zu stellen. Keine Tests. Da war ich schon enttäuscht.

Er stellte sie so kompliziert, dass ich teilweise nicht wusste, wie ich Antwort zu geben habe.

Er sagte immer wieder: "Ich sehe wie bedrückt sie sind", "Sie haben angst, die Menschen zu verlieren" und solche komischen Sachen.

Mir ging es an dem Morgen aber gut?

Dann sollte ich eine Situation erzählen, die mich besonders ärgerte.

Ich erzählte davon, wie wütend ich würde, wenn mein Vater meinen Joghurt aufaß, den ich zu meiner Zeit essen wollte und dieser dann nicht da sei...

Dabei wibbelte ich auf dem Stuhl herum weil mich der Gedanken an diese Situation sehr verärgerte.

Er sagte daraufhin: "Ich sehe, dies verärgert sie sehr und lässt sie überkochen"

Natürlich macht mich sowas nicht gerade "nett".

Mir ging es ja nicht um den Joghurt. Nur darum, dass ich ihn zu meiner Joghurtzeit essen muss...

Zwischendurch fegte ein Straßenfeger am Fenster im beklemmenden Raum vorbei.

Nutnutnut...

Dieses piepen machte mir schon in meiner Kindheit angst.

Ich musste mir verkneifen, eine Grimasse zu ziehen.

Dabei starrte mich der Arzt die ganze Zeit an.

Dann erzählte er mir, dass ich sehr sensibel sei und bestimmt mitfühlen würde, wenn jemand weint.

Ich kam dann ins stottern, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll.

Ich weine nicht, wenn jemand weint, dachte ich. Ich riss mich zusammen nicht wieder nur mist zu erzählen.

"Wenn jemand weint, muss er mir sagen was er hat. Dann kann ich versuchen, ob ich schonmal so war wie der weinende. Vielleicht verstehe ich ihn dann"

War meine Antwort.

"Okay"

sagte der Arzt nur und schrieb weiter auf seinem Papier rum.

"Wir müssen hinnemachen"

sagte er immer wieder.

Das verunsicherte mich noch mehr.

Am Schluss bevor meine Betreuerin hinzu kam fragte er mich noch, wie es denn mit meinem Freund sei. "Ich hätte bestimmt angst, ihn zu verlieren?"

"Nein" antwortete ich.

"Mein Papa und mein Freund würden niemals gehen"

Diese Frage verwirrte mich noch mehr.

Warum sollte ich das denken???

Dann sagte er wieder:

"Es ist kein Wunder, dass sie so leiden, bei der Kindheit"

Ich dachte nur: Ja?

Ich empfinde da nicht so wirklich was. Das ich in verschiedenen Heimen war, immer wieder, das finde ich schlimm.

Aber was will er damit sagen?

Dann riss er mich schon wieder aus meinen Gedanken.

"Sie haben mit Sicherheit kein Asperger-Syndrom und die Diagnose Borderline ist schon richtig"

Ich:

"Ok"

Fand ich nun nicht so schlimm. Hauptsache das Gespräch hätte bald ein Ende...

Dann kam meine Betreuerin hinzu.

"Sie hat kein Asperger. Asperger haben keine Impulsivität. Sie würden sich nicht über gewisse Dinge aufregen. Borderlinespezifisch muss geschaut werden..."

Ich hörte irgendwann nicht mehr hin wie sie sich unterhielten weil ich ein bisschen in meine Welt trottete. Da war dann auch wieder das Nutnutnuut...

Für mich war das alles auch okay.

Draussen hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, man hat mir etwas über jemand anderen erzählt aber nicht über mich.

Ich war nicht traurig und die Ängste wovon er sprach hatte ich auch nicht.

Ich fragte mich, was er damit meinte.

Warum gab es keinen Test?

War das der Test?

Erzählt man bei dem Test dem zu testenden nur sowas?

Kurz draussen reflektierten wir noch das Gespräch.

Mein Freund, Betreuerin und ich.

"Das war kein Test, das war ein schieben in eine Schublade" meinte mein Freund.

Ich stellte mir vor, wie ich großes Mädchen in eine Schublade gesteckt wurde. Sehr lustig!🙂

Meine Betreuerin fragte mich und ich erzählte so gut es ging wie der Ablauf war. Schreiben fällt mir immer leichter.

Ich soll nun nach Köln zu einem Autismus-Spezialisten.

"Ich könne nicht nur Borderline sein"

Okay.

Mir ist das nicht wichtig.

Vielleicht schon um zu wissen warum ich manche Dinge die andere komisch finden eben mache.

Vielleicht bin ich ein Mischtypus?

Weiß einer von Euch, was das gestern war?

Ein Gedankenanstoss bitte?

Ich hab nun nach dem Gespräch am gestrigen morgen bis eben geschlafen weil mein Kopf so voll war und ich so müde.

Ich muss zwanghaft immer die Sätze im Kopf wiederholen, die er mir sagte.

Hilfe!

Grüße!
 

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