Angepaßte Jasager, die vor allem sehr früh gelernt haben, immer anderen Menschen gefallen zu müssen, die alle Regeln akribisch genau gelernt und verinnerlicht haben, die sind natürlich oftmals sehr bequeme Zeitgenossen. Die vielleicht auch niemals irgendwo auffallen... Aber ob sie nach der "Erziehung" immer noch Menschen geblieben sind, die sich im Regelwerk trotzdem noch eine eigene Individualität bewahrt haben, das möchte ich jedenfalls zutiefst bezweifeln. Die Welt ist, wie ich finde, leider viel zu voll von lauter angepaßten Neurotikern. Die alle wohl irgendwann feststellen müssen, dass sie eigentlich gar keine eigene Identität mehr haben.
Es gibt sehr verschiedene Wege, einem Kind etwas beizubringen. Am wirkungsvollsten ist es meiner Meinung nach, dem Kind vor allem das richtige Verhalten selbst vorzuleben, ohne aber seine Persönlichkeit durch eine überzogene Strenge und vor allem durch nicht kindgerechte, sondern durch eher erwachsenengerechte Erwartungen sogar noch zu brechen. Das tun vor allem Eltern, die ihre eigene Kindheit auch selbst schon sehr früh verloren haben.
Es ist heute hinlänglich bekannt, dass die Erziehungsmuster sich stets wiederholen. So dass bereits sehr früh in ihrer Lebendigkeit gebrochene Menschen ihre eigenen Kinder später auch überfordern werden in ihren Erwartungen an sie, und dass sie sich sogar noch gut dabei fühlen und meinen, das Richtige zu tun. Aber auch nur deswegen, weil sie es halt niemals anders kennen gelernt haben. Auffallend ist für mich auf jeden Fall immer die Strenge, wenn der eigene Erziehungsstil sogar noch als der einzig richtige deklariert und vehement verteidigt werden muss. 🙄