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Verzweifelte Nachbarin - Sohn möchte keinen Kontakt mehr

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Das war auch mein Gedanke. Hängt aber sehr von dem sonstigen Umgang ab.
Der Umgang vor dem Kontaktabruch vor 4 Monaten war gut.
Der Sohn hat vorher nie die Erfahrung gemacht, dass er mit einer (erfundenen oder übertrieben dargestellten) Erkrankung manipuliert wurde.
Man hat immer mit offenen Karten gespielt.
Der Sohn wusste, dass es diese erhöhten PSA Werte gibt und dass der Vater meines Nachbarn, also sein Opa, an Prostatakrebs gestorben ist.
Aber das Thema wurde nie überdramatisiert.
Im Gegenteil. Der Sohn war bis vor Weihnachten sehr besorgt um seinen Vater.
Beide Eltern haben ihn immer beruhigt, indem sie ihm gesagt haben, dass ein rechtzeitig erkanntes Prostatakarzinom gute Heilungschancen habe.

Prostatakrebs ist in sehr vielen Fällen gut behandelbar. Wenn die Situation prekär werden sollte, kann man dem Sohn immer noch Bescheid sagen.
So sehen das meine Nachbarn eigentlich auch.
 
Jetzt weichst du das Thema hier wieder auf...

Zumindest meldet sich der Sohn abgeschwächt ab und zu.
Nennt man sein Verhalten heutzutage "Ghosting" ?

Die Nachbarsfamilie ist in professioneller Betreuung. 👍

Wie können wir DIR helfen ? 🙂

Hast du dir schonmal überlegt, dich über professionelle Hilfe stärken zu lassen, daß du für die Nachbarsfamilie besser das sein kannst !!!

Evtl. kannst du auch mal die Telefonseelsorge anrufen 0800 111 0 111 📞
 
Jetzt weichst du das Thema hier wieder auf...

Du nennst es aufweichen.
Ich würde es eher als fortführen bezeichnen.
Da der Thread nicht geschlossen wurde, ist es sicherlich in Ordnung, das Thema nach einer längeren Pause wieder aufzugreifen.
Da familärer Kontaktabbruch relativ häufig vorkommt, ist es für verlassene Eltern möglicherweise tröstlich oder hilfreich, wenn sie lesen, wie es anderen, ebenfalls betroffenen Eltern ergeht.

Wie können wir DIR helfen ?

Ich denke, es kann nie schaden, wenn man unterschiedliche Sichtweisen aufgezeigt bekommt oder wenn man einfach seine Gedanken oder belastende Geschehnisse in Worte fassen kann.

Wer das Thema als aufgeweicht empfindet oder wer nichts dazu beitragen möchte oder nichts dazu zu sagen hat, öffnet diesen Faden einfach nicht.

Hast du dir schonmal überlegt, dich über professionelle Hilfe stärken zu lassen, daß du für die Nachbarsfamilie besser das sein kannst !!!

Evtl. kannst du auch mal die Telefonseelsorge anrufen 0800 111 0 111 📞
Ich bin sehr sicher, dass ich weder professionelle Hilfe, noch die Telefonseelsorge benötige.
Trotzdem danke für den Tipp.
 
Da familärer Kontaktabbruch relativ häufig vorkommt, ist es für verlassene Eltern möglicherweise tröstlich oder hilfreich, wenn sie lesen, wie es anderen, ebenfalls betroffenen Eltern ergeht.
Ja, von betroffenen Eltern und nicht das Hören-Sagen aus dritter Hand von nicht betroffenen.

Was belastet dich denn persönlich so an Geschehnissen bei den Nachbarn?
 
Ja, von betroffenen Eltern und nicht das Hören-Sagen aus dritter Hand von nicht betroffenen.
Wie kommst du darauf?
Gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass sich Eltern , die unter dem Kontaktabbruch eines Kindes leiden, nur dann getröstet und verstanden fühlen können, wenn die betroffenen Eltern ihren "Fall" persönlich schildern?
Was belastet dich denn persönlich so an Geschehnissen bei den Nachbarn?
Ich bin mit diesen Nachbarn seit Jahrzehnten eng befreundet. Unsere Kinder sind gemeinsam groß geworden. Wir waren in all den Jahren immer füreinander da.
Vielleicht kannst du es dir nicht vorstellen, aber wenn man eine so langjährige und enge Freundschaft hat, geht einem so etwas nahe.
Und natürlich versetzt man sich noch viel intensiver in solch eine Situation, wenn man selber Kinder hat.
Dass mich diese Sache belastet, ist deine Interpretation.
Aber du könntest recht haben: sobald man Mitgefühl entwickelt und helfen möchte, trägt man automatisch auch ein wenig die Last des anderen.
 
Du nennst es aufweichen.
Ich würde es eher als fortführen bezeichnen.
Da der Thread nicht geschlossen wurde, ist es sicherlich in Ordnung, das Thema nach einer längeren Pause wieder aufzugreifen.
Es ist DEIN Strang, den darfst du so lange weiterführen, wie du möchtest. Das ist dir absolut unbenommen.

Und ich glaube, @Hajooo wollte eigentlich die Formulierung "wärmst du auf" verwenden, die ich persönlich allerdings genauso unangemessen finde, aber wenigstens weiß man, was damit gemeint gewesen wäre.

Du darfst hier darüber reden/schreiben, wenn es für dich und deine Nachbarin irgendeinen Mehrwert hat. An letzterem habe ich mitunter Zweifel. Das liegt aber nicht an dir und deinen Beiträgen.

Ich persönlich, ohne die Protagonisten zu kennen, habe den Eindruck, dass diese völlig überflüssigen und sinnleeren "Kontaktversuche" keine sind. Wegen einer Bindehautentzündung kann man Herrn Google oder den Apotheker seines Vertrauens wohl eher fragen, als Leute, zu denen man demonstrativ keinen Kontakt wünscht.
Vielmehr habe ich das Gefühl, der Sohn will nicht, dass seine Eltern zur Ruhe kommen und sich auf sich selbst besinnen. Der will auf sich aufmerksam machen, sie sollen bitte aktiv spüren, dass er keinen Kontakt will. Deswegen bricht er diesen belanglosen Blödsinn auch immer wieder demonstrativ mittendrin ab. Als würde er sie irgendwie bestrafen wollen...

Ich würde deiner Nachbarin ja wünschen, dass ich Unrecht habe damit, aber das ist meine Sichtweise dazu.
 
Meine Vermutung. .

Ich denke, dass der Sohn seine Eltern vermisst und zu ihnen Kontakt sucht..Er will niemanden manipulieren.

Wenn er den Kontakt zu den Eltern hat wird es ihm vielleicht schnell zu viel werden, er wird sich von ihnen genervt fühlen, er wird überempfindlich reagieren, er ist nervlich nicht belastbar und fühlt widersprüchliche Gefühle und er taucht wieder ab.
 
Wenn er immer mal wieder mit banalen Fragen sich.an die Eltern wendet, dann will irgendetwas in ihm schon Kontakt, denke ich.

Aber gut, man kann auch.denken, dass er nur seine Eltern ärgern will.

Von uns kann das keiner beurteilen.
 
Ich persönlich, ohne die Protagonisten zu kennen, habe den Eindruck, dass diese völlig überflüssigen und sinnleeren "Kontaktversuche" keine sind. Wegen einer Bindehautentzündung kann man Herrn Google oder den Apotheker seines Vertrauens wohl eher fragen, als Leute, zu denen man demonstrativ keinen Kontakt wünscht.
Vielmehr habe ich das Gefühl, der Sohn will nicht, dass seine Eltern zur Ruhe kommen und sich auf sich selbst besinnen. Der will auf sich aufmerksam machen, sie sollen bitte aktiv spüren, dass er keinen Kontakt will. Deswegen bricht er diesen belanglosen Blödsinn auch immer wieder demonstrativ mittendrin ab. Als würde er sie irgendwie bestrafen wollen...

Ich denke auch, dass diese "Kontaktversuche" keine sind.
Seine Eltern haben sich mit dem Kontaktabbruch insofern abgefunden, dass sie nichts unternehmen, um die Verbindung wieder herzustellen.
Sie respektieren also seine Entscheidung und versuchen, mit den Gegebenheiten klarzukommen und ihr eigenes inneres Gleichgewicht wieder herzustellen.
Wenn sie dann vom Sohn ganz unerwartet angeschrieben werden, gerät dieses mühsam aufgebaute Gleichgewicht natürlich sofort wieder in eine Schieflage.
Hoffnung keimt auf, die nach kurzer Zeit wieder zerstört wird.

Diese fadenscheinigen Kontaktaufnahmen des Sohnes kommen mir so vor, als würde er winzige Köder auslegen und sobald seine Eltern freudig und in der Erwartung nach mehr danach schnappen, fegt er alles wieder vom Tisch.
Ob er sich so verhält, um seine Eltern zu quälen oder ob er sich damit die Gewissheit verschaffen will, dass sie sich noch nicht von ihm abgewandt haben und somit ein Zurück noch möglich ist, sei dahingestellt.
 
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