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Verwirrt in der Beziehung

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 126749
  • Datum Start Datum Start
Danke für den harten aber wichtigen Beitrag.

Wie ich schon schrieb sie kann gar nicht anders. Es ist ihre Art.

Mir gegenüber hegt sie vielleicht einen gewissen Groll und könnte damit aufhören.
Aber bei unserem Sohn gibt es eigentlich gar keinen Grund außer die typischen Teenager Allüren. Er ist halt Teenager…
"Sie kann gar nicht anders!" Und schon wieder entschuldigst du was sie tut. Da sitzt niemand auf ihrer Zunge, der die Worte formt oder ihr die Lippen aufeinander presst. Sie tut das höchstselbst. Und wenn sie gerne anders handeln würde, sie irgendetwas nicht Beherrschbares aber davon abhält, gehört sie in eine Therapie, damit sie fachliche Unterstützung erhält. So einfach ist das!
 
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Ich weiß was du meinst… Ich will sie gar nicht entschuldigen.
Aber wenn ich ihr sagen würde unserm Sohn gegenüber wärmer, liebevoller, fürsorglicher, usw zu sein…
Sie wüsste damit nichts anzufangen. In ihrer Welt ist sie es…
 
Ich sehe das ein wenig anders. Wenn es wenig wäre kann man ja irgendwie einen Partner dazu ermuntern aber da ist nichts.
Und es endet wie bei mir, eine nicht ehrlich gemeinte Umarmung. Auch er wird es merken.

Ich weiß nicht was passiert ist. Rückblickend muss ich zugeben das es noch nie eine Stärke von ihr war. Heute würde ich einfach sagen das sie ihr Herz verschlossen hat. Und jemand fremdes würde sie sagen, um nicht weiter verletzt zu werden. Und nun drehen wir uns wieder im Kreis. Sie fühlt sich von mir ständig angegriffen und das recht schnell.. das ist ihre Realität.

Meine Realität kennt ihr ja zu genüge.
 
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Aber wer oder was hat sie denn verletzt, wenn du davon sprichst, dass sie nicht "weiter verletzt werden soll"? Ich lese deine Beiträge jetzt schon sehr lange und hatte zu keiner Zeit den Eindruck, dass du ihr böse oder aggressiv gegenüber getreten bist. Eher im Gegenteil, aber das hatten ich und viele andere schon sehr ausführlich beschrieben, so dass ich es nicht wiederholen möchte.

Ich wäre das vermutlich schon lange leid und hätte mein Ränzlein geschnürt. Ich weiß nicht, ob ich dir für dein Durchhaltevermögen Respekt zollen oder darüber den Kopf schütteln soll.

Ich kann mir allerdings beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Situation für euren Sohn gut ist. Sprichst du mit ihm eigentlich mal über das, was da ständig abgeht?
 
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Ich habe sie verletzt… schon vergessen? Vor über 3 Jahren. Ja es gab mal eine Zeit in der ich eventuell auch frustriert war, nicht immer geduldig war, sie es hab spüren lassen das sie „defekt“ ist, usw.
Ich habe es vielleicht schon mal erzählt sie hat früher alles extensive fotografiert. Irgendwann ging es meinem Sohn und mir echt auf den Sack. Jedes Essen… nein, erst ein Foto. Meinem Sohn sagt sie lächle mal aber ohne Zähne. Er hatte mal Hasenzähne… Das hat zu Konflikten geführt und heute macht sie keine Fotos mehr. Das ist jetzt aber auch ca. 3 Jahre her. Das ist so verrückt das wir vor einem Jahr in einer Ausstellung waren. Frag ich sie ob ich ein Foto von ihr machen soll. Nein. 1 Minute später fragt sie jemanden ob er ein Foto von ihr machen könnte…

Ja ich überlege jetzt seit einiger Zeit ob ich nicht einfach gehen soll. Glücklich werden wir beide nicht mehr miteinander.

Ich versuche mich da manchmal bei ihm ranzutasten aber ich glaube er kann sich auch noch kein richtiges Bild von der Situation machen. Bei vielen Dingen glaubt er ja sie hat recht, er sieht sie noch nicht kritisch..
 
Ich versuche mich da manchmal bei ihm ranzutasten aber ich glaube er kann sich auch noch kein richtiges Bild von der Situation machen. Bei vielen Dingen glaubt er ja sie hat recht, er sieht sie noch nicht kritisch..
Es sieht für mich so aus, als würdest auch du keinen unbeschwerten familiären Umgang mit ihm mehr schaffen. Es gibt hier noch einen anderen Strang, in dem eine TE sich nicht traut, ihren Bruder zu fragen, wann sie sich mal wieder sehen wollen - sie ist da völlig gehemmt. Ähnliches erkenne ich auch bei deinem Umgang mit deinem Sohn - gerade so als habe das Verhalten deiner Frau /seiner Mutter euch allesamt paralysiert.

Kannst nicht wenigstens du versuchen, ein entspanntes Miteinander mit eurem Sohn zu pflegen? Der Junge braucht doch auch fernab von seinem Freundeskreis mal jemanden, mit dem er offen reden kann, was ihn bewegt. Ich würde ihn mir mal schnappen und eine Männertour unternehmen und dann mal fragen, wie es ihm eigentlich geht. Auch ruhig offen, wie er euer Miteinander, euer Leben als Familie empfindet. Ich finde auch, dass man Ross und Reiter benennen kann ohne den anderen schlecht zu machen. Aber wie willst du sonst herausfinden, wie es dem Kind geht? Ob er sich wohl fühlt, ob ihm etwas fehlt. Vielleicht schaffst du es ja sogar, ihm mal von deinem Kummer zu berichten, damit ihn eine eventuelle Trennung nicht völlig überraschend aus den Latschen haut.

Für mich war wichtig, dass meine Tochter mit allem hätte zu mir kommen können. Jederzeit, egal was ist. Dass sie weiß, dass da jemand ist, der ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte hat. Sie hat das oft in Anspruch genommen, mich häufig um Rat gefragt. Gewiss war meine Antwort nicht immer so, wie sie das erwartet hatte. Ich fand aber diese Reflexion wichtig, hab ihr auch gesagt, dass ich nicht allwissend bin und sicher auch nicht mit allem recht habe. Sie hatte aber immer jemanden im Rücken, von dem sie wusste, er hält zu ihr und ist für sie da. Weiß dein Sohn das auch oder denkst du nur, dass er so denkt?
 
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Hi,
Vielen Dank für die wirklich guten Beiträge. Kann da nur zustimmen.

Neben diesen typischen Konflikten wird mir immer mehr bewusst das sie gar keinen Wert auf Nähe legt, legen will oder eventuell auch nicht (mehr) kann. Wir sind da anscheinend total verschieden.
Etwas wo ich definitiv lange Zeit blind war da ich die meiste Zeit um die Konflikte gekreist bin. Ich habe geglaubt das wenn die Konflikte weniger werden es auch automatisch wieder mehr Nähe gibt. Heute sehe ich anders.

Ich weiß jetzt was zu tun ist. Irgendwie hatte ich immer noch Hoffnung, heute nicht mehr.

Kurzfristig gibt es noch einige Dinge um die ich mich kümmern muss, wobei unser Sohn natürlich meine höchste Priorität ist.
 
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