Ich würde den Urlaub nutzen, um wieder zu einem normalen Maß an Zugewandtheit zurückzufinden und mal zu schauen, wie sie darauf reagiert. Ihr also freundlich gegenübertreten, aber eben nicht devot. Dazu gehört dann auch so etwas wie weiterhin zu fragen, was sie essen möchte oder proaktiv etwas vorzuschlagen. Wenn sie sagt, sie wisse es nicht oder habe keine Meinung, das dann aber auch zu akzeptieren und womöglich zu sagen "Okay, ich überleg mir etwas und überrasche dich!" Oder auch vorzuschlagen mal gemeinsam zu kochen. Mäkelt sie später herum "Schade, dass es dir nicht schmeckt. Ich fand es lecker. Magst du uns das nächste Mal etwas kochen?" Keine Entschuldigungen, kein Alternativangebot, einfach freundlich bestimmt lernen, solche Negativerlebnisse auszuhalten. Rennt sie weg, lass sie und versuch dich mit etwas Schönem abzulenken. Du bist weder ihr Babysitter, noch ihr Bespaßer. Bleib freundlich, gerne auch liebevoll, streu kleine nette Gesten ein, aber alles in normalen Maßen.
Wenn du sie in den Arm nimmst und sie da wieder wie ein toter Fisch hängt, kannst du sie auch mal fragen, ob sie das eigentlich mag oder ob du es besser lassen sollst. Dir wären diese Gesten eigentlich wichtig, du würdest ihr auch auf diese Art zeigen wollen, dass du sie magst. Du fändest es aber schade, nicht genauso gedrückt zu werden. Es fühlte sich dann nach Zurückweisung an und wäre für dich auch nicht so schön.
Beziehe sie in Aktivitäten der Familie stets ein, damit sie nicht das Gefühl der Ausgrenzung in dein Handeln hineininterpretieren kann, aber akzeptiere auch, wenn sie sich anders entscheidet.
Dich ein bisschen zurückzunehmen mit deinen harmoniesuchenden Botschaften, das richtige Maß auszutarieren, auf Provokationen nicht einzugehen, einfach ihr "Spiel" nicht mehr mitzuspielen, dabei trotzdem freundlich zu bleiben, wird dir,
@Fla$hG0rd0n schon schwer genug fallen.
Urlaub hat aber den Vorteil, dass der übliche Alltagswahnsinn mal außen vor bleibt und man sich mal rein auf sich selbst konzentrieren kann. Hinterfrage deine Handlungen kritisch, ob sie normal sind oder nicht doch schon unverhältnismäßig.