Habe ich tatsächlich auch gedacht, aber er wollte mich schon im Januar loswegen, in seinen Augen bin ich für den Job unqualifiziert. Seit Februaur läuft es wieder gut, hat mich auch als Teamleiter akzeptiert, die Stelle hat er allerdings nicht rausgenommen, er hat es "vergessen". Soll ich so auf nett tuen, und sagen, passiert?
Er wird seinen Eindruck ja begründet haben.
Und offenbar war das nicht unbegründet, du schreibst, es liefe seit Februar wieder gut, also hast du etwas verbessert, nehme ich an.
Ich vermute, das es Zweifel gab, ob du die Stelle ausfüllen kannst und die Anzeige deshalb zur Sicherheit bestehen blieb, als Notanker.
Aber hinterm Rücken, einen anderen Teamleiter suchen, geht gar nicht. Sag mir, wo hat er Rückgrat? Für mich ist vertrauen enorm wichtig.
Aber natürlich.
Seine Loyalität hat dem Unternehmen zu gelten und für dieses muss er die beste Lösung finden.
Ein unmotivierter, beleidigter Mitarbeiter, der weiß, dass man ihn wahrscheinlich ersetzen will, ist das nicht.
Eine entstehende Lücke in der Leitungsposition kann es auch nicht sein. Ee hat das möglichst zu vermeiden.
So einfach ist das.
Ich habe ihm darauf angesprochen.
Worauf?
Und was war die Antwort?
Ich hätte auch nix sagen können.
Worüber, wozu hättest du nichts sagen können?
Es geht mir ja mehr um die Moral. Er sucht treue, langfristige Angestellte. Jetzt darf er sich ruhig einen neuen Teamleiter suchen, der wird zu 100% abspringen. Das sagen auch meine Kollegen. Es muss total verzweifelt sein dort langfristig arbeiten zu wollen. Ich mache es nicht mehr mit.
Dein Ego ist verletzt, nachvollziehbar.
Versuche für dich das Beste daraus zu macgen, indem du reflektierst, wie es dazu kommen konnte, welchen Erwartungen du nicht gerecht werden konntest und warum.
Dann kannst du die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, daran arbeiten und so in deine Zukunft investieren.
Jeder Tiefschlag ist auch eine Chance.
Weshalb sollte ein anderer Teamleiter abspringen?
Du wolltest den Job doch auch weiter machen...
Warst du verzweifelt?