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Verliere die kontrolle über mich selbst!

Momentan sehe ich zurück und bemerke was falsch lief. Vom Anfang bis jetzt zog sich eine graue Linie durch mein Leben. Die Wut, dessen Kontrolle ich zu verlieren glaubte, der Hass der mich zersägte und die Rachsucht, die meine Lage schlimmerte. Depression, Frustration, Leid, Wut, Schmerz.... ...aber wodurch hatte ich diese Gefühle?
Jahrelange schikane hat tiefe Narben hinterlassen. Aber diese Narben habe ich nicht einer großen Gruppe zu verdanken, sondern einigen wenigen, die andere abwerten um sich selbst aufzuwerten. Leuten die Angst mit Respekt gleichsetzen, obwohl es ganz verschiedene Dinge sind.
Nach oben wollte ich, also passte ich mich an. Wofür? Um von Leuten apzeptiert zu werden, die mich nicht interessieren? Ich wurde still. Redete wenig bis gar nicht. Irgendwann widmete ich mich dem PC. Erst dachte ich es war ein Fehler so viel Lebenszeit zu verschenken, aber anderer seits... ...finde ich es im nachhinein nicht schlecht. Meine Vergangenheit hat mich zu dem gemacht, was ich nun bin. Meine Familie ist nicht meine Biologische. Ohne Geborgenheit ist eine Familie meiner Meinung nach keine Familie. Als ich aufwuchs, war ich meinem Vater vollkommen egal. Jetzt versucht er auf einmal Superdaddi zu spielen. Meine Familie, wie ich sie kannte, wurde vor vielen jahren zerstört, dass kann man nicht einfach so reparieren.
Meine Familie besteht aus dem engsten Ring meiner Freunde und meiner Schwester. Irgendwann reduzieren sich die Leute, denen man 100% Traut, die immer für einen da sind und bei denen man immer untertauchen kann, auf eine Zahl, die man an einer Hand abzählen kann.
Meine erste Beziehung war zum scheitern verurteilt, ich brauchte über 6 Monate um die trennung zu verkraften. Ich wollte sie immer zurück haben.
Aber heute finde ich es gut, dass es nicht so gekommen ist.

Wieso?

Weil es nur Schaden angerichtet hätte. Ich bin wer ich bin. Meine Wut habe ich ruhen gelassen. Was mir fehlte war wahre liebe und die habe ich jetzt. All meine Wut ist schier verschwunden. Es kann schon sein, dass sie noch irgendwo in mir lauert, aber warum sie nicht zum guten einsetzen?
In den Wolken zu graben und nach dem großen Glück zu suchen ist ein Fehler. Das kleine Glück ist das größte Geschenk, und es ist näher als man denkt.
Das beste was mir je passiert ist, war Marie zu treffen. Ich würde für alle ewigkeit bei ihr bleiben.


Meine Vergangenheit brachte mir viel Leid, hat mir aber auch viel gelehrt.

Ein dickes "Danke" an die, die mir hier im Forum geantwortet haben.

LG
Sean

PS: Auf den Tee komm ich zurück 😉
 
Hey Sean!

Schön, daß es nun eindeutig bergauf geht. Eine wichtige Erkenntnis hast Du ja auch beschrieben: Die kleinen Dinge sind häufig die, die einen sehr glücklich machen können.
Besonders klar wird einem das, wenn man sich einmal vorstellt, wie es wäre, wenn kleine Dinge am laufenden Meter nicht klappen würden: Der Kugelschreiber, der immer leer ist, der Freund, der dauernd zu spät zu einer Verabredung kommt, der Chef, der immerwieder deinen Urlaub vergisst einzuplanen usw.
All das sind Dinge, die nicht sooo wild sind. Aber in der Masse macht einen sowas echt alle.
Und wenn man immer nur in den großen Dingen steckt hat man oft keine Zeit die kleinen Dinge wertzuschätzen oder dafür zu sorgen, daß sie gut laufen.

Auch finde ich es schön, daß Du Deine Vergangenheit nimmst um Lehren daraus zu ziehen. Nicht an die Vergangenheit gebunden zu sein, sondern nach vorne zu schauen und sich selbst bewusst zu machen, daß man der Rudergänger (in Personalunion mit dem Navigator 🙂 ) seines eigenen Lebens ist, macht einen glücklich und selbstbewusst.

Glückwunsch dazu!

Dir weiterhin viel Erfolg bei Deinem Werdegang.
 
Ich dachte, ich melde mich mal wieder. Am 1.3. dieses Jahres ziehe ich nach Stuttgart, auch wenn es viele, die mich kennen, nicht verstehen. Das müssen sie auch nicht. Ich habe meinen Weg und werde ihn gehen. Sie sehen meinen Weg in das Negative laufen. Weit weg von ihnen. Weit weg von meiner Famile. In die Einsamkeit.
Und was sehe ich? Ich sehe Freiheit. Weg aus dieser Stadt, weg von den Albträumen die mich plagen, ab zu ihr, mit Kurs auf meinen Traum. Ein Traum der nur aus einem glücklichen Leben besteht, ein friedliches Leben... ...mit den Leuten, die ich als wahre Freunde bezeichne.
Weniger ist mehr.
Das Leben ist kurz, man sollte es genießen bevor man die nächste Etappe antritt.

LG

Sean
 
Ich dachte ich meld mich mal wieder

Was bringt einem das Leben? Was macht es Lebenswert? Manchmal zieht sich ein grauer Schleier über alles was einem heilig ist und stürzt das eigene Leben von jetzt auf gleich in die Dunkelheit.
Das Messer auf einem Tisch kann von jetzt auf gleich wie ein Erlöser wirken. Man spürt das kalte Metall auf der Haut. Es kommt einem bedrohlich fremd vor und doch sehr vertraut. Ein Stich und alles wäre vorbei.
Man blickt einen Hang hinunter. Viele Meter unter einem sieht man den groben Fels, die kalte Erde und ein grünes Meer aus Moos. Auch wenn einem der kalte Wind in das Gesicht bläst, scheint der Ausweg nahe. Ein Sprung oder ein Schritt und alles wäre Vorbei.
Man ist nur einen Ticken vom Ende entfehrt, man sieht dem Tod in sein eisiges Auge, das wohlmöglich wie ein kuscheliges Bett wirkt. Auch wenn man so nah dran ist, kann man sich immernoch entscheiden. Man hat die Wahl.
Auch wenn einem geholfen wird, kann man einem der Weg nur gezeigt werden. Beschreiten muss man ihn selbst, wenn auch mit unterstützung.

Ich möchte an dieser Stelle mal für alle Menschen eine Lanze Brechen, die diese Wahl hatten und sich wohlüberlegt entschieden haben. Es gibt bei dieser Wahl kein Richtig oder Falsch. Erneut zu versuchen zu Leben, dazu gehört viel Mut.
Genau so, wie viel Mut dazu gehört, sich für den anderen Weg zu entscheiden, wo es kein Zurück mehr gibt.
Für alle, die noch nicht wissen, wie sie sich entscheiden sollen:
Euer Leben ist formbar, ihr könnt es ändern. Ich behaupte nicht, dass es einfach werden würde. Aber ihr könntet etwas finden, wofür es sich das Leben lohnt.

Ich war auf der Suche, auf der Suche nach dem was mir fehlt. Ich habe es gefunden und kann wieder Leben. Ich weiß nicht auf was für Pfade mich das Leben leitet. Ich könnte wieder in ein Loch stürtzen und mich entscheiden diese Welt zu verlassen, aber dennoch habe ich immer die Wahl.

LG

Sean
 
AW: Ich dachte ich meld mich mal wieder

Ich war auf der Suche, auf der Suche nach dem was mir fehlt. Ich habe es gefunden und kann wieder Leben.

Danke, Sean!
Solche Sätze lesen wir hier doch besonders gerne 🙂

Alles Gute dir weiterhin und dass du immer mehr von
dem findest, was dir noch fehlt und es dann auch fest-
halten, pflegen und gegen die dunklen Gedanken ver-
teidigen kannst!

Viele Grüße!
Werner
 

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