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Verliebt in meine Patientin

C

Carsten 65

Gast
Hallo zusammen.Ich bin Arzt und bin seit einem guten Jahr in meine Patientin verliebt.Die Gefühle wurden immer und immer mehr.Ich versuche ihr das zu vermitteln in dem ich manchmal ihre Hand in meine lege oder Streiche ihr kurz übers Haar..ich umarme sie auch wenn sie geht.Ich weiß aber nicht ob es ich klar ist dass ich total verrückt nach ihr bin.Da ich aber in dieser Position bin,ist es nicht ganz einfach.Und ich habe auch viel zu viel Angst vor einer Ablehnung von ihr .Wie könnte ich ihr dann noch in die Augen sehen.Hoffe mir kann jemand hier ein paar Tipps geben was ich den nun tun könnte.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
.Ich versuche ihr das zu vermitteln in dem ich manchmal ihre Hand in meine lege oder Streiche ihr kurz übers Haar..ich umarme sie auch wenn sie geht.
Was erlaubst du dir???
Du bist ihr Arzt, nicht irgendeine Barbekanntschaft.
Du hast Glück, wenn sie deine Übergriffigkeiten nicht der KK meldet.
.Ich weiß aber nicht ob es ich klar ist dass ich total verrückt nach ihr
Wenn die Situation dich so belastet, würde ich zum Besuch beim Facharzt raten. Dein Verhalten ist komplett unprofessionell und gefährdet deine berufliche Existenz.

Wenn du sie kennenlernen willst, lass das getatsche und rede mit ihr. Erkunde behutsam ihren Familienstand. Wie ist übrigens der deine?
 
V

von Bodenschatz

Gast
Hallo.
Die erste Reaktion hier im Forum war nicht sehr ermutigend.
Es gab auch vor kurzem den umgekehrten Fall, dass eine Patientin anfragte, wie sie sich verhalten soll, weil ein Arzt ihr Andeutungen gemacht hat, sie daraufhin in derselben Praxis den Ansprechpartner gewechselt hat und sich danach verunsichert zeigte.

Ich denke, dass die Ärztekammern wegen eines zu befürchtenden Machtgefälles einen Mißbrauch der ärztlichen Stellung ausschließen möchten. Dies wäre auch dem Eid des Hippokrates geschuldet.


Anscheinend gab es vor ein paar Jahren eine Ethikumfrage unter deutschen Ärzten, bei der nur noch weniger als die Hälfte eine Beziehung zu Patienten ablehnte
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4903653

Nun könnte man darüber nachdenken, ob nicht in den vergangenen Jahren recht oft problematische Themen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wurden. Hieraus würde sich ergeben, dass mehr Leuten ein Problembewusstsein gegenwärtig ist.

Um Deine Stellung als Arzt ginge es also dann weniger, wenn die ( zu schützende) Patientin sich deutlich im Klaren darüber ist, wer ihr gegenübersteht: dem Arzt oder dem Menschen.
Denn auch Patientinnen können Ärzte sein, oder über entsprechendes Wissen verfügen. Bei enger Auslegung wäre eine Beziehung zwischen zwei Ärzten, die sich (auch) gegenseitig behandeln, nie möglich.

Ein zweites Problem hatte ich in dem anderen o.a. Thread angeführt, jedoch wurde dies als „Stereotype“ abgekanzelt.
Ich bin , wie ich es in Familienkreisen erfahren musste, der Ansicht, dass ein hohes Berufsziel (Arzt) mit einem hohen Anspruch an sich selber einhergeht.
Begleitend dazu stelle ich mir vor, dass „gleich und gleich sich gerne gesellt“. Je nach Beruf gerät dieser –auch- zum Hobby, zur Bestimmung, so dass ein Arzt sich auch in seiner Freizeit mit entsprechenden Thematiken auseinander setzt, was durchaus mit Kollegen desselben Standes und damit auch unter gehobeneren Begleitumständen stattfinden darf.
Mein Hausarzt traf sich, wenn er nicht gerade Notdienst hatte,recht oft in der Freizeit zu Besprechungen und zu Weiterbildungszwecken mit Kollegen, bevorzugte dann aber eben seinen Rolls Royce Oldtimer.
Eine Partnerin müsste wegen einer derart verminderten gemeinsamen Zeit aber über ein eigenes erfolgreiches Leben verfügen. Alternativ teilt sie die Leidenschaft des Partners, fährt mit und bringt sich ein. Kann und hat sie beides nicht, so würde es wiederum zu einem Gefälle in der Beziehung führen, denn die Freizeit wäre schwierig auf Augenhöhe planbar.

Insgesamt könnte man zusammen fassen, dass Deine Patientin als potentielle Partnerin über ein entsprechendes Problembewusstsein verfügen müsste ( und daher keinen „Schutz“ braucht ) und Dir würde es obliegen, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Beziehung bestehen oder möglich gemacht werden könnten.
Wenn ja müsste ein Weg gefunden werden, um ihr Deine Absichten zu vermitteln.
Parallel müsstest Du Dich rechtlich absichern, weil eine Trennung manchmal erst nachträglich zu Vorwürfen führen kann, die auch existenzbedrohend sein können.
 

Eisherz

Sehr aktives Mitglied
Hallo.
Die erste Reaktion hier im Forum war nicht sehr ermutigend.
Und Dein Beitrag ist zwar lang, aber nicht zielführend, was das Thema und die Frage von Carsten betreffen.

Ganz ehrlich Carsten, ich nehm Dir das nicht ganz 100prozentig ab. So ein Thema solltest Du längst im Studium beigebracht bekommen haben.

Sexuelle Beziehungen zwischen Arzt und Patient sind immer problematisch. Am deutlichsten wird das im Strafrecht. Da gibt es den Paragraphen 174c StGB, der sexuellen Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses unter Strafe stellt.
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Wenn du Gefühle für sie hast, dann steh dazu und sag es ihr offen und ehrlich. Entweder sie lehnt es aber, oder sie erwidert es. Aber dann hast du Gewissheit... aber hör auf mit diesen subtilen Berührungen!

Hatte auch mal einen Frauenarzt, der beim Brust abtasten mir immer so komisch die Haare hinters Ohr gestrichen und dann über die Wange gestreichelt hat... sowas ist ultra creepy und als Arzt hat man eine gewisse Distanz gegenüber seiner Patienten zu wahren und darf seine Position nicht ausnutzen, um bei irgendwelchen Untersuchungen Körperkontakt auf persönlicher Ebene zu suchen. Ich hoffe die Frau merkt das irgendwann und sucht sich ggf. einen neuen Arzt oder meldet das.

Also wenn du wissen willst, wie sie zu dir steht... dann hab jetzt auch den Mut und gesteh ihr die Gefühle, damit sie für sich selbst entscheiden kann, wie sie damit umgehen kann/will. Aber lass dieses Subtile.
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Ich gebe Kaffeekatze recht.
Du kannst sie mal fragen, ob ihr eine Tasse Kaffee trinken geht wollt.
An ihrer Reaktion merkst du, ob Interesse an dir besteht.
Andere Annäherungsversuche würde ich unterlassen.
 
D

Die Queen

Gast
Ich würde gar nichts machen. Als Arzt hast du ne Verantwortung und jede Frau würde es ultra Creepy finden, wenn der Arzt, den man seine Gesundheit und sein Leben anvertraut, meint ein anzubandeln... Da wäre ich hundertpro weg.
 

Meghan

Mitglied
Das ist ganz einfach. Du beendest das Patientenverhältnis, weil du nicht mehr in der Lage dazu bist, die notwendige professionelle Distanz einzuhalten. Ganz unabhängig davon, ob sie Interesse an dir hat oder nicht.

Danach kannst du sie nach einer Verabredung fragen. Aber du musst mit einem Korb rechnen. Jedenfalls kannst du nicht so weitermachen.
 

Lebens-Erfahrene

Aktives Mitglied
Lieber Carsten,
Du bist ein zwar Arzt, aber auch ein Mensch und natürlich nicht davor gefeit, Dich zu verlieben. Aber ich stimme @KaffeeKatze vollkommen zu:
Wenn du Gefühle für sie hast, dann steh dazu und sag es ihr offen und ehrlich. Entweder sie lehnt es aber, oder sie erwidert es. Aber dann hast du Gewissheit... aber hör auf mit diesen subtilen Berührungen!
Vor allem solltest Du - wie hier auch schon angebracht wurde - Deine Position als Mensch und Arzt in Punkto Liebesbeziehungen von einander trennen. Eine Beziehung zu einer/einem Patientin/Patienten sollte IMMER in der Position des Arztes rein beruflich sein. Daher sind solche Berührungen zwischen Dir und Deiner Patienten vollkommen unangebracht. Das wurde hier auch schon angebracht (Patient-Arzt-Beziehung / Ärzte-Eid / Ethik) und auch das sollte Dir klar sein.

Trotzdem: Du bist ein Mensch mit Gefühlen und es bleibt Dir hier nur eine Möglichkeit um Deine Position als Arzt und Mensch zu wahren... und das hat gerade @Meghan wunderbar formuliert:
Du beendest das Patientenverhältnis, weil du nicht mehr in der Lage dazu bist, die notwendige professionelle Distanz einzuhalten. Ganz unabhängig davon, ob sie Interesse an dir hat oder nicht.

Danach kannst du sie nach einer Verabredung fragen. Aber du musst mit einem Korb rechnen. Jedenfalls kannst du nicht so weitermachen.
Alles Gute... LE
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Nun, Carsten. Als Arzt kennst Du sicherlich den Familienstand Deiner Patientin? Ist sie ledig, könntest Du Sie auf Kaffee, Kuchen einladen und Deine Zuneigung zu ihr gestehen. Lehnt sie ab, sagst Du, Sie solle so tun, als ob es nie passiert wäre und bittest Sie darum, zu einem Kollegen zu wechseln, wenn Du eine Gemeinschaftspraxis hast oder verweist auf einen anderen Mediziner.

Ist die Dame verheiratet, hat einen Freund usw., hat sich die Sache ohnehin erledigt und dann verhältst Du Dich in Zukunft neutral, ohne Körperkontakt, mit dem üblichen Abstand, Anstand und Respekt.

In erster Linie ist Carsten ein Mensch mit Gefühlen und kein Roboter. Warum soll Carsten sein Glück nicht teilen, wenn ein anderer Mensch evtl. dazu bereit ist? Ich würde einfach mein Glück versuchen, denn das Leben ist verdammt kurz, was mir der Krebstot beider Elternteile vor Augen geführt hat.
 

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