Hallo ihr Lieben,
jetzt schreibe ich Euch auch ein paar Zeilen. Vielleicht hilft es der ein oder anderen ja ein bisschen weiter.
Hier meine Geschichte:
Ich war (11.Klasse) unsterblich verliebt in eine meiner Lehrerinnen. Sie war für mich perfekt. Hatte Ausstrahlung, war immer höflich, drückte sich stets gewählt aus, weltgewandt, ... Sie hatte etwas Unantastbares.
Anfangs dachte ich, ich himmel sie so an, weil ich auch gerne mal so wäre wie sie. Ich bin vom Typ her eher extrovertiert, immer einen lustigen, charmanten Spruch auf den Lippen, nur..... bei ihr konnte ich das irgendwann nicht mehr so. Ich war nicht mehr so frei im Kopf. Lange wußte ich nicht, was mit mir los war. Eingestehen, dass ich mich verliebt habe, war irgendwie auch sehr schwierig. Sie mochte mich, dass konnte ich spüren. Wobei sie natürlich immer "korrekt" blieb, wie es ihre Art war.
Am Tag der Zeugnisübergabe brach eine kleine Welt für mich zusammen.
Danach war Funkstille. Irgendwann ging es mir wieder etwas besser. Bis auf den Tag (nach ca. 1 Jahr) an dem eine Karte von ihr aus dem Urlaub im Briefkasten war.
Ich dachte ich drehe durch. Mein Magen hat sich zusammengekrampft, mir wurde heiß und kalt, schwindlig, und und und.
Ach ja, und ich hatte einen festen Freund, mit dem ich bereits zusammen wohnte.
Jetzt ging alles wieder von vorne los. Sie war in meinem Leben präsenter denn je.
Wir haben dann ab und zu mal telefoniert. Irgendwann wollte ich mich aber auch nicht immer melden. So kam es, dass wieder Funkstille einkehrte. Ich litt wie ein Hund. 5 Jahre später kam es dann über mich, und ich schrieb ihr eine Karte. Sie freute sich sehr und wir verabredeten uns zum Kaffee. Seitdem hatten wir wieder Kontakt. Nicht viel, aber immerhin. Keine Freundin, mit der man täglich telefoniert ;-)
Mein Leben ging auch weiter.
Jetzt sind nochmal 5 Jahre vergangen. Was soll ich sagen?
Sie war auf meiner Hochzeit ;-)
Und wir haben heute "viel" Kontakt. Jede Woche. Sie hat mich auch ihren Freundinnen als Freundin vorgestellt.
Wie's mir damit geht?
Ich weiß es nicht. Eigentlich geht es mir gut. Ich habe einen Mann, den ich über alles liebe und bin glücklich.
Dennoch denke ich bis heute viel zu viel an sie. Das weiß ich.
Und manchmal tut es einfach nicht gut.
Aber in Eueren Augen habe ich bestimmt alles, was ihr Euch wünscht.
Und dennoch gibt es im Kopf ein "immer noch mehr"! Man könnte ja z.B. täglich kurz telefonieren..... Das ist nicht normal.
Ich grüße alle hier sehr herzlich.
Die Mitleserin, die das Thema jetzt schon insgesamt 14 Jahre beschäftigt