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Verliebt in meine lehrerin

@faith

ich weiß nicht wie ich es schaffe zu beschreiben warum ich meine liebe.
meine liebe zu ihr ist die summe an und in allem von ihr.

@all

hab das, glaub mal bei hilferuf, gefunden

Ich denke Trauer hält ein ganzes Leben an ... sie lässt erst nach, wenn man im Himmel die geliebte Peson wieder sieht. Doch bis dahin muss man stark bleiben ... seinen Weg gehen...
und lernen mit Niederlagen umgehen zu können.

Was haltet ihr davon, würde es in meiner situation passen?
sollte ich den teil mit den Niederlagen verändern, weiß nicht ob er nicht etwas zu flach klingt.

ich glaub, ich sollte am anfang "Ich denke..." weglassen und mit "Trauer hält ein ganze Leben lang an..." beginnen.
 
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Hm, eine Theorie...

Zu meiner Mutter hab ich auch ein gutes Verhältnis, daran kann es nicht liegen. 😉 Aber bei mir ist es ja auch nicht so, dass es diese starke körperliche Anziehung gibt, bzw. gibt es die schon, aber in dem Sinn, dass ich einfach nur bei ihr sein und ihr nah sein will. Ich liebe sie (auf deine Frage Faith😉), und ich benehme mich zweifelsohne als wäre ich verliebt und vielleicht bin ich das auch irgendwie, aber nicht sexuell motiviert.

Gut, aber woran liegt es? 😕

Ich glaube, was neulich schon diskutiert wurde im Zusammenhang mit Einzelnkindern, dass ich dadurch, dass ich sehr lange Einzelkind war, und immer so viele Erwachsene um mich rum hatte, die mir jederzeit ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt haben, auf jeden Fall in dieser Richtung geprägt wurde. Der Austausch mit Kindern war mir dann oft zu langweilig oder ich fand die Gleichaltrigen so unvernünftig und dadurch anstrengend, so dass ich mich lieber mit Älteren beschäftigt habe. Durch den intensiveren Kontakt zu Erwachsenen entwickelt sich ein Kind natürlich auch schneller als andere, was diesen Effekt noch verstärkt.

In der Schule hab ich mich schon immer gerne und lange mit Lehrern unterhalten und ich kam mit den meisten auch sehr gut aus, was wohl mit den bereits erwähnten positiven Eigenschaften vieler Lehrer zusammenhängt und damit, dass ich zeitweise in derart chaotischen Klassen war, dass ich froh war, wenigstens einen vernünftigen Menschen am Pult sitzen zu haben. 😉

Gut, das alles erklärt, warum ich Lehrer generell mag, aber bei ihr ist es etwas anderes, etwas besonderes. Zwischen uns gibt es ein solches Grundvertrauen, das irgendwie von Anfang an da war, und wie sie sagt "Diese absolute Annahme; dass man weiß, dass der andere einen annimmt, egal, was man tut."

Die Ausgangssituation dieser Aussage war etwas schwierig, es ging darum, dass ich sie nicht in meiner Prüfung haben wollte, weil ich dann so nervös wäre und sie meinte, das würde sie traurig machen und das hätte für sie was mit Vertrauen zu tun -dann der Satz mit der absoluten Annahme-. 😱 Ich konnte sie letztendlich noch davon überzeugen, dass das für mich nichts mit Vertrauen zu tun hat, und dass ich ihr vertraue. Aber den Satz "egal, was man tut" fand ich schon krass im Nachhinein, weil er sich ganz offensichtlich auf mich bezog und darauf, dass sie wohl denkt, ich müsste mir doch dieser Annahme ihrerseits bewusst sein. Aber könnte ich eine solche Annahme von ihr erwarten? Kann man das von irgendjemandem erwarten "egal, was man tut"? Ist es "vernünftig", jemanden so anzunehmen?

Umgekehrt ist es jedenfalls genauso, egal, ob es vernünftig ist, oder nicht 😉 und ich denke schon, dass es daran liegt, dass wir uns in vielem recht ähnlich sind und das ziemlich schnell erkannt haben. Zudem sehe ich in ihr auch Stärken, die ich in gewissen Maße selbst habe oder vielleicht noch entwickeln kann, aber in denen sie mir natürlich aufgrund des Alters um einiges voraus ist. Ich sehe ihre Lebenserfahrung ebenfalls als sehr bereichernd an, aber vor allem ist es glaub ich die Art zu denken, die uns verbindet. Die Bereitschaft, den Blickwinkel zu ändern und die Dinge von allen möglichen Seiten zu beleuchten. Die kritische Selbstreflektion und das ständige Bestreben, besser zu werden, vor allem, ein besserer Mensch zu werden.
Ich will jetzt nicht sagen, dass mir das gelingt und sie sagt selbst von sich, sie könnte gar nicht so gut (also so ein guter Mensch)sein, wie XY. Sie ist ja ziemlich streng, was ich toll finde, aber sie ist geradezu erschrocken, wenn sie hört, dass Schüler vor ihr Angst hätten und fühlt sich als schlechterer Mensch, nur weil sie sich nicht alles gefallen lässt. Natürlich hat sie auch ihre Macken, aber ich hab mal ein schönes Zitat gelesen, das hieß:
"Wir bewundern die Menschen wegen ihrer Stärken, aber wir lieben sie wegen ihrer Schwächen."

Und sie ist ein guter Mensch! Ihr ganzer Charakter, ihre Art zu denken und zu handeln, also alles, was ich bis jetzt von ihr weiß inklusive Schwächen ist so liebenswert, dass ich sie immer lieben werde, "egal, was sie tut". 🙂

Und zur Frage "Woran merkst du, dass dich jemand liebt?":
Daran, dass er dich dazu bringt dich selbst zu lieben. 🙂
 
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Ich denke, das ein Warum sehr sehr schwer zu beantworten ist oder das es sehr sehr schwer ist, dies auf eine Theorie zu reduzieren zu versuchen.
Sicherlich lässt sich, wenn man das Thema absolut neutral betrachtet dieses Phänomän erklären mit einer vielzahl an Pädagogischen bzw. Psychologischen Theoretikern. Zum Beispiel mit Freud oder ähnlichen Theoretikern.
Aber mal ganz erhlich wenn ich mal so in mich schaue, sehe ich, dass ich meine Liebe zu ihr auf keine Theorie oder Psychologischen fakten stützen kann.
Den diese Liebe ist etwas sehr außergewöhnliches und individuelles bei jedem von uns.
Ich denke einfach das man in ihr eine absolute Identifikationsperson sieht die einem einfach unheimlich viel stärke gibt in ihrem dasein. Wo man nicht reden braucht sondern auch so verstanden wird. Wo man das Gefühl von Sicherheit hat und einfach absolut bedinungslos vertrauen kann. Wo man so angenommen wird wie man ist und sich nicht verstellen muss. So geht es mir zum mindestens.
Und auch wenn ich weiß das es sicherlich ganz viel mit Enwticklung, Kindheitserfahrungen zu tun hat und sicherlich mit einer Therie erklärt werden könnte sehe ich den Sinn nicht ganz dahinter, den ich kann mir das anhand der Theorie vielleicht erklären, warum und wieso das so ist aber ich denke das das eher destruktiv wäre. Ich denke das, dass Problem ganz woanders liegt. Und zwar warum können wir alle das nicht als völlig normal ansehen. So ganz nach dem Motto wo die Liebe hinfällt???
Wir klassifizieren es ab und gehen teilweise sogar so weit das wir denken wie wären unnormal. Was ist denn Bitte Unnormal??? Ein Mensch der Bedingunglos liebt kann nicht unnormal sein. Sicherlich gebe ich allen Recht die sagen das es außergweöhnlich ist aber was ist an Gefühlen die außergewöhnlich sind nicht normal?
Wer richtet darüber welche Art von liebe normal ist? Sind nicht vielleicht auch die anderen die nicht "normal" lieben?
Eins sage ich euch ganz erhlich, bei all dem Leid und all den Schmerzen die ich bislang mit ihr, wegen ihr erfahren habe möchte ich trotzdem keine Sekunde diese Intensive Liebe zu ihr missen egal wie weh es tut. Es ist was verdammt Besonderes das ich diese Starke, intensive Liebe zu ihr überhaupt fühlen kann.Viele Leute haben nicht das Glück und dürfen oder könne so eine starke Liebe fühlen. Es ist etwas verdammt besonderes einen Menschen wie sie kennen und lieben gelernt zu haben. Das ist mir in den letzten Wochen klar geworden und ich muss einfach langsam mal akzeptieren das ich diese Liebe in mir trage und nicht immer nach Gründen suchen. Denn ich denke das macht vieles leichter gerade im umgang mit ihr.
Aber auch für einen selbst.

Grüße Nicegirl
 
@ Anto: wowww, dein Beitrag ist wirklich wunder, wunderschön geschrieben. An der Art, wie du diesen Text geschrieben hast, wird deine große Liebe ihregegnüber einfach sowas von deutlich, echt der hammer!!! Mir gefällt dieser Text echt totallllllllll, du solltest später mal im Beruf irgendwas mit Schreiben machen😉
Und vor allem dein Letzter Satz ist einfach der BESTE: "Und zur Frage "Woran merkst du, dass dich jemand liebt?":
Daran, dass er dich dazu bringt dich selbst zu lieben. "
Dieses Zitat von dir merk ich mir echt mein Leben lang, weil ich dir das echt voll und ganz zustimme und es auch so empfinde, aber es nie im Leben so wie du hätte auf den Punkt bringen können bzw- ich könnte es nicht ebschreiben, wei man merkt dass einen jemand liebt. Danke, du hast mir dabei durch diese Satz geholfen! 🙂
 
Danke Lalilu! Ich glaube, ich bin grade rot geworden. 😱
Freut mich, dass er dir so gut gefällt und dass du sogar sagst, du hast davon was für dein Leben mitnehmen können. 😱
Ich dachte erst, so einen Endlostext könnte ich euch nicht zumuten, aber es hat so gut getan, das alles aufzuschreiben!

Über das mit dem Schreiben hab ich schon ernsthaft nachgedacht. Im Moment bin ich dafür noch nicht gut genug, aber ich führe Tagebücher, die nur darauf warten, überarbeitet zu werden, oder als Inspiration für Romane herzuhalten. 😉 Wenn jemand sowas liest... aber alleine aus diesem Forum könnte man ja ein Buch machen!

Ich glaube, die Diskussion kam hier auch schon mal auf vor mehreren hundert Seiten, ob man nicht die Geschichten zusammentragen und ein Buch daraus machen könnte. Dazu ist aber, wie ich finde ein gewisser Zeitlicher Abstand nötig, damit man die Dinge klarer sieht und die Anonymität für alle Beteiligten noch gewährleistet ist. Was haltet ihr von einer solchen Idee?
 
"Ich fand Antoinettes Text auch ganz besonders schön, hab nachher gedacht, wow, die weiß was Liebe ist 🙂"

Danke Senseless! 😱
Ja, ich glaube, das weiß sie. 😉

Bei der Frage nach dem auffälligen oder unauffälligen Verhalten hat sich bei mir nach etwa einem halben Jahr ein kompletter Sinneswandel vollzogen. Am Anfang hab ich auch mit aller Kraft versucht, "unauffällig" zu sein, damit sie das auch ja nicht merkt, oder andere Kollegen, oder die Klassenkameraden...

Aber irgendwann hab ich mich gefragt, warum ich eigentlich versuche, das zu verbergen. Es ist doch nichts peinliches oder schlimmes dabei, sie gerne zu haben und woher sollte sie es auch wissen, wenn ich es ihr nie gezeigt hätte? Natürlich geht man damit emotional gesehen ein hohes Risiko ein. Man macht sich ziemlich verletzlich und ich muss jemandem schon sehr vertrauen, dass ich mich so öffnen kann, wie ich es ihr gegenüber tue.
Es kostet auch Kraft, gegenüber der Mitschüler und Lehrer in die Offensive zu gehen und das kann ich nur, weil ich weiß, dass sie hinter mir steht.

Gestern in der Schule hat sie sich grade mit 2 Kolleginnen unterhalten, als ich dazu kam und die eine, von der ich weiß, dass die sie nicht leiden kann, meinte dann zu mir:
"Was machen Sie denn schon wieder hier?"
Ich (sehr bestimmt und fast schon ein bisschen trotzig):"Ich wollte mit der Frau ... sprechen."
Kollegin: "Können Se sich nicht trennen?"
Da hab ich ihr, also der Kollegin fest in die Augen geschaut und gesagt "Nee." 😛😀
Ich glaube, die mag mich eigentlich und sie ist eifersüchtig, wenn die Schüler Fr. ... lieber mögen, als sie. Hinterher hab ich mir gedacht, dass das grade ziemlich offensiv war, aber ich fand's gut. 🙂😛😉😀

Es wäre für mich glaub ich noch schwerer, das immer zu verstecken und es würde mich noch unsicherer machen. Wie gesagt, es ist ja nichts dabei, jemanden zu mögen. Anderen Leuten zeigt man ja auch ganz unverkrampft, dass man sie gern hat und wieso sollte man zu ihr kühler sein, als zu anderen, die man viel weniger mag?

Dass es so peinlich ist, wenn der andere weiß, dass man ihn bewundert, hab ich als Kind immer gedacht, wenn ich zu meinen Betreuern im Zeltlager aufgeschaut und gedacht habe, so dermaßen cool wie die könnte ich niemals im Leben sein. Als ich dann selbst Betreuerin war und ich gemerkt habe, dass die kleinen Mädchen mich bewundern und nervös werden, wenn ich mit ihnen spreche, hab ich mir nur gedacht, oh mein Gott wie goldig! Und dass ich diese grenzenlose Bewunderung gar verdient habe...

Wir sind natürlich keine Kinder mehr, aber ich kann mir vorstellen, dass sich Lehrer ähnlich fühlen, wenn ihnen so viel Bewunderung und Sympathie entgegengebracht wird. 😀
 
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