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Verliebt in meine lehrerin

Ich weiß es mittlerweile nicht mehr so genau. Ich meine, ich kenne sie ja nicht lang und intensiv genug um mir mit ihr eine beziehung wünschen zu können. vielleicht habe ich mich da echt in etwas reingesteigert, keine ahnung. aber ich hab sie auf jeden fall sehr gern, vielleicht wird mir eine freundschaft mit ihr doch ausreichen.🙄 mal abwarten..
 
also, das ist doch schon mal was!
und ehrlich, es ist genug schwierig, eine freundschaft in dieser konstellation aufzubauen. jedenfalls schwieriger und herausfordender als eine "normale" freundschaft;-)
 
ich hab sie heute in der schule wiedergesehen... hach.. war sehr schön... ich kann sie einfach nicht vergessen. ich hoffe das gibt sich bald endgültig
 
Hallo ihr Lieben.
Ich hab jetzt sehr sehr viele Beiträge in diesem Thread gelesen und eure Geschichten haben mich sehr berührt, ich kann die Gefühle jedes Einzelnen verstehen und habe mich wirklich auf der einen Seite gefreut soviele Menschen zu finden die ähnlich wie ich empfinden, auf der anderen Seite erschrocken, da ich das wirklich niemandem wünschen würde.
Ich glaube helfen kann man mir nicht, vll. kann ich jedoch einigen von euch mit meinen Erfahrungen eine kleine Entscheidungshilfe sein, ich weiß jeder Mensch reagiert anders aber vll. habt ihr ja ähnliche Situationen.
Dann erzähl ich einfach mal - ich hoffe es wird nicht zu lang- ganz offen.

Es war ein Tag im Januar,ich war in der 10.Klasse und 16 (mittlerweile bin ich 17 und in der 11), die Frau um die es geht war meine Klassenlehrerin und unterrichtete meine Klasse in Französisch,ist ungefähr 50 Jahre alt, außerdem macht sie einen Belgien Austausch mit einigen Schülern, darunter auch ich.
An diesem Tag sah ich sie nach der letzten Stunde um ihr ein Buch zurückzugeben was sie mir geliehen hatte.Sie hat sich sehr gefreut dass ich es wirklich zuende gelesen habe- ein französisches Buch- hat mich unglaublich bezaubernd angelächelt und meine Hand genommen und festgehalten.In diesen Sekunden hab ich für mich begriffen was schon das ganze Jahr vorher unausgesprochen in der Luft lag: Ich bin verliebt, in eine Lehrerin, in einen Menschen, in eine Frau.
Das es um eine Frau geht soll jetzt hier nicht betonend herausstechen, ich bin bi und das wusste ich da längst. Es soll mehr dazu dienen, die eigentliche Selbstverständlichkeit dieses Vorgangs zu unterstreichen.
Von diesem Zeitpunkt an hab ich dieses Gefühl, meine Liebe zu ihr akzeptiert, fing an in mein Tagebuch über sie zu schreiben, hab keine Phantasie,keine Idee mehr abgeblockt.Bis kurz vor den Sommerferien hab ich allerdings nie versucht etwas davon in die Realität umzusetzen bzw. mir Gedanken um eine ZukUnft zu machen,
Deshalb bis dahin ganz kurz: Ich war, wie alle hier, nervös in ihrem Unterricht, meine Note in F stieg von 2- auf 1+, ich lieh mir noch öfter Bücher von ihr, suchte wann immer es ging ihre Nähe, ließ sie meine Zuneigung alS Schülerin spüren, und bekam diese von ihr als Lehrerin auch in vollem Maße zurück. Sie mochte mich wirklich mehr als die anderen, hob mich aus der Klasse heraus so oft es ging.Ich hab auch zwei mal mit ihr telefoniert, unter dem Vorwand von schulischen Angelegenheiten, die aber dann im Gespräch ganz unwichtig wurden und wir haben uns über eine Stunde über alles mögliche unterhalten. Sie hat mir auch Komplimente gemacht, ich ihr.Dauert zu lange das alles aufzuführen.
Einige Wochen vor den Sommerferien reichte mir das dann nicht mehr, die Zeit mit ihr als meine Lehrerin war bald vorbei, in der 11 würde ich sie nicht mehr im Unterricht haben.IcH wollte ihr also langsam zeigen was sie mir wirklich bedeutet.
Ich hab ihr Blumen geschenkt und auf ihren Tisch im Lehrerzimmer stellen lassen, ihr ihren Lieblingsnachtisch gemacht (Creme bûlee) und- ihr einen Brief geschrieben.
Darin hab ich ihr gedankt für die schöne Zeit, ihr viele KOmplimente als Lehrerin gemacht, aber auch viele Ansätze von Wahrheit rein gebracht, d.h. ich hab ihr geschrieben was ich für sie fühle, zwischen die Zeilen. Dieser Brief war voll vob meiner Liebe, allerdings immernoch interpretierbar als "mögen", ich hab auch über die Grenzen gesprochen, zwischen Schüler und Lehrer, davon dass wir doch alle Menschen sind, und dass Alter immer noch eine Sache des eigenen Empfindens ist.
Sie hat sich sehr sehr lieb und mehrmals für den Brief gedankt, die Frage ob er ihr zu nahe getreten sei, hat sie verneint.Ich glaube aber , dass ich bereits damit bei ihr einen kleinen Schritt zu weit gegangen bin, denn ab da war unser Verhältnis merkwürdig, etwas unsicher auf beiden Seiten, trotzdem vertraut. Man wusste viel über den anderen, Gedanken waren da, aber nicht ausgesprochen.
Am letzten Schultag hat sie mir ein Buch von ihr geschenkt, mit einem perönlichen Text an mich auf der ersten Seite.Sie hat mich auch umarmt. Das waren Momente voller Stille , die letzten mit ihr. Niemand hat etwas gesagt, die Herzen haben gesprochen, ich weiß aber nicht ob sie einander richtig verstanden haben.Ich durfte sie in den Ferien anrufen.Sie hat noch eine Rose vob mir bekommen, auch ohne Worte.
Der Text im Buch war nichts sehr Besonderes, sie hat sich bedankt für mein Engagement, für meinen Mut persöhnlcihes auszusprechen, und mir alles, alles Liebe gewünscht, trotzdem hat er mich zum weinen gebracht.
In den Ferien hab ich sie also angerufen, wir habe wieder über eine Stunde gelacht, erzählt, und sie schließlich gefragt ob ich sie nicht mal besuchen könne. Sie meinte: " Ja gerne, dann trinken wir nen Kaffee!"
Ne Woche später hab ich sie dann wie abgemacht gefragt wann genau, da meinte sie sie könnte doch leider nicht, sie hat zuviel vor.
Das war wirklich sehr schwierig und enttäuschend für mich, und von da ab ist alles erst richtig schlimm für mich geworden.
Die Ferien gingen vorbei, ich muss ja nicht erwähnen, dass ich jeden Tag an sie gedacht hab, auch viel geweint hab, das wisst ihr ja alle, ich sah sie wieder, jetzt nur noch auf den Gängen.Es war ein schönes, sehr gutes Lehrer-Schüler Verhältnis. Ich wollte aber doch mehr.
Ich hab mehr darunter gelitten, wollte unbedingt, dass sie weiß was ich fühle.Also hab ich mich entschlossen es ihr zu sagen.
Wir haben uns nach der Schule getroffen, sind in einen leeren Raum gegangen, ich war total verzweifelt, so aufgeregt, so voller Angst, dass ich fast umgekippt wäre. Sie saß ganz ruhig vor mir und hat mich beruhigt mit ihrer Art mit ihren ruhigen Worten und den blauen tiefen Augen die mich liebevoll angeschaut haben.
Ich hab also gestammelt und geweint und erzählt. Sie hat meine Hand genommen und gestreichelt. Nicht viel gesagt, nur das Nötigste : du weißt ja, dass es nicht geht.Ich bin in einer Beziehung. Es wäre nicht gut für uns.
Ich hab ihr ein Bild geschenkt, ich hab sie gemalt in den Ferien, mit einem Spruch aus einem Lied darauf "Would you know my name if I saw you in heaven?" Sie hat den Satz wiederholt und ja gesagt, mir ganz tief in die Augen geguckt und gesagt, ja das würde sie.
Wir sind dann auseinandergegangen mit ihren Worten, dass sie sich wünscht, dass ich glücklich bin, ich solle doch für sie glücklich sein.
Ich hab sie nicht mehr angerufen, denke aber nach wievor jeden Tag an sie, überlege was ich nur tun kann.
Sie hat dann von einer anderen Lehrerin irgendwas mitbkommen, ich hab mit der anderen darüber gesprochen, dass ich noch HOffnungen hätte - ganz tief in mir drin, ja- und hat mich angesprochen, dass es wirklich nicht geht. Ich hab wieder geweint und sie nur angeschaut.
Mag sein, dass das Wunschvorstellungen sind, aber in ihrem Blick sehe ich etwas ganz anderes, als in dem steckt, was sie sagt.
Naja, das ist jetzt auch einen Monat her, im Mom sehe ich sie leider selten, wir lächeln und nur an.

Sorry, dass es so lang geworden ist.Mein Fazit aus all dem ist: Überlegt euch gut ob ihr mit euren Lehrern wirklich darüber sprechen wollt, ich weiß nicht ob ich das Gespräch nicht bereue..
 
@ Mareike:
Deine Geschichte war echt traurig. Sie hat mich sehr berührt und an einigen Stellen sehr aus dem Herzen gesprochen. Ich bin ja in einer sehr ähnlichen Situation.
 
@mareike
Ich finde deine geschichte wunderschön.. sitze gerade da mit tränen in den augen. Ich finde es sehr mutig, dass du es ihr gesagt hast.. jetzt weiß sie wenigstens von deinen gefühlen und du musst dir nicht vorwerfen, dass du es nicht versucht hast.. vielleicht gibt es ja doch noch eine sehr positive wende.. das hoffe ich für dich.😱
 
@mareike: ich denke auch, dass du es nicht bereuen solltest. immerhin weiß sie jetzt von deinen gefühlen und es quält dich nicht mehr, dass du es sie wissen lassen möchtest. du würdest dich sonst vielleicht ewig fragen "was wäre wenn?".
ich sage nicht, dass ein geständnis nicht schmerzhaft ist, aber ich glaube es ist notwendig für die entwicklung, denn ich glaube irgendwann tut es immer weh, spätestens, wenn du von der schule gehst, sie nicht mehr siehst und sie nicht mal von deinen gefühlen weiß.
außerdem gibt es wesentlich schlimmere reaktionen als die von deiner lehrerin.

und ich will dir keine unnötigen hoffnungen machen, aber ihr verhalten ist wirklich etwas zweideutig, besser gesagt ihre worte "du weißt ja, dass es nicht geht.Ich bin in einer Beziehung. Es wäre nicht gut für uns." es klingt so, als würde sie es sich selbst einreden

mich würde interssieren wie sich deine lehrerin jetzt dir gegnüber verhält und ein bisschen mehr vom geständnis, was hast du gesagt, was hat sie gesagt?

lg
 
@ Moonshine: Wie sieht es denn bei dir im Moment aus? Bist du dir sicher, dass du dich verliebt hast? In deinem Beitrag hast du ja von Muttergefühlen gesprochen.Ich muss sagen, ich weiß vll. was du meinst, ich denke das ist auch ein wenig durch das Alter bedingt. Man verbindet die Person dann direkt mit der Mutterrolle. Ich liebe B. (Ich nehm mal den ersten Buchstaben ihres Vornamens als Abkürzung) auch auf verschiedene Weise, es ist eine sehr vielschichtige Liebe, deshalb auch sehr tief. Ich liebe sie wie ein Kind seine Mutter nur lieben kann, wie eine Freundin ihre Freundin liebt, aber auch wie eine Frau eine Frau nur lieben kann, also auch die erotische Liebe, und die ist am Meisten ausgeprägt. Aber gerade das macht die Sache auch so komplziert, wie soll sie all diese Rollen übernehmen.. dahinter bin ich auch nicht gekommen.

@Heidlein: Danke für deine Wünsche und die lieben Worte. Ich wünsche mir auch nichts mehr als das sie mir eine Chance gibt.
Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du das Ganze jetzt abgeschlossen? Ich meine, ganz ehrlich, das hat sich ja sehr gut angehört, was du geschrieben hast. Richtig so, als könnte da ganz ungezwungen etwas draus werden. Wenn du noch willst, dann würd ich nicht aufgeben, mach so weiter, geh auf sie zu und hab keine Angst etwas zu verlieren- Du kannst nur gewinnen.

@Moi:Wie ist die Situation gerade bei dir?
Zu deinen Fragen: Wie gesagt, bei dem "Geständnis" war ich sehr aufgeregt und weoß leider auch nur noch Bruchteile davon, was wir gesagt haben.
Ich hab ihr die ganze Zeit unter weinen versucht klarzumachen wie ernst mir das alles ist, ich glaube sie hat es auch ernst genommen, sie hat schon immer viel von mir gehalten. Sie hat dann auch immer genickt und mir deutlich gemacht dass sie mich versteht, dass ich keine Angst haben brauch.Ich muss auch sagen, besser hätte sie eigentlich nicht reagieren können, ich bin auch sehr froh um ihre Reaktion, um die liebevollen Worte die sie gefunden hat.Ich fand es sehr schön, dass wir zumindest für die kurze Zeit (es waren so 45 minuten) auf der selben Ebene gesprochen haben, sie hat mir auch etwas von ihrem Leben erzählt,dass sie auch nicht immer glücklich ist. Mittlweile sehe ich auch in diesem Gespräche viele Momente die ich jetzt bereue, wo ich hätte reagieren könne, aber in der Situation war ich einfach unfähig, ich konnte nicht mehr vernünftig denken. Sie hat mich oft so lange angeschaut und am Ende wollte sie mich auch nicht gehen lassen- Wenn ich drüber nachdenke meine ich- wenn irgendwann der Zeitpunkt da ist- dann hätte ich sie küssen können.
Aber diese Nähe hatte ich dann wirklich auch nur während dem Gespräch.
Insgesamt würde ich sagen verschließt einem so ein Geständnis viele Türen. Wenn ihr eurer Lehrerin das sagt, fühlt sie sich mitverantwortlich für eurer Wohlergehen- ab diesem Moment.
Ich merke einfach , dass B seit dem darauf achtet wie sie sich mir gegenüber verhält. Das führt dazu das wir beide nervös sind wenn wir uns begegnen, niemand weiß wie er sich am besten verhält, und das ist nicht gut für eine gute freundschaftliche Beziehung. Also wenn ihr glaubt es gibt einen anderen Weg Kontakt zu eurer Lehrerin zu finden- geht erst die anderen Wege, ein Gespräch sollte der letzte sein, denn , außer ihr denkt sie erwidert wirklich eure Gefühle, verbaut der auch die anderen Wege.

Nächste Woche habe ich 3 Tage Belgien Austausch, das heißt 3 Tage mit ihr.Es ist echt schwer im Mom, weil ich denke, dass es eigentlich noch soviel zu sagen gibt und dass das ganze Ignorieren der Situation eine Lüge ist, denn es beschäftigt uns beide. Allerdings möchte ich sie nicht nochmal drauf ansprechen,offiziel ist ja alles gesagt. Aufgeben will ich auch noch nicht, noch bin ich nicht der Meinung alles gegeben zu haben. Ich achte einfach auf ihre körperlichen Signale, die sind immer anders als die ihres Verstandes, d.h das was sie sagt. Wenn die weiterhin positiv sind, hab ich mir schon was überlegt, eine Art letzten Versuch eine Chance zu bekommen. Wenns schief geht werde ich wohl die Schule wechseln. Das nimmt nie ein Ende und macht alles schwerer, für mich und für sie.

Mit der Zweideutigkeit ist das so eine Sache.Ich sehe das auch oft so,mein Herz sagt mir etwas anderes als mein Verstand, der nur ihre Worte aufnimmt. Und die hat sie sich wohl überlegt,es ist ihre Entscheidung, die muss man akzzeptieren.
Das ist vielleicht die wirklich große Schwierigkeit an dieser Liebe.Man muss ignorieren was das Herz sagt, dass man sich mit IHR verbunden fühlt und dass man in ihren Augen nicht die Ablehnung liest die aus ihrem Mund kommt.
Ich glaub ich kann nur ein Nein Von Herz zu Herz akzzeptieren, was ist aber wenn das nie kommt, vll. auch bei MIR nie ankommt...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mareike
Also abgeschlossen hab ich es absolut nicht.. Ich dachte vor ein paar Tagen, ich sollte es tun, da ich wenig Hoffnung gesehen habe. Seit gestern hat sich das ganze wieder geändert und ich hoffe wieder ein bißchen. Ich habe nämlich mit ihr wieder im icq geschrieben und sie gefragt, ob wir uns mal einen schönen Abend mit Wein machen wollen. Sie hat zugestimmt und wir sind nun verabredet, ich gehe zu ihr nach Hause und werde bei ihr schlafen, das hat sie mir angeboten.. Wow.. jetzt bin ich echt wieder hin und weg.. Ist schon krass sich mit der eigenen Lehrerin zu betrinken und dann bei ihr zu übernachten.. Ich weiß nicht was ich davon halten soll.. ist aber auf jeden Fall spannend..🙄
 
@ Mareike:
Hmm, in manchen Situationen weiß ich selber nicht so genau, ob ich sie richtig liebe oder ob es nur Muttergefühle sind. Durch das Alter könnte es natürlich sein. Aber viel öfter bin ich mir sicher, dass ich verliebt bin in sie.
 

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