Hallo Ihr,
ich lese eure Beiträge und finde mich dermaßen wieder bei all dem, nur, dass ich mittlerweile schon 15 Jahre in meine Lehrerin verliebt bin. Das Ganze geht schon 15 Jahre!
Und es ist genau wie bei euch: ging los mit Herzklopfen, wenn ich sie irgendwo auf dem Schulhof traf in den Pausen, bin extra nochmal den Lehrerzimmergang entlang gegangen, sie könnte ja gerade aus dem Lehrerzimmer kommen. Habe viele Tagebücher gefüllt, Postkarten geschrieben und Kekse gebacken, wie ihr. Hatte immer Herzklopfen, wenn ich sie anrief, nachdem ich die Schule verlassen hatte.
Mittlerweile ist eine Freundschaft entstanden, wir unternehmen öfter was zusammen. Sie ist immer noch was ganz Besonderes für mich, obwohl sie 27 Jahre älter ist als ich. Ich genieße die Treffen mit ihr. Ich liebe ihre Stimme, ihre Wortwahl, ihre Gestik. Bin ganz berauscht von zärtlichen Umarmungen und denke, dass mehr wohl leider nie drin war. Hätte mir lange Zeit auch mehr gewünscht. Und war enttäuscht, verzweifelt und verletzt, dass mehr nie eintreten würde. Trotzdem: ein besonderer Mensch, eine besondere Erfahrung. Die meisten Menschen berühren einen doch eher wenig, oder?
Ich finde schon, dass man seine Zuneigung zeigen sollte, das ist mehr als menschlich. Natürlich kann man nicht erwarten, dass sie drauf eingeht und muss es akzeptieren, wenn sie keinen Kontakt oder wenigensten etwas Kontakt, aber weniger als man sich wünschen würde, will.
Nehmt es als schöne, aufregende Erfahrung, die euch das Leben schenkt. Und ach ja: es stimmt, dass das ganz schön motivierend auf das Lernen wirken kann: Englisch ist spontan zu meinem Lieblingsfach mutiert und ich denke heute noch bei der Arbeit an sie, wenn mein Englisch gefragt ist.
Alles Liebe 🙂
Anni