G
Glaxo
Gast
hallo gast,Liebe Glaxo, ich weiß was Liebe heißt, dennoch bezweiflich ich, dass ihr eure Lehrerin liebt oder in sie verliebt seid. Ihr könnt nicht von Liebe sprechen, wenn ihr die Person nicht wirklich kennt. Ihr kennt sie aus der Schule, vielleicht habt ihr sie schon einige Male privat getroffen, mehr aber nicht. Habt ihr gemeinsame Interessen? Wahrscheinlich nicht.
Seid ehrlich zu euch selbst: Ist es nicht mehr eine Schwärmin für sie weil sie z.B. eine Vorbildfunktion für euch eingenommen hat?
Es ist schwer aus seiner Traumwelt aufzuwachen, doch: Glaubt ihr, eure Lehrerin hat auch nur im Geringsten Interesse an euch (außerhalb des Schulischen versteht sich)? Ich bezweifle es, ihr geht ihr damit höchstens auf die Nerven. Mehr nicht.
Kleiner Tipp: Hört auf eurer Lehrerin hinterherzurennen, und hört vor allem mit den diversen Aktionen auf, ihr macht euch damit nur zum Gespött (auch im Lehrerzimmer).
ich hab nicht unterstellt, dass du nicht wüsstest, was liebe ist. ich denke einfach, ungücklich verliebt zu sein und das über längere zeit, ist etwas, das man nicht verstehen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. aber ich möchte dafür kein verständnis (mehr)- es ist eben, was es ist und wenn es mit dem kopf zu lösen wäre, wäre es kein problem.
man kann sich darüber streiten, ab wann man von liebe oder verliebt sein spricht. was aber für mich persönlich zählt, ist mein gefühl. und genau darin liegt das problem. ich spreche von verliebt sein, weil ich noch nie vorher so empfunden habe und auch alles, was ich vorher empfunden habe, scheint sich im vergleich zu ihr im nichts zu verlieren. auch dieser abnablungsprozess, dass das so lange dauert, bestätigt für mich noch einmal, dass es wirklich liebe war. oder es war ein anderes starkes gefühl, von dem ich nicht weiss, dass es exisitert (nein, es ist keine mutterliebe, ich betone das nochmal).
es stimmt aber, dass man sich in der schule gerne ein idealbild von der lehrerin macht und das nicht mit der realität übereinstimmen muss. was ich damit sagen will: auch wenn man sich in ein bild verliebt, ist es nicht minder schwierig, davon loszukommen. früher habe ich auch gedacht, ich kenn sie ja gar nicht richtig, ich kann sie gar nicht lieben. aber das stimmt nicht. es ist nicht ein problem ZWISCHEN den personen, sondern ein problem mit sich selbst, das man zu lösen hat. alleine die tatsache, dass man sie vielleicht nicht so gut kennt, macht das gefühl des verliebtseins oder der liebe nicht schwächer. ist man erst mal in diesem strudel drin, kann man sich noch so einreden, es sei nur eine naive schwärmerei. aber alles spricht dagegen, die tausend tränen und selbstvorwürfe, diese sehnsucht nach nähe, küssen und zuneigung, es ist manchmal kaum zum aushalten gewesen. das sind einfach dinge, die kann man nicht ignorieren und wenigstens vor sich selbst sollte man ehrlich sein und diese tatsache nicht einfach runterspielen.
bei der vorbildfunktion, da könntest du recht haben, das hat bei mir ziemlich sicher eine rolle gespielt. aber da war was viel grösseres, was all dieses vorbild- und rollenbildgequatsche in den schatten gestellt hat. es konnte nur liebe sein. ich meine, sowas fühlt man doch auch, dieses herzklopfen, diese aufsteigende wärme, das ist keine einbildung.
viele hier haben ausserschulischen kontakt mit ihren lehrerinnen, weswegen ich auch nicht die ansicht mit dir teile, dass die lehrerinnen kein interesse an "uns" haben. ich denke, ich kann von einer erwachsenen frau erwarten, dass sie weiss, was sie tut, resp. dass sie bereit dazu ist, sich mit der schülerin zu treffen. sie muss ja ihre position nicht mehr beweisen durch irgendwelche verrrückten aktionen, also gehe ich davon aus, dass sie es gerne macht und dabei nicht irgend ein ziel verfolgt. das ist auch der grund, weshalb ich nicht glaube, dass man ihr auf die nerven geht. es ist ihre entscheidung und wenn sie "ja" sagt, gehe ich davon aus, dass sie auch "ja" meint. weshalb sollte sie sonst noch nach der schule zu treffen einwilligen? das würde doch überhaupt keinen sinn ergeben...
ob man jetzt im lehrerzimmer gespött ist oder nicht, ist mir persönlich ziemlich egal. ich weiss es ja nicht. und ich hätte das meiner lehrerin nicht zugetraut (klar, jeder lästert mal, mach ich ja auch), ich meine, sie stand hinter mir. wenn sie über schülerinnen spottet und dann aber vor den schülern eine so gute fassade aufrecht erhalten kann, dann ist das eine schauspielerische leistung, die ich zumindest meiner lehrerin nicht zutrauen würde. aber da ist wohl ein bisschen menschengespühr gefragt. klar, man kann sich täuschen, aber das ist doch brachen-unspezifisch. man kann auch zum gespött in der kantine werden.
es ist eben einfach so, dass es vorkommt, dass schüler/innen sich in ihre lehrer/innen verlieben. weshalb verneint man das oft, resp. nimmt die schüler/innen nicht ernst mit ihren gefühlen? ist doch völlig wurscht, in wen man verliebt ist, es geht um das gefühl und das lässt sich leider gottes nicht einfach abschalten.
liebe grüsse
@***gast***: nein, ich hab dem rückfall nicht getrotz, da nützen auch fitness und waldspaziergang nichts mehr. aber ich bin dafür wieder einen schritt weiter🙂