Hallo ihr Lieben,
hoffe, euch geht es gut. Bräuchte mal dringend euren Rat:
Hatte ja schon geschrieben, dass ich sie am Dienstag durch Zufall wiedergesehen habe. Sie hat mir erzählt, dass ihre Mutter inzwischen ein Pfegefall und sie so ziemlich am Ende ihrer Kräfte angelangt ist. Überlege seitdem, ihr zu schreiben und meine Hilfe anzubieten.
Ich riskiere damit, dass sie sich wieder in die Enge getrieben fühlt und als Reaktion darauf kein Wort mit mir spricht. Ich gehe das Risiko ein, dass sie mich meidet. In meinem Kopf läuten alle Alarmglocken, aber meine innere Stimme, mein Herz sagt mir: Ich muss es ihr wenigstens anbieten. Ich habe keinen Einfluss darauf, was sie mit dem Angebot anfängt, aber sie soll wenigstens wissen, dass da jemand ist, auf den sie zurückgreifen kann, wenn es eng wird. Hatte überlegt, ihr Folgendes zu schreiben:
Liebe ...,
wenn ich etwas tun kann, um Dich ein bisschen zu entlasten, sag bitte Bescheid. Ich könnte einkaufen gehen, kochen, putzen, ganz egal. Theoretisch muss ich auch nicht am 1. September fliegen. Die Zusage habe ich zwar, aber wann ich anfange, steht noch nicht definitiv fest.
Ich will dich keinesfalls wieder einengen, habe aber Angst, dass Du zusammenklappst. Bitte lass es Dir wenigstens durch den Kopf gehen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, pass auf Dich auf!!!
Marie
PS: Meine Mutter hat mir nahegelegt, mich nicht bei Dir zu melden. Ich vermute, dass Du es nicht möchtest, aber nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich mich dafür entschieden, dieses Angebot trotzdem zu machen, auch wenn ich damit riskiere, dass Du nicht mehr mit mir sprichst...
Was meint ihr dazu?