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Verliebt in meine lehrerin

Meinst du damit, man sollte seiner Lehrerin nicht sagen, wie sehr man sie vermisst etc.???
Ich versuche damit eben auszudrücken, dass ich oft an sie denke und nicht, dass sie Schul daran ist, wenn ich sie nur noch vermisse und traurig bin. Außerdem ist es in der Liebe doch üblig, dass man den anderen vermisst und ihm zeigen will, sie sehr man denjenigen mag.
Aber vielleicht hast du Recht. Ich hoffe meine Lehrerin denkt nicht, dass ich wegen ihr nur leide. Wenn ja, dann mache ich ihr klar, dass ich ihr nur zeigen wollte, wie sehr ich sie mag und dass ich nicht immer leide, sondern mich darauf freue, sie wieder zu sehen..

Ohne Dir oder jemand anderem zu nahe treten zu wollen, aber es ist absolut egoistisch seine Gefühle mitzuteilen. Es geht hier schließlich nicht um eine laufende Beziehung, in der man sich gegenseitig die Liebe bekundet, sondern in fast allen Fällen um einseitige Liebe. Man muss auch lernen mit solchen Liebesbekundungen zu haushalten, weil man durch diese auch die Grenzen von anderen überschreitet. Ich finde es legitim, sich einmalig zu offenbahren, um sich zu erleichtern, allerdings sollte dies ein vorher gut überlegter Schritt sein. Wer liebt sollte auch Rücksicht auf die Gefühle anderer nehmen und sich respektvoll, nicht penetrant, verhalten.
 
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man dazu neigt, Gespräche zu suchen, in denen man dann über seine Probleme Zuhause oder ähnlichen Kummer redet, weil man so oftmals leicht Gehör verschafft bekommt. Viele Dinge in meinem Leben, speziell in der Kindheit und Jugend, verliefen ziemlich bescheiden und natürlich habe ich dies mit 16 auch meiner Lehrerin anvertraut, weil sie zuhörte und mir Zeit widmete. Einer so starken Vertrauensperson dann nach gewisser Zeit die Liebe zu gestehen, ist ein wahnsinniger Druck für sie. Meine Lehrerin hat damals eben überreagiert und wie erwähnt den Kontakt abrupt abgebrochen. Damals war ich natürlich zutiefst verletzt, heute kann ich ihr Verhalten besser nachvollziehen. In ihrer Lehrerrolle hat sie mir Hilfestellung geleistet und damit enorme Verantwortung übernommen. Wie man bei vielen hier lesen kann, liegen oftmals tiefe seelische Verletzungen vor und da sollte es nachvollziehbar sein, dass bei einem Liebesgeständnis die Angst oder Panik entstehen kann, bei einer Zurückweisung etwas falsch zu machen. Viele können mit diesen Situationen nicht umgehen und reagieren dann vielleicht kalt oder ignorant. Daher würde ich es generell vermeiden die Person meines Herzens zur Hauptvertrauensperson zu machen. Kann nur schief gehen...



So viele Fragen auf einmal 😉
Also ich habe schon den Kontakt gesucht. Vor allem habe ich einen Motivationsschub bekommen und mich in ihren Fächern angestrengt...also jetzt nicht strebermäßig oder schleimig (halt nicht zu viel, entsprechend gemäßigt), aber ich habe gezeigt, dass ich eben motiviert und zuverlässig bin, indem ich alle Aufgaben erledigt habe. Außerdem war ich sehr höflich (z.B. Türen aufgehalten) und freundlich (immer nett gegrüßt auf dem Gang). Eigentlich habe ich mich insgesamt ziemlich authentisch verhalten, wie ich mich sonst auch verhalten würde. Natürlich stand ich hin und wieder auch am Gang oder in der Nähe, da ich auch zu jeder Stunde wusste, wo sie gerade Unterricht hat. Jedoch habe ich mich manchmal auch dagegen entschieden, mich an Stellen zu positionieren, da es schließlich auch nicht auffällig peinlich wirken sollte. Man muss ein Maß finden und auch mal gehen oder fern bleiben - auch wenn man noch so gerne in der Nähe wäre. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass Sie mir Zeit widmet (ohne eben meine Probleme zu bereden) und wir über alles mögliche quatschen. Zudem hatten wir einen ähnlichen Humor (Humor ist oft der Schlüssel! 😉) und haben viel gelacht. Naja, man war jedenfalls immer mehr interessiert an dem anderen, die Gespräche wurden persönlicher und das Verhältnis wurde freundschaftlicher. Irgendwann haben wir privat eine Veranstaltung besucht, etwas zu viel getrunken und danach war klar, dass da mehr ist...ein Geständnis war nicht mehr nötig. Allerdings war es zunächst auch nicht unbedingt der Volltreffer, wie viele jetzt vielleicht denken würden, sondern da fing der Ernst des Lebens erst richtig an....sie bekam Panik, ich war peinlich berührt und zunächst dachten beide, dass es eine Affäre wäre - nicht mehr, nicht weniger. Erschwerend war, dass wir zu dem Zeitpunkt noch beide auf der Schule waren und somit viel auf dem Spiel stand. Ich war so loyal eingestellt, dass ich auch bei einer Zurückweisung, nicht für einen Moment den Gedanken an Rache verschwendet hätte. Für mich war es die Hölle, da ich alles mit mir selbst ausmachen musste und auch nichts falsch machen wollte...Jedenfalls dauerte es ca. ein Jahr bis wir uns sicher waren, dass es eine Beziehung werden könnte. Dies brauchte aber eben einen klaren Kopf und sehr viel Vertrauen ineinander.

Ich würde sagen, dass man merkt, ob man Zuwendung bekommt. Am besten ist es in diesem Fall, wenn es in Gesprächen für die Person X keinen Zwang gibt zu zu hören, sondern sie sich Zeit nimmt, weil man interessant ist. Und interessant macht man sich nicht, indem man überall auftaucht und winkt oder mit seinen Freunden auffällig laut redet und lacht, damit Person X irgendwelche "coolen" Geschichten von einem selbst mitbekommt (alles erlebt! 😉). Sich möglichst souverän und seriös verhalten (habe ich auch erst durch die Situation gelernt) und ansonsten eben so sein, wie man ist.

Wir leben inzwischen - nach vielen komplizierten Hürden - seit mehreren Jahren glücklich zusammen und haben gemerkt, dass wir einfach passen. Dennoch habe ich nachbetrachtend oft gemerkt, dass ich mir vorher manche Dinge in meiner Realität zu verträumt und anders ausgemalt habe. Man sollte es vermeiden einen Menschen, in den man verliebt ist, zu idealisieren, sondern versuchen zu sehen, dass dieser nicht unfehlbar und makelos ist. Ich denke, man muss die Situation (mit der "auserwählten" Person zusammenzukommen) jedoch erst einmal selbst erlebt haben, um dies nachvollziehen zu können.

P.S. ACHTUNG IRONIE: "Ich bringe mich um, wenn Du mich nicht liebst" ist der genau richtige Weg, um ein Herz zu erobern 😉

Ich finde du hast vollkommmen Recht.Nur manchmal weiß man eben nicht,wie man Kontakt zum Lehrer aufbauen soll.Bei einer meiner Lehrerinnen hat es aber trotzdem funktioniert.Mitlerweile sind wir gut befreundet,auch wenn sie nicht mehr auf meine Schule ist.
Dass du es egoistisch findest,wenn man seine Gefühle gesteht,empfinde ich nicht so.
Man hat halt manchmal den Drang es jemanden mitzuteilen,auch wenn es zu 99% ausgeschlossen ist,dass die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen.Meine Lehrerin z.b. hat mir ein Kompliment für meine Ehrlichkeit und meinen Mut gemacht.Man weiß ja nie vorher,was der Lehrer wirklich fühlt und Gefühle können sich ja dann im Laufe der Zeit noch bei dem anderen entwickeln und durch ein geständnis zum nachdenken anregen.
 
Ohne Dir oder jemand anderem zu nahe treten zu wollen, aber es ist absolut egoistisch seine Gefühle mitzuteilen. Es geht hier schließlich nicht um eine laufende Beziehung, in der man sich gegenseitig die Liebe bekundet, sondern in fast allen Fällen um einseitige Liebe. Man muss auch lernen mit solchen Liebesbekundungen zu haushalten, weil man durch diese auch die Grenzen von anderen überschreitet. Ich finde es legitim, sich einmalig zu offenbahren, um sich zu erleichtern, allerdings sollte dies ein vorher gut überlegter Schritt sein. Wer liebt sollte auch Rücksicht auf die Gefühle anderer nehmen und sich respektvoll, nicht penetrant, verhalten.
Ok, danke für deine Hilfe!
Ich habe es mir davor auch gut überlegt. Bei der ersten Mail ist es ja eigentlich auch gut gelaufen und ich weis, dass sie eine vertraute und nette Lehrerin ist. Ich hoffe nur, ich habe sie nicht überfordert. 😕

@Snowflake94

Ok, dann schicke mir mal eine PN ich würde mich freuen. Dann kann ich dir auch weiterhelfen, ok?
 
Ich finde du hast vollkommmen Recht.Nur manchmal weiß man eben nicht,wie man Kontakt zum Lehrer aufbauen soll.Bei einer meiner Lehrerinnen hat es aber trotzdem funktioniert.Mitlerweile sind wir gut befreundet,auch wenn sie nicht mehr auf meine Schule ist.
Dass du es egoistisch findest,wenn man seine Gefühle gesteht,empfinde ich nicht so.
Man hat halt manchmal den Drang es jemanden mitzuteilen,auch wenn es zu 99% ausgeschlossen ist,dass die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen.Meine Lehrerin z.b. hat mir ein Kompliment für meine Ehrlichkeit und meinen Mut gemacht.Man weiß ja nie vorher,was der Lehrer wirklich fühlt und Gefühle können sich ja dann im Laufe der Zeit noch bei dem anderen entwickeln und durch ein geständnis zum nachdenken anregen.

Du hast mich da falsch verstanden. Ich finde es nicht egoistisch, wenn man seine Gefühle offen legt. Seine Gefühle allerdings ständig zu bekunden ist sehr egoistisch.
 
Du hast mich da falsch verstanden. Ich finde es nicht egoistisch, wenn man seine Gefühle offen legt. Seine Gefühle allerdings ständig zu bekunden ist sehr egoistisch.


Nun ja.Mag sein,dass das manche Leute so empfinden,aber manchmal geht es nicht anders.Wenn man immer ignoriert wird,verzweifelt man auch irgendwann und versucht es erneut.Wenn ich es nicht noch ein 2. mal versucht hätte,hätte sie mir nicht geglaubt,dass ich sie wirklich liebe.Das hat sie mir auch gesagt.Sie fand es gut,dass ich dran geblieben bin.
 
@ Annalena
Ja, da gebe ich dir Recht.
Bassermann sieht das alles etwas anders. Ich finde man sollte machen, was das eigene Herz sagt und das ist meistens die beste Lösung. Wenn man sich sicher ist, was man da tut, dann ist es doch in Ordnung. Man muss seine Gefühle einfach loswerden und am Ende wird man dann für seine Ehrlichkeit und sein Selbstbewusstsein gelobt. Ich denke es ist wichtig, so selbstbewusst und ehrlich zu handeln, sonst würde alles ganz anders ablaufen. Jede kleine Lüge kann in die Hölle führen. 😉
 
Nun ja.Mag sein,dass das manche Leute so empfinden,aber manchmal geht es nicht anders.Wenn man immer ignoriert wird,verzweifelt man auch irgendwann und versucht es erneut.Wenn ich es nicht noch ein 2. mal versucht hätte,hätte sie mir nicht geglaubt,dass ich sie wirklich liebe.Das hat sie mir auch gesagt.Sie fand es gut,dass ich dran geblieben bin.

Ehrlichkeit ist das Eine. Ob man allerdings wirklich so Gegengefühle beim anderen auslöst, wage ich zu bezweifeln. Bei reiferen Menschen ist nicht nur die Ehrlichkeit essentiell, sondern auch Selbstreflektion, Respekt, Vertrauen und vielleicht in gewissen Situationen auch mal einen Ratschlag parat zu haben.
Natürlich kommt es auf die Person an, aber ich würde mich nicht auf einen Menschen einlassen, der vehement seine Liebe bekundet. Klar ist es mutig, aber meines Erachtens nach schießt man so über das Ziel hinaus. Zwar kann ich hier nur für mich sprechen, aber mich interessieren Menschen, die sich rar machen und die mir nicht direkt zeigen, dass ich sofort eine Beziehung hätte, wenn ICH das wollte. Der Reiz macht es aus...

Aber ich will hier auch keinen belehren oder verurteilen. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen und vielleicht daraus lernen. Ich wollte nur einmal eine andere Sichtweise schildern und vielleicht etwas dazu anregen das eigene Verhalten ein wenig zu reflektieren. Die Liebe zu Lehrern ist ein wenig vergleichbar mit einer Starliebe. Man idealisiert eine Person - meist ohne sie richtig privat zu kennen - und möchte mit ihr das Leben teilen. Reist man dem Star hinterher, hält "I love you" Schilder hoch und zeigt, dass man auf Wunsch immer zu haben ist, ist man vielleicht ein besserer Groupie, mehr mit Sicherheit aber nicht.

Ich wünsche Euch allen jedenfalls das Beste und viel Erfolg bei der Bewältigung Eurer Probleme 😉
 

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