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Verlassenen Eltern

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Manchmal hängt eine Trennung nicht nur an gemachten Fehlern, sondern einfach daran daß man völlig unterschiedliche Sichtweisen aufs Leben hat. Ist bei mir und meiner Mutter der Fall, wir können gewissermaßen nur auf niedrigstem Niveau kommunizieren, sie erzählt mir was in der Verwandtschaft im Lauf der Zeit alles vor gefallen ist, ich ihr ein bißchen von meinem Alltag, aber alles was darüber hinausgeht klingt, als ob sie chinesisch spricht und ich Kisuaheli, es kommt keine Verständigung mehr zustande, sie mißversteht konsequent was ich sage, und was noch übler ist, sie ist eine Klatschbase und klatscht sämtliche falsch verstandenen Sachen sofort weiter. Was mich dumm dastehen läßt und ich weiß nicht mal warum, weil ich ja gar nicht weiß was sie anderen Leuten erzählt hat. Weil das ein paarmal zu oft passiert ist, gibt es halt keine Kommunikation jenseits Primitiv-Niveau mehr. Und auch das nur alle Jubeljahre mal, denn allzuviel ändert sich weder bei ihr noch bei mir, also keinerlei Gesprächsbedarf.
Nur weil man Kinder hat, heißt das nicht daß sie das gleiche vom Leben erwarten oder auf Dinge reagieren wie man selber. Sie haben ihr eigenes Leben, ihre eigenen Hoffnungen, Wünsche und Erwartungen, und da sind Eltern keineswegs immer hilfreich, sondern öfter mal Hemmschuh und Klotz am Bein. Bei totalen Trennungen darf man davon ausgehen, daß die Gedankenwelten von Eltern und Kindern nie miteinander kompatibel waren.
 
Eigentlich wäre jetzt für deine Söhne genau der Zeitpunkt eine Therapie anzufangen, damit sie das was passiert ist, aufarbeiten können. Aber wer sagt es ihnen?
Ich fände eine Selbsthilfgruppe für Kinder, die den Kontakt abgebrochen haben, gut. Da könnt ihr die verschiedenen Gründe erfahren, warum so etwas geschieht. Immer ratlos vor dem warum stehen, bringt keinen weiter. Es geht um verletzte Gefühle. Das dürfte schon klar sein. Vielleicht bringt es euch weiter, wenn ihr euch selbst fragt, was gefühlmäßig passiert sein könnte. Es gibt Eltern, die von Kindern wirklich null Ahnung haben, dasss muss bei euch nicht sein, kann aber sein, und machen einfach weiter wie sie meinen es gut wäre.
Was ich sehr interessant fand, ich habe ehrenamtlich im Kindergarten vorgelesen. Das hat mir geholfen, mich im Nachhinein als Kind zu verstehen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Vor allem wenn Eltern beginnen, ihren eigenen Anteil an den Konflikten zu erkennen, und sich für ihr Fehlverhalten entschuldigen – wenn sie also Verantwortung übernehmen. »Das ist oft der Türöffner«, sagt Konrad. Wenn Kinder sich wirklich gesehen und wertgeschätzt fühlten, könnten sie anfangen, wieder zu vertrauen.
Zitat Ende

Der Artikel von Klecksfisch ist sehr gut.
 
Was mich an der Diskussion etwas aufregt, geht leider an der Frage der Threaderstellerin vorbei, wenn es zu sehr OT ist, kann man das ja vielleicht abtrennen, @Mods.

Ich finde es absurd, wenn sich hier hingestellt wird und gesagt wird "Eltern machen Fehler, aber Kinder machen auch Fehler"!! Klar, wenn es um erwachsene Kinder geht, dann kann man sagen Menschen machen Fehler.

Aber wenn sich erwachsene Eltern "Fehler" bei Kindern leisten, dann ist es m.M.n. vollkommen nachvollziehbar und vollkommen in Ordnung, wenn sich Kinder dann, wenn sie sich durch Volljährigkeit oder Entwicklung und ggf. therapeutische Aufarbeitung von ihren Eltern gelöst haben, abwenden.
Eltern haben als Erwachsene ihren (ich rede im Folgenden von minderjährigen) Kindern eine ganz besondere Sorgfalt und Verantwortung. Ihnen werden verletzbare, nackte, unschuldige Wesen überlassen (ja, leider ist es jedem erlaubt, Eltern zu werden), die sich nicht selber schützen, ernähren, kleiden können, die noch keine autonomen Schutzmechanismen haben, die zerbrechlich sind und schnell gebrochen werden.
Und da nützt es gar nichts, wenn sich ein Eltern dann irgendwann hinstellt und sagt "ja, sorry, ich wusste es damals nicht besser, aber hey, ist doch schon sooo lange her und schau, Du lebst doch noch *zwinkerzwinker* und Fehler machen wir doch alle?!? Kannst Du Dich noch erinnern, als Du mit 7 Jahren die neue weiße Wand mit Deinen Wachsmalern verschönert hast (hier beliebigen Kinderunfug einfügen)??? Man, war ich wütend, da ist mir die Hand auch ausgerutscht, aber Du siehst, Fehler machen wir alle!!“

Eltern müssen ertragen, dass Kinder "Fehler" machen, es gehört zu ihrer Entwicklung. Kinder (kleine) dürfen undankbar sein, sie dürfen launisch sein, sie dürfen laut, chaotisch, frech, schmutzig, egoistisch sein. Sie müssen es sogar. Und das ist nichts, was man als Eltern später in die "aber Du hast auch Fehler gemacht" - Waage werfen kann.

Und hier rede ich ja nur von Kleinigkeiten.

Eltern, die ihre Kinder durch Gewalt, Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung, psychisch, physisch und/oder sexuell, aktiv oder durch Unterlassung, geschädigt haben (und ja, wie ich schon schrieb, dazu zähle ich auch den "kleinen Klaps" und das Anschweigen und das Vorführen vor Geschwistern, Verwandten und Freunden), haben in meinen Augen ihr Elternrecht verwirkt und dürfen sich glücklich schätzen, sollten ihre Kinder ihnen das Verzeihen.

Und Kinder haben ihren Eltern gegenüber genauso das Recht, sie aus ihrem Leben zu streichen wie Erwachsene Freunde oder PartnerInnen "verlassen" dürfen.

Eltern sein ist keine Carte Blanche für Kontakt.

Sorry, liebe @Sally1966, wenn ich jetzt so von Dir abgekommen bin, aber das Thema bzw. die Einstellung einzelner regt mich auf. Du liest Dich nicht so, als hättest Du Deinen Söhnen bewusst Schaden zugefügt. Vielleicht haben sie sich emotional nicht genug geliebt gefühlt? War Leistung ein grosses Thema bei euch? Hier gab es mal einen sehr langen Thread einer Mutter, ist schon ewig her, die hat irgendwann damit sozusagen Frieden geschlossen, indem sie ihrem Kind einen langen Brief geschrieben hat. Ich glaube, sie schrieb so etwas wie "ich verstehe Dich nicht, aber ich akzeptiere es. Und wenn Du reden willst und wieder Kontakt möchtest, bin ich da." sinngemäß.

Was das Geld angeht, bin ich zwiegespalten. Habt ihr ihnen das Geld quasi als Kredit geliehen, würde ich auf Rückzahlung pochen, ggf. halt in kleinen Raten. Macht es schriftlich, mit einem Ratenplan. Denn jemanden so zu hintergehen, dass ist auch als Kind nicht in Ordnung. Waren es "zugesteckte" Geldbeträge, schreibt sie ab und lasst das in Zukunft.

Geschenke für die Enkel nur noch als Paket, mit freundlichen Karten, vorwurfsfrei.

Lasst die Tür offen, aber lasst sie alleine kommen.

Ich wünsche Dir alles Gute.
 
Ich möchte noch etwas einwerfen, das mir eingefallen ist. Ich hoffe du liest deinen Thread noch mit.

Du sagtest das Leben deiner Kinder ist oder war im Vergleich zu eurem ein "Mickymausfilm". Das kann gut sein, aber bedenke, dass deine Kinder damit nichts anfangen können.

Während du deine UND die Kindheit deiner Kinder erlebt hast, kennen deine Kinder nur ihren eigenen Lebensabschnitt. Von ihnen zu erwarten, dass sie sich in deine Situation hineinversetzen und das verstehen ist praktisch unmöglich, insofern du ihnen keine ungeschminkte Autobiografie von dir in Buchform zukommen lässt.

Hinzu kommt, dass deine schwierige Kindheit etwas ist, das du mit DEINEN Eltern hättest ausmachen müssen. Dass du das an deine Kinder weitergibst ist nicht fair. Sie können nichts dafür, ABER sie tun jetzt selbst etwas dagegen und das ist nun im Bruch geendet. Sie versuchen sich und ihre Kinder vor diesem Leid zu schützen, weil sie keine andere Möglichkeit mehr sehen.
 
Schreibt bitte mit der TE und fangt keine Diskussionen untereinander an. Danke!
 
Und was MICH aufregt, ist, dass zwar die (inzwischen erwachsenen!) Kinder überbetont werden, die Eltern aber ständig als die Buhmänner da stehen. 👎
Die Eltern waren zuerst auf der Welt und sie prägen die Beziehung zu ihren Kindern .

Kleinkinder werden sehr von ihren Eltern geformt.... und das hat Auswirkungen bis in das Erwachsenealter.

Das ist doch auch für dich Sally...
...wichtig.
 
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