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Verhalten meiner Freundin

Ich habe ihr also folgendes gesagt: "Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir. Ich möchte mehr mit dir erleben, unternehmen, dich mehr kennenlernen."
Meine Freundin hat erstmal nichts gesagt. Dann meinte sie: "Sei mir nicht böse...wir kennen uns seit drei Jahren, sind 2 1/2 Jahre zusammen und seit einem Jahr wohnen wir zusammen...wir reden teilweise nächtelang und du sagst, du möchtest mich mehr kennenlernen?"
Darauf wusste ich keine Antwort...mein Kopf war wie leer.
Meine Freundin meinte dann nur, dass "keine Antwort auch eine Antwort sei", ist aufgestanden und gegangen.

Meiner Meinung nach lernt man den Partner erst richtig in einer stressigen Situation kennen.
2,5 Jahre finde ich nicht so fürchterlich lange und die Verlobung einer Cousine zählt für mich sicherlich nicht zu einer Krisensituation.

Im Prinzip kannst Du gerade nur verlieren.
Tust Du nichts, sieht sie sich bestätigt, dass Du sie nicht willst.
Machst Du jetzt einen Antrag, machst Du ihn nur, um sie nicht zu verlieren, aber nicht aus Liebe und Überzeugung. Ob sie den dann annimmt?

Das letzte, was ich persönlich an Deiner Stelle tun würde, wäre jetzt ein romantisch-kitschiger Antrag.
 
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Re: Verhalten meiner Freundin
Diese ganzen Erwartungen und der Druck, der von den Freunden und Familie ausgeht, wäre für mich ein riesen Abturner. Selbst wenn ich heiraten wollen würde, zerstörte diese Atmosphäre jegliche Freude daran. Ich glaube das einzige Gefühl in mir wäre Erleicherung darüber, es endlich hinter mich gebracht zu haben, die Erwartungen zu erfüllen und nun wieder in Ruhe und Frieden leben zu können.

Ja, das denke ich auch... Also selbst wenn du, @Benutzername01 ihr jetzt einen Antrag machst, dann hängt doch immer dieses Gefühl darüber, dass das unter Druck entstanden ist.

Ich finde es auch sehr traurig, dass ihr jetzt so eine riesige Krise deswegen habt. Ich bin in deinem Alter, sogar 2 Jahre älter und kann total nachvollziehen, dass man grade einfach (noch) nicht heiraten will, ganz unabhängig von der Person. Man muss sich doch damit identifizieren können, ansonsten macht das doch keinen Sinn. Deswegen eine eigentlich total gute Beziehung an die Wand zu fahren, ist schon echt schade. Ansonsten klang doch alles toll.

Das Verhalten der Verwandtschaft ist echt schrecklich, kann ich gar nicht nachvollziehen, wieso da so ein Druck gemacht wird, wir leben im 21. Jahrhundert.
 
Man muss sich doch damit identifizieren können, ansonsten macht das doch keinen Sinn. Deswegen eine eigentlich total gute Beziehung an die Wand zu fahren, ist schon echt schade.
Jeder hat ja sein eigenes Lebensmodell. Und ihres ist eben Heirat, Kinder, etc., so einfach ist das. Ich verstehe, dass man nicht nach zwei Jahren Heiratet, denn beziehungstechnisch ist das eine kritische Zeit. Nach dem verliebt sein mit rosaroter Brille, Wolke 7 und dem ausblenden etwaiger Makel des Partners verliert sich das nach etwa dieser Zeit. Man sieht auch negatives, merkt wo es kneift, es ist nicht nur noch schön.
Kompromiss: Antrag und Verlobung jetzt, Heirat in zwei Jahren. Bis dahin sollte alles klar sein.

Antworten wie "ich bin noch nicht so weit" und "ich will dich erst kennenlernen" sind Phrasen, die wirklich nicht einladend sind. Im Gegenteil. Sie wird für dumm verkauft. Wann ist denn genug kennengelernt? Das ist doch kein Zeitpunkt, den man festlegen kann. Ich finde schon, eine Verlobung symbolisiert bereits die Heiratsabsicht, das sollte ihr reichen (die anderen haben ja auch nicht mehr).

Gerade dieses "kennenlernen" ist echt merkwürdig. Es wirkt so ... nicht festgelegt.
 
Meiner Meinung nach lernt man den Partner erst richtig in einer stressigen Situation kennen.
2,5 Jahre finde ich nicht so fürchterlich lange und die Verlobung einer Cousine zählt für mich sicherlich nicht zu einer Krisensituation.

Im Prinzip kannst Du gerade nur verlieren.
Tust Du nichts, sieht sie sich bestätigt, dass Du sie nicht willst.
Machst Du jetzt einen Antrag, machst Du ihn nur, um sie nicht zu verlieren, aber nicht aus Liebe und Überzeugung. Ob sie den dann annimmt?

Das letzte, was ich persönlich an Deiner Stelle tun würde, wäre jetzt ein romantisch-kitschiger Antrag.

Zu den stressigen Situationen:
Bitte nicht falsch verstehen, aber wir haben schon einiges miteinander durchgestanden, in den 2 1/2 Jahren.
Wie ich meine Freundin kennengelernt habe, war sie gerade in den Endzügen von ihrem Master und hat nebenbei Vollzeit gearbeitet. Das war eine sehr stressige Zeit für unsere Beziehung, die zudem noch sehr frisch war.
Ein paar Monate danach kamen eine Kündigung (von der Firma ausgehend) und somit ein Jobwechsel meinerseits, was auch eine herausfordernde Zeit war. Meine Freundin ist mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden und hat mich unterstützt.
Wir sind gemeinsam in eine neue Wohnung übersiedelt, der Umzug war auch kein Zuckerschlecken.
Zudem gab es auch schon Todesfälle (auf beiden Seiten der Familie), die wir zusammen durchgestanden haben.
 
Zu den stressigen Situationen:
Bitte nicht falsch verstehen, aber wir haben schon einiges miteinander durchgestanden, in den 2 1/2 Jahren.
Wie ich meine Freundin kennengelernt habe, war sie gerade in den Endzügen von ihrem Master und hat nebenbei Vollzeit gearbeitet. Das war eine sehr stressige Zeit für unsere Beziehung, die zudem noch sehr frisch war.
Ein paar Monate danach kamen eine Kündigung (von der Firma ausgehend) und somit ein Jobwechsel meinerseits, was auch eine herausfordernde Zeit war. Meine Freundin ist mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden und hat mich unterstützt.
Wir sind gemeinsam in eine neue Wohnung übersiedelt, der Umzug war auch kein Zuckerschlecken.
Zudem gab es auch schon Todesfälle (auf beiden Seiten der Familie), die wir zusammen durchgestanden haben.

Hm, okay. Das ist ja in der Tat einiges.
Dann solltet ihr ja eigentlich wissen, dass ihr euch aufeinander verlassen könnt.

Was möchtest Du denn dann noch herausfinden, ob es passt?
 
Meine Freundin hat mehrmals deutlich gemacht, dass sie erst ab 30 Kinder haben möchte und das glaube ich ihr auch.
Und möchtest du Kinder? Von ihr? Irgendwann?
Sie hat auch gesagt, dass sie aufgrund ihres Exfreundes Angst hat, wieder Zeit mit jemandem zu verschwenden, der ihr nicht das geben kann, was sie möchte.
Eine Eheschließung ist keine Gewähr dafür, dass man keine "Zeit verschwendet". Die Beziehung kann auch nach der Eheschließung scheitern. Ich hätte ein Problem damit, wenn mein Partner das Zusammensein mit mir ohne Schriftstück vom Standesamt als potenzielle Zeitverschwendung betrachten würde.
Meine Freundin hat das Gespräch so schnell wie möglich beendet und hat dann, tränenüberströmt, die Wohnung verlassen. Zu mir meinte sie, sie möchte jetzt alleine sein und etwas runterkommen.

Mir tut meine Freundin mittlerweile unsagbar leid, dass sie das über sich ergehen lassen muss. Meine Freundin ist "leider" zu nett, um da durchzugreifen und den anderen klarzumachen, dass sie mit diesem Thema nicht konfrontiert werden möchte.
Ich sehe das so: Deine Freundin möchte Verbindlichkeit (ob sie sich das nun hat einreden lassen oder nicht) und du nicht.
Das finde ich beides nicht schlimm, es passt nur nicht zusammen.
Wenn du nicht in der Lage bist, Fragen a la "Wie lange willst du noch warten? Was muss sich für dich ändern?" usw zu beantworten, dann ist das ein Indiz dafür, dass du (zumindest diese Frau, evtl auch generell) überhaupt nicht heiraten willst.
Ich zB will generell nicht heiraten. Ich brauche keine "Sicherheit", die so ein Papier sowieso nicht gibt, und ich will mich problemlos trennen können, wenn ich mit dem Menschen nicht mehr zusammen sein will. Ich bin mit meinem Partner zusammen, weil und solange ich das will, nicht weil ich vor einem Beamten oder einem Pfarrer irgendwas versprochen habe. Meinen Partnern war/ ist das klar, Herumgeeiere bringt da gar nichts.

Dann hat sie mich tatsächlich gefragt, was passieren muss, damit wir heiraten. Ich hatte Angst, dass sie mir diese Frage stellt, denn ich habe keine richtige Antwort darauf.
Ich habe ihr also folgendes gesagt: "Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir. Ich möchte mehr mit dir erleben, unternehmen, dich mehr kennenlernen."
Meine Freundin hat erstmal nichts gesagt. Dann meinte sie: "Sei mir nicht böse...wir kennen uns seit drei Jahren, sind 2 1/2 Jahre zusammen und seit einem Jahr wohnen wir zusammen...wir reden teilweise nächtelang und du sagst, du möchtest mich mehr kennenlernen?"
Das ist das, was ich mit Herumeiern (deinerseits) meinte. Das ist eine wirklich eigenartige Antwort, die du ihr da gegeben hast, obwohl du durch unsere Fragen hier auf diese Frage ja sogar vorbereitet warst.

Jetzt kann man fragen: Wieso bist du nicht bereit, wenn du sie sonst verlierst? Aber auch: Wieso ist ihr das wichtiger als du?
Ich finde, man sollte nicht heiraten, weil man den Partner sonst verlieren würde. Man sollte heiraten, weil man selber das möchte und wichtig findet, nicht weil der Partner das will.
Die Frage "Wieso ist ihr das wichtiger als du" finde ich falsch gestellt. Der Partnerin des TE scheint der TE wichtig (gewesen?) zu sein, daher wollte sie das mit einer Hochzeit besiegeln.
 
Das Verhalten der Verwandtschaft ist echt schrecklich, kann ich gar nicht nachvollziehen, wieso da so ein Druck
Das ist leider bei vielen Familien so. Sobald man eine gewisse Zeit zusammen ist, kommen immer wieder so "spaßige" Fragen. Meist werden sie den Frauen gestellt.
Mein Ex hatte mir mal gesagt, er möchte lieber erstmal eine Katze, als ein Kind. So zum testen.

Ich fand seinen Gedanken so witzig, das ich immer auf die Frage, wann es denn bei uns mal soweit sein würde und wir einen Enkel zeugen und heiraten etc., geantwortet habe. XXX möchte lieber erstmal eine Katze....zum üben...

Irgendwann kam er mir übelst blöd, weil das immer meine Antwort war. Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass er doch beim nächsten Mal die Antwort auf diese Fragen übernehmen soll. Schließlich kam die Frage immer von seinen Eltern.
 
Das ist leider bei vielen Familien so. Sobald man eine gewisse Zeit zusammen ist, kommen immer wieder so "spaßige" Fragen. Meist werden sie den Frauen gestellt.
Mein Ex hatte mir mal gesagt, er möchte lieber erstmal eine Katze, als ein Kind. So zum testen.

Ich fand seinen Gedanken so witzig, das ich immer auf die Frage, wann es denn bei uns mal soweit sein würde und wir einen Enkel zeugen und heiraten etc., geantwortet habe. XXX möchte lieber erstmal eine Katze....zum üben...

Irgendwann kam er mir übelst blöd, weil das immer meine Antwort war. Ich habe ihm daraufhin gesagt, dass er doch beim nächsten Mal die Antwort auf diese Fragen übernehmen soll. Schließlich kam die Frage immer von seinen Eltern.

Hm, aber in dem Fall klingt es für mich schon besonders krass. Also die Mama von meinem Freund spielt auch immer mal wieder auf Kinder & zusammenziehen an, was ich auch nicht so leicht finde, aber wirklich Druck aufzubauen wie die Mutter & Großeltern im Sinne von "dann verschwendest du deine Zeit" etc. finde ich nochmal eine andere Hausnummer. Im ersten Fall lässt die Mutter halt durchklingen, dass sie gerne Enkel hätte, also ihr eigenes Bedürfnis. Finde ich auch naja, aber immerhin zwingt sie es uns nicht regelrecht auf.

Irgendwie tun mir alle Beteiligten Leid. Ich habe die Beziehung nämlich als sehr stabil empfunden beim Lesen hier & dass beide potentiell die gleichen Ziele haben, nur unterschiedlich schnell sind (ich kenne echt kaum jemanden, der sich nach 2 1/2 Jahren verlobt, da brauchen doch viele länger). Jetzt alles wegen diesem blöden Druck aufs Heiraten kaputt zu machen, finde ich schon traurig, auch wenn ich die Gefühle der Freundin nachfühlen kann. Nur ihre Schlussfolgerungen nicht.
 
Das mag zutreffen, wenn man der Ehe viel Bedeutung beimisst. Wenn man das aber nicht tut, dann kann es eine simple Abwägung sein.
Die Ehe hat per se eine Bedeutung, denn das ist ein Rechtsgeschäft. Und meiner Meinung nach sollte man das nur abschließen, wenn man das wirklich will. Ich zB will es nicht, und ich tue es auch nicht. Ein Mann, der mich dazu zwingen möchte ("Wenn du mich nicht heiratest, bin ich weg" -> Abwägung) wäre für mich nicht passend. Denn der hätte eine völlig andere Auffassung als ich von Beziehung, Bindung, Freiheit usw.
 

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