Hier ist wieder mal der TE...
Meine Freundin und ich haben ein zweites Gespräch geführt...sie hat sich bemüht, sachlich zu bleiben, was jedoch nicht so einfach war, da uns letzte Woche die nächste Hiobsbotschaft (naja, zumindest für meine Freundin) erreicht hat: Ihre Cousine (24) hat sich verlobt.
Diese hat meiner Freundin die freudige Nachricht über das Telefon mitgeteilt, meine Freundin hat sich sichtlich (und ehrlich) gefreut. Sie versteht sich mit ihrer Cousine sehr gut.
Danach folgte ein Telefonat mit ihrer Mutter, die gefragt hat, "ob wir über das Thema Hochzeit überhaupt schon gesprochen haben", "was denn so lange dauern würde" und "dass meine Freundin nicht schon wieder so viele Jahre verschwenden solle". Der letzte Satz war eine Anspielung auf die Aussage des Exfreundes.
Auch bei diesem Telefonat habe ich alles mitbekommen.
Meine Freundin hat das Gespräch so schnell wie möglich beendet und hat dann, tränenüberströmt, die Wohnung verlassen. Zu mir meinte sie, sie möchte jetzt alleine sein und etwas runterkommen.
Mir tut meine Freundin mittlerweile unsagbar leid, dass sie das über sich ergehen lassen muss. Meine Freundin ist "leider" zu nett, um da durchzugreifen und den anderen klarzumachen, dass sie mit diesem Thema nicht konfrontiert werden möchte.
Am darauffolgenden Tag hatten wir ein Gespräch. Wie oben schon geschrieben, hat sich meine Freundin bemüht, sachlich zu bleiben. Sie meinte, sie liebt mich und möchte eigentlich mit mir zusammen bleiben. Allerdings ist dieser Wunsch mittlerweile schon so groß, dass sie das nicht mehr ignorieren kann. Sie hat auch gesagt, dass sie aufgrund ihres Exfreundes Angst hat, wieder Zeit mit jemandem zu verschwenden, der ihr nicht das geben kann, was sie möchte.
Sie hat auch betont, dass es jetzt, mit 27, etwas anderes ist, Zeit zu verschwenden, was ich auch absolut nachvollziehen kann, vor allem, wenn man Kinder möchte.
Sie hat mir gesagt, dass sie meine Entscheidung akzeptiert und mich nicht zu etwas zwingen möchte, wozu ich noch nicht bereit bin. Andererseits hofft sie sich natürlich auch, dass ich ihre Gedanken nachvollziehen kann.
Am Ende des Gesprächs habe ich sie gefragt, wie es denn nun weitergeht zwischen uns.
Dann hat sie mich tatsächlich gefragt, was passieren muss, damit wir heiraten. Ich hatte Angst, dass sie mir diese Frage stellt, denn ich habe keine richtige Antwort darauf.
Ich habe ihr also folgendes gesagt: "Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir. Ich möchte mehr mit dir erleben, unternehmen, dich mehr kennenlernen."
Meine Freundin hat erstmal nichts gesagt. Dann meinte sie: "Sei mir nicht böse...wir kennen uns seit drei Jahren, sind 2 1/2 Jahre zusammen und seit einem Jahr wohnen wir zusammen...wir reden teilweise nächtelang und du sagst, du möchtest mich mehr kennenlernen?"
Darauf wusste ich keine Antwort...mein Kopf war wie leer.
Meine Freundin meinte dann nur, dass "keine Antwort auch eine Antwort sei", ist aufgestanden und gegangen.
Seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen, sie ist zu ihrer besten Freundin gezogen.
Sie hat sich zweimal gemeldet, es ging darum, Sachen aus der Wohnung zu holen.
Ich habe bereits einmal zum Gespräch gebeten, aber sie ist mir ausgewichen, sie meinte "sie kann jetzt noch nicht mit mir reden".
Wie seht ihr das? Glaubt ihr, ich habe noch eine Chance?