Hallo,
ich kann das Verhalten deiner (Ex)-Freundin gut nachvollziehen:
Ich war auch mal in so einer Situation, und komme auch aus einen konservativen Elternhaus – Konservative Eltern, konservative Großeltern.
Mir wurde seit der Kindheit eingetrichtert, das das größte Glück Ehe und Familie sei. Ich will auch aber Kinder.
Ich war drei Jahre mit einem Mann zusammen, nach drei Jahren habe ich ihn fast angebettelt, dass ich Kinder haben will. Er hat sich geziert. „Jetzt wohl nicht.“ Ich war mit meinem Studium fertig und wollte ins Berufsleben einsteigen.
Dann anschließend, habe ich ihn nach mehreren Monaten weiter gefragt.. und ihn wieder „genervt“ – ob er mit mir Kinder haben will. Seine Reaktion war ganz entsetzt – „Jetzt schon?“. Wir waren drei Jahre zusammen, wie lange sollte ich noch warten, bis er eine Aussage treffen kann, „wann wir starten?“ . Vom Beginn unserer Beziehung an, habe ich ihn gesagt, dass ich mehrere Kinder haben will..
Du weißt nicht, wie enttäuscht ich war. Oder frustriert.
Es sah so aus, als wäre er der Taktgeber unserer Beziehung, ich war so nach 2, 3 Jahren „heiratsreif“. Er zierte sich, er wollte ständig Freunde treffen, Party machen, Urlaube – das entspannte Leben. Also hätten wir wohl geheiratet – wann er will. Wenn er dazu bereit gewesen wäre.. ich war dazu bereit. Das klassische Familienleben.
Aber ich musste warten, bis er dazu bereit war. Er konnte ja nicht mal eine Aussage treffen – wann. Wenn er sagen würde – ja, Fina – nächstes Jahr, übernächstes Jahr, oder die große Reise abwarten.
Aber er konnte keine konkrete Aussage treffen.
So diesen Frust und diese Enttäuschung wird sie wohl jetzt auch fühlen.
Klar, mein Kinderwunsch mag egoistisch sein.
Aber sein Hinhalten und sagen, das er (vielleicht) keine Kinder haben will - das empfand ich ebenfalls als höchst egoistisch.
Hätte er mir vielleicht früher gesagt, das er keine Kinder will oder Ehe, wäre ich schneller weg gewesen.
Aber so schwieg er..