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Vergleich Alltag in der DDR und heute!

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Sorry, hab aus irgendeinem Grund falsch zitiert, 😱 :blume: der Beitrag war von TOME. Jetzt also an TOME, wie ist die Sache ausgegangen?
 
Zur DDR und dem Kommunismus fällt mir stets der Spruch ein:

Marktwirtschaft bedeutet Reichtum für wenige und Armut für viele, Kommunismus bedeutet Armut für alle.

Insofern war die DDR in gewisser Weise "fair". 🙄 Südfrüchte bekam niemand 😀

Aber in dieser gleichgeschalteten Fremdbestimmtheit waren viele Menschen verständlicherweise unglücklich. Die Selbstmordrate in der DDR war sehr hoch, beim Alkohol erreichte die DDR geradezu Weltniveau.

Dem Gedanke der DDR und des Kommunismus liegt die falsche Annahme zu Grunde, dass Menschen Gleichheit wollen. Niemand will Gleichheit und erst recht keine erzwungene. Der Mensch hat ein innerstes Bedürfnis auf ein selbstgestaltetes, freies Leben. Ja auch dann wenn es die Gefahr birgt nicht in erhofften Bahnen zu laufen.

Unsere Welt ist nicht völlig fair und frei, aber erzwungene Gleichheit ist keine bessere Alternative.
 
Unsere Welt ist nicht völlig fair und frei, aber erzwungene Gleichheit ist keine bessere Alternative.
Wobei ich das größte Problem beim Zwang sehen würde. Ich denke, es gäbe wahrscheinlich auch Möglichkeiten, eine gerechtere Gesellschaft anzustreben, ohne Menschen mit Spitzeleien, Androhung von Haftstrafen und Einsperren im eigenen Land zu zwingen, sich einer ganz einheitlichen Gesellschaftsordnung zu unterwerfen.

Für mich persönlich wäre im übrigen die Unfreiheit das größte Problem in der DDR gewesen. Nicht ausreisen zu dürfen, nicht frei seine Meinung sagen zu dürfen, bei "politischem Ungehorsam" immer mit Verhaftung rechnen zu müssen, damit wäre ich nur sehr schwer klar gekommen.
 
Wer zu wenig über die DDR weiß oder wissen will, dem empfehle ich das Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" von Wolfgang Welsch, einem Dissidenten und Fluchthelfer, auf den das DDR-Regime mehrfach Mordanschläge verüben ließ.
Wer dieses Buch gelesen hat (und andere von anderen Verfolgten des Regimes) der neigt nicht mehr dazu, die DDR-Diktatur zu verharmlosen. Da geht einem beim Lesen das Messer in der Tasche auf! :mad:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Welsch_(Fluchthelfer)
 
Wer zu wenig über die DDR weiß oder wissen will, dem empfehle ich das Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" von Wolfgang Welsch, einem Dissidenten und Fluchthelfer, auf den das DDR-Regime mehrfach Mordanschläge verüben ließ.
Das Buch habe ich vor mehreren Jahren gelesen. Außerdem habe ich einige Gedenkstätten in verschiedenen ostdeutschen Städten besucht (z.B. das Stasi-Gefängnis Bautzen und die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße Berlin). Oder man höre sich mal an, wie die Frauen im Frauengefängnis Hoheneck (in Stollberg / Sachsen) gelitten haben. Da bekommt man ganz gut mit, dass die DDR alles andere als ein menschenfreundlicher Wohltäterstaat gewesen war.
 
Hinter den Kulissen ist damals so viel passiert, von dem der friedliche DDR-Bürger keine Ahnung hatte und am besten bis heute nix wissen will.

Beim Barschel-Mord etwa soll die Stasi aktiv tätig gewesen sein, weil Barschel über die Waffenschiebereien zwischen DDR und dem Apartheidsregime in Südafrika Bescheid wußte und die Sache öffentlich machen wollte.
Die westdeutschen Behörden reagierten auf den Mord mit fest zugekniffenen Augen, von oben herab verordnet, um die gerade laufende Entspannungspolitik nicht zu gefährden, wie man einem anderen Buch von einem Polizisten? Forensiker? (nagelt mich nicht fest, hab das Buch vor etlichen Jahren gelesen), der mit in die Ermittlungen eingebunden war, entnehmen konnte.
 
Wohl eher, ob jemand, der bis über die Halskrause mit einem Gemisch von Drogen abgefüllt war (kein freiwilliger Konsum...), überhaupt noch aus eigener Kraft in die Badewanne gefunden hätte. 🙄

Besonders glaubwürdig war der angebliche "Selbstmord" nicht inszeniert.
Erinnert an die diversen Mordanschläge durch russische Agenten in den letzten Jahren, da wußte man auch nie, haben sich die Täter tatsächlich so dämlich angestellt oder wollte der Auftraggeber (wer wohl, frommes Ratespiel) ganz unverblümt seinen "langen Arm" demonstrieren.
 
Aber in dieser gleichgeschalteten Fremdbestimmtheit waren viele Menschen verständlicherweise unglücklich. Die Selbstmordrate in der DDR war sehr hoch, beim Alkohol erreichte die DDR geradezu Weltniveau.

Nach meiner persönlichen Erfahrung und Gesprächen, die ich bis heute unter Bekannten und Verwandten führe, waren die Menschen unzufrieden, aber nicht unglücklich.

Wenn man sich überhaupt keine Sorgen machen muss über Einkommen, Arbeit, Essen, Unterkunft, Krankheit oder Schulden, dann bedeutet das auch ein gewisses Maß an persönlicher Freiheit, was man sich heute nicht mehr vorstellen kann.

Ein Spruch, den jeder Chef oder Vorgesetzte akzeptierte, hieß: "Privat geht vor Katastrophe."

Beim Alkohol muss man ein paar Dinge berücksichtigen. Es gab keine anderen Drogen. Wer auf der Arbeit trank, wurde aufgefangen und durchgeschleppt. Und im Osten wird traditionell mehr getrunken als im Westen.

Im Osten Europas sind auch die Selbstmordraten höher.
https://landkartenindex.blogspot.com/2016/09/europakarte-der-selbstmordrate-in.html
 
Wer zu wenig über die DDR weiß oder wissen will, dem empfehle ich das Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" von Wolfgang Welsch, einem Dissidenten und Fluchthelfer, auf den das DDR-Regime mehrfach Mordanschläge verüben ließ.
Wer dieses Buch gelesen hat (und andere von anderen Verfolgten des Regimes) der neigt nicht mehr dazu, die DDR-Diktatur zu verharmlosen. Da geht einem beim Lesen das Messer in der Tasche auf! :mad:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Welsch_(Fluchthelfer)

Welsch ist ziemlich dubios und hätte auch woanders Probleme bekommen. Da kann man keine realistische Darstellung erwarten.

Dass die Methoden in der DDR nicht rechtsstaatlich waren, wird niemand bestreiten. Das waren die Methoden der CIA aber auch nie.
 
Nach meiner persönlichen Erfahrung und Gesprächen, die ich bis heute unter Bekannten und Verwandten führe, waren die Menschen unzufrieden, aber nicht unglücklich.
Der Ausdruck "die Menschen" suggeriert meiner Ansicht nach aber eine Verallgemeinerung auf alle Menschen in der DDR, und ich denke, man sollte das schon differenzierter sehen. Wenn "die Menschen" (also quasi alle) irgendwie nicht unglücklich gewesen wären, dann hätten wohl doch nicht so viele von ihnen versucht, zu fliehen oder auszureisen. Daher denke ich, dass eben doch nicht alle Menschen dort gleichermaßen "nicht unglücklich" gewesen waren.

Und mir zumindest wäre ein diffuses "nicht unglücklich" zu wenig gewesen. Das klingt für mich schon sehr nach einem sich Einrichten ins Unvermeidliche, wo man sich aus der Not heraus Nischen suchte, um ein wenig "nicht unglücklich" sein zu können.
 
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