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Wobei ich das größte Problem beim Zwang sehen würde. Ich denke, es gäbe wahrscheinlich auch Möglichkeiten, eine gerechtere Gesellschaft anzustreben, ohne Menschen mit Spitzeleien, Androhung von Haftstrafen und Einsperren im eigenen Land zu zwingen, sich einer ganz einheitlichen Gesellschaftsordnung zu unterwerfen.Unsere Welt ist nicht völlig fair und frei, aber erzwungene Gleichheit ist keine bessere Alternative.
Das Buch habe ich vor mehreren Jahren gelesen. Außerdem habe ich einige Gedenkstätten in verschiedenen ostdeutschen Städten besucht (z.B. das Stasi-Gefängnis Bautzen und die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße Berlin). Oder man höre sich mal an, wie die Frauen im Frauengefängnis Hoheneck (in Stollberg / Sachsen) gelitten haben. Da bekommt man ganz gut mit, dass die DDR alles andere als ein menschenfreundlicher Wohltäterstaat gewesen war.Wer zu wenig über die DDR weiß oder wissen will, dem empfehle ich das Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" von Wolfgang Welsch, einem Dissidenten und Fluchthelfer, auf den das DDR-Regime mehrfach Mordanschläge verüben ließ.
Aber in dieser gleichgeschalteten Fremdbestimmtheit waren viele Menschen verständlicherweise unglücklich. Die Selbstmordrate in der DDR war sehr hoch, beim Alkohol erreichte die DDR geradezu Weltniveau.
Wer zu wenig über die DDR weiß oder wissen will, dem empfehle ich das Buch "Ich war Staatsfeind Nr. 1" von Wolfgang Welsch, einem Dissidenten und Fluchthelfer, auf den das DDR-Regime mehrfach Mordanschläge verüben ließ.
Wer dieses Buch gelesen hat (und andere von anderen Verfolgten des Regimes) der neigt nicht mehr dazu, die DDR-Diktatur zu verharmlosen. Da geht einem beim Lesen das Messer in der Tasche auf! :mad:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Welsch_(Fluchthelfer)
Der Ausdruck "die Menschen" suggeriert meiner Ansicht nach aber eine Verallgemeinerung auf alle Menschen in der DDR, und ich denke, man sollte das schon differenzierter sehen. Wenn "die Menschen" (also quasi alle) irgendwie nicht unglücklich gewesen wären, dann hätten wohl doch nicht so viele von ihnen versucht, zu fliehen oder auszureisen. Daher denke ich, dass eben doch nicht alle Menschen dort gleichermaßen "nicht unglücklich" gewesen waren.Nach meiner persönlichen Erfahrung und Gesprächen, die ich bis heute unter Bekannten und Verwandten führe, waren die Menschen unzufrieden, aber nicht unglücklich.
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