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Vergleich Alltag in der DDR und heute!

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Gast

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In der DDR hatte jeder Arbeit, Sozialangst war unbekannt.
Die ärztliche Versorgung war komplett kostenlos und flächendeckend, keine Wartezeiten beim Facharzt.
Der Lebensunterhalt war gesichert durch gestützte Grundnahrungsmittel. Die Mieten betrugen nur etwa 10 % des Einkommens.
In der DDR gab es viele "Beschaffungsprobleme", die Brötchen am Samstag, der Schinken zu Weihnachten, Südfrüchte. Heute ist alles da, viele können das Überangebot nicht bezahlen, können sich nichts leisten.
Heute kann man überall hin reisen, nur wenige können es sich leisten.
In der DDR hatte man Angst vor der Stasi, heute vorm Finanzamt, auch wenn man nichts getan hat. Man ist heute gläsern geworden, der Staat weiß alles von dir, kann sich dein Konto anschauen.
In der DDR gab es keine Angst vor Altersarmut, heute ist diese bereits real.
Ist jemand arbeitslos, muss er erst alles verbrauchen, was er sich zur Altersversorgung angeschafft hat.
In der DDR haben Staat und die Medien den Bürger belogen, heute ist es ebenso, Beispiel nur die Arbeitslosenzahlen.
In der DDR wurden durch das politische Strafrecht Andersdenkende verfolgt,
heute werden Andersdenkende von der Gesellschaft verfolgt, angegriffen und gemobbt, siehe Sarrazin.
In der DDR bewegte sich alles in EINER sozialen Schicht bis auf die paar SED-Bonzen, die es aber kaum besser hatten, in Wandlitz eingemauert. Heute klafft die Schere immer weiter auseinander zwischen arm und reich, die Mittelschicht bricht weg.
Mein Alltag früher war ruhiger, ohne Angst, die Probleme waren klein, heute geht es ums nackte Überleben. Selbst den Zahnarzt kann ich mir nicht mehr leisten, der soziale Absturz ist nicht aufzuhalten. Die Suizide mehren sich.
Der Westen stand 1989 ebenso vorm Absturz wie der Osten. Der Anschluß brachte ihm aber einen neuen Markt, es ging weiter. Einige haben sich daran eine goldene Nase verdient, nun ist der Staat aber ganz am Ende. Nicht etwa durch die Wiedervereinigung, sondern durch die Globalisierung, durch die Euroeinführung, heute zahlt Deutschland die Zeche.

Heute schon an der Tankstelle gewesen? Bei uns Benzin 1,52 €.

Ein Wutbürger
 
Hallo Wutbürger (furchtbares Wort find ich, aber ist ja wurscht😉);

Ich bin auch in der DDR geboren, war aber noch Kind als sie zusammenbrach. Ich lebe inzwischen wieder im Osten - und klar, so wie Du sehen das nicht wenige Leute, vor allem in der Generation meiner Eltern, also Leute, die heute zwischen 50 und 65 sind. Sie haben den größten Teil ihres Lebens in diesem Staat verbracht, sind dort sozialisiert worden - und zum Teil im "neuen Deutschland" nie ganz angekommen.

Da werden immer mal genau solche Vergleiche gezogen a la "Damals hatten wir Geld und es gab nix zu Kaufen, heute gibts alles zu kaufen, aber uns will kein Arbeitgeber, also haben wir kein Geld und können uns nix leisten".

Trotzdem lassen sich die Verhältnisse meiner Meinung nach nicht so einfach auf eine Vergleichsebene hieven. Es ist durchaus ein Unterschied, ob man für seine freie Meinungsäußerung schiefe Blicke erntet oder dafür im Stasi-Knast landet.

Ja, ruhiger war das Leben damals für viele Leute mit Sicherheit. Man KONNTE seinen Job quasi nicht verlieren, selbst wenn man da nicht viel leistete oder mittags schon die Bierflasche geöffnet hat (was ich Dir ausdrücklich NICHT unterstelle, aber sowas gab es eben auch). Mit der Wende kam das Leistungsprinzip, man war selbst für seinen Erfolg verantwortlich. Ist das nun schlecht?
Die Freiheit, die die politische Wende für den Osten brachte, schließt auch die Freiheit zu Scheitern ein. Wie jede Freiheit übrigens. Für alle, die - aus welchen Gründen auch immer gescheitert sind - ist das System daher oft pauschal "schlecht".

Wiedervereinigung bzw. Globalisierung hin oder her - das ändert nichts daran, dass man als Einzelner selbst seinen Weg meistern muss. Mir ist klar, dass über 50-Jährige, die das gern tun wollen, oft am Arbeitsmarkt scheitern. Das ist ohne Frage bitter. Trotzdem: beim Vergleich zwischen dem DDR-Alltag und der heutigen Zeit muss einem auch auffallen, wie schizophren Ersterer teilweise war. Normale Alltagsartikel als Bückware? Mieten von 30 Mark pro Monat? Altstädte, die buchstäblich zusammenfielen? Für einen politischen Witz den Kopf riskieren? Leere Riten a la Fahnenappelle und Strammstehen in der Schule? Auch das war Alltag in der DDR. Ich würd ihn nicht wiederhaben wollen.
 
In der DDR hatte jeder Arbeit was nicht stimmt, Sozialangst war unbekannt. das schon
Die ärztliche Versorgung war komplett kostenlos und flächendeckend, jepp keine Wartezeiten beim Facharzt. (das ist Quark, gewartet hat man überall udn auf alles, mitunter einen ganzen Tag)
Der Lebensunterhalt war gesichert durch gestützte Grundnahrungsmittel. Die Mieten betrugen nur etwa 10 % des Einkommens. jepp
In der DDR gab es viele "Beschaffungsprobleme", die Brötchen am Samstag das nun nicht unbedingt, der Schinken zu Weihnachten, Südfrüchte. Heute ist alles da, viele können das Überangebot nicht bezahlen, können sich nichts leisten.
Heute kann man überall hin reisen, nur wenige können es sich leisten.jepp
In der DDR hatte man Angst vor der Stasi, heute vorm Finanzamt, auch wenn man nichts getan hat. auch vor der Stasi musste man sich in Acht nehmen, auch wenn man nichts getan hat bzw. das "nichts tun" anders definierte, das Finanzamt ist noch nie zum peinlichen Verhör auf meiner Arbeitsstelle erschienen, es hat mioch noch nie bedroht oder geschlagen

Man ist heute gläsern geworden, der Staat weiß alles von dir, kann sich dein Konto anschauen.
In der DDR gab es keine Angst vor Altersarmut, heute ist diese bereits real.jepp
Ist jemand arbeitslos, muss er erst alles verbrauchen, was er sich zur Altersversorgung angeschafft hat.
In der DDR haben Staat und die Medien den Bürger belogen, heute ist es ebenso, Beispiel nur die Arbeitslosenzahlen.
In der DDR wurden durch das politische Strafrecht Andersdenkende verfolgt,
heute werden Andersdenkende von der Gesellschaft verfolgt, angegriffen und gemobbt, siehe Sarrazin. Sarrazin ist der Andersdenkende, der gemobbt und angegriffen wird.
In der DDR bewegte sich alles in EINER sozialen Schicht bis auf die paar SED-Bonzen, die es aber kaum besser hatten, in Wandlitz eingemauert. Heute klafft die Schere immer weiter auseinander zwischen arm und reich, die Mittelschicht bricht weg.
Mein Alltag früher war ruhiger, ohne Angst, die Probleme waren klein, heute geht es ums nackte Überleben. Selbst den Zahnarzt kann ich mir nicht mehr leisten, der soziale Absturz ist nicht aufzuhalten. Die Suizide mehren sich.
Der Westen stand 1989 ebenso vorm Absturz wie der Osten. Der Anschluß brachte ihm aber einen neuen Markt, es ging weiter. Einige haben sich daran eine goldene Nase verdient, nun ist der Staat aber ganz am Ende. Nicht etwa durch die Wiedervereinigung, sondern durch die Globalisierung, durch die Euroeinführung, heute zahlt Deutschland die Zeche.

Heute schon an der Tankstelle gewesen? Bei uns Benzin 1,52 €.

Ein Wutbürger

Und weiter?

Ich empfehle, auf China zu sparen. Oder Kuba?
 
Ja, ja, im Osten war alles besser... 🙄

Warum sind dann so viele unter Einsatz ihres Lebens geflohen? Warum sind bei den Montags-Demos mehr und mehr Menschen auf die Straße gegangen?

Ich kann diese Ostalgie nicht mehr hören.
 
In der DDR hatte jeder Arbeit, Sozialangst war unbekannt.
Die ärztliche Versorgung war komplett kostenlos und flächendeckend, keine Wartezeiten beim Facharzt.
Der Lebensunterhalt war gesichert durch gestützte Grundnahrungsmittel. Die Mieten betrugen nur etwa 10 % des Einkommens.
In der DDR gab es viele "Beschaffungsprobleme", die Brötchen am Samstag, der Schinken zu Weihnachten, Südfrüchte. Heute ist alles da, viele können das Überangebot nicht bezahlen, können sich nichts leisten.
Heute kann man überall hin reisen, nur wenige können es sich leisten.
In der DDR hatte man Angst vor der Stasi, heute vorm Finanzamt, auch wenn man nichts getan hat. Man ist heute gläsern geworden, der Staat weiß alles von dir, kann sich dein Konto anschauen.
In der DDR gab es keine Angst vor Altersarmut, heute ist diese bereits real.
Ist jemand arbeitslos, muss er erst alles verbrauchen, was er sich zur Altersversorgung angeschafft hat.
In der DDR haben Staat und die Medien den Bürger belogen, heute ist es ebenso, Beispiel nur die Arbeitslosenzahlen.
In der DDR wurden durch das politische Strafrecht Andersdenkende verfolgt,
heute werden Andersdenkende von der Gesellschaft verfolgt, angegriffen und gemobbt, siehe Sarrazin.
In der DDR bewegte sich alles in EINER sozialen Schicht bis auf die paar SED-Bonzen, die es aber kaum besser hatten, in Wandlitz eingemauert. Heute klafft die Schere immer weiter auseinander zwischen arm und reich, die Mittelschicht bricht weg.
Mein Alltag früher war ruhiger, ohne Angst, die Probleme waren klein, heute geht es ums nackte Überleben. Selbst den Zahnarzt kann ich mir nicht mehr leisten, der soziale Absturz ist nicht aufzuhalten. Die Suizide mehren sich.
Der Westen stand 1989 ebenso vorm Absturz wie der Osten. Der Anschluß brachte ihm aber einen neuen Markt, es ging weiter. Einige haben sich daran eine goldene Nase verdient, nun ist der Staat aber ganz am Ende. Nicht etwa durch die Wiedervereinigung, sondern durch die Globalisierung, durch die Euroeinführung, heute zahlt Deutschland die Zeche.

Heute schon an der Tankstelle gewesen? Bei uns Benzin 1,52 €.

Ein Wutbürger

Dafür waren die Opportunitätskosten in der DDR aber relativ hoch.
 
Mag sein das es auf beiden Seiten Dinge gab vor Maueröffnung die viel besser waren als hinterher.
Jetzt ist es zu spät irgend etwas rückgängig zu machen.
Das Leben ist für beide Seiten nicht besser geworden.
 
Das ist richtig, das Leben ist für beide Seiten schwerer geworden.

Deshalb trauer ich der DDR-Mentalität nach, der Solidarität untereinander, der gegenseitigen Hilfe. Hier half wirklich einer dem anderen, aus Sch.... musste man Gold machen.

Heute macht jeder die Tür hinter sich zu, jeder lebt sein eigenes Leben ohne Rücksicht auf andere. Es geht nur noch um Rendite, angefangen vom kleinen Sparer bis zum Manager. Jeden Tag liest man in der Zeitung von Intoleranz, Mobbing, Mord und Totschlag.

In der Wirtschaft ist es ein Verdrängungswettbewerb, die kleinen Betriebe und Betriebe im Osten können ein Lied davon singen. Ich meine damit nicht den freien Wettbewerb in der Leistungsgesellschaft, das ist unser Motor.

Ich war 40 Jahre ein Opfer des SED-Regimes, der Staat nahm mir meine Kindheit. Diese Gesellschaft heute nimmt mir die Würde, grenzt mich 20 Jahre als Osthersteller aus. An den Produkten liegt es nicht, es liegt an der Himmelsrichtung und das ist ganz bitter.

Ich habe immer gekämpft, mich voll eingebracht und Arbeitsplätze geschaffen, jetzt verlässt mich die Kraft, es ist nur noch Angst da.
 
Nun ja, ich habe zwar 34 Jahre in der DDR gelebt, aber die Stasi hat mich niemals geschlagen oder eingesperrt.

Ganz anders jedoch das Finanzamt dieses Staates.

Ich wurde nach der Wende aufgefordert, rückwirkend Kirchensteuer zu entrichten oder nachzuweisen, wann ich aus der Kirche ausgetreten bin.

Das konnte ich jedoch nicht, da ich nicht getauft wurde und niemals Kirchenmitglied war, was ich ihnen auch mitgeteilt habe.

Daraufhin hat das Finanzamt Erzwingungshaft beantragt und wollte mich in den Knast stecken.

Und das war keineswegs meine einzige negative Erfahrung mit den heutigen Behörden.

In der DDR wurde ich niemals derart unverschämt behandelt, obwohl ich jedes Jahr einen Ausreiseantrag in den Westen gestellt hatte, um meinen Vater in München zu besuchen.
 
"Man KONNTE seinen Job quasi nicht verlieren, selbst wenn man da nicht viel leistete oder mittags schon die Bierflasche geöffnet hat ..."

FALSCH!

Man konnte in der DDR sehr wohl wegen Arbeitsbummelei oder dergleichen entlassen werden. Das wurde in die Kaderakte eingetragen und verfolgte denjenigen bei der nächsten Bewerbung um einen neuen Arbeitsplatz.

"Mit der Wende kam das Leistungsprinzip ..."

AUCH FALSCH!

Ich habe 34 Jahre in der DDR gelebt und dort gearbeitet.

Jetzt lebe ich bereits fast 29 Jahre in diesem Staat und habe hier gearbeitet.

Daher kann ich gut zwischen beiden Arbeitswelten vergleichen.

Es gibt heutzutage Menschen, die zwar ein großes Mundwerk, aber mit Leistung nicht viel im Sinn haben.
 
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In der DDR gab es viele "Beschaffungsprobleme", die Brötchen am Samstag, der Schinken zu Weihnachten, Südfrüchte. Heute ist alles da, viele können das Überangebot nicht bezahlen, können sich nichts leisten.
Heute kann man überall hin reisen, nur wenige können es sich leisten.
In der DDR hatte man Angst vor der Stasi, heute vorm Finanzamt, auch wenn man nichts getan hat. Man ist heute gläsern geworden, der Staat weiß alles von dir, kann sich dein Konto anschauen.
In der DDR gab es keine Angst vor Altersarmut, heute ist diese bereits real.
Ist jemand arbeitslos, muss er erst alles verbrauchen, was er sich zur Altersversorgung angeschafft hat.
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In der DDR wurden durch das politische Strafrecht Andersdenkende verfolgt,
heute werden Andersdenkende von der Gesellschaft verfolgt, angegriffen und gemobbt, siehe Sarrazin.
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Mein Alltag früher war ruhiger, ohne Angst, die Probleme waren klein, heute geht es ums nackte Überleben. Selbst den Zahnarzt kann ich mir nicht mehr leisten, der soziale Absturz ist nicht aufzuhalten. Die Suizide mehren sich.
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Ein Wutbürger

So sehe ich das ebenfalls.
 
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