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Vegane Ernährung: Gesunder Trend oder Mangelernährung?

Ich beschäftige mich schon seit langer Zeit mit Ernährung, insbesondere mit veganer Ernährung. Ich bin zwar kein Experte, aber ich glaube, dass es besser ist, keine Tiere abzuschlachten.

Vegan ist Klasse !!!

Da der Mensch ein echter Allesfresser ist, kann er sich bestimmt auch rundum vegan ernähren.
Ich kenne ein paar Leute die das durchziehen und noch recht gesund aussehen ....

Abgesehen davon ist es von der Ökobilanz her erheblich besser wenn möglichst viele Menschen möglichst viel Grünzeugs zu sich nehmen, anstatt Fleisch zu futtern .....

Was das Abschlachten anbelangt ..... besser erst gar nicht züchten und mästen - und das steuern wir nur über die Nachfrage:

Weniger Fleischfresser - weniger Absatz, weniger Nachfrage - weniger Produktion.

Stellt sich nur die Frage was wirklich besser ist:

Ein relativ kurzes Leben als wohlgenährtes und unter Umständen auf einem Biohof gehegtes Stück Mastvieh, oder gar kein Leben ....
 
"Einen Cheeseburger zu konsumieren, bedeutet Glück für den einen und Unglück für den anderen. (Im Mindesten ein Bolzenschuss.)

Kein Lebewesen bekommt gerne einen Bolzen in sein Gehirn geschossen.
_Tsunami_"

Hab dieses Zitat von TS aus einem anderen Faden.

Wenn es, wie TS bereits erwähnt hat, (aus ernährungsphysiologischer Sicht) gute Alternativen zum Verzehr von Fleisch gibt, frage ich mich, warum ich zumindest aus ethischen Gründen nicht langsam aussteige und mich vegetarisch ernähre.
 
Von den Kosten her ist eine gesunde vegetarische oder vegane Ernährung billiger als eine gesunde Ernährung mit Fleisch. Fleisch ist eben teuer, selbst das "billige" Fleisch. Ernährt man sich vegetarisch, so darf man nicht nur Tofu sehen, der auch teuer ist. Da gibt es viele günstige Alternativen. Aus Bohnen, Linsen, Hülsenfrüchten, Reis und vielem Gemüse kann man auch gute warme Mahlzeiten zaubern. Man darf Früchte auch nicht vergessen, diese gehören allerdings, meiner Meinung nach, zu jeder Art von Ernährung dazu.

Am Besten, vom Budget her, fährt man allerdings immer noch mit ungesunder Ernährung. Ich konnte sehr viel Geld sparen, als ich mich ein Zeit lang von Tiefkühlpizza, billigem Brot, Fleisch- und Wurstaufstrichen und Chips ernährt habe.

Ich war eigentlich immer müde und Kraft hatte ich auch keine. Auch hatte ich ein hübsches Bäuchlein entwickelt. Und wenn ich etwas gegessen hatte, so blähte sich mein Bauch regelrecht auf.

Nun ernähre ich mich anders und fühle mich besser. Das Bäuchlein ist nun wieder so, wie ich es immer gerne hatte. Durch Training gibt es nun auch ein paar schöne Bauchmuskeln. Der Bauch bläht sich nicht mehr auf nach dem Essen. Man sollte sein Geld wo anders sparen, denke ich.

Man muss eben bei bestimmten Lebensmitteln passen. So toll schmecken Kuchen, Torten oder Schokolade nun auch wieder nicht. Zumindest finde ich, dass es so ist. Dieses süße Zeug ist wohl das Schlechteste, was man dem Körper antun kann. Da macht sogar ein Cheeseburger mehr Sinn.
 
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Am Besten, vom Budget her, fährt man allerdings immer noch mit ungesunder Ernährung. Ich konnte sehr viel Geld sparen, als ich mich ein Zeit lang von Tiefkühlpizza, billigem Brot, Fleisch- und Wurstaufstrichen und Chips ernährt habe..

Sehe ich nicht so. Selbstgemachte Pizza ist um einiges billiger wie fertige, ebenso wie Brot. Gemüsesuppen und Gemüsegerichte sind sowieso viel billiger , wenn man sie selber macht ebenso , wie Salat. Auch ein selbstgemachter Pfannkuchen kostet nicht.
Es ist eben ein Zeitaufwand.

Gut , Wurst kann man nicht selber machen, es sei denn man veranstaltet eine Hausschlachtung.



Man muss eben bei bestimmten Lebensmitteln passen. So toll schmecken Kuchen, Torten oder Schokolade nun auch wieder nicht. Zumindest finde ich, dass es so ist. Dieses süße Zeug ist wohl das Schlechteste, was man dem Körper antun kann. Da macht sogar ein Cheeseburger mehr Sinn.

Ich esse auch die Süssigkeiten ganz gerne. Mir machen sie gewichtstechnisch nichts aus (Zumindest passen die Klamotten, die ich vor 18 Jahren mal in London gekauft habe immer noch) . Nach einer Tafell Schokolande (allerdings erst zum Nachtisch) fühle ich mich echt wohl.

Wobei ich eigentlich nur braune oder bittere Schokolade echt gerne mag, Chips + Co überhaupt nicht.
 
Ich esse Fleisch und ich tue es gerne. Aber ich achte sehr darauf, was ich esse und wie viel davon. Ich kann nicht völlig auf Fleisch verzichten, aber ich nehme wenig davon zu mir. Meine Eltern kaufen auch nur teures Fleisch vom Biobauernhof, wo man weiß, woher das Tier kommt. Das kostet zwar zehnmal mehr, als im Supermarkt, ist es aber wert.

Auf Milch und Eier kann ich auch nicht verzichten. Ich habe es mal versucht, aber es hat nicht geklappt. Und ich liebe Käse dafür einfach viel zu sehr. Und eine schöne große Portion Rühreier nach einer durchgefeierten Nacht, mit einer großen Tasse Kaffee und frischen Brötchen ist für mich einfach immer noch unvergleichlich 😉.

Dafür bemühe ich mich, Kosmetik und Hygieneartikel zu benutzen, die frei von Tierversuchen sind. Geht ganz schön ans Geld, aber das ist es mir wert. Selbst wenn da teilweise das zehnfache dafür draufgeht, als bei anderen. Dafür lese ich auch regelmäßig nach, welche Hersteller keine Tierversuche machen.

Die Ernährungsumstellung ist denke ich bei einer veganen Lebensweise sehr groß. Und die Gesellschaft ist leider noch nicht so richtig darauf eingestellt, sieht man ja schon in Restaurants. Zu einer Mangelernährung kann es aber immer kommen. Die gibt es unter Fleischessern, Veganern und Vegetariern. Veganer müssen nur das ausbalancieren, was sie weg lassen, aber genau da liegt oft der Knackpunkt. Es ist auch ein schwieriges Modell, wenn man in einer Großfamilie lebt und dann eines der Kinder z. B. sich dazu entschließt, Veganer zu werden. Und dass da viele Mütter sagen, sie haben nicht den Nerv, gesondert noch zusätzlich für einen Veganer zu kochen, kann ich verstehen. Aber zwingen sollte man gleichzeitig auch niemanden, gegen seine gewünschte Einstellung zu leben.

Aber wie einige schon angesprochen haben, das Thema "moralisch korrekt" ist weitreichender: Chemisch gespritztes Obst und Gemüse, abgezockte Bauern und Tierversuche. Ich kenne eine Veganerin, die jeden als nicht politisch korrekt hinstellt, der Fleisch isst, aber dann benutzt sie Kosmetik- und Hygieneprodukte, bei denen bekannt ist, dass die Tierversuche machen und kauft ihre Kleidung von Anbietern, bei denen auch bekannt ist, dass die nicht so politisch korrekt sind und die Menschen, die die machen, abgezockt werden. So eine Haltung wie besagtes Mädel hat, ist naiv und irgendwie dumm. Sorry für die harten Worte.

Ich hasse es, wenn man als unmoralisch hingestellt wird, nur weil man nicht Vegetarier ist oder vegan lebt. Ich beziehe das übrigens jetzt nicht auf den Thread hier, sondern ganz allgemein, weil ich leider schon viele Vegetarier und Veganer kennen lernen durfte, die aus gemütlichen Film- oder Spieleabende ganze Diskussionen gestartet haben, bei denen dann am Ende jeder säuerlich war, weil die nicht aufhören konnten und wo die einen hingestellt haben, als wäre man ein Ungetüm. Aber dann eben gleichzeitig Billigklamotten kaufen und "politisch unkorrekte" Kosmetik benutzen. 🙄

Ich sehe das so: alles was mein Körper verwerten kann und nach dem er Hunger hat, ist gut für mich, wenn ich es natürlich in der richtigen Menge und bedacht esse.

Ich zolle meiner Nahrung Respekt. Ich weiß, dass dahinter Arbeit und Leben steckt. Gemüse und Obst ist auch schon Leben.

Wenn ich sterbe und mich nicht verbrennen lasse, dann werde ich ja für die Bakterien und für die Maden auch wieder Nahrung.

Ich habe sehr großen Respekt vor Leuten, die es schaffen, vegan zu leben und vielleicht auch noch andere moralische Aspekte des Lebens bei Hygiene, Kosmetik, Kleidung und anderen Dingen beachten. Solche kenne ich auch und ich versuche von ihnen immer meinen Horizont erweitern zu lassen und mir Input zu holen. Diese Leute machen aber auch kein großes Tamtam um ihre Lebenseinstellung und müssen Anderslebende nicht zurechtweisen oder mit dem moralischen Zeigefinger kommen. Es gibt nunmal leider auch diese Schwätzer und die das fast zum Trend verkommen lassen. Ist zumindest bei einigen Leuten mein Gefühl.

Ich habe mal einen interessanten Artikel über das Thema gelesen (ist schon länger her) und da hat der Schreiber die Theorie aufgestellt, dass Vegetarier-sein für manche "out" ist und weniger rebellisch als früher und das Veganertum nun dafür herhalten muss, weil man sich dadurch abhebt. Und wenn ich mir besagte Leute in meinem Umfeld ansehe, bringt mich das sehr zum Nachdenken. Die denken manchmal kaum ganzheitlich und glauben oft, wenn man auf Fleisch, Milch, Eier etc. verzichtet, ist es damit getan. Und dann müssen sie es ständig betonen und breit treten.

Es ist in meinen Augen nicht okay, wenn jemand vor mir steht, der sich jeden Tag unmengen von Billigfleisch reinzieht, ohne darüber nachzudenken, woher es kommt. Aber da hat jeder andere Grundsätze und Grenzen. Der finanzielle Aspekt spielt nunmal leider auch eine Rolle. Gutes, nahrhaftes und vollwertiges Essen ist einfach teurer.

Ich verstehe nur nicht, warum man gerade Menschen phasenweise bestimmte Vorwürfe macht. In der freien Natur jagen Raubtiere sich auch ihre Beute und denen ist es gleichgültig, ob es dabei Schmerzen hat oder stirbt und manchmal verspeisen sie nur die Hälfte davon. Es liegt in ihrer Natur. Ob es nun auch wirklich in der Natur des Menschen liegt, sei dahingestellt, aber Fakt ist, man kann Fleisch essen, es verdauen und einige haben ein gewisses Verlangen danach.

Ich kenne sogar zwei Veganer, die ganz offen sagen, dass sie auf Fleisch verzichten, weil ihnen die Tiere leid tun, sie aber Fleisch an sich gerne mögen und essen. Auf Milch und Eier können sie schon leichter verzichten. Ich denke, es gibt nicht umsonst diese ganzen Tofu-Würstchen, und Tofu-Schnitzel usw.

Und dann treffe ich Hundebesitzer, die ihre Hunde allen ernstes mit Tofu ernähren. Ja. 🙄 Oder vor einiger Zeit (kann auch schon Jahre her sein) haben irgendwelche Aktivisten versucht, irgendein Raubtier mit Tofu zu ernähren, um zu beweisen, dass es theoretisch möglich wäre, was dann aber kläglich gescheitert ist. Und nein, ich rede hier nicht von dieser gewissen Futurama Folge 😀.

Das ist dann so ein Punkt, der mich richtig nervt. Die Hunde sahen übrigens richtig übel aus und später wurden sie zum Glück den Besitzern weg genommen. Wenn mir jemand nicht zuvor gekommen wäre, hätte ich was getan.

Aus reinem Interesse hier gefragt: Eine Veganerin meinte mal zu mir, dass es "Abstufungen" gibt. Also auch die Stufe, die z. B. nichts isst, was gekocht oder weiterverarbeitet wurde. Und die Stufe drauf sind dann die Vertreter, die nur Sachen essen, die die Natur ihnen geschenkt hat, also z. B ein Apfel, der vom Baum erst runtergefallen ist. Wenn man den vom Ast pflückt, wäre das für diese Vertreter nicht okay. Sind dass dann diese "Rohköstler"? Das war jetzt auch kein Scherz von dieser Veganerin oder so, die hat mir das ernsthaft erklärt und es interessiert mich, ob das stimmt, weil sie es auch nicht genau wusste.
 
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Und die Stufe drauf sind dann die Vertreter, die nur Sachen essen, die die Natur ihnen geschenkt hat, also z. B ein Apfel, der vom Baum erst runtergefallen ist. Wenn man den vom Ast pflückt, wäre das für diese Vertreter nicht okay. Sind dass dann diese "Rohköstler"?.

Das sind sogenannte "Frutarier". Die essen sogar nichts, wofür eine Pflanze "getötet" wurde bspw. Möhren.
Irgendwie finde ich, kann man alles übertreiben...😕
So ernähren sich Frutarier | EAT SMARTER

Rohköstler essen, soweit ich weiß, nichts Gekochtes (Nena ernährt sich und ihre Familie schon seit Jahren so).
 
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Das sind sogenannte "Frutarier". Die essen sogar nichts, wofür eine Pflanze "getötet" wurde bspw. Möhren.
Irgendwie finde ich, kann man alles übertreiben...😕
So ernähren sich Frutarier | EAT SMARTER

Rohköstler essen, soweit ich weiß, nichts Gekochtes (Nena ernährt sich und ihre Familie schon seit Jahren so).


Wunderbar, danke für die schnelle Antwort. Und wieder was dazugelernt 🙂. Ich hatte bisher geglaubt, Rohköstler und Frutarier wären mehr oder weniger das gleiche.

Liest sich ziemlich anstrengend, sich so zu ernähren und ich bin mir trotz des im Artikel erwähnten Bluttests nicht sicher, ob es auf Dauer gesund ist.

Was mich einmal ein wenig schockiert hat war, dass die beste Freundin meiner Mutter mir mal erzählt hat, dass sie eine Kundin hat, die wahrscheinlich Frutarier ist. Auf jeden Fall hat sie diese Lebensweise auch so beschrieben, auch das mit den Möbeln und meinte dann so, dass die ihr Obst auch nicht wäscht, weil das wieder eine "Weiterverarbeitung" wäre. Die Kundin trinkt auch kaum was, weil sie sagt, dass sie das nicht tun muss, weil sie im Gegensatz zu anderen den Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über das Obst abdeckt und das viele Anhänger so machen. 😕

Ich habe dann mal irgendwo gelesen, dass manche Anhänger auch in Kauf nehmen, die Insekten möglicherweise mitzuessen, wenn die das Obst nicht waschen, weil das dazugehört. Es war aber nicht klar definiert, ob das nun Rohköstler oder Frutarier sind, doch ich vermute eher Rohköstler, denn so ein Verhalten würde ja gegen die Lebensweise der Frutarier verstoßen.
 

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