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Vegane Ernährung: Gesunder Trend oder Mangelernährung?

Sorry, Andreas900, aber das kann ich als jemand, der
seit fast 25 Jahren weitestgehend vegan isst, nicht
bestätigen - ich gebe dir aber insofern recht, dass man
sich gut informieren muss und auch in Erfahrung bringen,
in welchen pflanzlichen Lebensmitteln welche Nährstoffe
enthalten sind und welche davon man in welcher Menge
benötigt. Der einzige wirklich kritische Nährstoff ist das
Vitamin B12, aber da gibt es sehr preiswerte Präparate
in der Apotheke oder dem Drogeriemarkt. Und je nach-
dem, was man so isst oder wie man so lebt, muss man
eben noch auf Zink, Eisen, Jod und Calcium achten.
Aber auch das ist ja kein Hexenwerk.

Gruß, Werner

So eine Ernährungsumstellung und die ganz bewusst und gut hinzubekommen,
das ist aber nicht für jeden Menschen etwas. Einstellung und Lebensbedingungen spielen eine grosse Rolle.
Und so Präperate, die würde ich in gesundem Zustand auch nicht wollen. Lieber alles natürlich.

Gruss!
Landkaffee
 
Und so Präperate, die würde ich in gesundem Zustand auch nicht wollen. Lieber alles natürlich.

Beim Vitamin B12 gibts leider keine natürliche
und nicht-tierische Quelle (außer du möchtest
große Mengen Bier trinken - da sind geringe
Mengen davon enthalten wegen der Gärbakte-
rien). Oder du musst Käfer, Larven, Spinnen
etc. essen - in deren Gedärm ist auch ein wenig
Vitamin B12 enthalten 🙂
 
Vitamin B12

Nur ein kleines Vitamin und dennoch über Tod und Leben entscheidend. Wenn man nicht vorzeitig dement bzw. neurologische Schäden davontragen will, dann gehört es zum Grundwissen eines jeden Veganers, dass Vitamin B12 lebensnotwendig ist. Weder Mensch, noch Tier oder Pflanze können Vitamin B12 herstellen. Es wird nur durch bestimmte Mikroorganismen hergestellt, welche sich im Erdreich und/oder Darm eines Lebewesens befinden. Insofern kann eine ausreichende Versorgung an Vitamin B12 heutzutage nur auf zwei Arten erfolgen - entweder man versorgt sich mit synthetisch hergestelltem B12 oder man isst irgendwelche Lebewesen.

Besonders reichhaltig an B12 sind die Innereien eines Lebewesens, im Speziellen die Leber. Nicht nur die Leber eines Schweines ist ein reichhaltiger Speicher für B12, sondern auch die Leber eines Menschen.

Bei meinem ersten Versuch, mich vegan zu ernähren, hatte ich mir recht hochwertige B12-Tabletten bestellt, aber niemals benutzt. Alternativ hätte ich auch hin und wieder Kalbsleber essen können. Die ist aber ziemlich teuer und außerdem widerspricht das dem Gedanken des Projekts.

Habe einfach eine recht starke Aversion gegen jegliche Einnahme von Pillen/Tabletten - Würgreiz und so. Nach meinen neuesten Recherchen scheint mir eine Einnahme von Methylcobalamin in Tropfenform das Naheliegendste zu sein.
 
Bei meinem ersten Versuch, mich vegan zu ernähren, hatte ich mir recht hochwertige B12-Tabletten bestellt, aber niemals benutzt. Alternativ hätte ich auch hin und wieder Kalbsleber essen können. Die ist aber ziemlich teuer und außerdem widerspricht das dem Gedanken des Projekts.

Habe einfach eine recht starke Aversion gegen jegliche Einnahme von Pillen/Tabletten - Würgreiz und so. Nach meinen neuesten Recherchen scheint mir eine Einnahme von Methylcobalamin in Tropfenform das Naheliegendste zu sein.

Ich hatte lange auch extreme Schluckbeschwerden bei
Tabletten - bis ich einen einfachen Trick herausfand:
einfach eine Trockenfrucht weichkauen, die Tablette
mitten hinein und schlucken - hätte ich als Kind schon
wissen müssen 🙂 ... beim B12 kann man die Tablette
auch gut zermörsern und in was anderes (kaltes) hin-
einrühren.

Was die "Qualität" betrifft, habe ich die Information,
dass es nur noch zwei Hersteller weltweit gibt, die zu-
dem mit identischem Verfahren arbeiten. Die Preisun-
terschiede sind also kaum auf die "Qualität" zurückzu-
führen 😉

Aber danke für deine ausführliche "Ermahnung", die
ich nur unterschreiben kann. Wobei es für Veganer,
die absolut keine "künstlich" hergestellten Vitamine
zu sich nehmen möchten, eine Möglichkeit sein, die
Leber eines bereits (frisch) verstorbenen Wildtieres
zu essen. Wobei mir persönlich da die Tabletten doch
lieber sind.

Achja - per Injektion kann man das auch zuführen
lassen (bzw. Infusion). Kostet um die 50 Euros beim
Arzt.
 
Ich mag ebenfalls Fleisch.

Eine gute Haltung ist mir aber sehr wichtig!
Außerdem esse ich nur noch selten Fleisch, dafür aus guter Zucht und Haltung.

Gibt mir einfach ein besseres Gefühl!
 
Ich mag ebenfalls Fleisch.

Eine gute Haltung ist mir aber sehr wichtig!
Außerdem esse ich nur noch selten Fleisch, dafür aus guter Zucht und Haltung.

Gibt mir einfach ein besseres Gefühl!

Kann ich nachvollziehen.

Ich selbst fühle mich gerade gut damit, mich vorwiegend bzw. hauptsächlich pflanzlich zu ernähren. Das mag sich natürlich irgendwann mal ändern. Das weiß ich nicht.


Ernährungsbericht

Frühstück: Zwei Brötchen bestrichen mit Pesto Arrabiata

Mittagessen: Brokkoli-Kartoffel-Gratin

Abendessen: Mercimek (ohne Brot, mit Gemüse) und eine vegetarische Nudel-Box (mit reichlich Sriracha)


Nochmal Vitamin B12

Was die "Qualität" betrifft, habe ich die Information,
dass es nur noch zwei Hersteller weltweit gibt, die zu-
dem mit identischem Verfahren arbeiten. Die Preisun-
terschiede sind also kaum auf die "Qualität" zurückzu-
führen 😉

Das mit dem "hochwertig" / "Qualität" war wohl auch in die falsche Wortkiste gegriffen. Sollte nur heißen, dass ich mir das B12 gekauft hatte, welches den besten Eindruck machte bzw. die besten Bewertungen auf amazon.de hatte.

Nach meiner letzten Recherche gibt es tatsächlich drei verschiedene Formen von Cobalamin / B12, welche hergestellt werden - Hydroxocobalamin, Cyanocobalamin und Methylcobalamin. Und dem nach, was ich im Internet recherchieren konnte, ist Methylcobalamin die Form von Cobalamin / B12, welche vom menschlichen Körper direkt bzw. am Besten verwertet werden kann. Und diese Form von Cobalamin / B12 gibt es auch in Tropfenform, was mir sehr entgegen kommt, wobei mein B12-Speicher zur Zeit noch relativ gut aufgeladen sein dürfte.
 
Vegetarier haben es da leichter: Käse, Milchprodukte, Eier.

Vielleicht werden irgendwann mal auch Bakterien gezüchtet, die reichlich bzw. genug Vitamin B12 produzieren und die sich freuen würden, den menschlichen Magen besiedeln zu dürfen - und zu können - oder, bestimmt einfacher, den Dünndarm.

An sich gibt es die schon; nur, nicht jeder hat sie und es ist fraglich, ob man sich auf sie verlassen kann.

Aber gut möglich, dass man eines Tages einen Löffel spezieller Bakterien zu sich nimmt und das Thema Vitamin B12 abhaken darf - zumindest was die Seite der Zufuhr betrifft.
 
Vielleicht werden irgendwann mal auch Bakterien gezüchtet, die reichlich bzw. genug Vitamin B12 produzieren ...

... dieser Teil deines Wunsches ist ja schon erfüllt (seit
den 1950er-Jahren, wenn ich richtig informiert bin) -
das B12, das man in Präparaten findet, wurde nämlich
von Bakterien hergestellt. Früher musste man Unmengen
von Schweine züchten, nur um aus deren Leber Vitamin
B12 für diejenigen zu haben, die es sonst nicht aufneh-
men konnten.

Und wir haben auch solche Bakterien im Darm, nur leider
"zu weit hinten" und dort wird das Vitamin nicht mehr auf-
genommen. Dies könnte einer der Gründe sein, warum
manchmal Menschen Kot essen.
 

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