Ja, man kan sich mit Vielem befassen, viele Abläufe und Zusammenhänge verstehen, ist ja auch interessant und lehrreich, aber Jammern muss man eigentlich nicht, obwohl es manchmal wohl einfach dazugehört. Vom Jammern geht die Welt nicht unter, wird davon aber auch nicht besser.
Wo wir dann beim Thema Beitrag zur Gesellschaft und Weltverbesserung wären. Im Grunde leistet jeder einen Beitrag zur Gesellschaft. Es ist sogar nahezu unmöglich, keinen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Die Gesellschaft braucht und will bestimmte Produkte, Dienstleistungen und Fürsorge - und in diesem System stecken wir ja alle drin. Sei es beispielsweise durch den Beruf oder dadurch, dass wir einfach Teil verschiedenster Beziehungen sind. Wir kümmern uns ständig darum, dass unsere Gesellschaft, natürlich auch wir selbst, mit dem Benötigten an Gütern, Dienstleistungen und Fürsorge versorgt werden. Insofern funktioniert das System "Beitrag zur Gesellschaft" auf jeden Fall schon mal. Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob man an diesem System irgendwas verbessern könnte oder sollte.
Hier wären wir dann beim Punkt Welt- bzw. Systemverbesserung. Hierzu habe ich verschiedene Ansichten. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass wir unser System bemängeln, genauso aber auch, dass wir sagen, dass das System genau richtig ist, wie es ist. Beides schließt sich auch nicht aus, weil es Momente gibt, wo uns etwas stört und dann eben wieder Momente, wo wir uns sagen, dass das schon alles passt.
Im Großen und Ganzen, also evolutiv gesehen, würde ich sagen, dass sich die Welt von "ganz alleine" verbessert, maßgeblich durch den technologischen Fortschritt, den zunehmenden Wohlstand, höheres Bewusstsein, besseres Wissen und die zunehmende globale Vernetzung in allen Bereichen des Lebens. Es gibt weltweit im Bereich des Internets, der Wissenschaft und Technik ein paar faszinierende "Eigendynamiken", die keinesfalls auf einen Einzelnen zurückzuführen sind, aber dennoch jeden Einzelnen betreffen. Wir leben in überaus spannenden Zeiten exponentialer Entwicklungen.
Natürlich verändert ein Einzelner nicht die Welt oder die Gesellschaft, nicht wirklich. Man ändert höchstens Teile der Gesellschaft, aber im Grunde und unweigerlich verändert man immer nur eine Sache, nämlich sich selbst. Man ändert sich selbst, der Rest ergibt sich.
Oder wie Mahatma Gandhi in etwa sagte:
Sei du selbst, was du dir für die Welt wünschst.
Nach wie vor eine gute Devise. Was genau und wie man das macht, oder ob man überhaupt etwas macht, bleibt jedoch, auf dem Grundsatz der Freiheit beruhend, nach wie vor jedem selbst zu entscheiden. Oder eben dieser altbekannte Satz:
Meine Freiheit endet dort, wo die Freiheit eines anderen beginnt.
Könnte man jetzt aus dem ethischen Aspekt her natürlich auch direkt auf Ernährung und Tiere beziehen, muss man aber nicht.