Lieber Rascas, ich persönlich glaube an die Wiedergeburt. Aus ganz logischen Gründen, weil die Natur eine Meisterin des Recycling ist, und falls es so etwas wie eine Seele gibt, geht sie nicht verloren, sondern sucht sich vielleicht eine andere Behausung, wie ein Einsiedlerkrebs, der merkt, daß sein Schneckenhäuschen, in dem er haust, zu arg beschädigt wurde. Wenn Seelen existieren, sind sie so etwas wie Energie, und Energie geht bekanntlich nicht verloren, sie ändert nur ihre Erscheinungsform (Grundsatz der Erhaltung der Energie, Physik-Grundkurs). Deshalb sollte man sich imho keinen Kopf wegen Sterbehilfe machen, wenn der Körper so hinüber ist, daß ein menschenwürdiges Dasein ohnehin nicht mehr möglich wäre, was bei schwersten Gehirnschäden aufgrund Sauerstoffmangels der Fall ist. Stattdessen würde ich einem Sterbenden eine glückliche Wiedergeburt wünschen, so er selbst sie sich wünscht - denn da wo er nach dem Ableben landet, landen wir anderen auch alle, früher oder später. Wer an Wiedergeburt glaubt, glaubt deshalb auch, daß es keinen Abschied für alle Zeiten gibt, sondern irgendwann und irgendwo ein Wiedersehen. Und dann, vermutlich, ein Plaudern über die "guten alten Zeiten" 🙂 und auch darüber, wie man damals auseinandergegangen ist. So gesehen kannst Du Dir wirklich keine Vorwürfe machen, Rascas. Du hast alles richtig gemacht ! ! !