A
Agathe
Gast
Könnts nich besser ausdrücken als du, TE! Ich fühle mich auch "unsichtbar" - aber im Gegensatz z dir ist es für mich gut so. Ich verlasse das Haus kaum noch und verbringe die meiste Zei im Bett oder auf dem Sofa.
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Hallo Agathe,
schau mal hier: Unsichtbar durch Sozial Phobie?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Bei mir spreche ich ja von sozialen Störungen.Ich weiß tatsächlich nicht, ob es eine Sozialphobie ist oder etwas anderes
"Soziale Störungen" finde ich gut. Genau festzulegen was es ist ist schwer.Bei mir spreche ich ja von sozialen Störungen.
Ich antworte jetzt mal in mehreren Post... bin gerade am PC und gehe mal etwas genauer auf manches ein. Ich habe sowohl körperliche als auch psychische Behinderungen und bin seit 2019 in einer WfbM, genauer gesagt in einer inklusiven Redaktion, die an eine WfbM angegliedert ist. Mein GdB liegt bei 60, die neuen Wirbelsäulendiagnosen sind darin noch nicht berücksichtigt. Psychisch habe ich mehrere komplexe Traumafolgestörungen u.A. durch Gewalt, emotionale Vernachlässigung uvm. seit jüngster Kindheit. Vieles ist durch intensive Verhaltenstherapie und Hilfsnetze inzwischen gut stabilisiert, geblieben sind vor allem diese quälenden sozialen Ängste. Was mir wohl fehlt ist eine abschließende Traumatherapie und Sozialtherapie oder Gruppentherapie.Wieso Therapie wenn du keine offizielle Diagnose hast?
Zitat: (ich arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung).
Was hast du denn für Defizite, Körperlich oder Psychisch?
Um in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) aufgenommen zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Dazu gehören unter anderem ein Grad der Behinderung von mindestens 50 und eine volle Erwerbsminderung, was bedeutet, dass Arbeit nicht mehr als drei Stunden pro Tag ausgeführt werden kann.
Da wird ja nicht nur gearbeitet, der Fokus liegt ja auf Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.
Gibt da viele Angebote um dich in deiner beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben zu fördern.
Was deine Mitarbeit erfordert, für Menschen mit seelischer Behinderung oder psychischer Erkrankung gibt es teilweise besondere Angebote.
Was nutz du davon, was tust du um das zu erreichen was du dir wünscht.
Manches geht eben nicht, auch für Menschen ohne Behinderung.
Sozialphobie geht nicht, ohne bestimmte Erfahrungen ausgefasst zu haben, wie z Mobben, oder fallen gelassen werden, enttäuscht zu werden usw. - Sozialphobie geht aber auch nicht, ohne sich "ein Bild zu machen"- ob dieses Bild falsch oder richtig ist, Furcht vor anderen ist doch, anderen Arges zuzutrauen, oder?
Du bist sofort sehr interessiert und empathisch auf Gesagtes von mir eingegangen, das ist doch alles andere als scheu gewesen, ganz im Gegenteil! Das kann damit zu tun haben, dass wir uns nicht gegenüber stehen. Nachdem du erzählt hast, dass du körperlich beeinträchtigt bist, wirst du als erstes sicher Beurteilung, Verurteilung fürchten, zumindestens ein Prüfen- das kann mitbeteiligt sein, dass du aus Angst vor diesen Blicken schon scheu bist.
Ich wünsche dir bestmöglichste neue Erfahrungen, die die anderen übermalen können, oder sogar löschen können.
In meinem Leben gabs irrsinnig viele Begegnungen, weil ich aus dem Gastgewerbe bin, wegen dem alleine schon- da waren einige dabei, dir mir geholfen haben, mich zu ändern- zb, einem vorschnellem Urteil nicht sofort zu glauben, das weiß ich inzwischen, dass das sehr täuschen kann.
Sozialphobie ist meiner Meinung nach berechtigt, sie ist wichtig. Vorsichigkeit ist klug und angebracht.
Das haben wirklich die anderen ebenso, nicht nur du. Dein Partner- warum ist er so wenig offen, zugänglich, das wird eine Vorsichtshaltung sein.
Und geht es dir damit soweit gut? Bei mir war das früher ähnlich und ich kann das nicht mehr so weiter. Nach vielen Jahren Isolation habe ich immer mehr gelitten. Der Weg nach vorne ist auch schmerzhaft... Aber wenn es dir damit gutgeht, dann ist das völlig gut so. Jeder braucht da etwas anderes, denke ich?Ich verlasse das Haus kaum noch und verbringe die meiste Zei im Bett oder auf dem Sofa.
Was hat dir denn geholfen bisher?Ich selbst habe immer an Schüchternheit und Introvertiertheit sowie sozialer Unangepasstheit gelitten, was ich auch nicht 100% eingrenzen konnte.
Ja, da bin ich bei Dir."Soziale Störungen" finde ich gut. Genau festzulegen was es ist ist schwer.
Ich selbst habe immer an Schüchternheit und Introvertiertheit sowie sozialer Unangepasstheit gelitten, was ich auch nicht 100% eingrenzen konnte.
Wichtig allein ist das man trotzdem versucht etwas zu tun und raus zu gehen. Das allein ist viel Wert.
GROßES POSITIVES UPDATE 🙂 :
Danke, dass du mir das erzählt hast. Gerade deine Geschichte mit dem Halofixateur macht mir tatsächlich etwas Mut, auch wenn ich selbst davor gerade wirklich große Angst habe. Bei mir soll der Halo ja für die Traktion vor der großen Wirbelsäulen-OP eingesetzt werden und allein der Gedanke an die Schrauben im Kopf macht mir ziemlich Angst.Nicht nur das mit der Freundin, deine ganze Geschichte klingt nach Aufwärts-Trend.
Irgendwas muss der Auslöser dafür gewesen sein.
Bei mir gab es wegen einer sehr miesen, lang anhaltenden Phase von jemanden den Tipp, einen Heilpraktiker aufzusuchen, bei dem ist offenbar ein Stein ins Rollen gekommen, es gab dann eine Einschreibung für Taekwondo, das war der nächste wichtige Schritt, zu jener Zeit buchte ich auch einen Kurs für Keramik, bei dem lernte ich mich wie neu zu fühlen, ich lebte wieder, ich spürte wieder Leben in mir, eins ergab das andere- dann kam ein furchtbarer Crash, auch dieser Zusammenbruch brachte etwas Altes zum Einstürzen und half mit, mich zu lösen von einem Muster, das nicht gut war.
Alles zusammen war eigentlich, wie wenn ein Konstrukt sich auflöste, um einem neuen Leben Platz zu schaffen.
Das war nicht von mir so geplant, das ergab sich irgendwie ab einem Moment, wo ich um Hilfe gebeten habe, damals zu diesem Heilpraktiker ging...?? Ich beschwerte mich damals oft, aber getan hat sich erst etwas, als ich zum Handeln ansetzte, statt zu Klagen. Taten zählen....nun hast du deine Freundin angerufen, das war eine Tat, eine Handlung. Vom Wunsch zur Verwirklichung... eigene Initiative.. liegts an dem?
Viele klagen und tun nichts, daher bleibts gleich.
Übrigens, habe ich das nun schon erwähnt, auch mir wurden Schrauben in den Kopf gebohrt, zwei in die Stirn, zwei in den Hinterkopf, um den Halofixateur zu befestigen, der meinen Halswirbelbruch damals stützen musste- gleichzeitig saß ich wegen zertrümmertem Bein im Rollstuhl, das war heftig...konnte Monatelang nur halbsitzend schlafen..Hals und Beinbruch, ggg, das sagt man ja oft, wenn man jemanden Glück wünscht. Das gabs damals auch, zwei Jahre nach dem anderen Crash, mir wurde auch da von allen Seiten geholfen, sogar mein Ex zog wieder für eine Weile ein, um mich zu unterstützen.
Heute wandere ich stundenlang herum in der Bergwelt, alles ist wieder gut. Oder sagen wir, was auch immer nicht gut ist, das wird ignoriert, angesichts dieser vorigen "Härtefälle" nehme ich das weniger Gute als Klacks hin...heute... weil ich so dankbar bin, rein deshalb, weil ich nicht vom Hals weg gelähmt wurde, wie von den Ärzten angenommen zuerst, weil ich noch lebe, das alles ist einfach das, was ich sehr, sehr schätze jetzt.
allein der Gedanke an die Schrauben im Kopf macht mir ziemlich Angst.
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