Hilfesuche schrieb zuletzt, das Mädchen habe sich dahingehend korrigiert, dass es über ein halbes Jahr zurückliege. Später wurde daraus in ihrer Aussage dann (ca.?) "ein Jahr". Genaue Angaben sind ohnehin was anderes...
Dann kann ich wohl nicht lesen. Ich habe die entsprechenden Textstellen doch zitiert! Es hiess von der TE anfangs immer, das Mädchen hätte von einem Jahr gesprochen. Nach vielen Wochen der Nichtanwesenheit hier, schreibt sie dann von über einem HALBEN Jahr. Nicht mehr
ein Jahr, nicht
etwa ein Jahr, nö, da wird als Maßstab ein
halbes Jahr benannt...
Als an die Unschuld meines Mannes glaubende Frau häte ich dann hier im Forum aber durchgängig ganz konkrete Zeitangaben gemacht, wie sie in der Urteilsschrift auch angegeben sind. Dass das Mädel sich späterhin von einem Jahr auf ein halbes korrigierte, muss mir dann wohl entgangen sein.
Ohne Hilfesuche jetzt vorgreifen zu wollen... aber für mich sieht das danach aus, als habe das Kind die Aussage mehrfach angepasst, so wie es das eben brauchte.
Das kann man eins zu eins auf die TE beziehen. Um so kritischere Nachfragen, um so schlimmer wurde das Mädel plötzlich dargestellt.
Zuerst, bei den Großeltern, Dramatik pur, also: "heute morgen".Dann, als eine frauenärztliche Untersuchung in Aussicht stand, um höchst wahrscheinlich vorhandene Spuren des kürzlichen Missbrauchs zu sichern - au weia, passt nicht, also: "Nee... ist doch schon länger her, über ein halbes Jahr" - usw.
Da du den Schilderungen der TE ja solchen Glauben schenkst... das arme Kind ist doch sooo beeinflusst worden von den Großeltern. Die haben ihr doch alle Worte in den Mund gelegt. Da kann das Kind doch dann nix für, eigentlich...
Vermutlich waren die Großeltern auch so bekloppt, dass sie nicht wussten, dass eine unmittelbar zuvor stattgefundene Vergewaltigung sofort zu Beweissicherungszwecken ärtzlich untersucht und attestiert wird, und haben in Unkenntnis dessen das Mädchen zur Falschaussage angestiftet... in der Art hat sich die TE ja hier auch schon eingelassen, dem Kind wären die Worte in den Mund gelegt worden...
Tja, alles Bösewichte, das Kind, die Großeltern, ach ja, und die Psychologin und das Gericht sowieso...
Solche ungenauen und mehrfach abgeänderten Aussagen sollten eigentlich eher alle Alarmglocken angehen lassen, dass mit dem Wahrheitsgehalt der Beschuldigung etwas nicht stimmen könnte...
Was man von den mehrfach zu Ungunsten der Tochter abgeänderten Aussagen der TE ebenfalls behaupten kann!
Oder wie erklärst DU dir den Umstand, dass das Mädchen zuerst angab, am Morgen noch missbraucht/vergewaltigt worden zu sein - und hinterher doch nicht mehr zu diesem Zeitpunkt, sondern viel früher? Jetzt komm bitte nicht damit, sie habe sich vertan... oder war so traumatisiert, dass sie es völlig verwechselt hat...
Tja, ein Morgen ist lang. Genaugenommen kann er des Nachts schon beginnen. Wenn Mami noch friedlich schlummert. Und dass das Mädchen ganz offensichtlich nicht zur Schule gegangen ist, wohin Hilfesuche sie morgens entlassen hat, sondern sich stattdessen stante pede zu den Großeltern begeben hat, wo sie über Stunden anscheinend so sprachlos saß, dass man mit ständigem Nachgefrage in sie dringen musste, spricht nach meinem Empfinden eher FÜR einen stattgefundenen Übergriff, nicht dagegen!
Die Verbesserung auf den Jahreszeitrahmen halte ich für weniger relevant, da zu dem Zeitpunkt (vor einem Jahr) ja tatsächlich ein sexueller Übergriff stattgefunden haben könnte. Was an jenem besagten Morgen passiert ist, muss ja nicht zwingend mit einem unmittelbaren Übergriff einher gegangen sein, u. U. hat das Kind erst da dem Mut gefasst, oder ist von seinen Gefühlen überwältigt worden (Flashback, o. ä.).
Und eine Lüge, damit die Mutter sich nicht gegen sie stellt, kommt auch nicht hin, da sie den Stiefvater nicht entlastet, sondern nur anders belastet.
??? Kapier´ich nicht, was du damit meinst.
Und im Übrigen kommt es mir eher so vor, als habe Hilfesuche anfangs noch versucht, ihre Tochter trotz dieser Beschuldigung hier im Forum möglichst positiv zu schildern. Und erst, als immer mehr Nachfragen kamen, wieso und warum, berichtete sie - sehr widerwillig - von immer mehr negativen Eigenschaften bzw. Charakterzügen ihrer Tochter.
Tja, DIR komt es so vor, ICH habe eher den Eindruck, dass mit zunehmendem Kritikdruck eher das Wesen der Tochter demontiert werden soll. Warum lügt man uns Usern ansonsten anfangs hier dreist einen von Familienharmonie vor und bestreitet vehement dass es keinerlei gravierende Fehlverhalten gab? Und urplötzlich mutiert das Mädel zum Psychokid, das die kleinen Geschwister malträtiert. Hier darf man sich zurecht fragen, wieso Hilfesuche nicht gleich von Anfang an damit rausrückte, dass das Mädchen verhaltensauffällig und gegen die Geschwister übergriffig war. DAS hätte ein stimmigeres Bild ergeben.
Na ja, es passt halt nicht in das "Heile Familie"-Bild, welches gezeichnet werden sollte, um deutlich zu machen was für eine Idylle der Sündenbock Tochter da zerstört hat. Dann hätte man ja einräumen müssen dass Fehler oder Versäumnisse vorgekommen sind.