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unglückliche Liebe

  • Starter*in Starter*in Frida
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    liebe
also ich hab mir das nochmal durchgelesen und kann verstehen dass es eine verzwickte Sache ist. Du hast Angst ihn zu verlassen weil er sich ja auch Mühe gibt. Weisst du ich denke in der Partnerschaft kann es sich nicht nur auf bemühen wollen beschränken. da zählen Taten mehr als Worte. Und irgendwann gilt es auch konsequenz zu handeln weil die Zeit verrinnt und eine andere partnerschaft noch schwerer möglich wird da einen das allein rumwurschtelt auch prägt und man es vielleicht gar nicht mehr gerne hat wenn einer einem im persönlichen Bereich reinpfuscht. Hab den Mut und sag ihm dass Gefühle da sind aber du dir dennoch es nicht vorstellen kannst mit ihm zu leben. Zur Not geniesst lieber die Beziehung so wie bisher damit euch nicht eines Tages Hass trennt.
 
und lass dir nicht einreden dass es nicht klappt wegen der räumlichen Distanz das ist das Pferd von hinten aufgesetzt. denn das räumliche Miteinander bringt zusätzliche Konflikte.
 
seine Probleme würden sich lösen wenn du zu ihm bzw. ihr zusammenzieht.
Was ist aber mit deinen?
Sage dir das nur aus eigener Erfahrung. Wurde ansich wenn auch behütet sehr selbstständig erzogen. Bin der Typ der einfach gern aufgeräumt hat mein damaliges Mädel meinte auch zum grossen Glück fehlt ein gemeinsames Nest.
Und wenn ich sie abholte oder zu ihr ging störte mich ihre Unordentlichkeit schon heftig und hatte natürlich ein mulmiges Gefühl als sie die Idee hatte von wegen zusammenziehn. Es hat mich wahnsinnig gemacht vor allem ging es so weit das in diesem Punkt kein GEMEINSAM aufräumen gab sondern der Spruch kam wenn es dich stört dann räums doch weg. Bis mir der Kragen platzte und sie samt ihren Unrat auf die Strasse setzte. Daher sei dir sicher das letzte was man tut ist zusammenziehen und das nur weil man den anderen so kennenlernte dass man es gerne und ohne Bedenken tut.
 
noch ein gruss an Trolliver super Beitrag gefiel mir sehr gut sehr anschaulich und ausgewogen. Ich mag Beiträge die nicht nur in eine Richtung tendieren.
sondern möglichkeiten aufzeigen und dem Betrachter überlassen bleibt was er daraus zu machen gedenkt.
 
Hallo ihr da draußen,

gerade wieder so ein Fall.
Wunderschönste Harmonie die letzten Tage... verdächtig.
Heute Abend, wir sprechen. Er vermisse mich usw. Ist ja auch gut so.
Dann, wieso ich nicht einmal einfach so vorbeikommen würde, immer alles planen müsse. Was denn wohl passieren müsse, damit ich mal ungeplant kommen würde. Ich hätte sowieso mehr Zeit, als er.

Ich komme dann einfach nicht mehr dagegen an, kann argumentieren wie ich will, daß ich lieber ein paar Tage komme als spontan nur für einen Tag und das auch planen muß. Nützt alles nicht.

Es artet immer aus. In Streit. Oder Prä-streit-Gespräch.. aber haarscharf, und dann nur, weil ich bemühe (und das soll für mich schon was heißen) deeskalierend einzuwirken.

Und dann ist man wieder so traurig. So zerstört.
Hoffnung adé.
Es beginnt die Sauregurken-Zeit.

Nein, Spaß beiseite.
Ich könnte heulen.
Ich wühle mich in solchen Momenten so hilflos, so ausgeliefert. So ausweglos gefangen, bin so traurig.
Und das hier ist/war ja harmlos.
Aber wahrscheinlich, weil es schon so oft vorgekommen ist. In allen Varianten und Ausprägungen.
Und weil ich immer in die Defensive gehen muß, um der Eskalation vorzubeugen. Und mich dann so mißverstanden fühle. Mißinterprtiert und alles. Ungeliebt- trotz aller Liebesschwüre (da sch... ich in dem Moment drau) und aller "ich will Dich doch nur sehen, es geht dann mit mir durch"-Bekundungen.
Ich fühle mich schlecht und klein und hilflos.
Und ich bin genauso unglücklich, wie ich vorher glücklich war.
Symmetrie. Wenigstens etwas.

Frida
 
Hallo Du da drinnen,

eingeschlossen in Deinen Kokon, umhüllt von den Weben der Mißverständnisse. Mißverständnisse?

Gut, daß Du ein Beispiel bringst. Zunächst dachte ich, ich verstehe nicht. Vielleicht, weil ich ein Mann bin. Doch kam ich doch noch drauf: Du fühltest Dich angegriffen, weil er von Dir etwas zu verlangen schien ohne Deine eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Das sagt er dann einfach so. Er geht von sich aus: ist doch kein Ding! Ich vermisse Dich und Du hast Zeit, bist auch gern mit mir zusammen. Ich an Deiner Stelle setzte mich sofort ins Auto und käme angeflogen, ungeachtet der 400 km (habe ich das richtig im Kopf?)... Du denkst, Du mußt Dich verteidigen, ihm verständlich machen, wieso das für Dich sehr wohl ein Ding ist, Du außerdem auch nicht den Tag in der Fremde verstreichen lassen willst, bevor er vielleicht abends nach Hause kommt (ich phantasiere), zudem verletzt Dich sein Ton, seine Erwartungshaltung. So gibt ein Wort das andere, und ja, das kann eskalieren.

Typisch Mann - Frau. Er äußert seine Bedürfnisse und seine Gedanken, die ihm in den Sinn kommen; daß die vorwurfsvoll ankommen, ist ihm vielleicht gar nicht so bewußt, denn eigentlich will er ja nur, daß Ihr zusammen seid. Du nimmst die Vorwürfe sehr wohl wahr, bist verletzt und gehst in Verteidigungsposition. Wärest Du ein ähnlich tickender Mann, kontertest Du trocken, so üppig hättest Du es mit der Zeit auch nicht und allemal etwas besseres damit im Sinn als summa summarum acht Stunden Autofahrt - und im nächsten Moment wäret Ihr beim schlechten Pokalfinale. Aber leider seid Ihr so nicht, auch er könnte seine Sehnsucht ja viel netter äußern, so daß Dir vielleicht wirklich eine spontane Fahrt einfiele.

Leider? Vielleicht Gott sei Dank, oder: es hat schon seinen Sinn. Wenn Du mal neben Dich treten könntest in solch einer Situation, wärest Du vielleicht offen für die Art der unterschiedlichen Kommunikationsweisen, daraus ließe sich eine Menge ziehen. Ich bin ein großer Fan der Metaebenen. Sie setzen Abstand voraus, Distanz zu seinen Empfindlichkeiten und bergen die Möglichkeit der Gelassenheit und des Verständnisses. Die geht Dir, wahrscheinlich auch ihm angesichts der sich immer wiederholenden Szenarien, ab. Man kann diese Distanz leider nicht herbeizaubern, ebenso wenig die Gelassenheit. Weiß ich selbst am besten; wenn man mich falsch erwischt, bin ich auch getroffen, Gefangener meiner Verletzlichkeit.

Mir ist nicht ganz klar, was Du Deeskalation nennst. Sich in die Defensive gedrängt zu fühlen und daraus zu argumentieren trägt selten zur Beschwichtigung bei. Warum mußt Du denn überhaupt in die Defensive? Sind das nicht auch erlernte Muster? Dabei Augenhöhe zu halten ist so gut wie unmöglich, und schon hängt der Segen schief.

Was mir oft hilft, ist das zu benennen, was mich gerade umtreibt. Auch eine Form der Metaebene. Dazu gehören Fragen wie: meinst du das als Vorwurf? sowie Empfindensäußerungen: mich verletzt das, wenn du so mit mir sprichst. Thematisieren, dabei immer schön bei sich bleiben und nicht dem anderen irgendwelche Absichten unterstellen. Ist er wirklich schief drauf und will sich auf Deine Verletzung nicht einlassen, kann man das Gespräch verschieben. Seine Beteuerungen lassen zumindest hoffen, daß er letztlich auch sieht, womit er was auslöst. Hat er dann also wieder gefangen, könnt Ihr ja beim wichtigen wieder anknüpfen, daß Ihr Euch gern näher wäret, denn das ist doch eigentlich etwas schönes.

Oder habe ich doch nicht verstanden?

Buona notte,

Trolliver
 
alle achtung trolliver und sowas geniales fällt dir nachts um 4 uhr ein?
frida ich wünsch dir alles liebe und gute und du bist bei trolliver auf jeden fall in guten händen. machts gut.
 
Trolliver!

Vielen Dank für Dein posting.
Genau so ist es.

Ich bemühe mich wirklich, alles mögliche zu verstehen, auch wenn meine Bedürfnisse oder Ansichten andere sind.
Und ich verkneife mir ein: wieso machst Du das und das nicht so und so.
Ich versuche mich hineinzuversetzen und weiß, dass es nichts bringt, wenn ich in Situation x, wenn es mich gerade nach dürstet, dies vom anderen zu verlangen.
Wenn ich etwas möchte, versuche ich, zuerst einmal bei mir zu überlegen, wie ICH das umsetzen kann. Ich sage nicht zum anderen: das ist Dein Part. Zumal die Einschätzung meiner zeitlichen Ressourcen einfach lächerlich ist.

Missverständnisse... ich hatte dieses Wort eher ad hoc gebraucht. Missverständnisse aber gerade auf der Kommunikationsebene.

Ich frage ja nach. Frage: „meinst Du das jetzt als Vorwurf?“ Oder: „ich empfinde das und das als verletzend.“
Und was geschieht? Eben nichts, womit man produktiv weiterarbeiten könnte. Kein: „ach so, ich meinte es aber so und so.“
Nein, es folgen erneute (in meinen Augen) „Vorwürfe“ in der Art: „immer fühlst Du Dich angegriffen. Immer siehst Du so etwas als Vorwurf. Darf ich nicht einfach sagen, was mir nicht passt?“
Aber ich habe auch schon mit anderen Leuten darüber gesprochen. Und wie er Dinge ausdrückt, kommen sie als Vorwürde rüber. „Nie kommst Du einfach spontan vorbei, immer musst Du planen“.
Ich bin aber nun erstens so ein Typ, zweitens habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, wenn ich plane, weil ich nämlich sonst gar nichts von ihm hätte, weil in der Woche dies und das ansteht. Und ich allein zu Hause sitzen würde.
Zum anderen empfinde ich es als Freiheit jedes einzelnen, ob man nun diese Strecke (ja, fast 400km) zurücklegen möchte, um einen Abend miteinander zu verbringen oder eben nicht. Ich kann ja auch nicht einfach vom anderen etwas verlangen (es geht nicht ums bitten), was er eben als unsinnig betrachtet.

Ich bemühe mich derart.
Am Anfang haben wir uns so gestritten. Ein Wort gab das andere. Über Kleinigkeiten. Sicher die ersten zwei Jahre.
Und immer schon hat er sein Empfinden auf mich übertragen und wollte, dass ich so agiere, wie er es (theoretisch) tun würde.
Wenn ich aber sage, ich würde in einer Situation auf eine bestimmte Weise reagieren, wieso er es nicht täte, dann weißt er mich durchaus darauf hin, dass er eben nicht ich sei.

Deeskalierend, damit meine ich, dass ich eben nicht sage, was mir auf der Zunge liegt, weil ich weiß, was darauf folgert.
Ich bemühe mich, mein Muster zu durchbrechen, obwohl ich generell auch aufbrausend bin. Und wütend werde.
Jetzt meist nicht mehr, wie ein zahnloser Löse.
Ich sage nur noch das, in solchen Situationen, von dem ich glaube, dass es nicht noch mehr provoziert – und das obwohl ich gar nicht mit diesen Dingen anfange. Er steigert sich in schöner Regelmäßigkeit in diese Vermissen-Geschichte hinein.
Meist geht es darum, dass er sich sexuell unbefriedigt fühle. Und da muß ich ehrlich sagen, ich bin doch keine... na ja. Du weißt...
Er sagt immer, er sehe nicht ein, wieso seine sexuellen Bedürfnisse weniger wiegen würde, als mein Kommunikationsbedarf.
Und dabei sprechen wir für meine Bedürfnisse zu wenig (es ist wirklich nicht viel, hat sich stark dezimiert)- sprich, ich wäre de facto auch unbefriedigt. Das zählt aber alles nicht.

Was sollte zur Beschwichtigung beitragen?
Ich bemühe mich ja, zu beschwichtigen. Liefere keine Vorlage.
Erst, wenn gar nichts mehr geht, sage ich, dass es mir nicht paßt, und – da wären wir wieder beim Eingangsthema meines postings – dass es nicht funktioniert. Daß ich traurig bin.
Nur nützt mir das nichts.
Ich kann dann nicht schlafen, bin fix und fertig, müde, hilflos, zukunftsberaubt.

Und dennoch bin ich zu blöd, die verdammten Konsequenzen zu ziehen.
Ich komme mir schon nicht mehr normal vor.

Du schreibst, man könne das Gespräch verschieben... schön wär´s.
Es gibt hier, wie so oft, nur zwei Varianten.
Die eine ist, es tut ihm alles leid (wenn ich bei ihm bin), es war eine Momentaufnahme, es ist mit ihm durchgegangen, Überreaktion usw.
Die andere ist, er wird wütend, beharrt darauf, dass auch heute noch so und genauso zu empfinden. Ich sei die, die die Probleme in die Beziehung bringt und: Alles wäre anders, lebten wir zusammen.

Gerade aus diesen (und anderen) Erfahrungen heraus bin ich aber der Ansicht, dass es eben nicht funktionieren würde, wenn wir zusammen leben würden. Wie regi schon schrieb, das gibt ja noch mal Stoff für Unstimmigkeiten. Vor allem, wenn man jemanden (wie ich ihn) als sehr dominant und auf seinen Dingen beharrend, auf der anderen Seite aber streitunfähig und kommunikationsmüde empfinde.

Das abgefahrene ist, dass ich sonst das Alpha Tier bin.
Ich bin auch dominant. Ich bin auch stur.
Nur hier komme ich nicht dagegen an.
Ich fühle mich wirklich total hilflos (kann einfach kein anderes Wort finden), bemühe mich, etwas „devoter“ zu sein. Aber nichts klappt.

Ich denke, es würde gut harmonieren, wenn man mir das Gehirn rausnehmen und einen Sex- und Minimalkommunikationschip einsetzen würde.
Wenn ich mich auf ihn einstellen, die Dinge so machen würde, wie er sie braucht und weniger eigene Ansprüche hätte, die (in all der Zeit) sowieso nicht erfüllt wurden (“wenn wir zusammen wohnen würden...“), dann würde es funktionieren.

Die Frauen von Stepford lassen grüßen...

Das ist doch traurig, oder?
Ich auf jeden Fall bin es.

Danke Dir!

Frida
 
Hallo regi,

danke auch Dir.
Ich war nur irgendwie zu ... na ja, ich wollte Dir auf jeden Fall etwas erwidern.

Toll, dass Du so was kannst. Jemanden mit Unrat auf die Straße setzen.
Ich fühle mich schon schlecht, wenn ich mich umdrehe, um zu gehen.

Taten zählen mehr als Worte.. das kenne ich... sagt er auch immer... Wort können aber auch (wenn man nun mal in so großer Distanz lebt) genau das ausdrücken, was man vorhat, woraus in der Zukunft Taten folgen werden- eben Zukunftspläne.
Taten kann man nur sprechen lassen, wenn es beiden möglich ist, man kann nichts übers Knie brechen oder jemanden zwingen wollen.
Ich weiß, dass Du es nicht so meinst... bei diesem thema geht es nur immer mit mir durch...

So, wie Du es meinst, mit den Taten, hast Du recht.
Immer reden bringt nichts.

Die Beziehung so genießen, wie bisher... das geht nicht, fürchte ich. Ich fahre ständig Karussell, einmal hoch, einmal runter und man weiß nie, wann was kommt.
Es ist schön, wir verstehen uns gut und dann...paff... haut er mir (sehr subjektive Sicht, ich weiß) wieder eine rein. Ohne Vorwarnung.

Ich wähne mich in Sicherheit, bin glücklich. Und dann wieder, peng, irgendeine Sache, die aufgeboostet wird.
Ich bin so nicht mehr leistungsfähig, weil ich mich nicht mehr entspannt sein kann. Ich weiß nicht, wie ich ihm immer wieder alles geben soll, wenn dann immer wieder so etwas kommt.
Man öffnet sich, macht sich damit verletzlich und dann das.
Und er empfindet das alles als trivial. Die Streitereien als nicht so schlimm.
Mich aber verletzen die Sachen, die er sagt und wie er sie sagt.
Und ich bin danach total kaputt, bis ich mich wieder aufrappele und auf das nächste Mal warte...

Frida
 
ich habe den Eindruck dass er dich manipuliert und du darauf eingehst sogar nicht mehr anders kannst:" fühle mich schon schlecht wenn ich mich umdrehe um zu gehen."
Ich weiss nicht wie er es macht aber er macht dich mundtot indem du schon nicht mehr wagst dass zu sagen was du gerne sagen würdest.
Bitte zieh nicht mit ihm zusammen weil du deine Persönlichkeit aufgeben würdest. Du gibst dich ja jetzt schon zum Teil auf weil du seine Vorwürfe fürchtest.
Ich geh sogar noch weiter, verlasse ihn!!
Wenn du noch ein Stück Selbstachtung hast dann mach dich frei von ihm.
Liebe Grüße
 

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