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Trennung trotz Liebe - Push & Pull, Rückzug und widersprüchliche Siganale: "Ich möchte verstehen" leider lang und ausführlich

tho2026

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile mit und habe mich jetzt entschieden, meine Geschichte aufzuschreiben. Vielleicht gibt es hier Menschen mit Borderline, ehemalige oder jetzige Partner oder einfach Leute, die eine ähnliche Beziehungsdynamik erlebt haben.
Mir geht es nicht darum, meine Expartnerin schlechtzumachen oder alles mit „Borderline“ zu erklären. Im Gegenteil. Ich liebe diesen Menschen immer noch sehr und versuche gerade zu verstehen, was in den letzten Monaten passiert ist und was bestimmte Verhaltensweisen bedeuten können.
Wir waren über drei Jahre zusammen. Zwischen uns besteht ein größerer Altersunterschied, der für uns innerhalb der Beziehung aber lange nicht das Entscheidende war. Wir hatten sehr konkrete Zukunftsvorstellungen. Zusammenleben, Heirat und auch das Thema Familie und Kinder waren irgendwann Teil unserer gemeinsamen Vorstellungen.
Bei ihr wurde Borderline diagnostiziert. Sie hat mir gegenüber auch sehr offen über ihre starke Verlustangst, ihren niedrigen Selbstwert und ihre Ängste gesprochen.
Was vielleicht noch wichtig ist: Wir haben uns ursprünglich über das Thema Borderline kennengelernt. Ich war vor ihr bereits in einer Borderline-Beziehung und hatte mich dadurch intensiv mit der Problematik beschäftigt. Rückblickend würde ich mich deshalb auch als eine Art Co-Borderliner bezeichnen. Wir haben lange und ausführlich über ihre Schwierigkeiten gesprochen und gemeinsam daran gearbeitet, früh wahrzunehmen, wann sich bei ihr eine starke emotionale Reaktion oder ein Borderline-Schub ankündigte. Sie lernte, diese Zustände immer früher zu erkennen und in sich selbst zu spüren. Gemeinsam haben wir außerdem Wege herausgearbeitet, die ihr helfen konnten, wenn diese Gefühle hochkamen – zum Beispiel Musik oder Malen. Schließlich ging sie auch zu einem Psychologen und zu einem Psychiater, wo sie die Diagnose erhielt.

Das Erstaunliche und für mich heute sehr Schmerzhafte ist, dass ich dieses Wissen während unserer Beziehung irgendwann vollständig ausgeblendet hatte. Erst nach der Trennung kam vieles davon wieder hoch. Plötzlich erinnerte ich mich erneut an unsere Gespräche über Borderline, an die Muster und an die Strategien, die wir damals gemeinsam entwickelt hatten. Während der Beziehung selbst habe ich vieles dagegen nur noch persönlich genommen und nicht mehr im Zusammenhang mit ihrer Problematik gesehen.

Unsere Beziehung war sehr intensiv und gleichzeitig teilweise schwierig.

Wenn wir uns nahe waren, war diese Nähe unglaublich stark. Viel Körperkontakt, Zärtlichkeit, lange Gespräche und das Gefühl, wirklich zusammenzugehören. Sie konnte beispielsweise normalerweise schlecht ohne Licht schlafen, bei mir konnte sie im Dunkeln schlafen. Wenn sie Angst hatte, suchte sie häufig sehr viel körperliche Nähe.

Auf der anderen Seite gab es eine ausgeprägte Verlustangst und Eifersucht. Themen wie Instagram, andere Frauen, Pornografie oder Vertrauen konnten sehr starke Reaktionen auslösen. Es gab Situationen, in denen mein Handy oder Tablet kontrolliert wurde. Im Streit konnten sehr harte Worte fallen. Später kam allerdings auch immer wieder Einsicht, eine Entschuldigung oder die Aussage, dass etwas aus der Emotion heraus passiert sei.

Was mich heute besonders beschäftigt, ist ein Muster, das wir während unserer Beziehung mehrfach hatten:

Es konnte etwas passieren und plötzlich hieß es sinngemäß: „Es ist vorbei.“

Für mich fühlte sich das jedes Mal endgültig an.

Einige Stunden später kam dann teilweise wieder Kontakt, „wir müssen reden“, „ich vermisse dich“ oder eine Annäherung. Bei einem anschließenden Treffen hatte sie manchmal sogar große Angst davor, dass ICH die Beziehung beenden könnte.

Ich habe dieses Hin und Her damals nicht als mögliches Push-Pull-Muster verstanden. Ich habe vieles persönlich genommen und teilweise falsch darauf reagiert.

Natürlich habe auch ich Fehler gemacht. Es gab ungelöste Probleme in meinem Leben, insbesondere eine schwierige Wohnsituation mit meiner Expartnerin, die für meine damalige Partnerin verständlicherweise sehr belastend war. Sie hatte lange das Gefühl, dass darüber gesprochen wurde, aber sich zu wenig tatsächlich änderte. Dazu kamen Vertrauensprobleme und Konflikte rund um soziale Medien.

Dann kam diesen Sommer die Trennung.

In dieser Phase kam noch ein weiterer Faktor hinzu, den ich nur schwer einschätzen kann. In ihrem näheren Umfeld tauchte eine Frau auf, die ich hier bewusst nur „M.“ nennen möchte. Sie kam ursprünglich über ihren Bruder in dieses Umfeld.

Nach allem, was ich selbst mitbekommen habe, hatte M. ein ausgesprochen negatives Bild von mir und äußerte sich meiner Wahrnehmung nach gegenüber meiner damaligen Partnerin praktisch ausschließlich negativ über mich. Ich hatte zunehmend das Gefühl, dass bestehende Probleme zwischen uns dadurch nicht beruhigt, sondern zusätzlich verstärkt wurden.

Ich möchte dabei ausdrücklich unterscheiden zwischen dem, was ich tatsächlich weiß, und dem, was ich nur vermuten kann: Ich kann nicht wissen, welche Gespräche zwischen den beiden genau geführt wurden oder welchen Anteil diese Person letztlich an der Entscheidung meiner Expartnerin hatte. Die Entscheidung zur Trennung war die Entscheidung meiner Expartnerin und dafür möchte ich nicht einfach einen dritten Menschen verantwortlich machen.

Trotzdem war für mich auffällig, dass dieser äußere Einfluss gerade in einer ohnehin schwierigen Phase unserer Beziehung hinzukam. Aus meiner Sicht wurde meine Person gegenüber meiner damaligen Partnerin sehr negativ dargestellt. Dadurch beschäftigt mich bis heute die Frage, welchen Einfluss das Umfeld bei einem Menschen haben kann, der ohnehin gerade zwischen Liebe, Verletzung, Misstrauen und dem Wunsch nach Distanz schwankt.

Mich würden deshalb besonders Erfahrungen interessieren, bei denen während einer solchen Trennungsphase Freunde, Familie oder andere außenstehende Personen stark auf einen Partner eingeredet haben: Hat das bei euch bestehende Schwarz-Weiß-Gedanken oder eine Abwertung des Partners verstärkt? Und konnte sich die eigene Wahrnehmung später, mit mehr Abstand zu diesen Einflüssen, noch einmal verändern?

Noch kurz vorher war zwischen uns Liebe und Nähe vorhanden. Ende Juli beendete sie die Beziehung. Dabei fiel sinngemäß auch die Aussage: „Ich liebe dich, aber es gibt zu viele Probleme.“

Danach wurde es für mich sehr schwer zu verstehen.

Mitte August hatten wir beispielsweise ein sehr positives Telefonat. Wir sagten uns beide, dass wir uns lieben. Sie wollte anschließend ein paar Tage Zeit zum Nachdenken. Wenige Tage später kippte die Situation wieder und die Trennung wurde erneut als endgültig dargestellt.

Ende August fragte sie mich dann selbst, ob ich noch immer mit ihr reden möchte.

Ich sagte ja, bat aber zunächst um etwas Zeit. Sie akzeptierte das.

Statt sofort in ein Trennungsgespräch zu gehen, schrieb ich ihr später einen langen handschriftlichen Brief. Darin habe ich versucht, Verantwortung für meine Fehler zu übernehmen, ihr meine Gefühle zu erklären und gleichzeitig keinen Druck auf sie auszuüben.

Auch danach brach der Kontakt nicht vollständig ab.

Sie fragte, ob ich den Brief bereits abgeschickt hätte. Nachdem sie ihn bekommen hatte, schrieb sie, dass sie ihn in Ruhe lesen und „empfinden“ wolle.

Später schrieb sie mir, dass die Seiten nach meinem Parfum riechen.

Sie schickte mir von sich aus Bilder ihres neuen Autos, über das sie sich sehr gefreut hat. An einem anderen Tag schickte sie mir ein Foto von einem Ort, den wir mit einer gemeinsamen Erinnerung verbinden. Es gab außerdem kleinere Gespräche und Nachfragen von ihr.

Genau solche Dinge kann ich momentan nur schwer einordnen.

Vor einigen Tagen habe ich schließlich gefragt, ob wir uns einfach einmal sehen möchten – ohne über unsere Beziehung zu sprechen. Einfach Alltag, etwas essen und ein bisschen miteinander reden.

Ihre Antwort war sinngemäß:

Die Idee höre sich zunächst gut an, aber es sei uns wahrscheinlich nicht möglich, normal miteinander umzugehen, ohne vorher „das Gespräch“ geführt zu haben. Außerdem sei sie unsicher, ob sie das Treffen überhaupt möchte. Deshalb müsse sie ablehnen, weil es uns beiden nicht guttun würde.

Sie schrieb außerdem, dass sie wisse, wie viel Kraft mich diese Einladung gekostet habe, ich aber ehrlich zu mir sein müsse, weil es kein normales Gespräch zwischen ehemaligen Partnern werden würde.

Ich habe ihre Absage akzeptiert und keinen Druck gemacht.

weiter gehts in meinem Kommentar zu diesem Beitrag ... hoffe das klappt
 
Hi,

ich möchte dir zu ein paar deiner Aussagen ein Feedback geben.

Was vielleicht noch wichtig ist: Wir haben uns ursprünglich über das Thema Borderline kennengelernt. Ich war vor ihr bereits in einer Borderline-Beziehung und hatte mich dadurch intensiv mit der Problematik beschäftigt. Rückblickend würde ich mich deshalb auch als eine Art Co-Borderliner bezeichnen

Wenn du regelmäßig "Borderline-Beziehungen" (wie du es nennst) eingehst, dann sagt das auch ein Stück weit etwas über dich aus.

Gemeinsam haben wir außerdem Wege herausgearbeitet, die ihr helfen konnten, wenn diese Gefühle hochkamen – zum Beispiel Musik oder Malen. Schließlich ging sie auch zu einem Psychologen und zu einem Psychiater, wo sie die Diagnose erhielt.
Bitte nicht falsch verstehen.
Du bist weder Psychologe noch Psychiater, sondern lediglich "Partner"..Borderline ist eine ernste psychische Erkrankung. Dein Wunsch zu helfen in allen Ehren usw. aber so simpel ist das nicht.

Du gehst "Borderline-Beziehungen" (wie du es nennst) ein und bist dir ab irgendeinem Punkt X auch dieser Tatsache völlig bewusst. Anstatt dann aber den Gedanken zu seiner logischen Konsequenz weiterzudenken, nämlich "die Person ist krank und diese Kranhkeit hat verschiedene Ausprägungen wie Stimmungsschwankungen, Impulsivität, Verlustängste und und und, die ich entweder als Teil der Krankheit hinnehmen oder die Beziehung eben beenden muss", gehst du nun her und bist irgendwie gekränkt über ihr Verhalten.

Was ich da aus deinem Post herauslese ist eine Ansammlung von Katastrophen mit Ansage.
Sei froh, dass die Nummer vorbei ist und reflektiere dich ein Stück weit selbst.

Vor einigen Tagen habe ich schließlich gefragt, ob wir uns einfach einmal sehen möchten – ohne über unsere Beziehung zu sprechen. Einfach Alltag, etwas essen und ein bisschen miteinander reden.

Ihre Antwort war sinngemäß:

Die Idee höre sich zunächst gut an, aber es sei uns wahrscheinlich nicht möglich, normal miteinander umzugehen, ohne vorher „das Gespräch“ geführt zu haben. Außerdem sei sie unsicher, ob sie das Treffen überhaupt möchte. Deshalb müsse sie ablehnen, weil es uns beiden nicht guttun würde.
Die Frau hat trotz ihrer schweren psychischen Erkankung mehr Klarheit und Weitsicht als du, sorry.
Ein Treffen würde euch BEIDEN nicht gut tun und damit trifft sie den Nagel auf den Kopf.

Wenn du die Frau wirklich "liebst" dann ist das Beste was du tun kannst, das du sie in Ruhe lässt.
 
Ich werde dir höchstens dann antworten, wenn ich sehe, dass du dich an deinem eigenen Thread beteiligst. Warum ich es nicht jetzt schon tue?
  • Keine Stunde zwischen Anmeldung und "zuletzt gesehen"
  • Viel zu langer Beitrag mit viel zu vielen unwichtigen Details
  • Keine konkrete Schlussfrage.
  • Sachlich geschrieben
  • emptionslos
  • grammatikalisch korrekt
  • zuwenig bis keine Absätze.
 

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