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Ungleichbehandlung von Pflegekind und den eigenen Kindern

Man muss sich aber auch in die Welt der Kinder hinein versetzen alle paar Wochen oder Monate eine neue "Familie", schön ist das nicht und ganz bestimmt auch nicht einfach.

Da stimme ich dir vollkommen zu.

Bin mir nur nicht sicher, wie man das verbessern kann....

So, wie ich dich verstanden habe, TE, sagt deine Schwester nicht den Pflegekinder, wie sie sich fühlt, sondern dir und anderen Dritten unter 4 Augen.

Wenn du ihr nun sagst, dass sie alle gleich lieben 'sollte' , was soll das bringen?

Sinnvoller würde ich es finden, wenn du ihr sagst, wo in ihrem Verhalten du Unterschiede bemerkt hast und zu fragen, ob das Absicht war.

Insbesondere die Unterschiede, wie sie sich zu dem Pflegekind, das dauerhaft bei ihnen ist, und den leiblichen Kindern, würde ich relevant finden.
 
Ich kenne eine Familie, da wird das PflegeKind stets bevorzugt. Richtig ist, die Blutslinie zu bevorzugen.

Was die Leute alles sollen, es gibt solche und solche. Pflegekinder sind nur was für Leute der Oberschicht, die sonst keine Sorgen haben.
 
Viele Pflegekinder und Adoptivkinder haben keine Eltern mehr und bleiben sehr viele Jahre in der Familie.

Wenn sie wie Menschen 2.Klasse behandelt werden und erleben wie die leiblichen Kinder von den Eltern vorgezogen und mehr geliebt werden ...bekommen sie auf jeden Fall einen heftigen Knacks für ihr ganzes Leben.

Genau so ist es.
 
Was hier teilweise geschrieben wird, ist wirklich grotesk. Pflegekinder leben teilweise Jahrzehnte in Pflegefamilien. Die Pflegekinder aufgrund von "Blut ist dicker als Wasser" schlechter zu behandeln, liebloser oder ihnen das Gefühl zu vermitteln, es sei weniger wert als die anderen Kinder, ist einfach nur krank.

Niemand sollte aufgrund seiner Herkunft schlechter behandelt werden. Wir waren 4 Kinder, ich bin die jüngste, mein Bruder war der Pflegebruder. Er hat das sehr gut mitbekommen, ich genauso, wenn wir unterschiedlich behandelt wurden, was definitiv der Fall war. Denn er war ja nur der uneheliche Sohn von jemanden, die mit ihm nichts anfangen konnte und daher abgeben hat. Er hat definitiv einen Knacks fürs Leben.
 
Bitte bleibt beim Anliegen der TE und beginnt keine Grundsatzdiskussion bzw. Nebendiskussionen. Abweichende Meinungen sind zu tolerieren. Für eigene Themen sind eigene Threads zu eröffnen.
 
Ich kann verstehen, das du deine Schwester nicht unbedingt in die Pfanne hauen
willst, aber ok ist das Verhalten und die Aussagen nicht.

Ich war bisher der Meinung das man speziell geschult wird, wenn man Pflegekinder aufnehmen möchte, um genau so etwas zu verhindern.
Sonst könnte das ja jeder machen, der Kinder hat/te und genug Platz im Haus, wenn das als Referenz ausreicht beim Jugendamt.

Traurig für die Kinder.
Aber wir sind Menschen und überall gibts schwarze Schafe, liest man ja immer wieder mal.
 
Kann es vielleicht liegen, dass sie "nur" eine Bereitschaftspflegemutter ist? Wo die Kinder hinkommen, wenn sie gerade eben aus ihrer Ursprungsfamilie gekommen sind? Und wo sie wieder herausgenommen werden, sobald man eine Dauerpflegefamilie gefunden hat bzw. die Eltern ihr Kind zurückgeklagt haben?

In dem Fall kann ich es irgendwo schon verstehen, dass sie vielleicht aus Selbstschutz nicht so viele Emotionen zulässt. Denn wenn man ständig Kinder bekommt, diese dann anfängt zu lieben wie ein eigenes und 3 Monate später werden sie einem schon wieder genommen, da wird man doch verrückt. Teils ist es hier auch gar nicht gewollt, dass die Kinder eine zu enge Bindung zu den Pflegeeltern eingehen, weil ja bereits bekannt ist, dass sie bald abermals aus dieser gerissen werden.

Etwas anderes ist es in einer Dauerpflegefamilie, wo man weiß, dass das Kind voraussichtlich nicht mehr zu den eigenen Eltern zurückkommt, weil diese zu viele Baustellen haben, als dass man das Kind zeitnah zurückgeben könnte. Bei manchen Eltern ist ja von vorneherein klar, dass sie so kaputt sind, dass es vollkommen unwahrscheinlich ist, dass sie es je zurückbekommen. Hier sollte man sich in der Tat auch emotional auf die Kinder einlassen, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass man sie dauerhaft großzieht und der Kontakt dann auch im Erwachsenenalter weiterbesteht.

Ich denke, das Jugendamt ist einfach froh, überhaupt entsprechende Bereitschaftspflegefamilien zu haben. Es gibt genug Orte, da müssten Kinder dringend aus ihren Ursprungsfamilien rausgenommen werden, es wird aber nicht gemacht, weil man nicht genügend Einrichtungen oder Bereitschaftspflegefamilien hat. Je nach Örtlichkeit ist man vielleicht so froh um jede Pflegefamilie, dass in der Tat nicht mehr so genau hingeschaut wird, solange keine Vernachlässigung oder Missbrauch zu erkennen ist (weil ja, auch das gibt es).
 
Ich kenne eine Familie, da wird das PflegeKind stets bevorzugt. Richtig ist, die Blutslinie zu bevorzugen.

Was die Leute alles sollen, es gibt solche und solche. Pflegekinder sind nur was für Leute der Oberschicht, die sonst keine Sorgen haben.

Also bitte.

Ja klar, die eigenen Kinder sind die eigenen Kinder. Auch zwischen den eigenen Kindern gibt es oft einen Unterschied in der emotionalen Bindung.

Allerdings ein Pflegekind, das man selber in Obhut genommen hat, das sicher ein schweres Leben gehabt hat, bei vollem Bewusstsein (emotional) zu benachteiligen, das ist hart.
 
Letztlich schreibt tonytomate aus meiner Sicht leider die harte Wahrheit. Auch, wenn man es nicht gern liest bzw. auch, wenn ich es natürlich ebenfalls nicht gut finde, was da bei deiner Schwester passiert, @rainyday. Es ist aus meiner Sicht dennoch verständlich, dass die leiblichen Kinder den Pflegekindern vorgezogen werden - die leiblichen Kinder hat die Mutter schliesslich 9 Monate ausgetragen und sie wurden (in den meisten Fällen) in Liebe gezeugt, man hat sich drauf gefreut, etc. Das ist schon etwas anderes als ein Pflegekind, das man oft nicht einmal von Geburt an kennt.

Es werden ja sogar unter leiblichen Geschwistern häufig Unterschiede gemacht. Die meisten Eltern haben ein Lieblingskind, auch, wenn sie sich das nicht gerne eingestehen.

Welche Form von Unterschied wird denn gemacht, @rainyday? Das wäre vielleicht wichtig zu erörtern, um die Situation besser beurteilen zu können.

Es ist nämlich das Eine, wenn man sich weniger geliebt fühlt - auch viele leibliche Kinder fühlen sich zurückgesetzt im Vergleich zu den Geschwistern, solche Rivalitäten kommen sogar dann vor, wenn es materiell und in der Aufmerksamkeit, die geschenkt wird, keine Unterschiede gibt. Es ist etwas Anderes aus meiner Sicht, wenn sich die Unterschiede z.B. auch materiell und im Alltag niederschlagen, bspw. bei Geburtstagsgeschenken und -feierlichkeiten oder bei der tatsächlichen Zuwendung.

Viele Grüsse
Santino
 
Also bitte.

Ja klar, die eigenen Kinder sind die eigenen Kinder. Auch zwischen den eigenen Kindern gibt es oft einen Unterschied in der emotionalen Bindung.

Allerdings ein Pflegekind, das man selber in Obhut genommen hat, das sicher ein schweres Leben gehabt hat, bei vollem Bewusstsein (emotional) zu benachteiligen, das ist hart.


Und wenn ich auch adoptiert bin so kann ich diese Aussage nur bestätigen, leider.
 

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