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Ungewollt Sex, Vergewaltigung?

Danke Setsuko!

Deine Tipps klingen gut! Es tut mir Leid, dass du gerade nicht so auf der Höhe bist. Viel Kraft wünsch ich dir auch 🙂

Gibt es hier eine Möglichkeit sich mit anderen, die ähnliches erlebt haben auszutauschen?? Ich würde mich freuen über Kontakt mit solchen Personen...
 
Wenn du dich ungefähr so fühlst wie ein gebrauchter gegenstand, dann war es auf jeden fall vergewaltigung. Ich hoffe, dass es nicht so ist. Lg chrisi
 
Wenn du dich ungefähr so fühlst wie ein gebrauchter gegenstand, dann war es auf jeden fall vergewaltigung. Ich hoffe, dass es nicht so ist. Lg chrisi

vorsicht mit Painbodyanheizenden vorschnellen Thesen!

Bevor man nicht die Gesamtsituation genau einschätzen kann und die Person nicht persönlich kennt die ein gewisses Erlebnis hatte sollte man nie zu schnell eine Bewertung vornehmen.

Dies schreibe ich in freundlich-mahnendem Sinn, denn niemanden ist geholfen wenn man eine wacklige Annahme ausspricht die ggf eher schadet als nutzt in vielen Fällen.

In der Mitte bleiben, also sich neutral äußern bis man genauere und exaktere Erkenntnisgrundlagen besitzt ist immer ganz sinnvoll.

Liebe Grüße
Tyra

ich rate erneut dazu vor Ort konkrete Hilfe zu suchen und zwar rasch bevor noch weitere Dinge passieren. Denn offenbar stimmt was mit dem Selbstschutz nicht so ganz, wenn man sich einen fremden Mann ins Bett holt den man gar nicht persönlich sondern zunächst nur aus dem Internet kennt.

Das Grundgefühl sich wie ein gebrauchter Gegenstand zu fühlen ist IMMER unabhängig von äußeren Begebenheiten, da jeder für seinen eigenen Gefühlshaushalt zuständig ist. In dem Fall dieses Gefühls liegen starke Minderwertigkeitskomplexe vor und diese gefährden da man sich dann in seiner Selbst-verachtung oft Typen raussucht die einem diese Bedürfnislage dann erfüllen und sich verächtlich benehmen. Somit bedient jemand der sich selbst nicht mag und beachtet im Grunde dieses Gefühl selbst durch sein Verhalten (in diesem Fall: mit jemand Fremden direkt in die Kiste steigen) Im vorliegenden Fall kennt die Betroffene sich nicht selbst und daher auch das Befremdlichkeitsgefühl und Gefühl des Ausgenutzseins. Triebe und offenbar eine überstarke Sehnsucht nach Nähe (die sich jedoch nie durchs ****en erfüllen läßt) hatten die Zügel in der Hand und das ist nie so gut.

Die Kunst zu lieben beginnt mit der Selbstliebe und diese gebietet große Achtsamkeit bei der Partnerwahl.

Oder man ist so ehrlich und sagt sich: ich will mich nicht binden und daher lerne ich Leute aus dem Internet kennen die meistens aus eines aus sind: ne schnelle Geschichte und mache das dann halt mit.....ist jeweils die eigene Entscheidung
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich danke für die erneuten Beiträge.

Ich will keinesfalls eine Vergewaltigung vor Gericht "rausschlagen". Ich weiß ganz genau, dass es sinnlos wäre, auch wenn ich mich vergewaltigt fühle. Das ist nun mal so, dass ich dieses Gefühl habe. Ich muss auch ununterbrochen daran denken, was der Grund ist warum ich immer wieder hier schreibe.



Klar hätte ich weggehen können, nur hab ich mich nicht in der Lage dafür entscheiden können, weil ich mich plötzlich nicht mehr wie ich selbst gefühlt habe. Meine Gedanken waren plötzlich: "so wie ich bin und aussehe kann ich jetzt nicht da hoch gehen" und "Ich lass ihn doch jetzt nicht alleine, es ist doch mein Freund, den ich so lieb hab". Und dann einfach nur noch Ohnmacht. Konnte nichts mehr tun außer da zu stehen.



Ist das nicht irgendwie verständlich? Mich wurmt das natürlich, aber kann es nicht sein, dass meine Reaktion nur weil sie hätte härter sein können, dies auch hätte sein müssen um von einer Vergewaltigung zu sprechen? (aus juristischer Sichtweise ist hier der Tatbestand der Nötigung nicht erfüllt, ich weiß das ich studiere Jura im 1. Semester)


Und dieses Gefühl, dass ich mehr hätte tun können und dass es sich eigentlich nur um betrunkenen SEx handelte, den ich nicht genug abgewehrt habe (daher gewollt habe????!!), führt dazu dass ich mich nicht weiter traue be einer Therapeutin darüber zu sprechen. Weil es ist ja meine Schuld gewesen!

aha..immer wieder...ich hatte ja bereits geschrieben dass Therapiebedarf besteht und für Arbeit an einem funktionierenden Selbstschutz. Dein Schmerzgefühl deutet darauf hin und du solltest endlich mal wach werden und hinhören!

Minderwertigkeitskomplexe sind da...bearbeiten!

Betrunkener Sex...du hast dich absichtlich ohnmächtig gemacht. Lass die Finger von Drogen jeder Art und die Finger von Männern die betrunkene Frauen vögeln!

Und lass die Painbodysache mit den Schuldgefühlen, denn das bringt nix. Wechsel rüber zu mehr Mitgefühl und dahingehend baldmöglichem Drüberreden mit einem guten Therapeuten. Denn alles andere bringt nix und nur weiter weitere Gefährdung.

Wie entscheidest du dich JETZT?

Tyra
 
Ich habe mal wieder das Internet durchforstet. Seit dem Vorfall dieses ursprünglichen Threads sind Jahre vergangen. Ich habe das Gefühl ich leide noch darunter. Habe seit dem Vorfall keinen neuen Freund gehabt und nur bedeutungslosen Sex mit Männern verteilt über die Jahre. Ich suche mir immer die raus, die an nichts tieferem interessiert sind. Und die die an mehr interessiert sind stoße ich gerne mal ab, weil ich mich nicht verliebe.

Ich muss gerade heute wieder über das Geschehene von 2010 nachdenken und fühle mich hilflos und irgendwie weiß ich nicht damit umzugehen. Ich würde am liebsten mit jemandem darüber reden, aber andererseits ist es mir peinlich. Vor allem habe ich starke Schuldgefühle wegen einer großen Sache:

ICH HABE WIEDER MIT DEM TYPEN VON DAMALS GESCHLAFEN UND DEN KONTAKT NICHT VÖLLIG ABGEBROCHEN

Der Vorfall war nie wieder Thema und er kam nur noch 3-4 Mal an mich ran und wir hatten Sex, welcher völlig unbedenklich war und nie mehr in einer Art wie so mancher Sex in der Beziehung oder wie in der einen Nacht.

Warum aber habe ich überhaupt noch mit ihm geschlafen, was bitte geht eigentlich in mir vor? Rede ich mir diese Vergewaltigung nur ein? War es in Wirklichkeit nur eine komische Nacht in der ich nicht so Lust auf Sex hatte es aber zugelassen habe? Warum ging es mir danach so S**** und warum beschäftigt es mich immer noch?
 
hallo liebe(s) 🙂 glashaus!

dein beitrag ist lange her und auch dein letztes post schon einige monate. ich bin erst vor kurzem auf das thema hier im internet gestoßen und hoffe sehr, dass du das liest. (werde dir auch eine pn schreiben, sobald das von meinem konto hier im forum möglich ist)

erstens mag ich zur sicherheit anmerken: ich nenne ungewollten sex, wenn auch geäußert wurde dass er nicht gewollt wird, hier mal der einfachheit halber vergewaltigung. moralisch ist es das für mich nämlich - auch wenn das gesetz hier differenziert.

ich kann dir wahrscheinlich nicht viel weiterhelfen, aber dir zumindest sagen, dass du nicht alleine bist. obwohl ich davon ausgehe, dass es sehr viele vergewaltigungen in beziehungen gibt, in denen die vergewaltigten sich nicht besonders vehement wehren, habe ich lange im netz gesucht, um irgendwas mehr oder weniger hilfreiches dazu zu finden. und bin dann auf deinen beitrag hier gestoßen.

obwohl die situation bei dir und mir verschieden war, gibt es doch einige parallelen. vielleicht ist mein "fall" noch viel irritierender... also mein verhalten. du fragst dich, warum du mit dem täter noch geschlafen hast, nachdem die sache passiert ist. ich frage mich, warum ich mit dem täter seit jahren in einer beziehung lebe, nachdem das passiert ist. ich scheue mich sehr davor, über all das zu sprechen, weil ich befürchte, verurteilt zu werden. ich verurteile mich ja auch selbst dafür...

ich hatte ein paar wochen lang eine affäre mit einem mann (ich nenn ihn mal max), der noch in einer (kurzen, lockeren) beziehung war. schon allein das ist untypisch für mich, ich bin für klare verhältnisse. damals habe ich mich eine zeit lang nicht entsprechend meiner wertvorstellungen verhalten. in dieser zeit ist "es" passiert.

wir kannten uns etwa 3 monate lang, waren wenige wochen in der "affäre". wir waren bei ihm zuhause, und haben gras geraucht. ich habe in meinem leben einige jahre lang sehr selten hin und wieder marihuana konsumiert - vielleicht alle paar monate mal (habe in meinem gesamten leben vielleicht 10 mal was geraucht.). ich hatte nur erfahrung mit joints, dh marihuana mit tabak gemischt. in der besagten situation hatte max ein pfeifchen, wo das gras pur geraucht wird. zuerst haben wir gelacht, es lief gute musik, wir hatten einfach spaß. es dauerte aber nur etwa eine halbe stunde und wenige züge aus dem pfeifchen und ich bin "abgestürzt". ich hatte zuviel erwischt, weil ich das "pur rauchen" nicht richtig abgeschätzt hatte. außerdem dürfte das marihuana von einer sehr dämpfenden qualität gewesen sein. mir war unglaublich schwindelig, mir war übel (ich musste mich aber nicht übergeben) und ich war mehr als "stoned". ich fühlte mich ängstlich (aber nicht panisch) und ganz schrecklich unwohl, alles war surreal. ich konnte mich kaum bewegen, mein körper war schwer wie stein, ich konnte kaum sprechen weil meine zunge so schwer war. ich wollte nur noch schlafen - also meinen rausch ausschlafen. diejenigen die marihuana schon mal konsumiert haben, kennen die dinge die ich beschreibe wahrscheinlich - nur war es in dieser situation viel heftiger als ich es kannte: ich konnte mich tatsächlich NICHT mehr bewegen. wenn ich meinen arm heben wollte, dauerte das minuten vollster konzentration und anstrengung, bis er sich vielleicht einen zentimeter hob. natürlich habe ich nichts mehr geraucht nachdem ich merkte wie es mir geht... aber wie auch bei starkem alkohol wirkt die droge nach der letzten "dosis" ja noch nach, dh mein letzter zug war geraucht aber hatte seine wirkung noch nicht entfaltet. ich wusste also, dass es in wenigen minuten noch schlimmer wird. wir saßen am rand des bettes, ich habs dann geschafft meine beine rauf zu heben und hab mich hin gelegt. natürlich hab ich max gesagt, dass es mir nicht gut geht... er war aber selber bekifft und hat darüber nur gelacht. bis dahin war für mich mein befinden zwar nicht angenehm, aber im endeffekt war alles in ordnung. ich hatte die situation gerade noch abgefangen, bevor ich einen kreislaufkollaps bekam oder mich übergeben musste. hinlegen, schlafen - und in ein paar stunden würde es mir wieder gut gehen. ich dämmerte schon vorher immer wieder halb weg, wenige minuten nach meinem letzten zug war es aber noch heftiger. mir war sehr übel, wollte nur dass mein zustand aufhört. ich lag auf der seite, von max abgewandt, versuchte mich aufs atmen zu konzentrieren um das angstgefühl weg zu bekommen und dämmerte weg...

als er anfing, mich anzufassen - er wollte mit mir schlafen. ich habe es geschafft, zu sagen "nein, jetzt nicht". er hörte nicht auf. ich lag mit dem gesicht zur wand, ganz dicht vor meinem gesicht die wand. es war eng. er lag dicht an mich gedrückt hinter mir, ich dachte ich dreh durch, es war so eng. da hatte ich panik. ich hatte das gefühl ich bekomm keine luft mehr, ich hatte irgendwie tatsächlich das gefühl, ich würde sterben (obwohl ich irgendwie noch wusste, dass das nicht real ist).
ich sagte - sehr langsam... und es war sooo anstrengend überhaupt zu reden.... "nein, bitte ich will nur schlafen mir gehts nicht gut." er hörte nicht auf. ich erinnere mich als ob es gestern gewesen wäre (es ist 6 jahre her!), dass ich sagte "bitte hör auf, i will nur schlafen, ich krieg gar nix mehr mit". seine antwort darauf "na da werden wir schon schaun, dass du was mitkriegst!".
es war schrecklich. es war... so schrecklich. mir war schwindelig, ich war in meinem zustand zu sexueller erregung überhaupt nicht fähig, seine berührungen waren nur lästig, ich empfand sexuell auch rein körperlich NICHTS... ich war sooo erschöpft und müde, ich konnte nicht mehr sprechen aber ich wollte dass er aufhört. eingequetscht zwischen wand und max... ich habe versucht mit meiner hand sein becken von meinem fern zu halten. ich habe es geschafft, meine hand hinter mein becken (also zu meiner pobacke) zu geben, spürte auf meiner handfläche seine leiste aber ich hatte keine kraft. ich konnte ihn nicht wegdrücken. meine hand war einfach zwischen meinem po und seiner leiste, ich spürte mich, ihn. er musste meine hand spüren, die ihn weg drängen wollte, aber es war keine kraft darin.
ich bin weg gedämmert... kurz wahrscheinlich, denn ich hatte noch einen "lichten" moment, als er mich noch missbrauchte und ich sagte sowas wie "nein hör endlich auf" - aber ich weiß nicht ob das laut genug war dass er es hören konnte. dann war ich wieder weg. mitten in der nacht kam ich zu mir. ich lag immer noch auf der seite, meine nase berührte die wand, das höschen war halb runter gezogen und ich war nass....

ich konnte es nicht .. fassen. ich konnte es einfahc nicht begreifen. ich stieg üb er ihn drüber, ging aufs wc und ins bad... ich ekelte mich so sehr! dann kamen ganz pragmatische gedanken: er hatte nicht verhütet... wo in meinem zyklus war ich... oh mein gott... hoffentlich war er gesund...

ich saß ewig auf dem klo, war ewig im bad. ich fühlte mich noch nicht gut genug um mit dem auto zu fahren, wollte mich aber nicht neben den schnarchenden max legen...

ich weiß nicht mehr, wie ich die nacht verbracht habe. sitzend auf einem stuhl oder im bad oder doch im bett... ich weiß nicht warum ich mich nicht dran erinnern kann. ich blieb jedenfalls in seiner wohnung. morgens ging er frühstück holen. ich redete kein wort. ich konnte es nicht fassen und auch nicht einordnen - er war bis dahin zwar sehr sex-orientiert aber immer nett gewesen. ein fürsorglicher typ einfach. ich konnte nicht einordnen was da passiert war. als vergewaltigung oder missbrauch hätte ich das geschehene nicht bezeichnet damals, einfach weil das irgendwie nicht möglich sein durfte, dass so ein netter kerl sowas tat... als max einkaufen war, rief ich eine freundin an und erzählte ihr von der situation. irgendwie war ich sicher dass sie schockiert sein würde. aber das war sie nicht wirklich. sie meitne, das wär schon arg und nicht ok, aber sowas könne passieren. sie fragte ob ich das gefühl hatte, dass er mir schaden wollte. nein, sagte ich, ich hatte nicht das gefühl dass er mir schaden wollte. er hat einfach nur ignoriert was ich sagte und dachte wohl, er würde es hin bekommen, dass wir beide spaß dran haben. meine freundin meinte dann eben, sowas könne passieren in nicht nüchternem zustand (bekifft oder alkoholisiert), dass sich ein mann da "überschätzt" und wenn es offensichtlich "nicht böse gemeint" war, würde sie die gerade entstehende beziehung deswegen nicht weg werfen.

ich wurde als kind sexuell missbraucht innerhalb der familie. damals traute ich mich nicht, nein zu sagen. und so dachte ich mir "na wenn es nicht so schlimm ist wie es sich jetzt anfühlt, dann bin ich wohl nur übersensibel aufgrund meiner vergangenheit/geschichte. und ich will mir nicht selbst eine vielleicht tolle beziehung zerstören".
max erwähnte, als er vom einkaufen zurück war, dass es "nicht ok war, was in der nacht passiert ist". ich nickte nur. in mir selbst fand ein krieg statt. es kämpfte der teil in mir, der sich dachte "war bestimmt nicht ok aber sicher auch nicht schlimm" mit dem teil der meinte "so etwas HAT nicht zu "passieren", es IST schlimm, ich habe deutlich mehrmals gesagt dass ich das nicht will...".

ich bin mit max zusammengeblieben, er hat sich kurz danach von seiner "noch-freundin" getrennt. ich lebe seit 6 jahren mit ihm zusammen. er hat sich nie wieder an mir vergangen, er hat mich nie geschlagen. aber verbal gab es so einige für mich sehr schlimme situationen. nein, ich bin nicht glücklich. der zwiespalt in mir ist nach wie vor da, es ist schlimm für mich. max kann supernett, lieb sein... aber auch ein richtiger A****. er ist aber fürsorglich... nur sex habe ich mit ihm seit 3 oder 4 jahren nicht mehr. ich KANN nicht, er widert mich irgendwie an. die ersten jahre hab ich das geschehene irgendwie immer beiseite geschoben. dann gab es eine "aussprache". ein riesen streit den ich vom zaun gebrochen habe, weil mir diese nacht nie aus dem kopf gegangen ist, obwohl ich den großteil des geschehens gar nicht mitbekommen hab. es war ein hässlicher strit, in dem er sachen sagte wie "du hast ja selber entschieden dass du was rauchst" (darum aber geht es nicht!!!!). und er sagte sogar "es gehören immer 2 dazu, i hab ihn dir reingesteckt und du hast hergehalten". auf diese aussage hin hab ich ihm eine ohrfeige verpasst. "hergehalten"?! ich habe NICHT HER GEHALTEN. ich habe gesagt dass ich es nicht will. ich habe versucht, der situation zu entkomen aber ich KONNTE körperlich mich nicht wehren. irgendwie ging der streit vorbei, er entschuldigte sich dann irgendwann irgendwie mehr oder weniger ...

ich weiß nicht genau warum ich mich nicht trennen konnte... ich fühlte und fühle mich schuldig, weil ich damals ja schon bei ihm geblieben bin. dann habe ich doch 6 jahre später nicht das recht, ihn zu verlassen... so irgendwie.

ich war in therapie aber habs bis jeztt nicht geschafft darüber zu reden. ich schäme mich. und jetzt steht das thema an in der therapie. diese woche werd ich das erste mal (nach dem telefonat mit meiner freundin) darüber reden. ich habe angst. riesige angst vor meiner schuld.

wenn er einfach "nur ein gewalttätiger A****" wäre, wärs irgendwie einfacher für mich... aber die welt ist nicht schwarz-weiß und max auch nicht. er hat so liebe seiten an sich, er ist kein "schlechter mensch". viele verhaltensweisen von ihm finde ich dagegen ganz schlimm und sind eigentlich ein "no go".

wenn ich als außenstehende das lesen würde, würd ich mir denken "voll bescheuert, die frau". aber irgendwie ist die sache in meinem empfinden komplizierter. eben nicht "schwarz-weiß".

das war meine geschichte, und deine, liebe glashaus, erinnert mich an meine. wobei du noch viel entschlossener warst als ich (du hast dich zuerst mal getrennt) - mein verhalten ist noch viel irrer gewesen. ich bin geblieben und hab dennoch jahrelang mit dieser "entscheidung" gehadert und habe auch nach vielen jahren noch immer probleme damit... sodenn, ich freue mich falls glashaus mir antwortet. auch auf sonstige antworten bin ich neugierig...


alles liebe,
schrittchen
 
hey, es tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich habe mich eine lange Phase weniger in Foren zu dem Thema herumgetrieben.

Ich habe gerade wieder eine akute Phase, in der ich viel darüber lese und herausfinden will, wie sehr mich meine Geschichte noch beeinflusst in meinen Entscheidungen heute.
schritt für schritt: Deine geschichte klingt ultra krass, zumal ich schoneinmal ein traumatisierendes Erlebnis mit Haschkeksen hatte ohne sexuellen Missbrauch. Da habe ich mich ohnmächtig gefühlt. Das gepaart mit dem was dieser "Max" dir angetan hat, hätte mich wahrscheinlich für immer beeinträchtigt. Ich bin froh, dass du es hier geschrieben hast. Sei sicher, dass ich es gelesen habe und dir glaube.

Hast du mit anderen darüber gesprochen?

Davor mache ich noch immer Halt, also mit anderen darüber zu reden. Eben weil ich denke, dass alle anderen denken müssen ich bin bescheuert, weil ich diesem Typen noch 5 Jahre hinterhergerannt bin und mit ihm Sex hatte.

Aber meine neueste Errungenschaft ist den KOntakt abzubrechen und mich deshalb nicht mehr schlecht zu fühlen sondern, mittlerweile stark und gut 🙂
 

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