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Ungerechtigkeit pur

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Der Selbstbehalt bei Volljährigenunterhalt beträgt 1650 €. Die Eltern sind nicht mehr überobligatorisch unterhaltsverpflichtet, daher gibt es bei volljährigen Kindern auch keine fiktiven Einkommen mehr.

Der Unterhalt wird nicht geteilt, sondern bemisst sich an der Leistungsfähigkeit bis zum Selbstbehalt. Das heißt natürlich, dass der Vater mehr als die Hälfte schuldet, wenn er in dem Rahmen leistungsfähig ist.

"Das wäre nur der Fall, wenn beide Eltern zufällig gleich viel netto verdienen würden. Vielmehr haftet jeder Elternteil anteilmäßig in Höhe seines unterhaltsrelevanten Einkommens abzüglich des Selbstbehalts. Das bedeutet, dass derjenige Elternteil, der ein höheres Nettoeinkommen hat als der andere Elternteil, einen größeren Teil des Kindesunterhalts zahlen muss als der andere Elternteil."
 
Ich würde mal mit meinem Arbeitgeber reden und fragen, ob er das Gehalt entsprechend senken und den Rest cash auf die Hand zahlen kann, wäre sogar eine Win-Win-Situation für beide.
 
Hallo LostHope,

ich kann Deinen Unmut verstehen. Allerdings muss ich Dir auch sagen, dass Du nach eigener Aussage über Jahre keinen Unterhalt gezahlt hast und deshalb nichts zum Lebensstandard und zur schulischen Ausbildung Deiner Kinder beigetragen hast. Diese Kosten wurden bisher offensichtlich von Deiner Exfrau und deren Lebenspartner getragen.

Der Lebenspartner Deiner Exfrau hat also nicht nur Deiner Exfrau eine Arbeit und damit Perspektive gegeben, sondern sie offensichtlich auch sonst sehr stark unterstützt und die Kinder mitfinanziert. Es mag sein, dass dieser Mann mehr Geld als Du hat. Aber ich denke, dass man deshalb die Leistung, die er erbracht hat nicht schmälern sollte. Offensichtlich scheint ihm das Wohl der Kinder und seiner Partnerin am Herzen zu liegen und er hat auch dafür gesorgt seine Partnerin in Arbeit zu bekommen, so, dass sie in die eigene Rente einzahlen kann. Das finde ich ein wirklich positives Verhalten, was durchaus für den Mann spricht.

Du hast hingegen über Jahre offensichtlich sehr wenig dazu beigetragen etwas zu tun, wenn es um die Zukunft Deiner Kinder geht. Ich finde es deshalb absolut nicht ungerecht, dass Du Dich jetzt auch mal kümmerst und die Familie entlastest. Immerhin hattest Du über die Jahre ja selbst einen finanziellen Vorteil, weil keine Unterhaltsansprüche an Dich heran getragen worden sind und durchaus die Möglichkeit die entsprechend finanziell zu bereichern.

Unterhaltsansprüche haben auch mit Kontakt nichts zu tun.
 
Hier in diesem Fall könnte auch ein fiktives Einkommen der Mutter angesetzt werden, wenn sie ohne wichtigen Grund nur halbtags arbeitet und damit ihrem Kind den Unterhalt vorenthält. Das könnte die Folge einer Klage des Sohnes auf Unterhalt sein; das fiktive Einkommen kann nur das Familiengericht als "Messgrösse" ansetzen.

Hey, das stimmt nicht! Im Bafögrecht zählt nur das tatsächlich erzielte Einkommen und das ist bei der Kindsmutter unter dem Selbstbehalt, also hat sie im rein rechtlichen Sinne überhaupt kein Einkommen für irgendeine Berechnung. Ist ja klar dass sie nur halbtags arbeitet, die ist ja nicht doof, sonst müsste sie ja einen Teil von den € 632,-- übernehmen.
Nächste Ungerechtigkeit, sagte ich ja oben schon, als der Sohn noch zuhause wohnte und im FSJ war, da galt noch das gewöhnliche Unterhaltsrecht und wir durften/mussten uns den errechneten Unterhaltsbetrag hälftig teilen. Das ist in Ordnung, aber jetzt, ganz plötzlich, muss ich alles alleine übernehmen, nur weil sich die Rechtsgebiete verändert haben. Wo leben wir denn eigentlich?
 
Hallo LostHope,

ich kann Deinen Unmut verstehen. Allerdings muss ich Dir auch sagen, dass Du nach eigener Aussage über Jahre keinen Unterhalt gezahlt hast und deshalb nichts zum Lebensstandard und zur schulischen Ausbildung Deiner Kinder beigetragen hast. Diese Kosten wurden bisher offensichtlich von Deiner Exfrau und deren Lebenspartner getragen.

Der Lebenspartner Deiner Exfrau hat also nicht nur Deiner Exfrau eine Arbeit und damit Perspektive gegeben, sondern sie offensichtlich auch sonst sehr stark unterstützt und die Kinder mitfinanziert. Es mag sein, dass dieser Mann mehr Geld als Du hat. Aber ich denke, dass man deshalb die Leistung, die er erbracht hat nicht schmälern sollte. Offensichtlich scheint ihm das Wohl der Kinder und seiner Partnerin am Herzen zu liegen und er hat auch dafür gesorgt seine Partnerin in Arbeit zu bekommen, so, dass sie in die eigene Rente einzahlen kann. Das finde ich ein wirklich positives Verhalten, was durchaus für den Mann spricht.

Du hast hingegen über Jahre offensichtlich sehr wenig dazu beigetragen etwas zu tun, wenn es um die Zukunft Deiner Kinder geht. Ich finde es deshalb absolut nicht ungerecht, dass Du Dich jetzt auch mal kümmerst und die Familie entlastest. Immerhin hattest Du über die Jahre ja selbst einen finanziellen Vorteil, weil keine Unterhaltsansprüche an Dich heran getragen worden sind und durchaus die Möglichkeit die entsprechend finanziell zu bereichern.

Unterhaltsansprüche haben auch mit Kontakt nichts zu tun.

Hey,
auf diese Art von Antwort hatte ich schon lange gewartet...

Da kämpft man Jahre lang gegen eine Ex, die größenwahnsinnig geworden ist, ein neuer Mann, dem sein Lebensinhalt aus Streiten besteht, nur weil es ihm Spaß macht, jeglichen Streit auf dem Rücken der Kinds austrägt und die Mutter zu ihren Kindern jeden Tag sagt, dass der neue Mann ihr wichtiger ist als alles andere auf der Welt!!??

Und dann kommt jemand um die Ecke und wirft mir sowas an den Kopf?!

Au man, ich muss aussteigen aus dem Thema, in diese Richtung sollte es wirklich nicht gehen!
 
Hallo Leute,
ich habe überlegt, ich möchte das Thema an dieser Stelle abschließen. Es gibt ein paar User, die die Problematik durchaus erkannt haben, mit denen würde ich mich auch gerne privat austauschen, aber so kontrovers wie hier das jetzt rüberkommt, das braucht kein Mensch.

Ich bleibe dabei und werde das auch niemals dementieren, Männer sind fast immer im Nachteil bei dem Thema Trennung, Scheidung und mit allem was danach auf einen zukommen kann. Ich kenne viele Frauen denen es auch danach wirklich dreckig ging, betrogen und belogen von hinten bis vorne, ich rede aber von mir und meiner Situation und die ist schon rein gesundheitlich recht bescheiden und ich hätte es gerne gesehen, dass der Vater Staat sagt, okay, sie haben andere Sorgen, wirklich schlimme Sorgen und daher werden sie entlastet, sie zahlen jetzt nur noch 300,--, anstatt 632,--, damit sie sich postoperativ um alles kümmern können, weil da kommt wirklich was auf sie zu, ganz besonders finanziell.

Wer die restlichen € 332,-- übernimmt ist mir egal, nur jemandem, der 40 Jahre lang ohne Pause einbezahlt hat, dem kann man dankenderweise schon etwas entgegenkommen. Machen die aber nicht, ganz im Gegenteil.

So, darum ging es mir, Frust loszuwerden, aber bitte keine Grundsatzdiskussion zu beginnen.

In diesem Sinne, nochmals Danke für Eure Zeit und Worte, hoffentlich bleibt ihr verschont vor den glorreichen deutschen Gesetzen, dann wird alles gut!

Viele Grüße
T.

Lebt wohl!
 
Hey, das stimmt nicht! Im Bafögrecht zählt nur das tatsächlich erzielte Einkommen und das ist bei der Kindsmutter unter dem Selbstbehalt, also hat sie im rein rechtlichen Sinne überhaupt kein Einkommen für irgendeine Berechnung. Ist ja klar dass sie nur halbtags arbeitet, die ist ja nicht doof, sonst müsste sie ja einen Teil von den € 632,-- übernehmen.
Nächste Ungerechtigkeit, sagte ich ja oben schon, als der Sohn noch zuhause wohnte und im FSJ war, da galt noch das gewöhnliche Unterhaltsrecht und wir durften/mussten uns den errechneten Unterhaltsbetrag hälftig teilen. Das ist in Ordnung, aber jetzt, ganz plötzlich, muss ich alles alleine übernehmen, nur weil sich die Rechtsgebiete verändert haben. Wo leben wir denn eigentlich?
Es gibt kein gewöhnliches Rechtsgebiet und kein Bafögrecht im Bezug auf Unterhalt.

Als er im FSJ war und bei der Mutter wohnte, hatte er das eigene Einkommen von über 400 €, dazu Kindergeld und das Wohnen ist als Bedarfminderung auf Seiten des Sohnes zu sehen (schließlich muss er keine eigene Wohnung untrehalten) und mindert den zu leistenden Unterhalt auf Seiten der Mutter (schließlich gewährt sie ihm Wohnraum, den sie ja auch bezahlen muss und wahrscheinlich auch Nahrung).

Wahrscheinlich hat in dieser Zeit niemand Unterhalt gezahlt, auch Du nicht. Richtig?

Es haben sich nicht die Rechtsgebiete geändert, sondern die unterhaltsrelevanten Voraussetzungen. Er muss jetzt eine eigene Wohnung unterhalten, das hebt die Minderung durch Wohnen bei Mutti auf. Das steht ihm auch zu, er ist 25.

Er bekommt kein Geld mehr durch das FSJ, fällt also dieses Einkommen weg. Dadurch steigt sein Bedarf.

Mutter ist nicht leistungsfähig, da unter Selbstbehaltsgrenze.

Das ist schon alles richtig so.
 
Es gibt kein gewöhnliches Rechtsgebiet und kein Bafögrecht im Bezug auf Unterhalt.

Als er im FSJ war und bei der Mutter wohnte, hatte er das eigene Einkommen von über 400 €, dazu Kindergeld und das Wohnen ist als Bedarfminderung auf Seiten des Sohnes zu sehen (schließlich muss er keine eigene Wohnung untrehalten) und mindert den zu leistenden Unterhalt auf Seiten der Mutter (schließlich gewährt sie ihm Wohnraum, den sie ja auch bezahlen muss und wahrscheinlich auch Nahrung).

Wahrscheinlich hat in dieser Zeit niemand Unterhalt gezahlt, auch Du nicht. Richtig?

....ich habe 10 Monate mit Anwalt und Amt gegen die Bescheide gekämpft und bei zig-Telefonaten wurde mir erklärt, dass es sich hier um 2 Paar Schuhe handelt, somit unterschiedliche, sagen wir besser mal...Berechnungsgrundlagen, zufrieden?

Und natürlich habe ich Unterhalt bezahlt während dem FSJ, jeder von den Elternteilen musste € 140,-- an den Sohn zahlen. By the way, ich habe gezahlt, die Mutter musste per Androhung vom Familiengericht zur Zahlung "angestupst" werden! Soviel dazu!

Ein schönes Restleben wünsche ich!
 
Ich würde mich von einem Anwalt beraten lassen.

Vielleicht findest du hier schon hilfreiche Infos:
.
 
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