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Ungerechtigkeit pur

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 119390
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G

Gelöscht 119390

Gast
Hallo liebe Leser!
Ich bin knapp 58 Jahre alt, geschieden seit 12 Jahren und habe 2 Kinder, 29 und 25 Jahre alt.
Seit Jahren zahlte ich kein Unterhalt mehr für die Kids, soweit so gut...
Der Junge mit 25 war schon immer problematisch, hat zig-mal die Schule wechseln müssen, 1 Jahr vor dem Abi
wurde alles hingeschmissen, es wurde ein FSJ gemacht und dann eine Ausbildung beim Staat, wieder nach 2 Jahren
abgebrochen und jetzt...seit letzten August, wurde eine schulische Ausbildung begonnen und eine eigene Wohnung
bezogen, das alles kostet natürlich Geld.
Kind beantragt Bafög, das wird abgelehnt, Amt kommt zu mir und der Mutter, verlangen Gehaltsnachweise und dann die Entscheidung, ICH muss € 632,-- pro Monat bezahlen, die Mutter keinen Cent, weil sie nur halbtags arbeitet und zu wenig verdient. Sie ist Sekretärin bei ihrem neuen eigenen Mann, ein stinkereicher Typ der eigentlich nichts anderes zu tun hat als das Geld zu zählen. Meine Ex hat eine Putzfrau, fährt einen 150000,-- teuren Wagen und lässt es sich so richtig gutgehen in der Villa des Mannes.
Jetzt kommt der Punkt der mich überlegen lässt, einfach die Arbeit niederzulegen (nach 40 Jahren), und es ihr gleichzumachen.

Seit Corona arbeite ich nur noch von zuhause aus, habe eine sehr schwere Krankheit und spare eigentlich nur noch für ein spezielles Auto und eine behindertengerechte Wohnung. Im Grunde wäre ich schon lange im Krankenstand oder sogar in der Erwerbsunfähigkeit, ich kann aber noch sitzen und denken, also schon allein wegen dem Verdienst, arbeite ich einfach noch.

Alle Versuche, alles Betteln, dem Amt gegenüber brachte nichts, die wollen dass ich zahle, solange ich über dem Existenzminimum bin, alles darüber muss ich abdrücken. Im Bafögrecht interessiert nur was man verdient, das ist alles anders als im Unterhaltsrecht, da müsste die wiederverheiratete Ex auch ihren Anteil vom Kuchen übernehmen.

Wenn ich jetzt so recht überlege, mit fast 60, kurz vor dem Rollstuhl, muss ich noch mein Kind finanzieren, 25 Jahre alt, somit komplett erwachsen. Wenn ich damals zu meinem Vater gegangen wäre in dem Alter und hätte um Geld gefragt, glaubt mir, dann würde ich jetzt nicht mehr schreiben können, soviel steht fest.
Nach 40 treuen Jahren als Steuerzahler, wenige Jahre vor dem (vorgezogenen) Ruhestand, wenn man sein Geld nachweisbar für andere wichtige Dinge benötigt, kommt der Staat und bittet einen zur Kasse.
Wer hier alles Geld in den Rachen gesteckt bekommt, kann kaum noch einer glauben, ich als treudoofer Angestellter sehe doch jetzt echt bescheuert aus. Und die werte Ex lacht sich in´s Fäustchen.

Ich kann und will diese abartige Ungerechtigkeit nicht akzeptieren, ein Gang zum Anwalt erscheint mir sinnlos bei der deutschen Rechtslage.

Kleine Bemerkung am Rande, zu dem einen Kind besteht seit der Scheidung kein Kontakt mehr, zu der Mutter sowieso nicht.

Kein Kontakt, aber mein Geld wollen, das macht es noch schwieriger!

Kennt irgendjemand so einen Fall? Bin für zahlreichen Input und Tipps sehr dankbar.

VG
T.
 
Hallo liebe Leser!
Ich bin knapp 58 Jahre alt, geschieden seit 12 Jahren und habe 2 Kinder, 29 und 25 Jahre alt.
Seit Jahren zahlte ich kein Unterhalt mehr für die Kids, soweit so gut...
Der Junge mit 25 war schon immer problematisch, hat zig-mal die Schule wechseln müssen, 1 Jahr vor dem Abi
wurde alles hingeschmissen, es wurde ein FSJ gemacht und dann eine Ausbildung beim Staat, wieder nach 2 Jahren
abgebrochen und jetzt...seit letzten August, wurde eine schulische Ausbildung begonnen und eine eigene Wohnung
bezogen, das alles kostet natürlich Geld.
Kind beantragt Bafög, das wird abgelehnt, Amt kommt zu mir und der Mutter, verlangen Gehaltsnachweise und dann die Entscheidung, ICH muss € 632,-- pro Monat bezahlen, die Mutter keinen Cent, weil sie nur halbtags arbeitet und zu wenig verdient. Sie ist Sekretärin bei ihrem neuen eigenen Mann, ein stinkereicher Typ der eigentlich nichts anderes zu tun hat als das Geld zu zählen. Meine Ex hat eine Putzfrau, fährt einen 150000,-- teuren Wagen und lässt es sich so richtig gutgehen in der Villa des Mannes.
Jetzt kommt der Punkt der mich überlegen lässt, einfach die Arbeit niederzulegen (nach 40 Jahren), und es ihr gleichzumachen.

Seit Corona arbeite ich nur noch von zuhause aus, habe eine sehr schwere Krankheit und spare eigentlich nur noch für ein spezielles Auto und eine behindertengerechte Wohnung. Im Grunde wäre ich schon lange im Krankenstand oder sogar in der Erwerbsunfähigkeit, ich kann aber noch sitzen und denken, also schon allein wegen dem Verdienst, arbeite ich einfach noch.

Alle Versuche, alles Betteln, dem Amt gegenüber brachte nichts, die wollen dass ich zahle, solange ich über dem Existenzminimum bin, alles darüber muss ich abdrücken. Im Bafögrecht interessiert nur was man verdient, das ist alles anders als im Unterhaltsrecht, da müsste die wiederverheiratete Ex auch ihren Anteil vom Kuchen übernehmen.

Wenn ich jetzt so recht überlege, mit fast 60, kurz vor dem Rollstuhl, muss ich noch mein Kind finanzieren, 25 Jahre alt, somit komplett erwachsen. Wenn ich damals zu meinem Vater gegangen wäre in dem Alter und hätte um Geld gefragt, glaubt mir, dann würde ich jetzt nicht mehr schreiben können, soviel steht fest.
Nach 40 treuen Jahren als Steuerzahler, wenige Jahre vor dem (vorgezogenen) Ruhestand, wenn man sein Geld nachweisbar für andere wichtige Dinge benötigt, kommt der Staat und bittet einen zur Kasse.
Wer hier alles Geld in den Rachen gesteckt bekommt, kann kaum noch einer glauben, ich als treudoofer Angestellter sehe doch jetzt echt bescheuert aus. Und die werte Ex lacht sich in´s Fäustchen.

Ich kann und will diese abartige Ungerechtigkeit nicht akzeptieren, ein Gang zum Anwalt erscheint mir sinnlos bei der deutschen Rechtslage.

Kleine Bemerkung am Rande, zu dem einen Kind besteht seit der Scheidung kein Kontakt mehr, zu der Mutter sowieso nicht.

Kein Kontakt, aber mein Geld wollen, das macht es noch schwieriger!

Kennt irgendjemand so einen Fall? Bin für zahlreichen Input und Tipps sehr dankbar.

VG
T.

Den Gang zum Anwalt kann dir niemand hier abnehmen.

Du musst zunächst prüfen lassen, ob du noch unterhaltspflichtig bist, nachdem das erwachsene Kind die Ausbildung bereits einmal abgebrochen hat. Dann ist die Frage, ob sich deine Ex am Unterhalt beteiligen muss und schließlich, wie hoch dein Selbstbehalt ist (wahrscheinlich bei Behinderung erhöht).

Das sind komplexe rechtliche Fragen, die kann dir hier niemand beantworten.
 
So weit mir bekannt ist, müssen Eltern nur eine Ausbildung finanzieren. Da dies die zweite Ausbildung ist, solltest du raus sein.
Hmm, könnte natürlich sein, dass eine zweite Ausbildung nur dann nicht finanziert werden muss, wenn die erste erfolgreich abgeschlossen wurde. Ich würde mich da mal anwaltlich beraten lassen.

Ich versteh das sowieso nicht. Das BAföG-Amt kann sich zwar weigern zu zahlen. Aber kann es den Eltern vorschreiben, wieviel Unterhalt sie ihren Kindern zu zahlen haben?

Hab mich ein bisschen eingelsen. Vermutlich verdient deine Ex weniger als den Selbstbehalt und du mehr.

Aber wenn sie mit dem neuen Mann verheiratet ist, sieht das eventuell schon wieder anders aus.

Ich weiß es nicht, bin absoluter Laie auf dem Gebiet. Steht mir allerdings auch noch bevor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @LostHope
das tut mir sehr leid für dich, das ist wirklich mächtig ungerecht und war mir so gar nicht bewußt. Ich befürchte, rechtlich hast du wahrscheinlich wirklich wenig Möglichkeiten, da was einzuklagen. Beraten lassen würde ich mich jedoch trotzdem mal. Vielleicht gibt es ein Schlupfloch, welches du jetzt noch nicht siehst... Hast du denn einen Schwerbehindertenausweis? Vielleicht kannst du Kosten für deine Krankheit anrechnen.

Allerdings hast du ja im Endeffekt nur noch zwei Jahre?
"Bei volljährigen Kindern besteht ein Anspruch auf Unterhalt ab 18 so lange, wie sich die Kinder in der Schul- oder Berufsausbildung befinden. Volljährige Kinder, die wirtschaftlich selbstständig oder über 27 Jahre alt sind, haben in keinem Fall mehr einen Unterhaltsanspruch."

Habt ihr, deine Ex-Frau und du denn so ein schlechtes Verhältnis? Vielleicht sagst du ihr einfach, du kannst dir das nicht leisten, eventuell hat sie doch ein Einsehen und ihr neuer Mann springt ein.
 
So weit mir bekannt ist, müssen Eltern nur eine Ausbildung finanzieren. Da dies die zweite Ausbildung ist, solltest du raus sein.
Hmm, könnte natürlich sein, dass eine zweite Ausbildung nur dann nicht finanziert werden muss, wenn die erste erfolgreich abgeschlossen wurde. Ich würde mich da mal anwaltlich beraten lassen.
Ich habe das gerade mal nachgelesen. Das ist wohl der Fall. Eine Berufsausbildung muss abgeschlossen sein...
 
Kenne das anders herum. Ich hatte so einen Vater wie du es bist und habe recht spät noch studiert.
Ich kann nur sagen, Pech gehabt. Muss man vorher überlegen, mit wem man sich einlässt.
Auch wenn du keinen Kontakt hattest, bist du in der Zahlpflicht. Genau wie ich später die Beerdigung meines Vaters ausstatten musste.
Ob man zahlen muss oder nicht ist nicht immer fair. Da geht der Staat nicht nach fair oder unfair. Du bist rein rechtlich nun mal der Vater. Und laut Rechtslage ist das Recht nicht auf deiner Seite.


So weit mir bekannt ist, müssen Eltern nur eine Ausbildung finanzieren. Da dies die zweite Ausbildung ist, solltest du raus sein.
Falsch, Eltern müssen die erste Ausbildung zahlen. Hat er alle anderen abgebrochen ist er noch nicht raus aus der Zahlpflicht.
Und wenn die erste Ausbildung mit dem Studium im Zusammenhang steht, ist er auch nicht raus.
Es gibt eben Urteile, die sind unfair.
Mein Vater hat sich zu Lebzeiten einen Dreck gekümmert. Ich habe später das Erbe abgelehnt und musste trotzdem die Beerdigung bezahlen. Frag mich mal ob das fair war.
 
Ich habe das gerade mal nachgelesen. Das ist wohl der Fall. Eine Berufsausbildung muss abgeschlossen sein...
Heißt das, wenn er wieder abbricht, muss @LostHope dann auch noch die nächste bezahlen oder endet das dann wenigstens mit 27?

@LostHope, tut mir echt leid für dich, auch wegen deiner Krankheit. Kann gut verstehen, dass du ziemlich verbittert bist.
 
Kennt irgendjemand so einen Fall? Bin für zahlreichen Input und Tipps sehr dankbar.

Ja, wie gesagt. Hab mich lange damit beschäftigen müssen. Aber von der anderen Seite.
Hat er auch mit 25 noch keine Ausbildung abgeschlossen, musst du zahlen. Ob dir seine Nase passt oder du zur Mutter Kontakt hast interessiert die Ämter da nicht. Die schauen nach deinem Einkommen.
Und nach der Mutter wenn die nicht verheiratet ist, geht es da auch nicht.
Der Typ von ihr kann Millionär sein. Solange sie nicht verheiratet ist, hat sie für die Ämter nichts davon.
Nach fair oder nicht fair gehts da auch bei der Justiz nicht, sondern nach Fakten.
Ginge es nach fair oder nicht fair würde manch einer nichts bekommen und ein anderer dafür mehr.
So funktioniert das aber nicht.
Und solltest du nicht zahlen, pfändet man dir das Konto. Du wirst also in den sauren Apfel beißen müssen.
Wie gesagt. Solltest du irgendwann versterben, ist er dann verantwortlich für die Beerdigung zu zahlen.
 
...
Dein Sohn wollte per se mal nichts von dir, sondern Bafög. Der Staat sieht das anders.
...
Das ist natürlich auch ein Aspekt, der zu bedenken wäre. Dein Sohn mag wirklich unvernünftig sein und nichts gebacken bekommen, aber möchte er wirklich dein Geld, wenn er dich damit in Schwierigkeiten bringt? Das wäre jetzt mal an der Zeit miteinander zu sprechen, auch wenn ihr das schon lange nicht mehr gemacht habt. Vielleicht kann er seine Mutter (und den neuen Mann) umstimmen. Wenn er denn das Geld überhaupt braucht bzw. will. Vielleicht will er mehr auf eigenen Beinen stehen, als du denkst @LostHope, immerhin hat er Bafög beantragt.
 
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