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Unfähig ein normales Leben zu führen?

  • Starter*in Starter*in muddle
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M

muddle

Gast
Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Bin gerade viel zu kaputt um überhaupt irgendwas in Worte fassen zu können und deutlich zu machen, was mich belastet.

Früher war ich normal belastbar...aber ich glaube seit ich eine Phase hatte, die kurz vorm Burn Out war (wie auch immer) und ich ein Jahr krankgeschrieben war, habe ich das GEfühl ich kann kein normales (Arbeits-)leben mehr führen. Ich bin viel zu schnell kaputt. Bekomme Kopfschmerzen, brauche unheimlich viel Ruhe, bin einfach platt.
Derzeit besuche ich eine Fortbildung. Ich habe gerade mal ca. 4 Stunden Schule pro Tag, gut zu Hause noch lernen, aber das ist nicht viel....und heute zum Beispiel musste ich ein bisschen was erledigen außer der Reihe (habe gerade Ferien). Musste also 4 Stunden in der Stadt rumlaufen und bin nun echt fertig und zu nix mehr zu gebrauchen....Das kann doch nicht sein. Ab Oktober will ich studieren und muss aber nebenbei arbeiten, halbtags in etwa oder 30 Stunden. Ich weiß nicht wie ich das packen sollte. Auch ein normales Arbeitsleben mit einer 40-Stunden-Woche würde mich absolut überfordern. Dabei habe ich sonst nichtmal großartig was zu tun. Keine Freunde, keine bestimmten zeitraubenden Hobbies etc. Ich könnte mir das auch gar nicht vorstellen.

Könnt ihr das nachvollziehen? Ich weiß einfach nicht was ich tun soll...fühle mich so schnell so fertig und bin gerade mal Mitte 20....

P.S. Ich habe auch mit Depressionen, Essstörungen etc. zu tun. Emotional instabile PErsönlichkeit stand ebenfalls mal im Raum. Ich weiß aber nicht, was nun genau. Fühle mich von Ärzten wenig ernst genommen und informiert.
 
Hallo Muddle

Gerade bei Esstörungen ist so etwas nicht verwunderlich.
Denn Esstörungen führen zu Mangelerscheinungen im Körper und
wenn zu viele Mängel da sind, schaltet er auf Spahrflamme.

Was hier also wichtig wäre, den Grund für deine Depression zu finden.
Ich bin kein Psychologe, aber was ich weiß ist:

Essstörungen und Depressionen können Psychiche Ursachen haben, aber auch Gesundheiltiche.
Zöliakie, Diabetes, oder anderes.

Meine Tips um körperliches etwas merh ausschließen zu können, lass dein Blut untersuchen.
Auch auf eventuelle Allergien. Dies bezüglich konnte man mir weiter helfen.

Und bezüglich der Depressionen, weißt du denn in etwa die Ursachen dafür?
War etwas in der Vergangenheit? oder ist etwas störendes in der Gegenwart?
Du hast von einem Burnout Syndrom geschrieben, warst du denn anfangs mit deinem Arbeistleben und dem dortigen umfeld glücklich? Vielleicht gibt es ja da erst probleme aufzuräumen. Vielleicht machte dir gar die Arbeit von Anfang an keinen richtigen Spaß und du hast das richtige für dich noch nicht gefunden.
Da kann man sich schnell kaputt machen.

Was auch helfen kann, mach dich nicht schlecht, auch wenn du länger nicht so kannst wie andere. Nimm dir erst mal Zeit für dich und schau nach deinen Bedürfnissen. Mach Dinge, wo du weißt, das sie dir gut tun, denn um zu Arbeiten brauchst du vielleicht erst wieder ne ordentliche Portion Lebenslust.

Ich weiß, Geldmäßig ist das leichter geschrieben als getan, aber für solche Fälle, das jemand einfach nicht arbeiten kann, gibt es in Deutschland zum Glück Mittel und Wege.

Ich wünsch dir alles Gute und pass auf dich auf, auf deine Seele und deinen Körper.

P.S: Ein wirklich normales Leben hat keiner, wichtig ist, du findest einen Weg, der zu dir passt.
Zwäng dich nicht zu viel mit Gewalt auf den "normalen" Weg
 
Lieber Gast,

danke für deine ausführliche Antwort!

Gerade bei Esstörungen ist so etwas nicht verwunderlich.
Denn Esstörungen führen zu Mangelerscheinungen im Körper und
wenn zu viele Mängel da sind, schaltet er auf Spahrflamme.

Was die Essstörungen betrifft, geht es bei mir vordergründig um die negativen Gedanken. Mein "Verhalten" ist in Ordnung, zumindest derzeit. Es gab Phasen in denen ich sehr sehr wenig gegessen habe. Derzeit ist es aber so, dass ich normal essen, nur ständig meine Gedanken darum kreise. Ich zähle Kalorien, komme aber nahezu an das, was bei meiner Größe normal ist und esse auch recht ausgewogen. Von daher glaube ich eigentlich nicht, dass das derzeit daher rührt. ABer natürlich denkt man da als erstes dran 🙂

Meine Tips um körperliches etwas merh ausschließen zu können, lass dein Blut untersuchen. Auch auf eventuelle Allergien. Dies bezüglich konnte man mir weiter helfen.

Mein Blut wurde schon untersucht, alles soweit in Ordnung. Was Allergien angeht ist auch nichts bekannt. Um ehrlich zu sein, wäre ich ja fast froh etwas körperliches zu haben, einfach nur um etwas dagegen tun zu können. Das hört sich vielleicht krass an...aber ich frage mich eben einfach ständig was mit mir los ist.

Und bezüglich der Depressionen, weißt du denn in etwa die Ursachen dafür? War etwas in der Vergangenheit? oder ist etwas störendes in der Gegenwart?

Ich habe keine Ahnung... 🙁 Anhaltspunkte, ja. Aber auch nur grob. Und oft denke ich mir "Das ist doch halb so wild, andere haben viel viel Schlimmeres erlebt und können damit doch auch umgehen." Fakt ist, nichts wirklich Schlimmes ist in meinem Leben passiert....außer solche heutzutage "recht normalen" Dinge wie z.B. die Scheidung meiner Eltern. Ich war auch bereits in einer Reha, aber wirklich dran gearbeitet hat man auch da nicht an den Gründen. Ich hänge also ziemlich in der Luft und das macht es nicht einfacher. Kaum beschreiben zu können, was man eigentlich hat, gleichzeitig nicht zu wissen woher es kommt....


Du hast von einem Burnout Syndrom geschrieben, warst du denn anfangs mit deinem Arbeistleben und dem dortigen umfeld glücklich? Vielleicht gibt es ja da erst probleme aufzuräumen. Vielleicht machte dir gar die Arbeit von Anfang an keinen richtigen Spaß und du hast das richtige für dich noch nicht gefunden.
Da kann man sich schnell kaputt machen.

Anfangs war ich sehr glücklich im Job. Das erste halbe Jahr nach der Ausbildung lief für meine Verhältnisse wirklich super, auch wegen der Chefin. Dann wurde es aber schlechter, dazu kam ein neuer Chef, alles veränderte sich, gleichzeitig Probleme mit meinem damaligen Partner und dann auch noch nebenbei eine Weiterbildung per Fernstudium. Nach 4 MOnaten dauerhaften Kopfschmerzen und einem immensen Ibuprofen-Verbrauch wurde ich dann krankgeschrieben. Diesen Job könnte und wollte ich aber trotzem nicht auf Dauer machen. Das war mir da schon klar, heute umso mehr. Daher ist es mir auch so wichtig, das angestrebte Studium wirklich zu packen....

Was auch helfen kann, mach dich nicht schlecht, auch wenn du länger nicht so kannst wie andere. Nimm dir erst mal Zeit für dich und schau nach deinen Bedürfnissen. Mach Dinge, wo du weißt, das sie dir gut tun, denn um zu Arbeiten brauchst du vielleicht erst wieder ne ordentliche Portion Lebenslust.

Theoretisch weiß ich, dass ich mich dadurch nicht fertig machen sollte. Nicht jeder ist auf die gleiche Weise belastbar. Aber das ist ja nun wirklich nicht normal und ich steh am Anfang meines Berufslebens, möchte auch irgendwann Kinder etc. Das wäre so aber nicht denkbar.
Zeit für mich habe ich mir in der Vergangenheit schon genommen und ich versuche sie mir auch heute weitestgehend zu nehmen, aber irgendwie verändert es nicht sehr viel. Und leider hat heutzutage niemand im Job oder so Verständnis für jemanden, der nicht belastbar ist 🙁

Ich suche auch gerade wieder einen Therapeuten, aber allein darauf kann ich mich auch nicht stützen.
 
Hallo Muddle,
Schade das in deiner Reha nicht auf mögliche Gründe eingegangen wurde.
Es stimmt zwar, das es mehrere Scheidungskinder gibt, aber nicht jeder Mensch verarbeitet gleich.
Und eigentlich ist es dennoch bekannt, das Scheidungen die Entwicklung von Kindern stark beeinflussen können.
Je nach dem auch, wie die Eltern möglicherweise damit umgegangen sind. Manchmal entwickeln Kinder unterbewusst Schuldgefühle oder anderes, was auch im späteren Leben immer noch beeinträchtigend sein kann.

Gut das du einen neuen Therapeuten suchst.

Ich verstehe auch das du endlich wieder loslegen willst, gerade auch wegen Kinderwünschen u.s.w
und das du auch dein junges Alter nutzen willst, um schneller das machen zu können wozu du Lust hast.
Vielleicht stimmt es auch, das dir die plötzliche Totalpause von der Arbeit nicht so gut bekommen ist.

Machst du Sport? Oder hast du dich in der Zeit des Burnoutsyndroms nur wenig bewegt?
Auch zu wenig Bewegung kann den Körper und somit auch den Geist sehr träge machen.

Ich wünsch dir alles Gute und viel Erfolg bei deinen gewünschten Zielen
und das du deine Antriebskraft zurück findest.
Das viele Ärtzte ihre Patienten nicht mehr richtig ernst nehmen hört man leider immer öfter.
 
Hallo Muddle,
Schade das in deiner Reha nicht auf mögliche Gründe eingegangen wurde.
Es stimmt zwar, das es mehrere Scheidungskinder gibt, aber nicht jeder Mensch verarbeitet gleich.
Und eigentlich ist es dennoch bekannt, das Scheidungen die Entwicklung von Kindern stark beeinflussen können.
Je nach dem auch, wie die Eltern möglicherweise damit umgegangen sind. Manchmal entwickeln Kinder unterbewusst Schuldgefühle oder anderes, was auch im späteren Leben immer noch beeinträchtigend sein kann.

Ja...eigentlich weiß ich ja, dass du Recht hast. Aber irgendwie kommt immer wieder der Gedanke in mir hoch, dass das kein Grund zu jammern ist. Ich kann mich sowieso auch an die Zeit nicht mehr erinnern, ich war gerade mal fünf, als sie sich getrennt haben. Mein Dad hat sich scheinbar nicht sehr um mich gekümmert, laut meiner Mum. Mit ihr gab's dann später auch Probleme. Aber eigentlich nichts Weltbewegendes. Ich kriege es nicht aus meinem Kopf mir zu sagen, dass auch solche vermeintlichen Kleinigkeiten vielleicht belastend sind.


Vielleicht stimmt es auch, das dir die plötzliche Totalpause von der Arbeit nicht so gut bekommen ist.

Das mag sogar sein. Damals hatte ich das Gefühl ich bräuchte das. Ob es im Nachhinein richtig war, kann man natürlich nie sagen.

Machst du Sport? Oder hast du dich in der Zeit des Burnoutsyndroms nur wenig bewegt? Auch zu wenig Bewegung kann den Körper und somit auch den Geist sehr träge machen.

Ich mache nicht wirklich Sport. Zeitweise habe ich was gemacht. Mal mehr mal weniger, aber nichts mit Regelmäßigkeit. Mein Arzt sagte mir das ja auch schon, dass Sport gut tut, aber oft ist es eben so, dass mich selbst das überfordert. Ich ziehe Kraft daraus zu Hause zu sitzen...Sport stresst mich eher. Aber ich versuche immer mal wieder was zu machen. Mind. alle zwei Tage mach ich zumindestens 10 MInuten Übungen zu Hause und da ich kein Auto habe erledige ich alles zu Fuß und bin viel an der frischen Luft. Klar, es könnte mehr sein. Aber es ist zumindest nicht so, dass ich gar nichts tue 🙂

Ich wünsch dir alles Gute und viel Erfolg bei deinen gewünschten Zielen
und das du deine Antriebskraft zurück findest.
Das viele Ärtzte ihre Patienten nicht mehr richtig ernst nehmen hört man leider immer öfter.

Danke...

Und ja, das mit Ärzten hör ich auch immer mehr. Bei mir kommts mir extrem vor. Ich bin extrem perfektionistisch und dies wirkt sich natürlich auch auf mein Auftreten aus. Auch wenn es mir noch so schlecht geht oder ich verdammt unsicher bin oder sogar ängstlich, bin ich nach außen hin die Starke.Ich mache etwas aus mir und meinem Aussehen und trete scheinbar recht selbstbewusst auf. Zumindest wird mir das oft gesagt. Innerlich sieht es ganz anders aus...aber mir glaubt nur selten jemand, dass ich innerlich wirklich auf Hilfe angewiesen bin. Es ist schwierig das vor Ärzten deutlich zu machen...obwohl ich bei Arztbesuchen zu dem Thema fast immer weine.
 
Ach, ich muss das hier nochmal hochholen.

Heute war ich unterwegs. Bin um acht aufgestanden, gemütlich gefrühstückt, zum Friseur, ein wenig gebummelt, dann Kaffetrinken mit Bekannten, danach mit meiner Mutter zum Arzt und wieder ein wenig gebummelt und noch hingesetzt und was gegessen.

Ein ganz normaler Tag also, eigentlich. Für andere Menschen. Für die wäre es vielleicht sogar ein "erholsamer" Tag. Einer, an dem wenig zu tun ist.

Aber nein, nicht ich. Ich sitze jetzt hier mit Kopfschmerzen. Gerade noch an der Grenze vom "Ein bisschen vorm Rechner gammeln ist okay, aber ich muss wohl demnächst ins Bett gehen." zum "Gar nichts geht mehr, ich muss mich sofort hinlegen".

Das kann doch nicht sein?! Wie soll ich normal arbeiten, wenn ein solcher Tag mich so dermaßen schafft???? Die ES und alles Drumherum kann natürlich ein Faktor sein...den habe ich allerdings seit acht Jahren oder so, der wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Eine Therapie ist in Sicht. Aber irgendwas anderes muss ich doch tun können????

Ich hab echt Angst vor der Zukunft. Ich will studieren. Muss aber nebenbei arbeiten. Ich habe so Angst, dass ich das deswegen nicht packe. Dass mir alles zu viel wird.... Ich will das so nicht mehr. Ich will ganz normal belastbar sein. Das soll ein Ende haben...
 

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