Missis
Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben!
Weiter geht´s mit meinem Bericht:
Nachdem mein Mann mir äußerst knapp mitgeteilt hatte, dass er sich für mich entschieden hatte, schöpfte ich zaghaft die Hoffnung, dass sich jetzt endlich alles beruhigen würde. Ich wollte alles tun, damit es meinem Mann leicht fallen würde, sich in den "Alltag" wieder einzufinden. Aber irgendwie lief irgendetwas enorm schief. Je mehr ich mich um meinen Mann bemühte, umso unzugänglicher wurde er. Hatten wir während der vorangegegangenen Krisenzeit, wenn auch erfolglos, täglich miteinander geredet, so war jetzt plötzlich absolut kein Gespräch mehr möglich. Er zog sich in sich selbst zurück und war wieder so unausstehlich, wie zu dem Zeitpunkt, bevor alles aufgeflogen war. Ich litt immer mehr unter der Situation und jedes Gespräch, das ich führen wollte, blockte er rigoros ab. Zwei Wochen versuchte ich alles menschenmögliche um an ihn ranzukommen, erfolglos.
Ich ahnte, dass er mich für die Entscheidung, die er getroffen hatte verantwortlich machte und bot ihm an, ihn freizugeben. Ich flehte ihn sogar an, endlich einen Schlusstrich zu ziehen, unter diese Ehe, die er doch offensichtlich gar nicht mehr führen wollte. Er meinte daraufhin immer nur, wir, die Tagesmutti und ich, hätten eine Entscheidung haben wollen, nun hätten wir sie, das müsse reichen.
Schliesslich war ich so verzweifelt, dass ich eine riesige Dummheit beging. Wegen meiner Schlafstörungen und meines desolaten psychischen Zustandes hatte ich vom Arzt vor kurzem Beruhigungsmittel und Schlafmittel bekommen. Sechs Wochen hatte ich die Hölle erlebt, Qualen durchgestanden und ein Ende war nicht abzusehen. An einem Abend, als mein Mann zu einer Vereinssitzung war und die Kinder schliefen, löste ich alle Tabletten in einem Glas Wasser auf und trank es aus. Dann legte ich mich auf´s Sofa und wartete darauf, dass alles vorbei gehen würde. Und da bekam ich plötzlich eine wahnsinnige Angst zu sterben. Irgendwie wollte ich mit einemmal gar nicht mehr sterben. Voller Panik rief ich bei meiner Freundin an und sagte ihr, was ich gerade getan hatte. Sie war total schockiert, fragte was und wieviel ich genommen hätte und sagte mir, ich solle sofort den Finger in den Hals stecken, Wasser trinken, erbrechen,, immer wieder. Dann sagte sie, sie würde jetzt sofort meinen Mann anrufen und mich dann gleich zurückrufen. Wenn ich nicht ans Telefon gehen würde, würde sie den Notarzt anrufen. Sie rief mich dann gleich wieder zurück und blieb solange am Telefon, bis mein Mann da war. Er wollte sofort den Rettungswagen rufen, aber ich wollte das nicht. Inzwischen hatte ich einen Großteil wieder erbrochen und außerdem war mir das ganze hochgradig peinlich. Mein Mann war plötzlich wie umgewandelt, war fürsorglich und liebevoll.
An nächsten Tag führten wir dann ein Gespräch, das Ergebnis war aber wiederum nichts handfestes. Die Beziehung zur Tagesmutti war zwar beendet, die Trennung von mir wollte er auch nicht, aber eine "Ehe" im herkömmlichen Sinne wollte er auch nicht mit mir führen. Da kam es mir denn auch wie ein blanker Hohn vor, als er mich dann einmal traurig fragte: "Muschilein, wo hast du nur dein Lachen gelassen?" Irgendwie muss ich wohl die Pointe bei dieser ganzen Geschichte total verpasst haben, ich konnte beim besten Willen an meiner Situation aber auch rein gar nichts dermaßen erheiternd finden, dass man mir das Dauergrinsen mit dem Meißel hätte aus dem Gesicht holen müssen. Er war dann natürlich mal wieder sehr verschnupft als ich ihm genau das antwortete, er hatte doch nur sagen wollen, dass er meinen Hurmor und meine frühere unbeschwerte Art vermisste. Ja, was stellte der gute Mann sich denn vor, hallooo!!!
Nochmals zwei Wochen ging dieser hickhack weiter, es hatte sich absolut nichts geändert. Ich hing nach wie vor in der Luft, wusste nicht woran ich war. Allerdings hatte mein "Suizidversuch" mich auch schwer ins Grübeln gebracht. Mir war klar geworden, dass nur ich diesen Zustand beenden konnte und dass das zwingendst notwendig war, wenn nicht eines Tages doch etwas ganz schlimmes passieren sollte. Zudem gab meine Freundin mir ordentlich "Zunder" liess mir keine Ruhe und drängte mich geradezu penetrant dazu, endlich Nägel mit Köpfen zu machen, da mein Mann offensichtlich nicht gewillt war, etwas zu ändern. Und so suchte ich mir dann heimlich eine Wohnung.
Ich hatte auch Glück, innerhalb von 4 Wochen bekam ich eine schöne Wohnung, dank seiner Schwester, die mir die Wohnung unter ihr vermittelte. Ich organisierte den Umzug und "neue" gebrauchte Möbel, da ich aus meinem alten Leben aber auch rein gar nichts mitnehmen wollte. Ich wollte überflüssigen Ballast abwerfen und dazu gehörte nicht nur mein Mann, sondern auch das Sofa auf dem er gesessen hatte, der Tisch an dem er gegessen hatte, das Bett in dem er geschlafen hatte, usw.
Einen Tag vor meinem Auszug sagte ich ihm dann Bescheid. Ich hatte vorher nichts gesagt, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mich nicht wieder von ihm einwickeln lassen würde und auch seine Schwester hatte ihr Schweigegelübde gehalten. Das Überreden hätte ihm gelingen können, da ich ihn einfach zu sehr liebte und ich hätte dann weiterhin in der Luft gehangen.
Er fiel natürlich aus allen Wolken, dachte, ich wollte ihn bluffen, um endlich etwas entscheidendes von ihm zu hören. Als ihm dann aufging, das es Ernst war, versuchte er natürlich, mich umzustimmen, machte mir Hoffnung. Aber ein Zurück gab es für mich nicht mehr. Nicht nur um meinetwillen, sondern erst recht wegen der Kinder, die einfach schon viel zu viel mitbekommen und folglich auch gelitten hatten, musste dieser Schritt sein.
Hier zunächst einmal wieder Ende, der nächste Teil ist aber bereits fast fertig gestellt.
Weiter geht´s mit meinem Bericht:
Nachdem mein Mann mir äußerst knapp mitgeteilt hatte, dass er sich für mich entschieden hatte, schöpfte ich zaghaft die Hoffnung, dass sich jetzt endlich alles beruhigen würde. Ich wollte alles tun, damit es meinem Mann leicht fallen würde, sich in den "Alltag" wieder einzufinden. Aber irgendwie lief irgendetwas enorm schief. Je mehr ich mich um meinen Mann bemühte, umso unzugänglicher wurde er. Hatten wir während der vorangegegangenen Krisenzeit, wenn auch erfolglos, täglich miteinander geredet, so war jetzt plötzlich absolut kein Gespräch mehr möglich. Er zog sich in sich selbst zurück und war wieder so unausstehlich, wie zu dem Zeitpunkt, bevor alles aufgeflogen war. Ich litt immer mehr unter der Situation und jedes Gespräch, das ich führen wollte, blockte er rigoros ab. Zwei Wochen versuchte ich alles menschenmögliche um an ihn ranzukommen, erfolglos.
Ich ahnte, dass er mich für die Entscheidung, die er getroffen hatte verantwortlich machte und bot ihm an, ihn freizugeben. Ich flehte ihn sogar an, endlich einen Schlusstrich zu ziehen, unter diese Ehe, die er doch offensichtlich gar nicht mehr führen wollte. Er meinte daraufhin immer nur, wir, die Tagesmutti und ich, hätten eine Entscheidung haben wollen, nun hätten wir sie, das müsse reichen.
Schliesslich war ich so verzweifelt, dass ich eine riesige Dummheit beging. Wegen meiner Schlafstörungen und meines desolaten psychischen Zustandes hatte ich vom Arzt vor kurzem Beruhigungsmittel und Schlafmittel bekommen. Sechs Wochen hatte ich die Hölle erlebt, Qualen durchgestanden und ein Ende war nicht abzusehen. An einem Abend, als mein Mann zu einer Vereinssitzung war und die Kinder schliefen, löste ich alle Tabletten in einem Glas Wasser auf und trank es aus. Dann legte ich mich auf´s Sofa und wartete darauf, dass alles vorbei gehen würde. Und da bekam ich plötzlich eine wahnsinnige Angst zu sterben. Irgendwie wollte ich mit einemmal gar nicht mehr sterben. Voller Panik rief ich bei meiner Freundin an und sagte ihr, was ich gerade getan hatte. Sie war total schockiert, fragte was und wieviel ich genommen hätte und sagte mir, ich solle sofort den Finger in den Hals stecken, Wasser trinken, erbrechen,, immer wieder. Dann sagte sie, sie würde jetzt sofort meinen Mann anrufen und mich dann gleich zurückrufen. Wenn ich nicht ans Telefon gehen würde, würde sie den Notarzt anrufen. Sie rief mich dann gleich wieder zurück und blieb solange am Telefon, bis mein Mann da war. Er wollte sofort den Rettungswagen rufen, aber ich wollte das nicht. Inzwischen hatte ich einen Großteil wieder erbrochen und außerdem war mir das ganze hochgradig peinlich. Mein Mann war plötzlich wie umgewandelt, war fürsorglich und liebevoll.
An nächsten Tag führten wir dann ein Gespräch, das Ergebnis war aber wiederum nichts handfestes. Die Beziehung zur Tagesmutti war zwar beendet, die Trennung von mir wollte er auch nicht, aber eine "Ehe" im herkömmlichen Sinne wollte er auch nicht mit mir führen. Da kam es mir denn auch wie ein blanker Hohn vor, als er mich dann einmal traurig fragte: "Muschilein, wo hast du nur dein Lachen gelassen?" Irgendwie muss ich wohl die Pointe bei dieser ganzen Geschichte total verpasst haben, ich konnte beim besten Willen an meiner Situation aber auch rein gar nichts dermaßen erheiternd finden, dass man mir das Dauergrinsen mit dem Meißel hätte aus dem Gesicht holen müssen. Er war dann natürlich mal wieder sehr verschnupft als ich ihm genau das antwortete, er hatte doch nur sagen wollen, dass er meinen Hurmor und meine frühere unbeschwerte Art vermisste. Ja, was stellte der gute Mann sich denn vor, hallooo!!!
Nochmals zwei Wochen ging dieser hickhack weiter, es hatte sich absolut nichts geändert. Ich hing nach wie vor in der Luft, wusste nicht woran ich war. Allerdings hatte mein "Suizidversuch" mich auch schwer ins Grübeln gebracht. Mir war klar geworden, dass nur ich diesen Zustand beenden konnte und dass das zwingendst notwendig war, wenn nicht eines Tages doch etwas ganz schlimmes passieren sollte. Zudem gab meine Freundin mir ordentlich "Zunder" liess mir keine Ruhe und drängte mich geradezu penetrant dazu, endlich Nägel mit Köpfen zu machen, da mein Mann offensichtlich nicht gewillt war, etwas zu ändern. Und so suchte ich mir dann heimlich eine Wohnung.
Ich hatte auch Glück, innerhalb von 4 Wochen bekam ich eine schöne Wohnung, dank seiner Schwester, die mir die Wohnung unter ihr vermittelte. Ich organisierte den Umzug und "neue" gebrauchte Möbel, da ich aus meinem alten Leben aber auch rein gar nichts mitnehmen wollte. Ich wollte überflüssigen Ballast abwerfen und dazu gehörte nicht nur mein Mann, sondern auch das Sofa auf dem er gesessen hatte, der Tisch an dem er gegessen hatte, das Bett in dem er geschlafen hatte, usw.
Einen Tag vor meinem Auszug sagte ich ihm dann Bescheid. Ich hatte vorher nichts gesagt, weil ich mir nicht sicher war, ob ich mich nicht wieder von ihm einwickeln lassen würde und auch seine Schwester hatte ihr Schweigegelübde gehalten. Das Überreden hätte ihm gelingen können, da ich ihn einfach zu sehr liebte und ich hätte dann weiterhin in der Luft gehangen.
Er fiel natürlich aus allen Wolken, dachte, ich wollte ihn bluffen, um endlich etwas entscheidendes von ihm zu hören. Als ihm dann aufging, das es Ernst war, versuchte er natürlich, mich umzustimmen, machte mir Hoffnung. Aber ein Zurück gab es für mich nicht mehr. Nicht nur um meinetwillen, sondern erst recht wegen der Kinder, die einfach schon viel zu viel mitbekommen und folglich auch gelitten hatten, musste dieser Schritt sein.
Hier zunächst einmal wieder Ende, der nächste Teil ist aber bereits fast fertig gestellt.