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Underschiede zwischen V. und M

  • Starter*in Starter*in Ulrike Teuscher
  • Datum Start Datum Start
U

Ulrike Teuscher

Gast
Gibt es einen Unterschied zwischem einer Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch. Wird da unterschieden? Ich habe das Gefühl das wird. Aber für mich ist beides gleich schlimm.
 
Vorab:
KÖNNTE TRIGGERN!!!!!! BITTE NICHT WEITERLESEN, WENN IHR "LABIL" SEID!!!!!!!!!!!

Hallo Ulrike!

Ja, es gibt da Unterschiede:

Unter sexuellem Missbrauch versteht man
- Vergewaltigung
- Sexuelle Nötigung
- Missbrauch von Kindern
- Missbrauch von Schutzbefohlenen
- Kinderpornografie
- Exhibitionismus
(- Sexuelle Belästigung)

Eine Vergewaltigung ist also eine Form des sexuellen Missbrauchs.

Natürlich ist alles schlimm, es wird nur im strafrechtlichen und psychiatrischen/psychologischen Sinne strikt von einander abgegrenzt!

Hoffe, ich konnte dir helfen.

Gruß
Maus
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt einen Unterschied zwischen Missbrauch und Vergewaltigung.
Bei einer Vergewaltigung kommt es zum Geschlechtsverkehr, bei Missbrauch kommt es nicht dazu. Missbrauch ist ein "Überbegriff" und trifft häufig nicht die Härte des Verbrechens. Beides ist grenzenlos grausam.
 
Es gibt einen Unterschied zwischen Missbrauch und Vergewaltigung.
Bei einer Vergewaltigung kommt es zum Geschlechtsverkehr, bei Missbrauch kommt es nicht dazu. Missbrauch ist ein "Überbegriff" und trifft häufig nicht die Härte des Verbrechens. Beides ist grenzenlos grausam.

Wie trifft nicht die Härte? Also wird ein Missbrauch nicht so hart bestraft? Ich musste an den Fall Stefanie denken. Den das war die Rede von mehrfacher V. und über 100 mal Missbraucht.


Endschuldig bitte das ich es vergessen habe zu kennzeichen.
 
Hallo,

diese Unterscheidung ist für Juristen gedacht...vom Effekt her ist beides gleich grausam und hat denselben Ursprung: Triebegoismus, Machtgeilheit, Gewaltbereitschaft und Menschenverachtung gewisser Menschen.

lostsoul hat Recht..sowohl bei sexuellem Mibrauch als auch bei Vergewaltigung kann es zum Geschlechtsverkehr kommen. Was die Strafen angeht: die sind an sich in beiden Fällen zu gering...patriarchales Rechtssystem..d.h. vorwiegend Männer hatten/haben in dem Bereich der Gesetzgebung die Macht darüber zu entscheiden was wie hoch bestraft wird....das ist ein Faktor der da mit einfließt..an sich hätten Frauen heute die Power da noch mehr rauszuholen...aber mit der Macht tun sie sich oft schwer...meist verhalten sie sich lieber erwartungsgemäß klassisch und lassen sich bestimmen anstatt selbstbewusst und konsequent mitzubestimmen, auch in HInsicht auf die Benutzung ihres Körpers...sehr viele Frauen sind da total unsicher , was bis in die klassische Mädchenerziehung hineinwirkt...Meiner Ansicht nach kann man da viel durch bewusstes Gegensteuern rausreißen...bei meiner fünfjährigen NIchte scheint es zu funktionieren... Interessanterweise reagieren klassisch zurückhaltende und unsichere Frauen oft total allergisch auf untypische selbstbewusste und auch machtbetonte Frauen..wie aufm Hühnerhof hackt man da dem Huhn, was anders ist gern mal die Augen aus...typisches Säugetierverhalten...nunja alte Traditionen sind halt mächtig, auch wenn sie Nachteile und Gefahren bergen halten machen auf Deubel komm raus fest..der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Der Fall STefanie hat ja erneut den Ruf nach härterer Bestrafung wachwerden lassen...ist meiner Ansicht nach auch notwendig...irgendwo ist es net o.k. dass ne Steuerhinterziehung oder Sachbeschädigung oft höher bestraft wird als Mißbrauch oder Vergewaltigung...Im Fall Stefanie hat der Täter Höchststrafe = 15 Jahre (?) und anschließend lebenslange Sicherheitsverwahrung bekommen....mal gucken sie sicher die dann ist...und ob der denen nicht während der Verwahrung wieder aufs DAch oder sonstwohin entkommt...war ja echt der Hammer dieser Zwischenfall..ich als wachhabende Beamtin hätte den glaube ich beim Fluchtversuch direkt übern haufen geschossen.
Ich denke die allgemeine Bestrafung von sexueller oder sexualisierter Gewalt oder auch Gewalt allgemein wird sich nicht eher ändern, bis nicht ein gewisses Maß an Fällen vorhanden ist...Dabei wäre hilfreich, wenn JEDES Gewaltopfer Anzeige machen würde...immer wieder und so oft, bis sich da was tut...das REchtssystem funktioniert halt nur suboptimal, aber hierzulande funktioniert es vergleichsweise gut. GEht man in Kriegs- oder Krisengebiete wo Vergewaltigung oder sexueller Mißbrauch an der Tagesordnung sind ohne dass es Konsequenzen hat...tja da wird einem an sich ganz anders zumute und angesichts der Sicherheit in der wir hier leben doch sehr weihnachtlich zumute, oder?

Die Frauenforschung spricht von lebensgefährlichen Klischees in Hinsicht auf die Charakterzuschreibungen die eine patriarchale Gesellschaft Frauen zuspricht: durch die Augen machtgewohnter Männer betrachtet ist eine schwache, abhängige, schutzbedürftige, unreife, ihr Leben lang in ner Art unreifer Kleinkindreife verharrendes Mädel (Metaphern: Rose, Engel, die zarte und ätherische Schönheit hindeuten, was dann Mädels sind die auf keinem Fall bei einem Gewaltübergriff dem Täter mal so richtig fies in die Eier oder sonswo hinhauen würden...vgl. Namensgebung von Gewaltopfern) absolut ideal...eine ideale Liebessklavin...tja all diese Vorstellungen geistern halt durch unsere society...und nur wer sich genügend abgrenzt, genau hinschaut und ein bissken dieses Machtspiel und die Funktion gewisser Rollen- oder Charakterzuschreibungen kritisch hinterfragt...der hat an sich die Chance es auch mal anders zu machen....Mein gewalttätiger Terrorvater hatte damals so den Trick drauf seinen Töchtern und seiner Frau einzutrichtern, sie seien nix..könnten nix....ohne ihn...damit wollte er seine Machtposition halt sichern..nur mir war das ab der Pubertät so ab 12, 13 Jahren zu durchscheinend und blöd und ich hab mich dran gemacht mir meinen eigenen Charakter zurechtzubasteln..wollte net schwach und nixkönnend sein und war es auch ab meinem Abi net mehr...auch körperlich ist man an sich ab der Pubertät bereits ganz gut in der Lage SElbstverteidigung zu können....es kommt v.a. auf die innere Einstellung an...ob man sich seiner selber bewusst genug ist, man sich als alleinige Herrscherin über den eigenen Körper sieht und bereit ist im Angriffs- oder Übergriffsfall zu kämpfen...also nicht nur schönes zartes und von der Liebe des edlen Ritters (der sich manchmal auch als Kröte entpuppen kann) geblendetes, abhängiges Röseken, sondern wenns sein muss auch mal Furie...aber solche Zusatzrollen oder Charakteristika muss man erstmal einstudieren bis die einigermaßen sitzen.

Gruß
Tyra

Hier ein Link auf dem es wiederum zwei Links gibt unter denen die genauen Definitionen zu Missbrauch und Vergewaltigung festgehalten sind:
http://mein-kummerkasten.de/50510/Unterschied-sexueller-Missbrauch-oder-Vergewaltigung.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Für meine Tochter ist es sehr wichtig gewesen dass andere nicht von Vergewaltigung, sondern von Missbrauch gesprochen haben. Beides sind Verbrechen, aber für die Opfer ist es oft wichtig das die Umgebung die Nuancen wahrnimmt und nicht lapidar von Vergewaltigung spricht wenn diese nicht stattgefunden hat. Über diese Verbrechen wird meist sehr oberflächlich geredet, dass stört Melinda und mich. Menschen die sich irgendetwas angelesen haben meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen.
 
Beate hat vollkommen Recht. MIch stört es ebenfalls sehr, dass lapidar und sehr oberflächlich darüber geredet wird . Es handelt sich hier schliesslich um schlimme und hinterhältige Verbrechen an Körper und Seele, die nachhaltig wirken, wenn man sich diesen Traumata nicht ausreichend stellt und darüber redet, sich damit emotional und kognitiv, also verstandesmäßig auf allen Ebenen unserer Fähigkeiten damit auseinandersetzt. DAher liegt mir immer sehr viel daran aus meiner eigenen hautnahen ERfahrung mit Gewaltopfern tiefenpsychologisch ranzugehen und sehr tief in dem Wesen der Menschen zu graben...ganz genau hinzuschauen, zu analysieren, womit man es hier zu tun hat und v.a. was man tun kann um sich ausreichend zu schützen, denn nach Untersuchungen werden Gewaltopfer oft wieder Opfer wenn sie die erlebten Traumata nicht ausreichend reklektieren und ihr Verhalten ausreichend an die Realitäten anpassen. Vor dieser Gefahr kann ich nur immer wieder warnen aus meiner schmerzlichen Erfahrung heraus, dass viele Opfer zu unbewusst einfach wie bisher weitermachen, eher verdrängen und vergessen wollen anstatt sich auseinanderzusetzen, was ja sehr schmerzlich ist aber wenn sie sich nicht auseinandersetzen, an sich arbeiten oft in die Gefahr geraten einige Fehler immer wieder zu wiederholen und dann erneutes Leid erleben müssen. Garantien gibt es zwar nie..aber man sollte sich so gut wie möglich (und möglich ist oft mehr als man erst denkt) vorbereiten und was dann noch schief geht:.....dafür kann man dann nix...zumindest hat man sich seiner Verantwortung gestellt und es versucht.

Ntürlich ist es wichtig nach einer Gewalterfahrung Menschen um sich zu haben, an die man sich anlehnen kann, die einen emotional auffangen aber das allein reicht nicht zur Traumabewältigung. Ne gute allgemeine Strategie ist es im Leben und auch speziell in diesem Fall zum Thema Gewalt, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung so viel wie möglich Wissen was darüber bereits vorhanden ist zu suchen und einzubauen in seine Meinung, Ansicht über andere Menschen...sich mit Menschen drüber unterhalten, Sachlich diskutieren, Fachwissen (Anthropologie oder Psychologie) hinzuziehen, Leute fragen, die mit dieser Art des Verbrechens tagtäglich konfrontiert sind (Beratungsstellen, Therapeuten) man kann immer wieder ne Menge dazulernen mit dem Ziel ein realistischeres Bild vom Wesen des Menschen zu erhalten, der nunmal ein Raubtier ist, hochsexualisiert und gewaltfähig...die menschliche Geschichte schreibt ja ne sehr deutliche Sprache...Der zweite Schritt ist dann zu erfahren: wie geht man mit soner Spezies am besten um damit man weitgehend unbeschadet durchs Leben kommt...auch hierzu bieten Beratungsstellen oder Universitäten oder Bücher etc..reichhaltig Infomaterial...da wir in unserem Kulturkreis die letzten 100 Jahre im Frieden gelebt haben, hat die Wissenschaft ja enorme Fortschritte gemacht..und Wissen bedeutet bekanntlich Macht....und darum geht es letztlich auch immer wenn Menschen unter Menschen sind...um Macht und wie man mit Machtmitteln wie Gewalt umgehen kann..und da sind wir wieder mitten im Thema sexueller Mißbrauch, Vergewaltigung, der Macht der Täter, der Ohnmacht der Opfer und wie es funktionieren kann aus Ohnmacht Macht zu machen.....Diese Frage: Ohnmacht oder genügend Macht um selber über sich und sein Leben zu bestimmen ist die Kernfrage jeden Menschenlebens.

Durchs Internet stehen einem diese Wissenspools frei zur Verfügung... Ich als ehemaliges Gewaltopfer kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man immer wieder ein klein wenig am Ball bleiben und dazulernen sollte um mit den Realitäten schritthalten zu können... Ich hatte zunächst ein recht naives und oberflächliches Bild von den Menschen, was sich dann doch im Laufe der Zeit durch viel Erfahrung und auch ein bisschen Wissen ein wenig geändert hat..zum Glück, denn was man besser und realistischer einschätzen kann, dass kann man auch WESENTLICH besser händeln...man wird wacher und beobachtet genauer, wenn man von gewissen menschlichen Untiefen weiss....Ungünstig wäre es sich abzuschotten und anstatt konkreter Maßnahmen im Leben nur im Internet nach ner Lösung zu suchen..das Internet kann einem gute BAsisinfos geben, aber keine Antworten auf persönliche Lebensfragen oder -probleme, keine Entscheidungen abnehmen, keinen Schutz bieten....den gibt es nirgendwo...den muss man mit harter Arbeit selber aufbauen und hat damit dennoch letztlich keine hunderprozentige Gewähr, dass alles glatt geht. Man tut halt was man kann und meist kommt man damit auch durch...

Nach einem erlebten Gewalttrauma ist es wichtig das Licht am Ende eines Tunnels zu sehen, im Auge zu behalten und darauf konsequent zuzustreben, mit der Vergangenheit abzurechnen um rasch wieder an Lebensqualität zu gewinnen..denn ansonsten verliert man und der Täter hat gewonnen und das sollte man einer solchen asozialen Mistmade der sich an (vermeintlich) Schwachen vergreift absolut niemals gönnen! Letztlich zählt im Leben nur wer gewinnt oder verliert. Wer etwas verloren hat, wem durch eine grausame Tat etwas genommen wurde sollte zusehen es sich zurückzuholen. Mehr kann man an sich nicht dazu sagen.

Gruß
Tyra
 
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