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Überstunden bei Teilzeit - rechtens?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121113
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Gelöscht 121113

Gast
Hallo zusammen, ich habe seit 3 Monaten eine neue Stelle im Büro mit 20 Wochenstunden. Mein Chef hat damals im Vorstellungespräch verlauten lassen, dass es Überstunden hier nicht gäbe, die Klausel dass Überstunden auf Anordnung von ihm abgeleistet werden müssen, stünde nur so pro forma im Vertrag.. gleich in den ersten beiden Arbeitswochen musste ich jeden Tag 8h statt 4h dableiben. Ich habe es als Einarbeitungszeit abgestempelt und dachte, das wäre halt eine Ausnahme, bis ich alles gelernt habe und selbstständig arbeiten kann.

Jedoch nimmt sich mein Chef in letzter Zeit immer wieder spontan die Nachmittage frei und geht davon aus, dass ich ja dann ohne vorherige Absprache länger bzw. den ganzen Tag dableibe. Er hat mir dann heute auch gleich eröffnet, dass er über Ostern 3 Wochen im Urlaub ist und ich diese 3 Wochen dann auch Vollzeit arbeiten müsse. Und das wäre ja wohl kein Problem, denn ich habe ja keine Kinder. Ich fand diese Aussage wirklich frech.

Ich habe ihn dann gefragt, wieso er damals im Gespräch meinte, es gäbe keine Überstunden. Davon wusste er dann plötzlich nichts mehr und sagte, das wäre hier so üblich, dass die Teilzeitkräfte in Vollzeit einspringen, wenn eine Vollzeitkraft ausfällt. Ich bin aber die einzige TZ-Kraft und kann demnach auch keinen fragen, ob das so stimmt.

Zwar kann ich die gemachten Überstunden dann wieder als Freizeitausgleich nehmen, es ist aber trotzdem nicht in meinem Sinne, dauernd 40 Wochenstunden zu arbeiten, obwohl nur 20 im Vertrag stehen. Gibt es eine Möglichkeit, mich dahingehend zu wehren, kann ich die ständigen Überstunden verweigern? Ich bin noch in der Probezeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin noch in der Probezeit.
Genau die solltest du nutzen 👍

Was waren denn deine Beweggründe, in Teilzeit zu arbeiten ?
Diese würde ich mir wieder in Erinnerung rufen und schauen in wie weit sich jetzt deine Situation verändert hat.
Zumindest gesteht dir dein Chef zu diese abzufeiern. Klappt das auch wie gewünscht ?
Falls es um Abgrenzung geht, solltest du dir überlegen, was du bereit bist zu Leisten und was du dafür bekommst.
Du solltest mit deinem Chef sprechen, daß du bereit bist bis zu einer gewissen Grenze Überstunden zu machen, er diese ankündigen soll, da du auch ein Privatleben hast.
Du kannst ihm ja auch vorschlagen, das du die Überstunden eines jeden Monats immer am Ende des Monats abfeierst oder für Brückentage nutzt.
Hierzu soll er etwas sagen und das auch zeitnah umsetzen.
In seiner Urlaubszeit kannst du ihm vorschlagen, jeden Tag max. zwei Überstunden zu machen, er soll den Rest der Tätigkeiten auf die weitere Belegschaft verteilen.
Wenn er aus dem Urlaub kommt, nimmst du in der Folgewoche 3 Tage frei.

Wäre Vollzeit oder eine 30 Std.Woche arbeiten gewollt und möglich bei dir ?

Gruß Hajooo
 
Die Frage die sich mir jetzt stellt ist, ob du die Überstunden schon kompensieren durftest bis jetzt?
Nicht, dass du in so einer Firma gelandet bist wo du dann nach der Kündigung noch vor Gericht gehen musst, weil die Überstunden noch vorhanden sind und der Chef sie nicht auszahlen will.
Sei einfach vorsichtig. Heutzutage gibt es sehr sehr viele miese Firmen, die Angestellte wie Zitronen auspressen.
 
die Klausel dass Überstunden auf Anordnung von ihm abgeleistet werden müssen, stünde nur so pro forma im Vertrag.

Tja, was im Vertrag steht, steht im Vertrag, Die "Klausel" hätte man ja auch streichen können, aber so sitzt der Chef nun erst mal am längeren Hebel wenn die gesetzlichen Grenzen gehaltn werden.

Der hat das schon mit aus gutem Grund drin stehen gelassen.. Letzenldich müsst eman schauen was genau im Vertrag vereinbart ist.

"Wehren" kann man sich nur mit einer Kündigung, oder mit dem Arbeitsgericht, aber das kommt meist aufs gleiche hinaus.
 
Tja, was im Vertrag steht, steht im Vertrag, Die "Klausel" hätte man ja auch streichen können, aber so sitzt der Chef nun erst mal am längeren Hebel wenn die gesetzlichen Grenzen gehaltn werden.

Der hat das schon mit aus gutem Grund drin stehen gelassen.. Letzenldich müsst eman schauen was genau im Vertrag vereinbart ist.

"Wehren" kann man sich nur mit einer Kündigung, oder mit dem Arbeitsgericht, aber das kommt meist aufs gleiche hinaus.
Man kann sich auch persönlich wehren, in dem man einfach Nein sagt.
 
Hast du in diesen 3 Monaten schon einen Teil deiner Überstunden abbauen können? Das müssen inzwischen ja sehr viele geworden sein, wenn du immer wieder 8 statt 4 Stunden arbeitest.
Ich habe so meine Zweifel, ob diesesdieses System funktionieren kann.
Wenn dir der Job gefällt, dann verlange doch von deinem Chef, dass das Ganze in eine Vollzeitstelle umgewandelt wird.
 
Wenn dir der Job gefällt, dann verlange doch von deinem Chef, dass das Ganze in eine Vollzeitstelle umgewandelt wird.

Kann man gerne tun nur gibt es dazu, im Gegensatz zum Wechel auf TZ keinen Rechtsanspruch.

Nur nach der sog. Brückenteilzeit 9a TzBfG hat man wieder Anspruch auf Vollzeit.

Also wird das eher nix.
 

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