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Trockene Jugend. Mitte 20. Sechs Jahre Beziehung. Einmal Sex.

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Hey Weisser Rabe,
badet oder duscht ihr eigentlich manchmal gemeinsam? Und darfst du sie nackt sehen?
 
Edit: Hm,... habe nochmal kurz deinen Post gelesen, dear_reader. War beim ersten Mal offenbar einwenig oberflächlich. Also ich denke nicht, dass ich meinen Wert alleine daran festmache, wie mein Erfolg ist oder wie meine Bezieheung ist. Aber es spielt definitiv eine Rolle, und dich denke, das lässt sich kaum umgehen - schon alleine nicht, weil man beständig mit seinem Außen in Beziehung steht. Würde man die Reaktion des Außens grundsätzlich ignorieren, wenn man sich ein bild von sich selbst macht, dann wäre das schon eigenartig - es hat oft Gründe, wenn einen Leute nicht leiden können (Egoismus, falsches Verhalten, Moralappostel, was auch immer). Das heißt ja nicht, dass man sich 1🤐 ändern muss, aber hm,... ich will jetzt nciht zu philosophisch werden. Darüber könnte ich sicher sehr lange schreiben. Aber ich denke jedenfalls, dass ich im Grunde eineziemlich gefestigte Person bin und eigentlich meine Erfüllung nicht alleine in der Beziehung sehe. Ich liebe meine Freundin wirklich sehr. Aber ich könnte auch ohne sie leben. Will aber ... deutlich liebe rmit ihr sein. Ja.

Hallo weißer Rabe,

danke für Deine Antwort! Ja, ich denke natürlich auch, dass das Feedback der anderen wichtig ist, und man zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung unterscheiden muss... häufig meint man ja über einen längeren Zeitraum, dass man sich so verhält, dass andere einen verstehen, dann kann man Monate später auf die Situation/en zurückblicken und erkennt, dass man sich doch irgendwie geirrt hat und der Weg, den man gegangen ist, nicht für alle klar erkennbar war - in meinem Fall haben sich einige Freunde von mir distanziert bzw. ich mich von ihnen und mein damaliger Freund verließ mich, weil ich wohl unnahbar, abweisend, anspruchsvoll und träumerisch wirkte - es haben zwar einige meiner Freunde verstanden, dass ich gerade in einer Lebenskrise (beruflich) steckte, aber eben auch viele nicht. Und da musste ich dann für mich jetzt reflektieren: Mich haben viele nicht verstanden, weil ich mich auch nicht verständlich gemacht hatte! (Dennoch haben die anderen auch ihren Anteil daran, dass sie mich nicht verstanden haben, da sie sehr kritisch über mich geurteilt haben...)
Jedenfalls habe ich meinen neu entdeckten Mut für das Ändern meiner beruflichen Situation verloren (und finde ihn jetzt nach Monaten erst langsam wieder...), als mein Freund mich verließ und ich mich in dem ganzen Chaos neu verliebte, was ich jetzt mittlerweile sehr bereue, weil ich ja die Trennung und die damalige Situation noch gar nicht verstanden hatte.
Für Dich bedeutet das dann vielleicht analog: erstmal ist es natürlich gut, dass Du diese lange Beziehung nicht einfach so beendest, ohne es nicht doch nochmal mit ihr gemeinsam versucht zu haben. Andererseits solltest Du Dich tatsächlich fragen, ob sie Dir so gut tut. Denn wir bleiben doch oft mit jemandem zusammen, der uns nicht das gibt, was wir wirklich brauchen, und dann warten wir und warten wir, bis vielleicht doch noch das passiert, auf das wir hoffen. Dann kann es passieren, dass unsere Wahrnehmung etwas verrutscht und uns immer Gründe einfallen, warum wir immer noch warten, obwohl die Beziehung uns nicht das gibt, was wir uns wünschen.
Es kommt einfach darauf an, herauszufinden, ob das, was man in dem anderen Partner sieht, noch hervorblühen kann oder ob das nur ein Wunschtraum bleiben wird. Und deswegen sollte man seinen Wert nicht von anderen oder äußeren Umständen abhängig machen, da man z.B. vor einer Prüfung ohne bestanden zu haben nicht mehr oder weniger wert ist als nach der Prüfung, wenn man sie bestanden hat. Also solltest Du Dich auch vor Deiner Freundin nicht kleinmachen, denn Deine Bedürfnisse sind nicht weniger wichtig als ihre!
Ich weiß jetzt irgendwie nicht, ob ich mich klar genug ausgedrückt habe, das bietet tatsächlich viel Stoff zum Philosophieren 🙂
Ich beschäftige mich schon etwas länger privat wissenschaftlich damit, aber der buddhistische Umgang mit Gefühlen hat mir auch sehr geholfen. Denn natürlich ist es immer besser nicht mit Erwartungen an etwas oder jemanden heranzutreten, dennoch sollte man eben zu sich und seinen Bedürfnissen stehen und daher über sich und seine Gefühle sprechen, ohne dem anderen Vorwürfe für sein Verhalten zu machen. Nicht gerade leicht, aber ich denke so kann man viele Beziehungsprobleme lösen, denn wenn man sich liebt, will man doch, dass es dem anderen gut geht.

Alles Liebe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Füchsin, nackt darf ich sie schon sehen. Wir kuscheln auch oft nackt. Dann aber meistens unter der Decke (was auch mit den Temperaturen zu tun hat). Sie hat auch nicht dagegen, wenn ich ihre Brüste streichle, das hat sie auch gerne. Nur sobald ihre euh... Scheide (?) (mir fällt dafür einfach nie ein Wort ein, das nicht entweder ziemlich vulgär ist - wie "Muschi" oder so was - und das aber auch nicht zu "künstlich" ist, oder auch falsch - eben wie "Vagina" oder "Scheide" - ich mein' das klingt wiederum so medizinisch-förmlich), ins Spiel kommt, tut sie meine Hand weg, und sie mag es halt auch nicht, "angestarrt" (mir fällte auch hier jetzt kein besseres Wort ein) zu werden, vor allem zwischen den Beinen.
Baden können wir nicht gemeinsam, weil wir nur eine Dusche haben, die ziemlich eng ist. Früher, als wir noch bei unseren Eltern gewohnt haben, hat es hin und wieder die Gelegenheit gegeben - zum Beispiel, wenn ihre Eltern weg waren. Bei mir haben wir seltener gebadet, obwohl sie öfter bei mir geschlafen hat. Bei mir war nämlich so gut wie immer "irgendwer" zuhause - also entweder meine Schwester oder meine Mutter, und außerdem war die Wanne bei mir kleiner.
Das Baden bzw. Abduschen war auch eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen ich "mehr zu fassen" bekommen habe, weil wir uns ja auch gegenseitig mit Duschgel eingerieben haben. Dass wir hier keine richtige Badewanne haben geht uns leider in mehrerlei Hinsicht ab.

Dear_reader, auf die Gefahr hin, dass wir einwenig vom Thema abkommen, ich denke das Problem ist nicht alleine die Frage nach dem Verständnis. Wenn sich jemand beispielsweise nur um sich selbst kümmert und sich über die Regeln des Zusammenlebens hinwegsetzt, dann täte es ihm schon auch gut, wenn er einwenig auf die Fremdwahrnehmung und das Feedback von außen hört. Genauso ist ja auch unverbesserlicher Idealismus recht schön, kann aber dann problematisch werden, wenn die Welt außen einem schlichtweg sagt "nein", und man erkennt, dass die eigenen Anstrengungen keinerlei Wirkung haben und die Sache vielleicht sogar schlechter machen als sie sind, dann könnte man durchaus den Wert seines Idealismus einmal überdenken.
Hm,... ich muss gestehen, dass ich die Analogie zu meiner Situation nicht ganz verstehe, aber ich verstehe, was du mir zu denken gibst, und das denke ich mich ja auch immer wieder. Wenn die Hoffnung zu letzt stirbt, mag das nicht immer das Beste sein. Immer wieder zu glauben, es könnte ja eine Verbesserung geben kann einem eine bittere Niederlage bereiten, eben genau das, was hier auch immer wieder angesprochen wurde. Irgendwann findet sie einen, mit dem's klappt, ich hab' mein Karrierepotenzial für sie aufgegeben, keinerlei Erfahrung mit Sex, bin an die 30 und letztendlich hab' ich noch die Schmach, dass ein anderer bekommt, was ich dann 10 Jahre begehrt habe - eine sexuell erfüllte Beziehung mit meiner Freundin. Das sind so die Horrorszenarien, die es schon zu verhindern gilt. Und 6 Jahre sind schon eine lange Zeit - und es gab' da auch Höhen und Tiefen. Ich finde es eben nicht richtig, zu schnell aufzugeben, aber hm,... wie du richtig sagst, man kann damit schon schön Einfahren... Und ich meine - das ist ja auch das Gefühl, das ich immer wieder habe - ich bin in einer Beziehung und kann/will mir da nicht irgendwelche anderen Mädels anlachen. Ich knn mich nicht "austoben" (also selbst, wenn ich das Angebot hätte). Ich kann auch nicht "nebenbei was besseres suchen", wie bei einer Arbeitsstelle, weil ja schon das Suchen eigentlich eine ziemliche Frechheit wäre. Hm,... das meine ich, wenn ich sage, gefangen in einer Beziehung, in der einer alten, tockenen Beziehung. Aber ich will's definitiv nicht aufgeben, und meine Freundin und ich, wir werden dran arbeiten. Hm,... hoffe ich.
 
Wenn sich jemand beispielsweise nur um sich selbst kümmert und sich über die Regeln des Zusammenlebens hinwegsetzt, dann täte es ihm schon auch gut, wenn er einwenig auf die Fremdwahrnehmung und das Feedback von außen hört.
Ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber deine Freundin täte gut daran, sich das hier mal zu Herzen zu nehmen.
Wenn man jemanden liebt, versucht man alles, um denjenigen glücklich zu machen. Im Falle deiner Freundin hieße das, dass sie die Ursachen für ihre Blockade ergründet und im nächsten Schritt anfängt daran zu arbeiten. Aber dazu ist sie zu faul, denn so lange du nicht dagegen rebellierst, fährt sie mit ihren Vermeidungsstrategien deutlich leichter. Ziemlich egoistisch, findest du nicht?
Wenn du mich also fragst, ob sie dich liebt, würde ich sagen: "Nein, zumindest nicht so sehr, wie es ein verständnis- und rücksichtsvoller Typ wie du verdient hätte."
Vielleicht wäre das mal 'ne grundsätzliche Sache, die es zu klären gilt. Liebt deine Freundin dich überhaupt wirklich? Und wenn ja, warum versucht sie dann nicht, dich glücklich zu machen?

Kennst du Pick Up? Das ist so ne Anleitung, um Frauen aufzureißen und flachzulegen und dementsprechend sexistisch aufgezogen. Aber wenn du darüber hinwegsehen kannst, würde ich dir mal raten, dich intensiv damit auseinanderzusetzen. Besonders mit so Schlagwörtern wie "attraction" und "eskalation" aber auch "last minute resistance" und "freeze out" solltest du dich mal befassen.

Pick Up Forum - The Pickup Artist Community
Ich sehe gerade, dass die Pickupedia down ist. Deshalb, damit du nicht lange danach suchen musst, hier noch ein link zu den ganzen Abkürzungen, die bei PU verwendet werden:
Abkürzungen - Pick Up Forum - The Pickup Artist Community

Wie gesagt, das ganze ist teilweise echt ziemlich abgedroschen. Trotzdem schlage ich vor, dass du nicht nach ein paar Minuten aufgibst und sagts, dass das alles totaler Schwachsinn ist. Als ich damals ganz ähnliche Probleme mit meiner Freundin hatte, hat mir PU schon ein ganzes Stück weit geholfen.

lg Zufallsname
 
Hm,... ich habe auf Grunde der Präsenz der Situation (dass ich einmal wieder so einen Thread eröffnet habe (passiert, wie gesagt, so alle par Jahre) und auf Grund des Gesprächs mit meiner Freundin die letzten Tage über eine ganz komische Sache nachgedacht. Entschuldigt bitte, wenn das jetzt so "analytisch" klingt, das ist für gewöhnlich meine Art zu denken.

Ich hatte vor ein paar Monaten eine Diskussion mit einem Kerl, der meinte, die Monogamie sei eine Einschränkung der Freiheit und sollte doch nicht selbstverständlich sein, und deshalb soll man nicht davon ausgehen, dass er so lebt. Wie dem auch sei - das Problem ist nun einmal, dass in unserer Gesellschaft jemand, der eine Beziehung eingeht, davon ausgeht, dass der andere monogam lebt. Ein "ich hab' nie gesagt, dass ich nicht mit anderen schlafe" ist das eine ziemlich schlechte Ausrede, wenn man irgendwelche Schuld von sich waschen will. Das eingehen einer Beziehung ist in unserer Gesellschaft mit dem impliziten Versprechen verbunden, treu zu sein.

Hm,... und ich denke so ist es auch mit der sexuellen Beziehung. Es ist Rechtens, wenn jemand meint, eine Beziehung ohne Sex führen zu wollen, aber so etwas sollte abgeklärt werden. Ich denke, dass das der Hauptgrund dafür ist, dass ich mich betrogen fühle, obwohl ich eigentlich immer wieder denke, dass es schon extrem sexistisch ist, ihr gefühlsmäßig (und selten aber doch auch gedanklich) das Recht abzusprechen, nein zu sagen. Ich glaube, dass es das Versprechen ist, das sie bricht.

Aber sie will das nicht. Ich kenne sie nach sechs Jahren wirklich gut, und ich sehe, wie frustriert sie selbst immer wieder ist, dass es mit uns nicht klappt, erst recht jetzt, wo sie einmal mehr, einmal deutlicher erfährt, dass sie mich so nicht ganz glücklich macht. Hm,... und wenn ich nicht "rebelliere", wie du so schön sagst, dann schafft sie es wohl, das gut zu verdrängen - was sie wohl deshalb will, weil es eben ein Problem ist. Ich habe schon bei ihr beobachtet, wie sie vor Problemen auf eine "Augen zu"-Art wegläuft. Versteht mich nicht falsch - ich finde es legitim und richtig, sich nicht allen Problemen zu stellen. Ihr Studium hat sie abgebrochen, weil sie sehr darunter gelitten hat. Aber sie hat, bevor die Entscheidung getroffen wurde, monatelang nicht ihre e-mails kontrolliert, weil sie Angst vor ihren Noten hatte. Das ist über ein Jahr her. Sie weiß noch immer nichts.
Es ist okay, wenn sie ihr Studium abbricht. Und es ist auch okay, wenn sie das so macht. Man muss sich nicht jedes Leid antun und sich überall durch quälen. Aber es ist für mich nicht okay, wenn sie so mit dem Problem zwischen ihr und mir umgeht. Hm,... aber ich sehe vor allem jetzt, dass es sie belastet. Wenn sie mich nicht lieben würde, gäbe es keinen Grund für sie, mit mir zusammen zu sein, mit mir zu kuscheln und immer mehr daran zu arbeiten, ein gemeinsames Leben mit mir aufzubauen. Denn damit versperrt sie sich den Weg, jemand anderen kennenzulernen. Will sie auch nicht. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie mich liebt.


Heute, jetzt in diesem Moment ist es wieder anders. Wieder einwenig, wie bei meinem ersten Post hier. Ich liebe sie, aber ich will nicht alles für sie tun - ich will nämlich nicht auf eine erfüllte, sexuelle Beziehung verzichten.
Nicht, dass ich eben die Gelegenheit hätte, aber ich habe schon öfter davon fantasiert, andere Frauen zu haben. Das ist wahrscheinlich ganz normal. Das hat wahrscheinlich jeder einmal. Nur ist der Gedanke an sich nicht so ... also statt ihr jemand anderen zu haben ... also nein. Der Gedanke hat Positives und Negatives. Hauptsächlich negatives, weil sie eine wirklich süße Art hat, weil sie und ich auch auf Grund unserer gemeinsamen Geschichte schon derart verbunden sind, weil ich ihr eigentlich sehr vertrauen kann, weil es schön ist, jemanden so gut zu kennen, wie ich sie kenne, weil sie geistreich und kritisch ist, und sich auch nicht von mir "einlullen" lässt,... aber ich habe eben wirklich oft das Gefühl, dass ich mehr Chancen auf ein sexuell erfüllten Leben hätte, wenn ich sie nicht hätte. Trotz der Gedanken, dass ich insgesamt scheinbar nicht sehr attraktiv für Frauen bin. Ich bin für gewöhnlich nicht einmal der "gute Freund". Gab' erst zweimal ein Mädchen, das mich so gesehen hat. Einmal, als ich 16 war, und dann meine Freundin, bevor wir ein Paar wurden (auch wenn sie nie "guter Freund" gesagt hat, und eigentlich meinte, mit mir in einem Bett schlafen zu wollen, wenn ich sie auf ihren Urlaub mit ihren Eltern begleiten würde). Wie auch immer.

Hm,... obwohl ich glaube, dass es nicht so schlecht wäre, wenn ich hier ... auch mit mir selbst ehrlich bin. Ich habe schon ein paar Mal gedacht, ob sie sich nicht einfach "an mich gewöhnt" hat. Ob sie mich vielleicht wirklich gar nicht liebt, und sich das bloß selbst einredet. Ob sie einfach keine Lust hat, einen anderen Kerl kennenzulernen, weil es ja eh schön mit mir ist, und weil es ihr eh so passt. Ich glaube, in einer Situation wie meiner ist es verständlich, dass man zu zweifeln beginnt. Aber der Zweifel kann Beziehungen zerstören. Ja, gerade der Zweifel, der von fehlendem Vertrauen zeigt. Hm,... Darum will ich nicht zweifeln. Darum will ich an meinem Glauben festhalten. Und nicht, dass das jetzt falsch verstanden wird, es sind keine Grasbüschel, an die ich mich klammere. Es gibt wirklich viel zwischen ihr und mir.

Habe kurz bei diesem Pick Up reingeschaut. ich weiß noch nicht, was ich damit anfangen soll. Habe noch nicht wirklich gefunden, wonach ich suchen soll (also auch trotz deiner Suchvorschläge nicht). "Freeze out" - sie wohnt bei mir. Dir weiß schon genug, was sie hier tun kann, auch ohne mich. Also - ja, ihr wird fad - aber nicht mehr, als sonst. auch. Scheint wirklich mehr um's aufreißen zu gehen dort. Ich hab's über die Jahre hinweg schon mit verschiedenen Strategien versucht - aber naja - nicht jede Strategie funktioniert zu allen Zeitpunkten gleich und man sollte auch nicht zu viel auf einmal probieren. Ich habe deinen letzten Vorschlag der schritthaften körperlichen Annäherung einmal vorgeschlagen.

Von Gestern (Samstag) auf heute (Sonntag) ist mir in der Nacht aber ein Gedanke gekommen, der mir eigentlich fast besser gefällt. Es ist irgendwie nicht nur Sex selbst, der fehlt, sondern auch das, was mit Sex verbunden wird. Eben das Knutschen, wie du sagst, wir machen kaum "herum", und wenn wir uns streicheln, dann meistens auf eine kuschelige Art und Weise. Meistens (!) nicht immer. Ich dachte wir, wir machen uns zwei Tage die Woche aus, in denen wir beschließen uns auf so eine Art miteinander beschäftigten. Dabei machen wir abwechselnd "Programmvorschläge" und tasten uns dabei aber auch immer mehr an Sex heran. Ich glaube, das kann auch darüber hinaus gehen, also auch dann, wenn wir Sex haben eine nette Möglichkeit sein. Sie denkt noch darüber nach. War nicht ganz so begeistert von der Idee. Darum stehen wir noch dabei, dass wir uns gewissermaßen "durchgängig" herantasten nach einem weniger abwechslungsreichen Schema. Keine Ahnung, wie das funktioniert. Aber gerade in diesem Moment bin ich wieder mehr dem Verzweifeln nahe.
Und ganz ehrlich? Ich bin müde. Ich bin das Versuchen müde. Ich gebe mir auch so viel Mühe in der Beziehung und ich habe ehrlich gesagt auch keine Lust jetzt noch einmal mehr Verführungskünste zu lernen, mir tausende Ideen auszudenken, Schlachtpläne zu machen,... um ein Mädchen ins Bett zu bekommen, mit dem ich seit sechs Jahren zusammen bin. Ich habe das Gefühl, dass es einfach nicht fair so ist. Keine Ahnung, wer oder was hier unfair ist - aber ich bin ... müde.
 
Hallo,

ich bewundere deine Geduld und dein Einfühlvermögen... aber das ist doch keine Beziehung die ihr da führt.
In 6 Jahren 1x Sex zu haben obwohl ihr in einer Partnerschaft seid und zusammen lebt, ist unvorstellbar. Sie wird wohl immer Gründe finden, um sexuell passiv zu bleiben.
Erst Stress, dann bist du zu unerfahren oder sie ist nur heiß auf dich, wenn du abwesend bist.
Dich per SMS aus dem Nebenzimmer zu diktieren, wenn sie vorbereitet ist, müsste für dich der Abtörner schlechthin sein, ebenso ihre Handhabung mit ihrem Spielzeug, wenn du anwesend bist. Allein die Kuschelabende nach Terminabsprache scheinen schon ihren Rahmen zu sprengen.
Den Sex mal ausser acht lassend, was trägt sie sonst noch zu eurer Beziehung bei, ausser müde zu sein. Macht sie überhaupt was, nach dem Studiumabbruch? Du scheinst ehrgeizig und intelligent zu sein. Warum läßt du dir deine Karrierepläne von ihr vorschreiben? Wenn sie keine Ziele hat und keinen Ortswechsel will warum richtest du dein ganzes Leben nach ihren Wünschen aus? Ob euch die Sexualtherapie viel bringt, wag ich zu bezweifeln, da die Initiative von dir ausging und deine Freundin da ziemlich passiv zu sein scheint. Ihr seid sehr jung zusammengekommen.Hast du mal daran gedacht, daß es zwischen euch einfach nicht paßt und du bei einer anderen Frau nicht nur ein sexuell erfülltes Leben findest sondern auch eine Partnerin, die nicht nur müde abhängt sondern dein Pläne fördert und nicht untermauert.Du bist zu jung und zu aktiv um wie ein Mönch zu leben.

LG Punto
 
Hey weisser Rabe,
ich vermute einfach, dass ihr es ohne Therapeuten nicht schaffen werdet. Selbst wenn du sie doch noch ein paar Mal zum Sex bewegen kannst, die Erwartungen scheinen bei euch beiden einfach zu hoch zu sein um unbefangen an die Sache heranzugehen.

Sex ist nicht immer so wahnsinnig toll. Die meisten Menschen haben auch mal Sex wenn, sie muede sind oder eigentlich keine grosse Lust dazu haben. Oft kommt der Spass dann wenn man dabei ist. Aber soweit muss es ja erstmal kommen.
Manchmal ist Sex aber auch voellig unspektakulaer. Es ist wie essen. Mal schmeckt es besser und mal weniger gut.
In eurer Beziehung wirkt es aber wie etwas so heiliges, dass es unbedingt perfekt sein muss. Nur keine Enttaeuschungen hinnehmen.
Ihr befindet euch in einer absoluten Beziehungsblindheit.

Viele Frauen machen sich Gedanken, dass sie unangenehm riechen koennten oder haesslich waeren, wenn ihnen ein Mann zu nahe kommt. Ich verstehe nur irgendwie nicht, wie sie nach 6 Jahren immer noch so gehemmt sein kann.

Du erinnerst mich ein wenig an einen kleinen Dackel der Aufmerksamkeit von seinem Herrchen will und dabei ganz traurig drein schaut und mit dem Schwaenzchen wackelt. Das ist aber leider gar nicht sexy.
Du musst sie ja nicht gerade vergewaltigen, aber ein Mann der sich holt was er braucht, hat durchaus seinen Reiz. Gib ihr keine Zeit sich eine Ausrede einfallen zu lassen. Friss sie auf, reiss ihr die Kleider vom Leib, und dann nimm sie.
(Natuerlich, auf eine liebevolle Weise. 😉)
 
Hm,... von außen mag es immer wieder so aussehen, als wäre es keine Beziehung, Punto, aber für mich ist es das definitiv, genauso wie ich eigentlich keinen Zweifel habe, dass auch sie das, was zwischen uns ist, Beziehung wahrnimmt.

Wann sie mit Ihrem Spielzeug spielt, das weiß ich nicht, und wie gesagt - im Grunde finde ich es auch in Ordnung, wenn sie masturbiert. Ich finde es sogar gut. Andererseits habe ich ihr offenbar nicht den Eindruck vermittelt, zumindest hat sie mir am Freitag gesagt, dass ich schon beim ersten Mal, als sie mir davon erzählt hat, beleidigt ausgesehen habe. Hm,... wie gesagt, eigentlich finde ich es grundsätzlich schon ganz gut, dass sie damit angefangen hat.

Se war nach ihrem Studienabbruch lange zuhause, hat jetzt allerdings einen Job gefunden. Halbtags, weil sie sich mehr Zeit für sich selbst nehmen will.
Und meine Karrierepläne schreibt sie mir nicht vor. Sie unterstützt mich auch. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was sie davon halten würde, würde ich immer wieder für viele Monate wegfahren und eine Fernbeziehung mit ihr führen, aber ich weiß, dass ich nichts davon halte. Würde ich wo eine unbefristete Stelle angeboten bekommen, würde die Situation anders aussehen, aber in meinem Bereich hangelt man sich (wenn man Glück hat!) wie ein Tagelöhner von einer unbefristeten Stelle zur nächsten, und ich kann nicht alle paar Jahre von ihr verlangen, ihren Job zu kündigen, ihre Sachen zu packen, und ab in die nächste Stadt zu ziehen, wo wir wieder zwei Jahre bleiben. Die unbefristete Stelle ist hier der Hauptgewinn, den ich da, wo ich momentan wohne nicht bekommen werde, und die Chancen auf befristete Stellen sind hier (wie auch überall anders) stark limitiert, zumal in meinem Bereich das Verweilen unerwünscht ist und man eigentlich erst dann Chancen auf gute Stellen hat, wenn man eben wie ein Tagelöhner umherzieht.

Was sie zur Beziehung beiträgt ist eben mehr, als bloß Müde sein. Sie ist relativ aktiv, wenn es darum geht, die Wohnung einzurichten, und sie ist auch definitiv willig ihren finanziellen Beitrag zu leisten. Da sie ja bis kurz kurzem arbeitslos war ist der sehr gering ausgefallen. Jetzt aber bekommt sie mehr Geld und hat auch noch bevor ich überhaupt daran gedacht habe, mich daran erinnert, dass se jetzt deutlich mehr beitragen kann.
sie unterstützt mich auch trotz meiner schlechten Karrierechancen, weißt mich immer wieder auf meine beruflichen Vorzüge hin und spricht mir Mut zu, dass ich es schaffe, in meinem Bereich Fuß zu fassen. Dass ich wenig verdienen werde, ist ihr klar, aber das stört sie kein Bisschen, und auch wenn ich einmal arbeitslose Phasen haben werde, ist es für sie in Ordnung, unser Leben alleine zu findnzieren - einfach, weil sie weiß, dass es das richtige für mich ist (klingt nach einem Scheiß Job - geringe Bezahlung, viel Stress, absolut keine Sicherheit - aber der Job hat andere Vorzüge).
Sie spricht mir auch sonst immer wieder Mut zu, wenn ich einmal Selbstzweifel habe, was ja bei den meisten hin und wieder vorkommt, nicht nur im beruflichen, wo ich immer wieder das Gefühl habe, ein Blender zu sein, sondern auch im sportlichen und musikalischen, und in allem, was ich so tue.
Auf reine Kuschelabende hat sie schon auch sehr viel und sehr oft Lust. Also gemeinsam zusammen kuscheln, während wir uns eine DVD anschauen. Da kommt sie auch immer wieder Rüber und meine sie brauche jetzt einen Abend mit mir, und so verbringen wir den Großteil unserer Abende - also vier oder fünf Abende die Woche, am Wochenende kuscheln wir auch Vormittags. Ganz selten, aber für mich eben viel zu selten, ist da auch einwenig mehr. Da küsst sie mich leidenschaftlicher, oder sie streichelt mich; begrapschen tut sie mich ohnehin auch immer wieder einmal - das sind aber immer nur ganz kurze Momente.
Aber in meiner Situation, so ganz ohne Sex, bemerkt man die Momente, in denen sie so ganz und gar nicht interessiert ist, viel intensiver. Wenn man sich neben dm Bett einigermaßen erotisch auszuziehen, um sich das nackt zu ihr zu kuscheln, während sie das gar nicht mitbekommt, weil sie auf ihren Laptop starrt, oder gar kurz herschaut und dann wieder weg - auf ihren Laptop. Oder wenn sie einfach "wichtigeres" zu tun hat, als irgendetwas mit mir zu machen, was ich gut verstehen kann. Würde sie ständig zu mir kommen, um kuscheln zu wollen, in mir nicht auch genügend Zeit für meine Freitag-Sachen zu geben, oder auch die eigentlich unwichtigen Sachen, wie einfach nur das Schreiben eines Forumsbeitrages (nur nicht hier - von diesen Thread soll sie nicht erfahren).

Übrigens macht meine Freundin zur Zeit eine Therapie. Die macht sie seit etwas mehr als einem Jahr. Allerdings halt keine Sexualtherapie.

Ich habe, wie gesagt, schon daran gedacht, ob eine andere Freundin nicht einfach besser wäre, und ich auch sonst eine schöne Zeit mit einer anderen Frau, mit einem anderen Mädchen (keine Ahnung warum, irgendwie kommt mir "Frau" so alt vor), hätte. Es ist ja nicht so, als ob es nicht so, als ob andere Mädchen zwar zu einer sexuellen Beziehung bereit wären, aber sonst einfach nur blöd wären. Ich habe mich manchmal überlegt - wenn ich nicht mit ihr, sondern mit jemand anderen zusammengekommen wäre, ob ich dieses Mädchen dann nicht genauso lieben würde.
Ich bin zwar jung, aber ich fühle mich ehrlich gesagt ziemlich alt. Ich denke meistens wie ein alter Mann, und habe eigentlich eine relativ "alte" Art. Ich werde von meinen linken Freunden meistens als ultra-konservativ dargestellt, ich verteidige Traditionen durchaus auch mit der Begründung, dass es Traditionen sind, die genau deshalb, weil es Traditionen sind, ein Gegengewicht zu der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft und eine Verbindung zu allem, was nicht "Zukunft" darstellen. Im Sport bin ich ziemlich erfahren, aber alles andere als gut (weiß viel, kann wenig) und habe dementsprechend schon fast den Status eine "Urgesteins", nachdem es im Verein kaum wen gibt, der länger spielt als ich, und ich habe nahezu die komplette Vereingeschichte mitbekommen. Gibt einen Kerl in einem anderen Verein, der über 40 ist, und ich kann mich erinnern, als es damals vor k.a. acht oder neun Jahren (?) zu uns gekommen ist und noch so gar keine Ahnung hatte - und dann gibt's noch andere Leute, die vor ihm angefangen habe, und deren erstes Training ich auch mitbekommen haben und so weiter. Überall wo ich bin, bin ich alt, obwohl ich erst 25 bin.
...ich finde es schön, eine Routinierte Beziehung zu haben. Eine Beziehung, die kein ständiges Auf und Ab ist, bei der man sich nicht alle drei Monate trennt; ich finde es schön, nicht alle drei Monate eine neue Freundin zu haben oder meinetwegen jedes Wochenende in der Disko irgendwen neuen aufzureißen. Aber ich vermisse es tatsächlich, dass ich diese Phase nie hatte. Jetzt ist sie nichts mehr für mich (ich habe mich zu sehr verändert). Aber wie ein Mönch will ich wirklich nicht leben. 🙁 Da fühlt man sich dann gleich doppelt so alt - Wenn ich mich fühle, als würde ich auf die 40 zugehen, statt auf die 30 und man das verdoppelte...


Füchsin, meine Erwartungen sind nicht so hoch. Ich brauche kein Pornosternchen, die alle drei Minuten einen laut stöhnenden Orgasmus hat und am besten noch das Bett vollspritzt oder zwischendurch eine Freundin mitbringt, dass es extra lustig ist. Ich finde es okay, wenn es mal unspektakulär ist. Hm,... aber ich denke, dass sie da schnell enttäuscht ist, und dass sie da viele Erwartungen hat, auch wenn sie weiß, dass ich das nicht habe.
Ich weiß eben, dass viele Leute auch Sex haben, wenn sie müde sind, und dass die Lust oft erst bei der Sache selbst kommt. Die Geschichte hör' ich eben recht oft - aber naja. Wenn man nicht anfängt (auch nicht mit irgendeiner Art Vorspiel), hm,... dann denke ich immer wieder auch an die Hammeraussage vor ein paar Jahren, dass ich ihr zu unerfahren sei, und ihr das für den Moment zu stressig wäre.

Hm,... und das Bild vom Dackel,... hm. Ich glaube, manchmal fühl ich mich auch so. Aber ganz ehrlich,... ich bin halt kein stürmischer Mensch mehr. Ich bin kein harter Kerl, der einfach hingeht und ihr quasi die Klamotten vom Leib reißt und sie auf's Bett schmeißt. Und darauf würde sie auch nicht stehen - nicht in der Situation. Das ist nett fr die Vorstellung, aber wenn's dann wirklich so ist ... ich habe so was in der Art schon probiert, aber sie ist immer beleidigt gewesen, wenn sie "nein" gesagt hat, und ich das so nicht akzeptiert habe. Ich denke auch zu Recht.
 
Das weiß ich nicht genau, aber ich glaube nicht. Sie ist, was unser Sexleben betrifft sehr schweigsam und mag eben nicht, dass irgendwer davon erfährt.
 
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