kasiopeija
mal kurz so nebenbei,was mir auffiel....was du für dich klären solltest....sorry muss ich einfach schreiben,weils mir am herzen liegt
du schriebst
zitat
Es geht mir darum, dass es mich wütend macht, dass sich eine Frau so unterdrücken und niederdrücken lässt und sich damit auch noch versucht zu arangieren und es als gut und richtig hinzustellen.
Ich kenne sowas nicht und verstehe nicht, warum man sich sowas gefallen lassen kann.
zitat ende.
warum macht dich das wütend,was wird da in dir angesprochen?....ner wut nichts anfangen. wenn du für dich deine wut mal selbst auslebst,wirst du sicherlich ganz andere beiträge schrieben können ,da bin ich mir sicher.😉🙂
Das sehe ich genauso wie Schmetterlingsflattern. Ich habe es schon mindestens drei Mal im Leben erlebt, dass mich etwas unglaublich wütend gemacht hat oder Personen in ihrer Art mich wütend gemacht haben - weil mich deren Geschichte in meiner eigenen Geschichte betroffen hat:
Bevor ich Kinder bekommen habe, habe ich in einem anderen Forum geschrieben, wo ich auf einer "Supermutti" gestoßen bin, die täglich etwas über ihre neugeborene Tochter gepostet hat: Bilder, Geschichten aus dem Alltag über Pupse und wie süss sie lacht, wenn man sie am Bauch kitzelt etc.
Eigentlich nichts Böses, mal abgesehen, dass sie Hunderte von Beiträgen darüber verfasst hat, eigentlich so ziemlich die ganze Babyzeit im Internet offen gelegt hat. Baby im Babybikini, Baby im niedlichen Kleidchen ... Fotos über Fotos.
Warum es mich böse gemacht hat? Wegen MEINER Geschichte. Ich habe gleich an all die Perverslinge gedacht, die sich solche Fotos runterladen, das hat mich wütend gemacht, dass sie so naiv ist, zu glauben, die ganze Welt wäre lieb und nett.
Das war die eine Sache.
Die andere Sache war wohl mein unterdrückter Kinderwunsch. Ich wollte früher nie Kinder aus Angst, sie nicht beschützen zu können. Aus Angst, was kommt, wenn ich mein Leben in die Richtung lenke:
Es würde sich ja etwas ÄNDERN, und davor hatte ich Angst. Deshalb war meine Wut auf die junge Mutti in Wahrheit eine ABWEHRREAKTION, das erkenne ich jetzt. Und tatsächlich, es hat sich auch bewahrheitet:
Mit der ersten Geburt wurde meine bis dahin funktionierende Welt auf den Kopf gestellt und die ersten Flashbacks meines Kindheits-Missbrauchs kamen, erst wenige, dann bis ich dachte, ich werde verrückt.
Und jetzt? Stelle ich zwar keine Babybildchen ins Netz, bin aber der Frau, die ich einst so verabscheut habe gar nicht mehr so umnähnlich, nur in wenig naiverer Form als sie. Vorher war es, als ob diese Abwehrreaktion mich eigentlich schützen wollte.
Wie gesagt, ich habe oft ehrlich hinterfragt: "Warum regt mich das jetzt so auf an der, wo es andere gar nicht aufregt?" Und: "Was hat diese Wut in Wahrheit mit MIR zu tun?"
Spenst hat das, was ich in meiner Beziehung habe als gegenseitige Racheaktionen beschrieben. Es geht dann gar nicht um verweigerten Geschlechtsverkehr oder verweigerte Installationen im Haus, sondern eben um Racheaktionen.
Wenn ich herausfinde, was dahinter steckt, dann kann ich da auch ansetzen, zumindest ganz sicher bei mir selbst.
Vielleicht erkenne ich dann, dass ich eine Grundüberzeugung habe wie: "Alle Männer sind eben schlecht, und ich kann keinem trauen." - und dann genau das auch als sich selbst erfüllende Prophezeiung bewahrheitet.. Wegen meiner Vorstellung. Naja, wenn man eben seinem Partner gar nicht das Gefühl gibt, dass man ihm irgendwas Gutes zutraut - und eifrig Beweise dafür sucht, das der andere ja doch schlecht und mies ist.
Zumindest hat man dann ja Recht gehabt, und das eigene Weltbild hat sich wieder ein Stückchen mehr gefestigt, schwarz und weiß, gut und böse - alles schön in seine Schubladen eingeordnet.
Hier hat das auch jemand geschrieben, dass ich eben eine Stütze in ihm habe, das ist die positive Seite eines dominanten Wesens. Ich glaube, man kann das Positive in einem Charakter stärken, wenn man es liebevoll schätzt. Und wenn man jemandem das vermittelt, dass man sein Wesen im Grunde schätzt, dann wird er auch nicht fies werden und Rachaktionen starten.
Ich denke, die, die hier wolch eine Wut über meine vermeindliche Unterdrückung hat, die hat auch ein Unterdrückungsthema in ihrer Geschichte offen, das sie für die Zukunft nicht angehen will.