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Trennen oder Bleiben?

Mutti84

Mitglied
Hallo. Ich schildere mal kurz mein Problem. Mein Freund (45) und ich (31) sind ohne Pause knapp 3 Jahre zusammen. Nun ist mein Problem sobald er Stress bei der Arbeit hat, trinkt er ab und an. Kommt dann auch noch mit Alkoholgeruch nach Hause. Frage ich ihn hast du getrunken? Nein. Das merkt man aber doch an seinem Verhalten und glauben tue ich es ihm auch nicht. Oder er macht mir irgendwelche Vorwürfe wie z.B wäre ich alleine geblieben dann hätte ich diese ganzen Probleme nicht. Weiß einfach nicht mehr weiter. Helfen kann ich ihm sowieso nicht. Trotzdem liebe ich ihn auch wenn er denkt ich würde eh mit anderen Männern schreiben, da er ja kaum Zeit für eine Beziehung hat. Da er nachts arbeitet. Eine Zeit lang habe ich gedacht er hat sich geändert, aber nun hat er wohl wieder Stress in der Firma und lässt immer alles an mir aus. Sage ich ihm das kommt nur ich lasse nichts an dir aus. Auch habe ich bei ihm das Gefühl das er unsere Beziehung mit seinen vorherigen Beziehungen vergleicht. Er sagt dann mein Job ist eh nichts für Beziehungen, unsere wird genauso auseinander gehen wie meine Vorherigen. Wenn ich mit ihm reden will, blockt er immer ab und sagt das war nicht so gewesen, also seine Vorwürfe etc. Ich bekomme oft den Rat trenne dich, du musst an dich und die Kleine denken. Ich habe eine Tochter, er ist aber nicht ihr Vater. Weiß einfach nicht weiter. Fühle mich auch oft kontrolliert von ihm. Musste das mal los werden, habe nicht viele Leute mit denen ich darüber reden könnte. Danke schonmal.
 

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Hallo Mutti84,

Du hast eine Verantwortung für Dich und für Dein Kind und ich denke, Du musst tun, was für euch gut ist.

Vielleicht überlegst Du Dir mal ganz genau, was es alles ist, über was Du gern mit ihm reden würdest. Notfalls schreibst Du es Dir mal zusammen. Was kannst Du akzeptieren, was nicht?
Und dann würde ich nochmal versuchen, mit ihm zu reden. In einer Beziehung muss man miteinander reden können. Vielleicht mag er Dich nicht belasten mit seinen Problemen? Vielleicht ist es ihm auch peinlich? Es gibt so viele Gründe. Aber tagsüber zu trinken und es abzustreiten ... man belügt sich einfach nicht. Und Alkohol ist keine Nebensächlichkeit.

Vielleicht habt ihr jetzt so um die Weihnachtstage rum mal etwas Zeit für euch um in Ruhe sprechen zu können?

Viele Grüße, dreampudelchen
 

Mutti84

Mitglied
Hey dreampudelchen, danke für deine Antwort. Ich denke ich werde es mir erstmal aufschreiben. Weil mit ihm reden, ist bei ihm schon im etwas schwierig, da er leider sehr verschlossen ist. Ich hoffe das wir die Weihnachtstage zusammen verbringen werden, da halt in der Vergangenheit einiges vorgefallen ist und wo er weiß was mich immer noch sehr belastet. Ich weiß ich muss an uns denken. Er hat in letzter Zeit garnicht nach Alkohol gerochen, nur heute hat er mal wieder danach gerochen, was mich sehr enttäuscht. Ziehe mich dann immer von ihm zurück und wenn er dann irgendwann mal ausgeschlafen hat, fragt er nur Schatz was ist los? Spreche ich ihn drauf an, kommt meist nur es war doch nichts gewesen. Obwohl er heute soweit war unsere Beziehung aufzugeben. X
Hallo Mutti84,

Du hast eine Verantwortung für Dich und für Dein Kind und ich denke, Du musst tun, was für euch gut ist.

Vielleicht überlegst Du Dir mal ganz genau, was es alles ist, über was Du gern mit ihm reden würdest. Notfalls schreibst Du es Dir mal zusammen. Was kannst Du akzeptieren, was nicht?
Und dann würde ich nochmal versuchen, mit ihm zu reden. In einer Beziehung muss man miteinander reden können. Vielleicht mag er Dich nicht belasten mit seinen Problemen? Vielleicht ist es ihm auch peinlich? Es gibt so viele Gründe. Aber tagsüber zu trinken und es abzustreiten ... man belügt sich einfach nicht. Und Alkohol ist keine Nebensächlichkeit.

Vielleicht habt ihr jetzt so um die Weihnachtstage rum mal etwas Zeit für euch um in Ruhe sprechen zu können?

Viele Grüße, dreampudelchen
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Mutti,

Menschen lernen im Laufe des Lebens, wie sie sich in den verschiedenen Situationen am besten verhalten und ihre Probleme lösen. Es sieht so aus, als ob Dein Freund in seinem Job überfordert ist. Und seine Problemlösung ist dann der Alkohol. Das hat er gelernt. Das ist seine zweifelhafte Lösungsmethode. Die Gewohnheit verfestigt sein Verhalten. Ohne Selbsterkenntnis verschliesst er seine Augen vor den Verletzungen, die er Dir und ggf. anderen Menschen zufügt.

Ich denke, ihm wird nur ein Lernen neuer Lösungsmethoden helfen können, seine Überforderungen zu vermeiden.

Seine Bemerkung „…Vorwürfe wie z.B wäre ich alleine geblieben dann hätte ich diese ganzen Probleme nicht“ verdeutlicht, dass auch Eure Beziehung von ihm als Schuldfaktor gesehen wird.

Eine Partnerschaft sollte immer eine Wohlfühlbeziehung für beide Partner sein. Ich kann für ihn die Empfehlung geben, sich einer Gruppe anonymer Alkoholiker anzuschliessen und von ihnen zu lernen, wie man mit Problemen umgeht, ohne zum Alkohol zu greifen. Du kannst ihm das nur vorschlagen. Lernwillig muß er schon sein. Ist er nicht lernwillig, wird weiterhin der Kumpel Alkohol sein Problemlöser bleiben. Und dann wird es im Laufe der Zeit eher schlimmer als besser werden. Der Alkohol macht Beziehungen kaputt.

Wenn dein Freund lernwillig ist und sich Hilfe holt,
….bevor etwas passiert,
… bevor es schlimmer wird,
dann ist es gut.

Alleine seine Gewohnheit, wie er seinen Druck abbaut, ist ein großes Lernhindernis.

Ist er nicht lernwillig, dann liegt es an Dir, wie lange noch Du ungerechte Beschuldigungen und liebloses Verhalten ertragen möchtest.

LG, Nordrheiner
 

Mutti84

Mitglied
Danke erstmal für deine Antwort. Helfen weiß ich, kann ich ihm eh nicht. Da muss er schon alleine durch. Unterstützen würde ich ihn schon, aber er muss es wollen. Weil wenn ich ihn drauf anspreche kommt eh nur ich habe nicht getrunken. Hab das Thema halt schon oft gegoogelt und auf Co-Abhängigkeit gestoßen und da ich eine Tochter habe muss ich mich um sie kümmern.Irgendwann merkt man halt man hat keine Lust mehr für irgendwas zu kämpfen, was eigentlich schon kaputt ist. Obwohl ich ja nicht wirklich dran Schuld habe. Er ist ja derjenige der es kaputt macht mit seinen ständigen Vorwürfen, seiner Eifersucht. Aber wenn ich mal was verkehrt mache, flippt er immer aus.
Hallo, Mutti,

Menschen lernen im Laufe des Lebens, wie sie sich in den verschiedenen Situationen am besten verhalten und ihre Probleme lösen. Es sieht so aus, als ob Dein Freund in seinem Job überfordert ist. Und seine Problemlösung ist dann der Alkohol. Das hat er gelernt. Das ist seine zweifelhafte Lösungsmethode. Die Gewohnheit verfestigt sein Verhalten. Ohne Selbsterkenntnis verschliesst er seine Augen vor den Verletzungen, die er Dir und ggf. anderen Menschen zufügt.

Ich denke, ihm wird nur ein Lernen neuer Lösungsmethoden helfen können, seine Überforderungen zu vermeiden.

Seine Bemerkung „…Vorwürfe wie z.B wäre ich alleine geblieben dann hätte ich diese ganzen Probleme nicht“ verdeutlicht, dass auch Eure Beziehung von ihm als Schuldfaktor gesehen wird.

Eine Partnerschaft sollte immer eine Wohlfühlbeziehung für beide Partner sein. Ich kann für ihn die Empfehlung geben, sich einer Gruppe anonymer Alkoholiker anzuschliessen und von ihnen zu lernen, wie man mit Problemen umgeht, ohne zum Alkohol zu greifen. Du kannst ihm das nur vorschlagen. Lernwillig muß er schon sein. Ist er nicht lernwillig, wird weiterhin der Kumpel Alkohol sein Problemlöser bleiben. Und dann wird es im Laufe der Zeit eher schlimmer als besser werden. Der Alkohol macht Beziehungen kaputt.

Wenn dein Freund lernwillig ist und sich Hilfe holt,
….bevor etwas passiert,
… bevor es schlimmer wird,
dann ist es gut.

Alleine seine Gewohnheit, wie er seinen Druck abbaut, ist ein großes Lernhindernis.

Ist er nicht lernwillig, dann liegt es an Dir, wie lange noch Du ungerechte Beschuldigungen und liebloses Verhalten ertragen möchtest.

LG, Nordrheiner
 

Mutti84

Mitglied
So aktuell hat er sich jetzt von mir getrennt, fragt sich wieder wie lange. Wir hatten gerade telefoniert und auf einmal sagt er du ich habe da keine Lust mehr drauf du schreibst eh mit anderen Männern, obwohl ich das nicht mache. Du vertraust mir nicht, ich vertraue dir nicht. Sowas darf ich mir immer anhören. Für mich ist es schwer ihm zu vertrauen, klar nach dem was er mit mir damals abgezogen hat. Und wenn ich mit anderen Männern schreibe, dann sind es Bekannte oder Kumpels. Angeblich hätte ich komisch reagiert als er auflegen wollte. Muss nur irgendwann auch mal was im Haushalt machen. Habe ich ihm auch gesagt, du ich muss Wäsche aufhängen. Sagt er nur glaube ich dir nicht, du willst bestimmt mit anderen Männern schreiben.
 
D

Dr. Rock

Gast
Wenn er dir jetzt die Entscheidung sozusagen abgenommen hat, dann lass es besser und bleib dabei. Der Stress auf der Arbeit für ihn ist das eine, aber er muss das nicht an dir auslassen. Die Kombination aus seinem Alkoholkonsum, seinen Vorwürfen und den Ausrastern erscheint mir zumindest keine belastbare Grundlage für eine Aussprache bzw. diese Beziehung weiterzuführen.

Da wäre ein sauberer Schlussstrich für dich und deine Tochter vermutlich das Beste.
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Liebe Mutti,

wenn ich Dir einen Rat geben darf:

Schreibe auf, warum Du Dich in dieser Beziehung nicht wohl fühlst.
Schreibe Deine Erwartung an ihn ganz deutlich.

z.B:
Ich fühle mich hier nicht wohl, weil das und das passiert....
Ich möchte, dass Du spätestens bis zum .... eine Gruppe der anonymen Alkoholiker aufsuchst und Dir Rat und Unterstützung holst. Gerne begleite ich Dich zu einem Erstgespräch. Auch wäre eine Eheberatung für uns beide sinnvoll. Ich möchte, dass Du diesem Vorschlag zustimmst. Ich werde mich dann erkundigen und uns anmelden.

Schreibe dies in einen ansonsten nett formulierten Brief. In jedem Fall hast Du Handlungsbedarf. Sollte er keine Hilfe in Anspruch nehmen, würde ich mich auf eine Trennung vorbereiten. Dazu ist zu überlegen, wie Du finanziell über die Runden kommst - da kann das Sozialamt ggf. Dir helfen oder die Caritas, Diakonie...

Mit den Überlegungen, wie eine Trennung praktisch bewerkstelligt werden kann, würde ich so früh wie möglich anfangen, damit Du vorbereitet bist und so früh wie möglich weisst, was Du alles tun musst.

Auch eine Trennung muß nicht "für immer" sein, könnte aber verdeutlichen, wie ernst es Dir ist und wenn er ohne Trennung nicht einsichtig wird, dann evt. mit Trennung.

LG, Nordrheiner
 

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