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Trauma durch Psychiatrie

@tamtam

Anonym bin ich ungehaltener als wenn ich jetzt nicht-anonym vor einer Psychologin sitze.
Glaubst du ich schilderte meine Situation wie in besagtem Beitrag? Bei einer Psychologin halte ich mich zurück, weil ich weiß, dass es Menschen gibt, die glauben zu wissen was das beste für andere Menschen sei und deshalb ihre "Moralvorstellungen" anderen Menschen aufzwingen, wenn nötig auch mit Gewalt. Ich halte es für falsch generell suizidgefährdete Menschen gegen ihren Willen einzusperren. Warum wird man gezwungen das Leben anzunehmen? Was maßen sich Menschen an, nur weil sie das Leben als Ganzes als etwas Gutes Erhaltungswertes empfinden, dies allen anderen Menschen aufzwingen?
Ich habe mich in der Psychiatrie sogar sehr zusammengerissen. Am darauffolgenden Tag nach meinem Anfall habe ich gute Mine zum bösen Spiel gemacht. Bei der behandelnden Ärztin, welche ich abgrundtief verachte und für inkompetent ja sogar für naiv halte, habe ich mich am darauffolgenden Tag für diesen Vorfall entschuldigt. Nur weil ich hier meine tatsächliche Meinung zu dieser Ärztin schildere, bedeutet dies nicht, dass ich dieser Ärztin dies habe spüren lassen. Ich bin auch nach 2 Tagen wieder rausgekommen.

@sisandra
rausgekommen bin ich diese Woche freitag. Es ist also noch nicht lange her.

Der Todeswille wird als Teil eines Krankheitsbildes angesehen. Nur sind psychische Erkrankungen nie so eindeutig wie bspw. eine virulente Erkrankung. Unser Verhalten, unsere Entscheidungen, Gefühle, Emotionen ... sind das Resultat hochkomplexer biochemischer Prozesse in unserem Gehirn. Den Lebenswillen könnte ich genauso als Teil einer Krankheit interpretieren, wenn ich den Todeswunsch als solchen interpretiere. Es ist zwar möglich mit Antidepressiva die Stimmung zu heben, umgekehrt ist es aber auch möglich durch entsprechende Medikamentation den umgekehrten Effekt zu erzielen, d.h. aus einem lebensfrohen Menschen einen depressiven Menschen zu machen.
Ich würde mich in dieser Gesellschaft weitaus wohler fühlen, wenn ich nicht eingesperrt werden würde, auch wenn ich sehr konkret suizidale Handlungen beschreibe. Durchs Einsperren verschlimmert sich der Zustand. Seit ich aus der Psychiatrie raus bin, haben sich meine Suizidgedanken aufgrund der Ereignisse intensiviert, was ich selbstverständlich verschweige. In der Physik bezeichnet man sowas als Rückkopplungseffekt, d.h. mir geht es schlecht und deshalb werden Maßnahmen getroffen, dass es mir noch schlechter geht. Durch meinen verschlechterten Zustand werden die Maßnahmen, die zu meiner Verschlechterung führten weiter intensiviert. Diesen Kreislauf habe ich durchbrochen indem ich mich zusammenriss und "böse Mine zum guten Spiel" gemacht habe.
Das Resultat meines Aufenthalts ist, dass ich mich nicht-anonym nie wieder einem Menschen anvertrauen kann und ich mich in dieser Gesellschaft unsicher fühle, da ich anderen Menschen ausgeliefert bin. Dadurch habe ich meine Hoffnung auf Hilfe endgültig verloren.
 
....
Das Resultat meines Aufenthalts ist, dass ich mich nicht-anonym nie wieder einem Menschen anvertrauen kann und ich mich in dieser Gesellschaft unsicher fühle, da ich anderen Menschen ausgeliefert bin. Dadurch habe ich meine Hoffnung auf Hilfe endgültig verloren.

Landau,

gerade mit diesen Sätzen hast Du mich sehr berührt.
Zwar war ich selber nie Patientin in einer Psychiatrie,
aber in einem Krankenhaus, indem ich auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe.
Ich sprach mich mit einer alten pensionierten Ärztin, die wirklich unabhängig war,
darüber aus.
Landau: einzige Chance ist wohl die, von dem Fehlverhalten einzelner Menschen nie auf die ganze Berufsgruppe oder gar die Menschheit zu schliessen.
Nieschen suchen.
Schön, dass Du hier bist!

Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
....

Was hälst du von der Idee, eine "Behandlungsanweisung" zu schreiben.
Da kannst du im Vorfeld darauf hinweisen, wo es Probleme geben kann.
Was für dich ein absolutes 'no go' ist und wie man solche Situationen händeln kann.

Wenn du das dann mit dir führst und in Situationen kommst, die ausarten können, kann das für deine Umgebung und dich hilfreich sein.

...

@ momo28:
Ist es sehr OT wenn ich jetzt schreibe, dass ich diese Idee jetzt auch ´mal für mich aufgreifen werde?😉 Danke!
Ist bloss nicht leicht, soetwas zu formulieren und zwar insbesondere für die, die sich wohl nicht so recht auskennen und einem dann ggf. wieder einen Strick daraus drehen, selbst dann, wenn es eben aus Unkenntnis gescchieht und nicht deren Absicht ist.

@ Landau: Bitte um Dein Verständnis für meinen Einwurf. Vielleicht hast Du ja auch einen ähnlichen Gedanken?

LG
Landkaffee
 
Ich schließe mich der Meinung von Claudia61 an.

Das was dir wiederfahren ist war mit Sicherheit nicht unbedingt schön,aber ein Trauma hast du bestimmt nicht.

Ein Trauma wird beschrieben als ein Ereigniss welches weit über dem hinaus geht was ein Mensch ertragen kann.
Ein Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie gehöhrt nicht dazu.
Vergewaltigung oder deren Versuch,Zeuge eines Mordes zu sein,Kriegserfahrungen,Missbrauch/Misshandlung in der Kindheit,Heimaufenthalt ect.

Wenn du ein Trauma hättest dann wärst du anders drauf,ich weiß wovon ich rede.
Denn ich habe wirklich ein Trauma.

Das es nicht schön war glaube ich dir,aber nicht das du davon traumatisiert wurdest.

da hast du recht
 
Biene, was Du über Dich schreibst, das ist Deine Geschichte.
Und was Du über Landau schreibst, reine Spekulation.
öhm, ja, das weiß ich, genau deshalb schrieb ich ja

ok, wissen wir ja alle nicht, wie genau und intensiv landau diese gedanken geäußert hat, aber ich gehe mal nach seinen angaben davon aus

und viele andere schreiber schildern doch auch eigene erfahrungen zum thema. darf ich meine eigenen psychiatrieerlebnisse jetzt nicht mehr anbringen?

damit wollte ich doch landaus geschichte nicht als unrealistisch oder sonst was dastehen lassen. er tut mir doch auch leid. 🙁
 
also mal ganz ehrlich, wenn Landau das als Trauma empfindet, warum wird er hier dann so angegriffen das er übertreibt etc.. Jeder Mensch reagiert anders auf so eine Situation. Der Eine steckt es locker weg und Landau halt eben nicht. Was ist daran so ungewöhnlich. Ist doch mit vielen anderen Dingen auch so. Die Einen haben eine Spinnenphobie und Andere halten sich Spinnen als Haustiere.

Landau lass Dich nicht unterkriegen, ich war zwar noch nie in einer Psychatrie aber ich glaube ich hätte mich ähnlich wie Du gefühlt bei so einem Erlebnis.
 
also mal ganz ehrlich, wenn Landau das als Trauma empfindet, warum wird er hier dann so angegriffen das er übertreibt etc..

Ich finds auch unmöglich.

Sowieso mal grundsätzlich einem Hilferuf in diesem Forum nach der Devise "Stell-Dich-doch-nicht-so-an" zu begegnen, weil zufällig Ratgebender schon selbst in der Situation war - (aufgrund zuviel Alkoholkonsums - 😱😕😕 - schräger gehts nicht).

Aber auch hier im speziellen, von Laien, irgendwelche laienhaften Analysen, ob Landaus Empfinden "korrekt" und "erlaubtermassen" traumatisch bezeichnet werden dürfen ..

übrigens sind auch Vergewaltigungen nicht soo schlimm, wenn man denn bedenke, dass so manche(r) dass schon des öfteren (wenn auch unter Alkoholeinfluss) erlebt haben mag. Auch dies gehört nicht nicht zwangsläufig zu den Traumata, wenn mans mit ein "positiven Gedanken" angeht und den Fehler bei sich suche ...
 
Aufgabe eines Therapeut sollte das gestörte Verhältnis zur Umwelt (meist Misstrauen) wieder herstellen/korrigieren.

Ich kann Dich total verstehen, Landau, dass Dich sowas komplett aus der Bahn wirft und künftig umso mehr Dein Mißtrauen verstärkt, die letzten Wurzeln von Vertrauen herausgerissen, Dich das komplett verzweifeln lassen hat.

Aber DU bist hier,
und es gibt hier wirklich nicht wenige, die Dich absolut verstehen,
für die das auch ein NO-GO gewesen wäre,

und das ist schon wieder ein Anfang
Verständnis
ist nicht weit weg von Vertrauen.
 
Hallo,
seit Tagen stöber ich im Internet nach Themen wie z.B. Psychiatrie und die Folgeschäden.
So bin ich heute auf diese Seite gelangt.
Meiner Meinung nach entsteht in hierarchisch geprägten Institutionen meistens eine Form der Gewalt, die das schwächste Glied
abbekommt. Je nach Einwirkung auf die jeweils Machthabenden wird Moral ersetzt durch Rechtfertigungen, die Gewalt entschuldbar macht. In Psychiatrien kann das dazu führen, das hilfesuchende Menschen zumindest gemaßregelt werden und zu Opfern werden und zuletzt nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen; zumal Psychiatrie dahingehend stigmatisiert, die Insassen unglaubwürdig erscheinen zu lassen.
Psychopharmaka werden gegen Probleme eingesetzt - zum Teil an Patienten erprobt.
Ich sehe das als indirektes Eingeständnis für die Unfähigkeit zu helfen.
Aggressionen und Selbstmorde werden Krankheitsbildern zugeordnet, das mag zum Teil richtig sein.
Vergessen wird jedoch zu gucken, welchen Teil die Tabletten und der Umgang seitens der Pflegebeauftragten dazu beitragen aus hilfesuchenden hilflose Personen zu machen.

Bei Wikipedia fand ich unter MACHTDEMONSTRATION Folgendes:

Das Anlegen einer Fessel wird in der Regel von der gefesselten Person als Akt der Unterwerfung unter fremde Machtausübung unter Verlust jeder Verhandlungsposition empfunden. Diese wird hierbei gegen ihren Willen durch Einsatz von unmittelbarem Zwang und/oder psychischem Druck spürbar in den Umstand totaler Kontrolle und Machtausübung durch andere Menschen versetzt.

Soweit die zu fesselnde Person tätlich um die Erhaltung ihrer Bewegungs- bzw. Fortbewegungsfreiheit ringt, findet mit dem handgreiflichen Brechen des geleisteten Widerstandes und der mit der Fesselung abschließenden Überwältigung der Person eine faktische Unterwerfung statt und ein steiles Machtgefälle wird geschaffen. Die angelegten Fesseln stellen hierbei nicht nur das Ergebnis sondern auch eine Ausdrucksform der durchgesetzten Macht gegenüber der Schwächeposition dar und zwingen die gefesselte Person spürbar und sichtlich in die Lage nachhaltiger Wehrlosigkeit und Fremdbestimmung. Bei Versuchen der gefesselten Person, weiterhin oder erneut um ihre verwirkte Freiheit zu ringen, setzt sich die zunächst handgreiflich durchgesetzte Machtausübung in Gestalt der Fesselung wirksam und nachhaltig fort, da diese Versuche regelmäßig scheitern und die verlorene Bewegungsfreiheit gerade nicht durch eigene Willensbetätigung zurückerlangt werden kann. Vielmehr wird in diesen Fällen häufig seitens der die Oberhand ausübenden Person(en) die Fesselung bis zur praktisch vollständigen Bewegungsunfähigkeit der gefesselten Person ausgeweitet, welches die Wirkung der Machtdemonstration zudem weiter verstärkt.

Verhält sich die zu fesselnde Person kooperativ, stellt deren Duldung bei üblicherweise entgegenstehendem inneren Willen den sinnbildlichen Ausdruck des unterworfen seins und des Anerkennens der bestehenden Macht der fesselnden Person dar. Hier wird die zu fesselnde Person durch die zumeist begründete Erwartung vor nachteiligen weiteren Folgen dazu gebracht, gegen ihren eigentlichen Willen die zu fesselnden Gliedmaßen wie Hände oder Füße der Fesselung durch die machtausübenden Person(en) preiszugeben und keinen äußerlichen Widerstand zu leisten. Soweit wie in vielen Fällen keinerlei Versuche von tätlicher Gegenwehr unternommen werden, setzt sich auch in diesen Fällen die tätsächliche Unterwerfung der Person in der Schwächeposition in Gestalt der Fesselung fort. Die gefesselte Person ist sich der Unüberwindbarkeit der Fesseln in diesem Fall umfänglich bewusst und sie wird durch das dauernde Spüren der Fesseln sowie die unnatürliche Bewegungseinschränkung immer wieder von Neuem an ihre Unterlegenheit und Machtlosigkeit erinnert. Die Angst vor weiteren nachteiligen Folgen, die die gefesselte Person selbst nicht abwenden kann, wird hierdurch ständig aufrechterhalten. Somit leistet sie weiterhin keinen Widerstand und verhält sich kooperativ. Auch hier dienst die Fesselung als Ausdrucksform tatsächlich bestehender Macht gegenüber der sich faktisch unterwerfenden Person.

Seitens der fesselnden Person wird der Vorgang entsprechend gegenläufig empfunden, hier verleiht das Anlegen der Fesseln an einen in tätlicher Handlung überwältigten oder sich ergebenden und fügenden Menschen das Gefühl von realer Machtausübung und Überlegenheit und löst einen psychologischen Belohnungsmechanismus aus. Diese realen Eindrücke setzen sich auch im Umgang mit bereits gefesselten Menschen fort, auch hier findet sich ein deutliches Gefühl von Überlegenheit und Macht bereits in dem Wissen, theoretisch ungehindert Handlungen an der gefesselten Person gegen deren Willen vornehmen oder dieser sogar Leiden, in extremen Fällen wie Geiselnahmen bis hin zur Tötung, zufügen zu können.
Auswirkungen

Das erzwungene Tragen von Fesseln wird von den meisten Personen in regulären gesellschaftlichen Situationen als Demütigung sowie herabsetzend und ehrenrührig empfunden. Die gegen den Willen der betreffenden Person angelegten Fesseln stellen in diesem Zusammenhang ein unmittelbar spürbares und für außenstehende Personen sichtbares Sinnbild des gebrochenen Willens der gefesselten Person dar, sowohl beim Anlegen als auch beim anschließenden Tragen. Der teilweise oder vollständige Entzug der Bewegungsfreiheit mit der damit verbundenen Machtlosigkeit und dem Gefühl des wehrlosen Ausgeliefert-und Unterworfenseins gegenüber Handlungen fremder Personen geht in der Regel mit einer starken psychischen Belastung und hohem Leidensdruck einher. Dies ist umso mehr der Fall, da im Einzelfall durch fremde Personen aufgezwungene Handlungen oder Duldungen in praktisch allen Fällen den eigenen Interessen der gefesselten Person in drastischer Weise zuwiderlaufen. Somit führen bereits die ständig präsenten dahingehenden Befürchtungen zu einem hohen Leidensdruck, ohne dass es konkreter repressiver Handlungen bedarf. Teilweise werden Personen daher gefesselt, um sie einzuschüchtern, zu entmutigen sowie deren Willen zu brechen und so z. B. Geständnisse zu erpressen, Informationen zu entlocken oder die überwältigte Person gefügig zu machen. Die Fesselung schafft hierbei für die gefesselte Person ein geradezu erdrückendes Machtgefälle, da ihr Wohlbefinden objektiv umfänglich vom Interesse und ausgeübten Willen anderer Personen abhängig ist. Ihr selbst verbleibt keinerlei Entscheidungsspielraum selbst in persönlichen oder intimen Angelegenheiten und keinerlei abgegrenzte und geschützte Privatsphäre. Das allgegenwärtige Wissen der gefesselten Person, dass in ihrer Situation fremde Menschen die praktisch unbeschränkte Macht besitzen, ihr empfindliches Leiden zuzufügen, ohne dass sie selbst in der Lage wäre, dieses auch nur im Ansatz zu verhindern, nimmt sehr häufig einen nachhaltigen Einschnitt in das Selbstbewusstsein und Selbstbild der Betroffenen vor. Hiervor erholen sich viele auch nach Beendigung des Zustandes nur schrittweise, häufig bleibt das Selbstbewusstsein auf Dauer angeschlagen. Im Fall von Strafgefangenen, die keine Möglichkeit haben, die Erlebnisse zu kompensieren, da diese ständig wiederkehren, tritt an dieser Stelle häufig nach einiger Zeit eine Gewöhnung bis hin zur Akzeptanz der unabänderlichen Situation ein. Ähnliches wird von längjährigen Entführungsopfern berichtet.

Sorry für die Länge
LG
 
Auch wenn der Thread schon aelter ist: Wieder eines von unzaehligen mahnenden Beispielen.
(Landau, wie laeuft es inzwischen bei Dir?)

In diesem Fall hat der Insasse noch Riesenglueck gehabt, einen guten Anwalt gehabt zu haben.

Andere sitzen
teils
jahrelang fest, zwangspsychopharmakaisiert; die Persoenlichkeit willenlos gemacht, und kein Hahn kraeht mehr nach dem in der Psychiatrie
irr Gemachten.


Psychiatrieanstalten sind sehr praktisch, und politisch sehr gewollt.
Missliebige Meinungen und Haltungen lassen sich auf diese Weise weg"therapieren", wegsperren, und am einstigen "Volksschaedling" wird sogar noch kraeftig verdient. Der Aufsichtsrat laesst freundlich gruessen.



Hallo

Ich war bei einer Psychologin in Behandlung und als ich meine suizidalen Gedanken äußerte, wurde ich in die geschlossene Psychiatrie eingesperrt. Nach zwei Tagen hat mich mein Anwalt dort herausbekommen. Ich glaube, dass ich von diesem Aufenthalt ein Trauma davon getragen habe, weil ich Angstzustände beim "eingeschlossen sein" bekomme und ich aufgrund meines Autismus Panik bekomme auf so engem Raum mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. In der ersten Nacht habe ich mich in der Toilette eingeschlossen, ein paar mal übergeben und anschließend ein paar stunden gewimmert, ich habe darum gebettelt, dass ich raus will. Stattdessen haben sie mich gepackt, worauf ich sie aus panik geschlagen habe (vorher habe ich ihnen gesagt, dass sie mich nicht anfassen dürfen) und dann haben sie mich ans bett gegurtet. Mir lief schon der ganze Rotz durchs Gesicht. Ich habe versucht dieser dummen Ärztin klar zu machen, dass man auch keinen Arachnophobiker einfach so in ein Tarantelterrarium steckt. Ich bin meinem Anwalt unendlich dankbar, dass er mich aus dieser Hölle rausgeholt und für mich gekämpft hat. Jetzt ist es aber so, dass diese Tage so einschneidend waren, dass ich darunter immer noch leide, obwohl ich schon draußen bin. Ich denke ich bin traumatisiert und dieses Trauma müsste therapiert werden. Ich habe aber das Vertrauen zu sämtlichen Ärzten verloren. Mir wurde auch die Hoffnung genommen, dass man mir helfen könne.
Hat irgendjemand Ideen, was ich machen kann?
(Zitatfettungen durch mich)
 

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