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Traum vom Leben als Aussteiger

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Guten Tag die Herrn, dann schau ich hier gleich auch mal rein. 😀
Ich bezeichne mich als teilaussteiger, hab mich mit Selbständigkeit und Kuhdorf eben arrangiert.
Es ist schon richtig, dass die Zivilisation von der Bequemlichkeit ne Tolle sache ist, daher bevorzuge ich es auch so wie ich es gemacht habe.
Wenn es irgendwie geht, sollte man sich denke ich auch als Aussenseiter versuchen damit zu arrangieren.
Denn das Leben in der Wildnis als wirkliches Wollen, das kaufe ich erst Leute ab, die es mal 1 Jahr probehalber versucht haben.😉
Soll keine Beleidigung sein und alles fängt erstmal mit einen Traum an, nur:
Fantasie und die praktische Umsetzung sind zwei paar Schuhe.

Die Menschen verfolgen andauernd Träume, die sich in der praxis als Alpträume herausstellen.
Soll aber nicht heißen, dass das bei allen so passiert und für alle gilt.🙂
Man sollte nur weise genug sein, diese menschliche Schwäche einzuplanen und erstmal so ein Leben testen...

G
 
Habe ich gemacht drei Monate lang in Marokko und was sol ich sagen es klappt.
 
Also für mich hat sich herausgestellt, dass ich eben doch die Bequemlichkeit vorziehe, solange die hier schon genannten Probleme mit der Zivilisation, für mich im erträglichen Rahmen bleiben und da einen vernünftigen Kompromiss hin bekommt.

LG
 
ich musste mir nur paar Dokus auf natgeo/natgeowild über Trapper in Alaska ankucken um zu wissen, dass ich das niemals könnte.
das wirkte in der Doku viel stressiger, als es ein normales Arbeitsleben hier in Deutschland jemals sein könnte.
man geht das ganze Jahr über non-stop jagen und hofft, dass einen die Beute über den Winter bringt...
dann kommt ein Bär und frisst einem die halbe Beute weg... oder ein Wolf... unterschiedet sich also nicht wirklich von Deutschland. nur das es hier kein Bär oder Wolf ist, sondern der Fiskus.

hab mal im Urlaub nen Typen kennengelernt, der 1 kleines Boot, 1 mittleres Boot und 4-5 Jetskis hatte, die an das mittlere Boot angedockt waren und die vermietet hat. mit dem kleinen Boot hat er die Kunden dann immer abgeholt und zum mittleren Boot gebracht, von wo aus sie die Jetskis besteigen konnten.
dadurch konnte er quasi fast durchgehend auf dem Boot abhängen und sich Sonnen. zwischendurch mal Kunden abholen.

hab das vor kurzem mal jemanden erzählt, der sich auch überlegt, wie er nen Ausstieg hinbekommt und der meinte: "mein Traum!"

auch wenn das jetzt auch nicht mein Ding wäre, wäre das für mich allemal realistischer als sowas wie Sibirien oder Alaska.
ok - für diese Art Ausstieg muss man schon gearbeitet haben und Geld mitbringen.

ehrlich gesagt halte ich es im Alter von 18 für ein äußerst riskantes Unterfangen. es fehlt einfach ohne Ende Erfahrung und Vernunft, die Dinge richtig einzuschätzen. man ist noch so unbedarft und riskiofreudig.
man ist charakterlich auch noch so ungefestigt. eine der wenigen Dinge, wo ich sagen würde, dass hier der Spruch "Ausnahmen bestätigen die Regel" nicht zählt.

davon abgesehen, frage ich mich, ob man es in diesem Alter überhaupt schon als "Aussteiger" bezeichnen darf.
rein von der Idee her natürlich schon, aber um Auszusteigen, muss man doch erstmal "drin" gewesen sein, oder?
aber ok - ist vermutlich nur ne Spitzfindigkeit.

an deiner Stelle würde ich mir Aussteigers_´s Rat SEHR zu Herzen nehmen und eine Proberunde einlegen.
umso länger desto besser.
3 Monate halte ich ehrlich gesagt für viel zu kurz. über diese Distanz kann dich allein dein jugendlicher Enthusiasmus und Ehrgeiz bringen.
aber was, wenn die dich verlassen?



nix destotrotz drück ich dir beide Daumen, dass du deinen Traum verwirklichen kannst
 
Als Erstes einmal,danke Skynd für deine ausführliche Antwort!

dann kommt ein Bär und frisst einem die halbe Beute weg... oder ein Wolf... unterschiedet sich also nicht wirklich von Deutschland. nur das es hier kein Bär oder Wolf ist, sondern der Fiskus.

Das kann ich leider so nicht unterschreiben.Wo bleibt der Aspekt der wirklich immensen Freiheit,die man in der Natur vorfindet?Das kann mir keine Gesellschaft der Welt auch nur ansatzweise bieten.
Ich werde jetzt ein kleines bisschen ausufern,aber vielleicht macht das meine Gedankengänge etwas verständlicher und nachvollziehbarer:
Ich hatte mich immer gefragt,was passieren würde,wenn wir die Konsequenzen unserer Konsumgier und der Nachlässigkeit unserer Industrien zu spüren bekommen würden.Was es für gravierende Auswirkungen es hätte,wenn es zu wenig trinkbares Wasser,kein Treibstoff mehr für Maschinen,kein Phosphat zur Ertragsmaximierung von Feldern,keine anderweitigen Ressourcen zur Produktion von Elektrotechnik (sprich Lithium,Wolfram,etc.) oder schlichtweg atembare Luft geben würde,weil alles durch Smog verpestet wurde (Verweis auf Peking,London,usw.)?Also kurz zusammengefasst,das System einfach abrupt einstürzen und damit vielen Systemabhängigen das Genick brechen würde.Was kann ich dann als Normalbürger,der evtl. sogar eine Familie ernähren muss,tun,um mein (Über)Leben aufrechtzuerhalten bzw. zu sichern?Vor allem in einem Stadtgebiet oder Ballungszentrum blieben mir vielleicht ein paar Konserven die ich verzehren könnte,aber was dann,wenn ich mir nie die Jagd oder das Wissen um Essbares im Wald angeeignet habe (sofern hier überhaupt noch genug zu finden wäre)?In der Hinsicht könnte man mich als ein Anhänger der Apokalypse bezeichnen,aber ich zweifle stark an,dass dieses Konstrukt,dass von uns Arbeitstieren versucht wird aufrechtzuerhalten,lange Bestand haben wird.Macht sich denn niemand darüber Sorgen?Oder erwarten alle,dass in Zukunft begrenzter Raum,immer weiter unbegrenzt Ressourcen und Fläche liefert?

Das ist auch eines der Gründe,weshalb ich es in Kauf nehmen würde,wie ein Ochse auf irgendeinem Kartoffelfeld in irgendeinem Dorf,irgendwo in Sibirien zu schuften,um vielleicht dann selbst als einsamer Jäger durch die Wildnis zu streifen.

~MrHokusPokus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte mich immer gefragt,was passieren würde,wenn wir die Konsequenzen unserer Konsumgier und der Nachlässigkeit unserer Industrien zu spüren bekommen würden.Was es für gravierende Auswirkungen es hätte,wenn es zu wenig trinkbares Wasser,kein Treibstoff mehr für Maschinen,kein Phosphat zur Ertragsmaximierung von Feldern,keine anderweitigen Ressourcen zur Produktion von Elektrotechnik (sprich Lithium,Wolfram,etc.) oder schlichtweg atembare Luft geben würde,weil alles durch Smog verpestet wurde (Verweis auf Peking,London,usw.)?Also kurz zusammengefasst,das System einfach abrupt einstürzen und damit vielen Systemabhängigen das Genick brechen würde.Was kann ich dann als Normalbürger,der evtl. sogar eine Familie ernähren muss,tun,um mein (Über)Leben aufrechtzuerhalten bzw. zu sichern?Vor allem in einem Stadtgebiet oder Ballungszentrum blieben mir vielleicht ein paar Konserven die ich verzehren könnte,aber was dann,wenn ich mir nie die Jagd oder das Wissen um Essbares im Wald angeeignet habe (sofern hier überhaupt noch genug zu finden wäre)?In der Hinsicht könnte man mich als ein Anhänger der Apokalypse bezeichnen,aber ich zweifle stark an,dass dieses Konstrukt,dass von uns Arbeitstieren versucht wird aufrecht erhalten,lange Bestand haben wird.Macht sich denn niemand darüber Sorgen?Oder erwarten alle,dass in Zukunft begrenzter Raum,immer weiter unbegrenzt Ressourcen und Fläche liefert?
Wenn das Dein Ausgangspunkt ist, warum schließt Du Dich nicht einer Selbstversorgergemeinschaft an? Auch in D und Europa ist ein Leben ohne Fiskus und große Bürokratie möglich, v.a. wenn Du möglichst wenig zum leben brauchst...
 
Wenn das Dein Ausgangspunkt ist, warum schließt Du Dich nicht einer Selbstversorgergemeinschaft an? Auch in D und Europa ist ein Leben ohne Fiskus und große Bürokratie möglich, v.a. wenn Du möglichst wenig zum leben brauchst...

Ich habe mir einige von denen bereits angeschaut,sowohl in Dokumentationen als auch bei einem kleinen Besuch.Da der Raum,in denen sich solche Gemeinschaften befinden,aber meistens ziemlich klein ist,haben sie mir nicht besonders gefallen.Und warum sollte ich sie den Dörfern Sibiriens vorziehen?Sollte ich hier bleiben,hängt mir die Bürokratie immer noch im Rücken und die Gesellschaft,die ich so sehr verachte,wäre immer noch da und ich müsste mir tagtäglich ihre Fehler ansehen.

~MrHokusPokus
 
Du musst

- Routiniert mit einem Jagdgewehr umgehen müssen (Projektil) kein Schrot.
- Ein Tier schlachten und zerlegen können.
- Fleisch aber auch Fisch haltbar machen können, (pökeln) und oder räuchern.
- Mehl mahlen und backen können
- mit Axt und Messer umgehen und dir ein Haus samt Ofen (Kochstelle) bauen können
- Auch ein Boot solltest du haben oder bauen, vorzugsweise ein Kanu.
- Bäume fällen für Brennholz und zum Aus/Umbau deines Hauses.
- mit Schneebrettern gehen können
- Tierspuren zuordnen und lesen können
- wissen wie man sich einen Bären gegenüber verhält um nicht zur Beute zu werden
- wissen wann ein Wolfsrudel gefährlich ist oder werden kann und wann nicht.
- auch Fallen stellen solltest du können und viel wichtiger noch sie auch wiederfinden ohne hinein zu treten.
- dich nach den Sternen und oder dem Kompass orientieren, eine (topographische) Karte einnorden und deuten können


Das ist nur ein kleiner Auszug dessen was du von Anbeginn an beherrschen und können musst, denn es wird dir keiner zeigen.
Dann sind da noch die Dinge die du im ersten, spätestens im zweiten Jahr können und wissen musst und dann gibt es noch die, die dir deine Erfahrung lernen werden.

Dein schlimmster Feind aber wird die Einsamkeit sie gilt es zu besiegen denn wenn sie dich besiegt bist du ein toter Mann.

Vor allem aber lerne dich zu verarzten, lerne Schmerzen zu ertragen egal wie stark sie sind denn wenn du alleine bist wirst du genau dieses tun müssen und du wirst dir selber helfen müssen unter allen Umständen und in allen Lebenslagen.
Nehme Medikamente, aber auch ein Skalpell, Nadel und Faden mit und was man sonst noch braucht und schaue das du immer genug Wasser, zu essen und Munition hast und halte dein Messer scharf.


Und zum Schluss

Das Leben in der Wildnis ist nicht halb so romantisch wie bei Jack London oder Karl May beschrieben.
Die Wildnis ist erbarmungslos wer sich nicht behaupten kann wird aussortiert und zwar Gnadenlos du bist dann ein toter Mann.
Man ist zwar frei aber unabhängig wirst du nie sein auch nicht in der Wildnis, die Abhängigkeiten verschieben sich nur.
Ein sich auf die faule Haut legen gilt nicht, nicht wenn du den Winter überstehen möchtest und auch sonst immer essen und trinken möchtest bzw. musst.
Neben Fleisch (Wild) und Backwaren (Brot) gibt nur noch Fisch als Hauptnahrungsmittel da solltest du auf eine gewisse Balance achten um dich nicht zu einseitig zu ernähren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Leben in der Natur bietet unterm Strich eher weniger als mehr Freiheit.
Du bist frei von menschlichen Systemen.
Das ist der große Pluspunkt, besonders wenn man mit den Primaten nicht so viel anfangen kann. 😀
Aber frei im Sinne von "ich kann machen was ich will", auf keinen Fall.
Es kommt natürlich drauf an was man machen will, wenn man seine berufliche Erfüllung im Jagen, Sammeln, Holz hacken, verarzten, HART arbeiten (im Gegensatz zu dem, was ich mache 😀 😛) usw. sieht, dann klappt das.

LG
 
Als Erstes einmal,danke Skynd für deine ausführliche Antwort!



Das kann ich leider so nicht unterschreiben.Wo bleibt der Aspekt der wirklich immensen Freiheit,die man in der Natur vorfindet?Das kann mir keine Gesellschaft der Welt auch nur ansatzweise bieten.
Ich werde jetzt ein kleines bisschen ausufern,aber vielleicht macht das meine Gedankengänge etwas verständlicher und nachvollziehbarer:
Ich hatte mich immer gefragt,was passieren würde,wenn wir die Konsequenzen unserer Konsumgier und der Nachlässigkeit unserer Industrien zu spüren bekommen würden.Was es für gravierende Auswirkungen es hätte,wenn es zu wenig trinkbares Wasser,kein Treibstoff mehr für Maschinen,kein Phosphat zur Ertragsmaximierung von Feldern,keine anderweitigen Ressourcen zur Produktion von Elektrotechnik (sprich Lithium,Wolfram,etc.) oder schlichtweg atembare Luft geben würde,weil alles durch Smog verpestet wurde (Verweis auf Peking,London,usw.)?Also kurz zusammengefasst,das System einfach abrupt einstürzen und damit vielen Systemabhängigen das Genick brechen würde.Was kann ich dann als Normalbürger,der evtl. sogar eine Familie ernähren muss,tun,um mein (Über)Leben aufrechtzuerhalten bzw. zu sichern?Vor allem in einem Stadtgebiet oder Ballungszentrum blieben mir vielleicht ein paar Konserven die ich verzehren könnte,aber was dann,wenn ich mir nie die Jagd oder das Wissen um Essbares im Wald angeeignet habe (sofern hier überhaupt noch genug zu finden wäre)?In der Hinsicht könnte man mich als ein Anhänger der Apokalypse bezeichnen,aber ich zweifle stark an,dass dieses Konstrukt,dass von uns Arbeitstieren versucht wird aufrechtzuerhalten,lange Bestand haben wird.Macht sich denn niemand darüber Sorgen?Oder erwarten alle,dass in Zukunft begrenzter Raum,immer weiter unbegrenzt Ressourcen und Fläche liefert?

Das ist auch eines der Gründe,weshalb ich es in Kauf nehmen würde,wie ein Ochse auf irgendeinem Kartoffelfeld in irgendeinem Dorf,irgendwo in Sibirien zu schuften,um vielleicht dann selbst als einsamer Jäger durch die Wildnis zu streifen.

~MrHokusPokus

damit hast du zumindest meine Zweifel bezüglich deiner Motivation beseitigt.

mit diesem Gedankengut bist du übrigens bei weitem nicht alleine.
zwar gibts davon hier in Deutschland wenige, aber in den USA gibts davon so viele, dass es dafür sogar große Messen gibt.

zwar nicht explizit deine Variante, aber ähnlich. Richtung 3.Weltkrieg und so. aber das beinhaltet ja ebenfalls den Gedanken, dass die Luft verpestet und keine Elektrizität mehr geben wird.
so ne Art Survival-Fetischisten.

schon mal überlegt auf so einer Messe vorbeizuschauen?

Macht sich denn niemand darüber Sorgen?Oder erwarten alle,dass in Zukunft begrenzter Raum,immer weiter unbegrenzt Ressourcen und Fläche liefert?
ich mache mir da schon seit einiger Zeit meine Gedanken.
besonders darüber, dass sich in den letzten 50 Jahren die Weltbevölkerung verdoppelt hat.
wen man das grob hochrechnet muss man zwangsweise ein Problem erkennen.
allerdings ist mein Ansatz ein ganz anderer.....


nur um sich das mal konkret auf der Zunge zergehen zu lassen:
wir haben fast 30.000 Jahre gebraucht um auf 3,6 mrd Menschen Weltbevölkerung anzuwachsen.
um dann in 50 Jahren genau die gleiche Menge oben drauf zu knallen. (<-- Schenkelklopfer 😉 )

da muss ich grad an einen Film denken, wo sich am Ende rausstellt, dass man irgendwann angefangen hat, Menschen zu töten um sie an die lebenden Menschen verfüttern zu können. weiß nur nicht mehr welcher Film das war...
 
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