Und auch du denkst (unverständlicherweise, da du lebst!!),
du warst in der gleichen Situation...
Ich denke garantiert nicht, dass ich in derselben Situation war wie z.B. Robert Enke!
Ich habe an der Öffentlichkeit überhaupt nicht mehr teilgenommen. Ich lag wochenlang nur starr da und habe gehofft, dass ich den nächsten Morgen nicht mehr aufwache.
Du weißt auch nicht, in welcher Situation ich war, wie nahe ich dem eigenen Tod war! Keiner weiß es, nur ich! Genauso ist es bei jedem anderen, der davon betroffen ist, auch.
Und trotzdem akzeptiere ich den Suizid nicht als Lösung! (Es gibt diverse kleine Ausnahmen, die treffen aber in diesem speziellen Fall hier nicht zu.) Und das sollte auch die Öffentlichkeit nicht tun!
Bei dem Thema, dass psychische Erkrankungen in der Gesellschaft "besser aufgenommen" werden sollte, stimme ich Dir ja total zu. Aber nicht das Ende einer solchen Erkrankung.
Ich war heute beim Frisör und da lief im Radio gerade die Nachrichten und natürlich auch die Berichterstattung über Robert Enke. Ich habe dann über dieses Thema mit meiner Friseuse darüber gesprochen. Ich habe ihr meine Geschichte erzählt und sie war tatsächlich überrascht, dass ich so offen darüber reden kann. Okay, das hat mir mal wieder klargemacht, wie sehr die Mehrheit der Menschen doch mit Masken durch die Welt laufen.
Deshalb hier ein kleiner Aufruf an alle:
Steht zu Euch und Euren psychischen Leiden! Je mehr man darüber redet, desto mehr wird man feststellen, dass man nicht alleine mit seinen Problemen ist!