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Trauer um meine Mama- Bin ich nicht normal?

dauni

Aktives Mitglied
Es wird bald ein Jahr seitdem meine Mama von mir gegangen ist, ich konnte ihr nicht mehr tschüß sagen... Sie ging plötzlich. Entweder war es ein Unfall oder Suizid. Niemand wird mir diese Frage beatworten können, doch wie auch immer, mir fehlt sie schrecklich und ich leide sehr unter diesem Verlust. Ich war schon stationär in einer Klinik deswegen, ich versuche mein bestes um mit meinem Leben klar zu kommen doch irgendwie gelingt es mir nicht.
Ich bin einfach endlos traurig, dieser schmerz hört nicht auf.
Seitdem verlust habe ich viele Freunde verloren, sie wollen mit mir nichts zu tun haben, es sagt niemand so direkt, sie melden sich einfach nicht mehr und wenn ich mich melde oder mein Mann nachfrägt heisst es, ach, ich hab soviel zu tun, ich muß auch mal an mich selber denken usw...

Heute erst habe ich zu Ohren bekommen das ich nicht ganz nomal bin da es immernoch nicht bergauf geht... Und ich könne nicht erwarten das Angehörige solange mit ziehen...
Es traff mich mitten ins Herz. Ich bin also nicht normal?????????????????

Ich weiß gar nicht mehr wie ich mich den Leuten gegenüber verhalten soll, am besten wird es sein ich lüge sie alle an, erzähle allen wie blendend es mir geht, oder? Denn hilfe bekomm ich ausser von meinem Mann von eh niemand.
Und dann mach ich es am besten mit mir selber aus.
Doch dann vereinsame ich... Doch auf solche Leute lege ich keinen Wert.

Was soll ich nur tun? Ich wünschte auch mir ginge es besser, ich hab mir diese Situation nicht ausgesucht!

Traurige Grüße Dauni
 
Hallo,
Lass dir nicht einreden das du nicht normal bist. Jeder geht anders mit seiner Trauer um. Wenn es dich sehr belastest kannst du dir Hilfe suchen die dir bei der trauerbewältigung hilft.zb beim Psychologen der auf trauerhilfe spezialisiert ist. Da ist nichts schlimmes dran. Und auf" Freunde " die dich so hängen lassen kannst du verzichten. Du hast deinen Mann und das ist wichtig. Es kommen auch Zeiten wo es nicht mehr ständig so weh tut. Ich hab auch nach 20jahren noch Momente wo ich um meine Schwester weine. Aber es ist besser geworden und tut nicht mehr so weh. Ich erinner mich sehr oft an sie und die schönen Zeiten.
Verlier den Mut nicht!
Lg cino
 
Es wird bald ein Jahr seitdem meine Mama von mir gegangen ist, ich konnte ihr nicht mehr tschüß sagen... Sie ging plötzlich. Entweder war es ein Unfall oder Suizid. Niemand wird mir diese Frage beatworten können, doch wie auch immer, mir fehlt sie schrecklich und ich leide sehr unter diesem Verlust. Ich war schon stationär in einer Klinik deswegen, ich versuche mein bestes um mit meinem Leben klar zu kommen doch irgendwie gelingt es mir nicht.
Ich bin einfach endlos traurig, dieser schmerz hört nicht auf.
Seitdem verlust habe ich viele Freunde verloren, sie wollen mit mir nichts zu tun haben, es sagt niemand so direkt, sie melden sich einfach nicht mehr und wenn ich mich melde oder mein Mann nachfrägt heisst es, ach, ich hab soviel zu tun, ich muß auch mal an mich selber denken usw...
Meine Mutter ist vor sieben Monaten auch verstorben. Sie war 86 Jahre alt und bereits seit langem so schwer krank, dass ich auf ihr Ableben vorbereitet war und es auch akzeptieren konnte.

Die Erfahrung, dass sich die Leute lautlos zurückziehen, habe ich aber auch gemacht. Von der ganzen Verwandtschaft hat sich nur eine Cousine in dem ganzen Zeitraum zwei- oder dreimal von sich aus telefonisch gemeldet. Die anderen schickten zur Gewissenberuhigung höchstens Weihnachts-, Urlaubs- und Geburtstagskarten, 2-3 Sätze mit nichtssagenden Grüßen, Fotos von ihren Enkelkindern etc. Was hat das mit meinem Leben und meinen derzeitigen Sorgen zu tun? Die Betreffenden wissen alle ganz genau, dass ich nicht nur den Tod meiner Mutter zu verkraften habe, sondern mir bis auf Weiteres noch äußerst belastende Probleme mit meiner psychisch kranken, uneinsichtigen Schwester wegen der Erbauseinandersetzung (Hausgrundstück) bevorstehen.

Das ist denjenigen aber egal. Sie haben mit der Teilnahme an der Beerdigung vor sieben Monaten ihre Schuldigkeit getan. Nicht einer hat danach mal angerufen, um zu fragen, wie es mir jetzt geht und wie ich mit meiner Schwester klarkomme. Selbst die einzige Cousine, die sich wenigstens alle paar Monate mal telefonisch meldet, habe ich zuerst angerufen, nachdem meine Mutter ca. drei Wochen unter der Erde war, weil ich einfach mal mit jemandem reden musste, der sie gut gekannt hat und auch meine Schwester von kleinauf kennt. Meine Verwandten haben auch alle sooo viel Stress, sooo wenig Zeit und sooo viel zu tun - nur ihre Urlaubsreisen, Festivitäten und sonstigen Vergnügungen, die können komischerweise immer stattfinden, dazu sind sie weder zu gestresst noch zu beschäftigt, noch zu krank. 😎

Ich kann dir nur raten, nichts von Freunden und Verwandten zu erwarten, wenn du in Trauer um deine Mutter bist. Sie denken alle nur an sich, Hauptsache, ihnen geht es gut, mit Problemen und Trauergefühlen anderer wollen sie sich nicht belasten. Sei dankbar, dass du wenigstens den Beistand deines Mannes hast. Wenn du trotzdem mit dem Tod deiner Mutter nicht fertig wirst, suche dir professionelle Unterstützung durch einen Psychotherapeuten. Und lass diejenigen, die dich jetzt im Stich lassen, genauso hängen, wenn es ihnen eines Tages auch mal dreckig geht. Das kannst du guten Gewissens tun, so, wie sie sich dir gegenüber verhalten haben. Ich jedenfalls habe in der Hinsicht ein Elefantengedächtnis und bin auch sehr nachtragend. 😎

Bei dir finde ich es sogar noch unerhörter, sich zurückzuziehen, da du dich ja sogar schon in stationäre Behandlung begeben musstest. Du brauchst anderen auch nicht vorzulügen, dass es dir blendend geht. Ich würde sie ein- für allemal abschreiben, denn solche Leute sind keine wahren Freunde.

Vielleicht hilft dir aber auch der Gedanke, dass deine Mutter bestimmt nicht gewollt hätte, dass du über ihren Tod nicht hinweg kommst und vor Kummer darüber selber noch krank wirst. Versuche, die Erinnerung insbesondere an ihre guten Seiten zu bewahren, aber stelle sie nicht auf ein Podest. Wie jeder andere Mensch wird sie ihre guten, liebevollen, aber sicher auch ihre weniger guten Seiten gehabt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dauni,


niemand ! hat das Recht, Dir vor zu schreiben, wie lange Du trauerst. NIEMAND!
Boah, mich macht das gerade ärgerlich, was Deine Freunde da von Dir erwarten.🙁

Es gibt Wege aus der Trauer. Das sind aber Schritte, die nur Du gehen kannst und nur Du kannst für Dich Schritttempo und Dauer bestimmen. Deine Gefühle, Dein Leben.


Manchmal sagen auch Freunde Sachen... . Du, es gibt viele Menschen, die sind selber überfordert, wenn es um das Thema geht. Dann kannst Du mit IHNEN Deine Trauer nicht teilen.
Das ist dann so.
Vielleicht eine Ent-täuschung, ja.

Haben Deine Freunde denn Grund zur Sorge? Gibt es neben den vielen vielen Tränen für Dich auch noch Sonnenschein?


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Liebe dauni,

Ich habe Deine PN bekommen und ich antworte Dir hier, wenn ich darf?
DU BIST NORMAL!!!!!!

Heute erst habe ich zu Ohren bekommen das ich nicht ganz nomal bin da es immernoch nicht bergauf geht... Und ich könne nicht erwarten das Angehörige solange mit ziehen...
Es traff mich mitten ins Herz. Ich bin also nicht normal?????????????????

Es tut mir leid, dass Deine so genannten "Freunde" Dich so behandeln und DAS zu Dir gesagt haben 🙁
Weißt Du, sie können Dich nicht verstehen, wissen nicht wie sich so ein Schmerz anfühlt.

Ok, sie kannten Deine Mutter vielleicht nicht und können das eventuell nicht nachvollziehen.
ABER, sie kennen DICH.
Sie sollten verstehen, dass es schwer für DICH ist.

Vielleicht sind sie auch selber auch damit überfordert.

Trotzdem finde ich diese Bemerkung alles andere als nett und auch wenn sie Dich nicht verstehen können, denke ich sollten sie schon etwas mehr Respekt vor Dir als Freundin haben.


Deine Mutter hatte einen unbeschreiblich großen Menschlichen Wert für Dich.
Es ist KLAR, dass Du das nicht so leicht verarbeiten kannst und ich kann mir denken, dass Du Dir manchmal mit Deinem Leid alleine ausgeliefert vorkommst.

Meld Dich wann immer Dir lieb ist.
Wir können gerne über alles so oft Du möchtest reden.
Du bist NICHT alleine mit Deinem Leid!

Ein so gefühlsvoller Mensch wie Du es bist verdient es nicht SO behandelt zu werden.

Alles liebe,
Green Arrow
 
der tod der eigenen mutter ist meiner meinung nach unüberwindbar...
meine mama starb am 02.05.2007, und ich rede jeden tag mit ihr, JEDEN tag!
sie ist die menschin, die dich geboren hat, kraftvoll entbunden, um dir ein, dein leben zu schenken.
ich epfinde es als völlig normal, um seine mama zu trauern. sie war der erste mensch, den du gesehen hast in deinem leben...
verzage nicht! frara
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese sogenannten Freunde haben das Wort Freund leider nicht verdient.
Dauni, DU BIST NORMAL, jeder trauert anders und bei jedem dauert es unterschiedlich lange - es gibt da keine Trauerzeit die einzuhalten ist. Lass dir da bloß nichts einreden.
Allerdings sollten nach 1 Jahr die guten Tage , also die Tage an denen es dir einigermassen gut geht, überwiegen. Das man dennoch täglich an die Verstorbene denkt ist normal, aber versuche doch dir die schönen Situationen ins Gedächtnis zu rufen, erfreue dich an der Zeit die ihr zusammen erlebt habt. Dein MAnn, deine wichtigste Bezugsperson, steht zu und hinter dir- sowas soll dir Kraft geben den Alltag zu meistern. Das Problem ist halt daß das Leben weitergeht und die wenigsten Leute, vor allem die noch keinen nahen Angehörigen verloren haben, wissen wie der Schmerz sich anfühlt und sich in der Nähe von Trauernden unwohl fühlen- sie wissen einfach nicht damit umzugehen. Ist doch auch bei Nichttrauerfällen der Fall: Wieviele Leute sind denn für einen da wenn's einem mal schlecht geht und man "im schlimmsten Fall" noch zu weinen anfängt. Da kenn ich leider einige die damit überhaupt nicht umgehen könnne, sie wissen nicht was sie sagen sollen.
Dabei wäre die Lösung doch so einfach: Einfach da sein für den anderen und in den Arm nehmen, zu sagen gibt es eh oft nichts :wein:

Als mein Vater starb hatte ich nach 8 Tagen wieder zu funktionieren, niemand hat mal nachgefragt wie es mir geht- ich erschien ja immer so stark und komme mit allem zurecht 🙄. Auch mein MAnn hat nie nachgefragt, ich pack das schon 🙁
 
Als mein Vater starb hatte ich nach 8 Tagen wieder zu funktionieren, niemand hat mal nachgefragt wie es mir geht- ich erschien ja immer so stark und komme mit allem zurecht 🙄
Ja, so sind die Menschen. Ich saß vor 19 Jahren bereits am Tag nach der Beerdigung meines Vaters im Landesjustizprüfungsamt als Zuhörerin einer mündlichen Prüfung im 2. juristischen Staatsexamen, in dem ich damals steckte. Zweieinhalb Monate später war meine eigene Prüfung. Der Vorsitzende der Kommission hatte mich im Vorgespräch nach Besonderheiten belastender Natur gefragt, die die Kommission vielleicht beürcksichtigen müsse. Ich berichtete ganz kurz von der schweren Krebserkrankung meines Vater während der gesamten Examensphase und seinem Tod 2 1/2 Monate vor der mündlichen Prüfung (ich wohnte damals noch im Elternhaus). Die lapidare Antwort des Vorsitzenden: "Ach, daran sollten Sie jetzt einfach nicht denken." 🙄

Nach dem Tod meiner Mutter vor sieben Monaten machte sich der Abteilungsleiter wenigstens die Mühe, mich zu einem ca. 20-minütigen Gespräch zu bitten, in dem er mir kondolierte und sich nach meinem Befinden erkundigte. Auch die engsten Kollegen zeigten Anteilnahme. Da kann ich mich eigentlich gar nicht beklagen, mehr kann man im Beruf nicht verlangen. Arbeit lenkt ja auch ab. Aber über das ignorante, distanzierte Verhalten meiner Verwandten, die ja auch die Story mit meiner Schwester genauestens kennen, bin ich wirklich empört und enttäuscht.

Aber wie gesagt: Die allermeisten Menschen sind so. Hauptsache, ihnen geht es gut. Nur wehe, wenn bei ihnen das Schicksal auch mal zuschlägt, dann haben sie es am schlimmsten und erwarten Anteilnahme hoch drei. Habe ich in der Verwandtschaft auch erlebt in zwei Fällen. Da fühlten sich zwei Frauen nach dem Tode eines Elternteils auch ganz besonders leidgeprüft, obwohl sie zu dem Zeitpunkt Rückhalt bei ihrem Partner bzw. Ehemann hatten, der überlebende Elternteil noch rüstig war, Freunde und Verwandte vor Ort wohnten, in dem einen Fall sogar ein eigenes Kind da war, was dem Leben ja auch Sinn verleiht und über die Trauer hinweghilft. Auch waren keine zusätzlichen Belastungen wie bei mir durch die höchstwahrscheinlich psychisch kranke Schwester da. Alles Rahmenbedingungen, von denen ich nur träumen kann. Ich möchte die mal sehen, wenn sie an meiner Stelle wären, da hätten sie sich vielleicht schon das Leben genommen oder sich zumindest in psychiatrische Behandlung begeben müssen. Aber so ist das - wenn man nicht genug heult und jammert, meinen andere wahrscheinlich, man trauere auch nicht. 😎

Ich bleibe dabei, dass man sich von solchen Menschen, die einem sowieso keinen Rückhalt und keine seelisch-moralische Unterstützung geben, zurückziehen sollte. Schafft man es nicht, den Tod der Mutter oder des Vaters allein zu überwinden, sollte man sich lieber professionelle Hilfe suchen. Aber es ist auch kein Maßstab für den Grad der Liebe, wenn man unendlich unter dem Tod eines Menschen leidet. Wir wissen alle, dass das Leben endlich ist und der Tod zum Leben gehört. Er kann auch plötzlich und frühzeitig eintreten, niemand hat Anspruch auf ein langes Leben. Leider wird das Thema Tod in unserer Gesellschaft viel zu sehr tabuisiert.

Das, was einem die Eltern an Gutem mitgegeben haben, das bleibt. Ich spüre auch oft, dass die Eltern einem in einer anderen Form (vielleicht von Energie oder auch nur durch Erinnerungen) erhalten bleiben. Ich denke mir, meine Eltern wollten selbstständige Kinder, die mit dem Leben fertig werden, nicht solche, die an ihrem Tod zerbrechen, was anderen Menschen, vor allem der krummen Verwandtschaft, sowieso mehr oder weniger gleichgültig wäre. Auf solche Gedanken sollte man sich konzentrieren, was ja nicht ausschließt, die liebevolle Erinnerung zu pflegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
J



Ich bleibe dabei, dass man sich von solchen Menschen, die einem sowieso keinen Rückhalt und keine seelisch-moralische Unterstützung geben, zurückziehen sollte.

Eha, Primavera, du hast ja auch genügend Probleme am Hals- nachträglich herzliches Beileid zum Tod deiner Mutter 🙁

Hmm, es heisst ja nicht umsonst- in den schwersten Stunden seines Lebens zeigt sich erst wo die wahren Freunde sind und folgerichtig müsste man sich von diesen dístanzieren wenn sie dich in solchen Situationen alleine lassen. Das Problem ist nur daß es oft die EInzigen Freunde sind die man hat und dann von allen zu distanzieren ? ! Bei mir ging man wie gesagt davon aus daß ich das schon pack, bin ja sonst auch ne Kampfsau - Bin zwar immer für andere da, hör zu und dien als Ausheulschulter, kann es aber selbst sehr schlecht zu sagen: Hex, mir geht's schlecht, hast du mal Zeit für mich und ne Schulter frei ?! Wahrscheinlich weil ich das 1 x in meinem Leben gemacht habe und dann von einem damals sehr guten Freund nur ein lapidares Schulterklopfen und ein Wird schon wieder zu hören bekam. Das tat dann nochmal extrem weh dieses Zurückgewiesen werden
 

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