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Trauer um meine Mama- Bin ich nicht normal?

Es wird bald ein Jahr seitdem meine Mama von mir gegangen ist, ich konnte ihr nicht mehr tschüß sagen... Sie ging plötzlich. Entweder war es ein Unfall oder Suizid. Niemand wird mir diese Frage beatworten können, doch wie auch immer, mir fehlt sie schrecklich und ich leide sehr unter diesem Verlust. Ich war schon stationär in einer Klinik deswegen, ich versuche mein bestes um mit meinem Leben klar zu kommen doch irgendwie gelingt es mir nicht.
Ich bin einfach endlos traurig, dieser schmerz hört nicht auf.
Seitdem verlust habe ich viele Freunde verloren, sie wollen mit mir nichts zu tun haben, es sagt niemand so direkt, sie melden sich einfach nicht mehr und wenn ich mich melde oder mein Mann nachfrägt heisst es, ach, ich hab soviel zu tun, ich muß auch mal an mich selber denken usw...

Heute erst habe ich zu Ohren bekommen das ich nicht ganz nomal bin da es immernoch nicht bergauf geht... Und ich könne nicht erwarten das Angehörige solange mit ziehen...
Es traff mich mitten ins Herz. Ich bin also nicht normal?????????????????

Ich weiß gar nicht mehr wie ich mich den Leuten gegenüber verhalten soll, am besten wird es sein ich lüge sie alle an, erzähle allen wie blendend es mir geht, oder? Denn hilfe bekomm ich ausser von meinem Mann von eh niemand.
Und dann mach ich es am besten mit mir selber aus.
Doch dann vereinsame ich... Doch auf solche Leute lege ich keinen Wert.

Was soll ich nur tun? Ich wünschte auch mir ginge es besser, ich hab mir diese Situation nicht ausgesucht!

Traurige Grüße Dauni


Liebe Dauni

Ich habe selber meine Mutter verloren: Von jetzt auf gleich war sie einfach weg.....Es war ein Schock...

.Es dauert sehr lange es zu begreifen, du wirst immer an sie denken und dein Leben lang vermissen.Durchlebe die Trauerphase mit dem "auf" und "ab"...es ist sehr wichtig, die Trauer auszuleben...Aber du mußt dir immer wieder sagen, dein Leben geht weiter...Es läßt sich nicht ändern....Behalte deine Mutter in schöner Erinnerung und sei ihr dankbar dafür, das sie für dich da war und dir dein Leben geschenkt hat.
Sie würde nicht wollen, das du nun nicht mehr "lebst"...

Es ist sehr schrecklich jemanden durch den Tod zu verlieren, weil es endgültig ist.Bei mir gibt es nach so vielen Jahren immer wieder Momente, da muß ich einfach weinen und frage mich warum meine Mom nun nicht da ist.Ich hätte soviel zu erzählen...Es gibt Nächte, da träume ich von ihr..in diesen Träumen ist sie in der Gegenwart noch da...Ich werde wach und es war nur ein Traum....

Die Zeit heilt ein kleines bißchen diese Wunde...Versuche auch in der Trauer weiter zuleben, lenke dich mit alltäglichen Dingen ab, treffe andere Menschen und gehe ruhig mal aus..Und wenn du wieder sehr traurig bist, heul dir die Seele aus dem Leib, schreibe Tagebuch aber verliere nie die Lust aufs Leben und den Spaß, den man haben kann


Ich umarme Dich h.F:
 
Letztes Jahr starb meine Oma und vor 2,5 Wochen meine Mama. Diese Lücken wird nichts und niemand je mehr schließen. Das steht fest. Weiter leben kann und tue ich. Der Schmerz ist da. Die Leere usw. Und auch diese Horrorbilder, sie beide sterben zu sehen; aber auch die Dankbarkeit, dass ich es miterleben durfte und bei beiden für sie bis zum Ende da war. 🙂 Das ist ja nicht jedem gegönnt.

Das Leben verändert sich durch diese Verluste. Ein großer Teil, mit dem man aufgewachsen ist, existiert und lebt nur noch in der Erinnerung weiter. Das ist der Lauf der Dinge.

Allerdings mache ich eher die gegenteilige Erfahrung von vielen anderen hier in diesem Thread. Ich weiß jetzt, wer aus meiner Familie und aus meinem sonstigen Umfeld zu mir steht. In dieser schweren Zeit (bei meiner Mutter wurde im April Krebs mit sehr starker Metastasierung, Endstadium ebreits erreicht diagnostiziert) habe ich sehr viele sehr nette Menschen kennen lernen dürfen. Die mir jetzt auch jederzeit zur Seite stehen. Ich habe meiner Mutter im Laufe ihres Krankseins immer wieder gesagt, dass ich jetzt das Leben habe, was ich wollte und was sie sich für mich auch gewünscht hat.

Man vergisst das niemals, wenn die engsten Familienangehörigen verscheiden. Wie auch. Es bricht ja plötzlich etwas sehr Großes und Bedeutsames weg! Allerdings etwas, das einem in der Erinnerung niemand nehmen kann und was man als Schatz in seinem Gedächtnis für immer hüten kann. 🙂

Ich wünsche mir meine Oma und meine Mama sehr oft zurück; aber sie werden nicht wiederkommen. Mit dieser Endgültigkeit muss auch ich irgendwie zurechtkommen. Ich habe mir bei meiner Mama so schnell ehrlich gesagt gar keine Gedanken darüber gemacht, dass sie jetzt schon von uns geht. Sie wurde am 01.06. 60. Das ist eigentlich heute kein Alter. Ich schenkte ihr zum Geburtstag Igelfiguren - so wie ich bei meiner Oma Hirsch und Baum als Symbole eingeführt habe, ist es nun bei meiner Mama der Igel. 🙂 Ich mag so was. Meine Mama hat außerdem von mri fürs Krankenhaus einen Tiger geschenkt bekommen, den sie eigentlich mal mir geschenkt hatte. An ihrem letzten "präsenten Tag", bevor sie dann ins Koma fiel, hat sie zu meiner Kusine gemeint: "Der wird nun auf Tears aufpassen!" und streichelte ihn dann. Meine Kusine musste lächeln und weinen zugleich, genau wie ich es beim Schreiben auch gerade tue.

Es schreibt einem niemand vor, wie lange man trauern kann, soll, darf, muss... was auch immer. Das muss jeder mit sich selbst vereinbaren. Natürlich sind Menschen, die jetzt irgendwie rum labern "wie, du trauerst immer noch" irgendwie anders, was Trauern angeht. vielleicht haben sie das nie so erlebt bislang, sind noch sehr unerfahren damit oder sie stecken es einfach besser weg. Es gibt ja auch Menschen, die einfach keine Bindung aufbauen können. Da können die Eltern sterben und die Kinder trauern gar nicht. Solche Menschen gibt es.

Es ist schön, dass die Eltern, Großeltern, andere Familienmitglieder uns einen großes Stück unseres Lebensweges begleiten. Leider schreibt die Natur nun mal vor, dass das irgendwann ein Ende nehmen muss. Ob das nun ein eher sanfter Tod ist oder ein leidvoller (Krebs...). Es ist wichtig, dass man Abschied nimmt. Ob man denjenigen beim Sterben begleitet oder nicht. Abschied nehmen kann man auch anders. Da muss jeder seinen Weg finden.
 

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