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primavera7
Gast
Danke.Eha, Primavera, du hast ja auch genügend Probleme am Hals- nachträglich herzliches Beileid zum Tod deiner Mutter 🙁
Es ist in der Tat schwierig. Ich habe auch nicht so viele mir nahe stehende Menschen. Aber leider neigt man dazu, wenn man eh schon nicht viele Menschen hat, von denen man sich Unterstützung erhoffen könnte, dass man sich von den wenigen viel zuviel an Lieblosigkeiten, Gleichgültigkeit und Ignoranz bieten lässt, einfach zu tolerant im negativen Sinne ist. Letztlich steht man mit seinen Problemen aber doch allein da - es ist eigentlich egal, ob man solche Pseudo-"Freunde" (oder in meinem Fall Verwandte) hat oder nicht. 🙁 Im Grunde hat man aber an solchen Menschen nicht viel verloren. Mir haben in meinem Leben, wenn's mir mal so richtig dreckig ging, professionelle Berater effektiver geholfen als Verwandte oder vermeintliche Freunde, die mich meist nur enttäuscht haben.Hmm, es heisst ja nicht umsonst- in den schwersten Stunden seines Lebens zeigt sich erst wo die wahren Freunde sind und folgerichtig müsste man sich von diesen dístanzieren wenn sie dich in solchen Situationen alleine lassen. Das Problem ist nur daß es oft die EInzigen Freunde sind die man hat und dann von allen zu distanzieren ? !
Ein "nettes" Beispiel aus dem letzten Sommer:
Als es meiner Mutter schon sehr schlecht ging, ca. zwei Monate vor ihrem Tod, rief ich einmal bei einer deutlich älteren Cousine an, die ich nur alle paar Jahre mal sehe. Sie legt offensichtlich auch keinen gesteigerten Wert darauf, mit mir warm zu werden, und hat noch nie von sich aus bei mir angerufen, einfach nur, um zu fragen, wie es geht. Aber ihre Mutter, meine alte Patentante (Schwester meiner Mutter), wohnt mit ihr in einem Haus und hatte mich zuvor bei einem Treffen gebeten, ich möge doch auch mal bei der besagten Cousine anrufen, die würde die Infos über den Zustand meiner Mutter dann an sie weitergeben. Kaum hatte ich bei dem Telefonat mit der Cousine (das erste nach über zwei Jahren!) die ersten (freundlichen!) Worte gesprochen, erklärte diese, sie werde mir mal ihre Mutter (meine Tante) geben, da sie selber (die Cousine) gerade Gelee koche. Das Gelee war wichtiger als meine Sorgen wegen meiner Mutter. Kein Zeichen wirklichen Interesses, geschweige denn Mitgefühls. Ich empfinde so etwas als wenig empathisch, um nicht zu sagen herzlos. Wäre mir im umgekehrten Fall nicht in den Sinn gekommen, jemanden in einer solchen Situation so abzufertigen. Auch nachdem sie ihre Geleegläser gefüllt im Keller stehen hatte, verspürte die Cousine offenbar keinen Drang, mich mal von sich aus anzurufen, um ein ausführlicheres Telefonat nachzuholen. Und das in Kenntnis aller Rahmenbedigungen meines Lebens (also auch der Problemschwester). Bei anderen Verwandten dagegen ruft sie regelmäßig alle ein bis zwei Wochen an. Muss ich noch mehr hinzufügen? 😎 Was habe ich verloren, wenn ich einen solchen Menschen verliere?
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