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Transgender mittlerweile eine Mode Erscheinung?

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Ich denke nicht, dass es sich um eine Modeerscheinung handelt.

Menschen trauen sich heutzutage einfach mehr (Gott sei Dank) zu ihrem Empfinden zu stehen.
Ebenso zu ihrer sexuellen Orientierung.

Und Außenstehende bekommen es eher mit, weil sich eben durch Medien wie das Internet,
alles innerhalb weniger Sekunden und Klicks rasant verbreitet.

Und selbstverständlich wird es immer die ein oder andere Person geben, welche sich das anders vorgestellt hat und es ggf. "bereut". Die Frage warum das so ist, wird z.T. in den Videos beantwortet.

Dennoch denke ich nicht, dass es sich hier um die Mehrheit handelt, sondern eher um Ausnahmen.

Es ist eben nicht möglich, sich "eben mal so" das Geschlecht angleichen zu lassen "um mal zu gucken" wie das so ist.

Berücksichtigt werden muss auch, ob eine gute Aufklärung vorausgegangen ist.

Wenn du dich in das Thema eingelesen hast, dann weißt du was es für Voraussetzungen gibt und dass es z.T. Jahre dauern kann bis das Geschlecht angeglichen ist. Und auch das ist keine Garantie, dass die betreffende Person die vollumfängliche Zufriedenheit erlangen wird. Wie auch....?

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Menschen die sich in solcher Lage befinden massive Zweifel und Ängste haben.

In der Jugend hatte ich einen besten Freund, der sich entschloss zur Frau zu werden.

Allerdings hat der Prozess Jahre gedauert und sie hat den letzten Schritt nie gewagt.
Sprich, sie ist eine Frau, hat aber ihren Penis behalten aus vielerlei Ängsten und Zweifeln heraus.

Anfänglich litt sie sehr darunter, fühlte sich wie ein Zwitter, nicht vollkommen .....

Doch die Ängste z.B. die Orgasmus Fähigkeit zu verlieren oder das andere Dinge während der Angleichung schief gehen könnten, hat sie schlussendlich davon abgehalten.

Das ist viele viele Jahre her und sie lebt bereits seit Jahren mit einem Partner, der sie so akzeptiert wie sie ist.

Und es wird immer Menschen geben, die dann, wenn es soweit ist erst merken, dass sie es sich anders vorgestellt haben. Nur weil aus einem Penis eine Scheide wird oder umgekehrt, hören ggf. psychische Leiden nicht auf und es ist eben nicht so, dass diese Menschen dann automatisch ZACK eine Frau/Mann sind, wie als wäre sie so geboren.....und die rundum-Zufriedenheit eingekehrt als wäre ein Knopf gedrückt worden.

Anastasia (eines deiner Videos) beschreibt exakt das, wovor mein damaliger Freund Angst hatte.

Die Sexualität ist der Hauptpunkt, warum sie die OP bereut. Dennoch hat sie sich nicht leichtfertig entschieden.

Sie fühlt sich noch immer als Frau, sie vermisst einfach nur ihren Penis, das Gefühl der Selbstbefriedigung mit diesem...

Hätte sie alles besser für sich einordnen können, wäre sie zur Frau MIT Penis geworden. Sie dachte aber - genau wie Nele aus dem anderen Video das Gleiche über ihre Brüste dachte - dass sie dieses "zusätzliche" Körperteil loswerden muss um "vollkommen" zu sein.

Mein Fazit: es wird häufig nicht die Umwandlung als solches bereut, denn die meisten fühlen sich weiterhin als das andere Geschlecht , sondern der manchmal nicht notwendige Verlust von Körperteilen oder das Hinzufügen dieser.

Diese Menschen fühlen sich oftmals dennoch als das Geschlecht, in das sie nicht geboren wurden, hätten sich aber ggf. für eine andere Form von "Anpassung" entschieden.

Viele - so sagt Anastasia - zielen auf die letzte Angleichung hin, weil die Gesellschaft ihnen einredet nur dann vollkommen zu sein, wenn auch die Körperteile dazu passen (ca. min. 13.49)

Bei Sabeth hätte Toleranz geholfen. Denn so wie sie es darstellt, ist sie "einfach nur" lesbisch.

Weil man ihr jedoch immer zu verstehen gab, sie sei unnormal, sie sich zu Mädchen hingezogen fühlte, so war ihr eigener Fazit, sie müsse zum Mann werden "damit es passt"....

Also nochmals nein, ich denke nicht, dass es sich um eine Modeerscheinung handelt.

Ich empfinde im Übrigen das Wort Modeerscheinung im Zusammenhang mit diesem Thema extrem beleidigend.
 
Ich kenne mich nicht gut aus, trotzdem denke ich, dass es eher weniger Menschen betrifft, die sich hinterher unsicher sind und es sogar bereuen.
So weit ich weiß, werden Transgender lange Zeit begleitet, auch psychologisch. Das ist ein Prozess der länger dauert.

Diese Menschen haben verschiedene Hintergründe, warum sie das plötzlich bereuen. Nicht alle sind bekannt.

Den Artikel habe ich nicht gelesen, ich kann mir aber vorstellen, dass einige Menschen auf Ablehnung gestoßen sind, oder sie sich dadurch nicht besser fühlen, da sie generell unsicher zu ihrer Person sind.

Als Modeerscheinung, finde ich es zu weit hergeholt, da es nicht den überwiegenden Transgendern so ergeht.
Da die Thematik mehr Beachtung findet, wird natürlich auch nach Haaren in der Suppe gesucht.

Das ist meine persönliche Meinung.

Liebe Grüße
 
Man kann sich nicht „einfach so umoperieren“ lassen.
Und schonmal überhaupt nicht
😂

Du (...) bist einfach „dagegen“ und suchst dir irgendwelche Artikel und Videos zusammen, die deiner Anti-Haltung zupass kommen.
Was tut es dir, was schadet es dir, wenn Menschen Trans* sind?
Woher kommt dein Faible dafür und dein Missionierungseifer?
Hast DU konkret mit dem Thema zu tun? Mit Menschen, die das betrifft?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und? Gehört die Chance sich zu irren nicht zu jeder Entscheidung dazu? Ändert sich im Laufe des Lebens nicht hin und wieder die Sichtweise, wer oder was ich bin? Verstehe ich Deine Intention @Sonnenblume4407 richtig, dass Du mit Deinem Thema dazu aufrufen willst, dass man eine Geschlechtsumwandlung noch schwieriger gestalten sollte, um jemanden noch mehr vor sich selbst zu schützen? Eine Transition ist ein Prozess, der sich über Monate und Jahre hinzieht und der schließt nicht aus, dass frau/man sich wieder umentscheidet.

Meine Sorge ist, dass es durch solche Diskussionen für diejenigen noch schwieriger wird, für die eine Transition ein Segen ist. Mit meinen Entscheidungen muss ich leben. Wieviel "Erlaubnis" bin ich anderen dafür schuldig? Wie viele Normen muss ich noch erfüllen und wie viel Recht hat eine Gesellschaft, auf ihre Mitglieder einzuwirken?

Vielleicht verstehe ich das gerade alles falsch, dann vergib mir, aber darf und sollte eine Geschlechtsumwandlung nicht eine private Sache sein und bleiben, auch wenn frau/man sich irrt? Da beschleicht mich gerade ein ganz dummes Gefühl.
 
Das habe ich erst bei SternTV verfolgt. Das Hauptproblem lag darin, dass die Gesellschaft Männer und Frauen in Schubladen steckt. Schubladen, in denen sich einige nicht wiederfinden und dann in eine falsche Richtung zum anderen Geschlecht driften. Könnte jeder so sein wie er ist, ganz ohne Klischees, dann könnten wir auch mit Geschlechterfokussierung aufhören und es bliebe viel Leid erspart.
 
Anders gefragt: Was hat es Nicht-Transmenschen zu interessieren, wer wann welche Operation mit sich machen lässt und diese dann vielleicht, vielleicht, vielleicht später bereut?

Eltern, die Ihre Kinder vor einer falschen Entscheidung bewahren wollten und vorher wussten, dass es keine gute Entscheidung ist?

Oder Jeden, der Krankenkassenbeiträge für sowas zahlt.
 
Woher kommt dein Faible dafür und dein Missionierungseifer?

Wenn man diese traurigen Geschichten in den Videos sieht könnte man sich doch denken wie man in seinem Umfeld helfen kann, dass so etwas nicht passiert? Daher finde ich es gut, wenn Menschen auf Ihr Umfeld achten. Das sollte kein Faible sein, ich nenne das Mitmenschlichkeit anderen vor (vermeintlichen) Fehlern zu bewahren.
 
Es heißt richtig:


Geschlechtsangleichende Operationen (kurz GA-OP) sind chirurgische geschlechtsangleichende Maßnahmen, bei denen primäre oder sekundäre Geschlechtsmerkmale in Aussehen und Funktion dem Geschlechtsempfinden angeglichen werden. Diese Eingriffe werden an intersexuellen und an trans Menschen durchgeführt. Die gleichen oder ähnliche Operationstechniken werden angewandt, wenn es um die Wiederherstellung von Geschlechtsmerkmalen nach Unfall oder Krankheit geht.

 
Hätte sie alles besser für sich einordnen können, wäre sie zur Frau MIT Penis geworden
Wäre für mich der beste Kompromiss. Mit Busen und einer großen Klitoris. Was ich nicht nachvollziehen kann, das ist dieses : um jeden Preis, auch um den Preis von Gesundheit, meiner Orgasmusfähigkeit herumschnipseln. Ein sowohl als auch würde weniger schmerzhaft sein, oder?
Ohne dieses "Entweder oder" sondern eben BEIDES annehmen, wäre es vielleicht leichter.
 
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