Also soll ich einfach aufgeben. Selbst wenn ich den Lehrgang bestehe habe ich immer noch gut 6 Jahre Dienstzeit vor mir. Das mit dem Termin oder was auch immer bei der Arbeitsagentur machen klingt für mich so naja . Zu dem Punkt konfliktscheu : nun da irrst du dich . Wenn ich etwas durchsetzten will dann sage ich das. Vielleicht wiederhole ich das ein zweites Mal oder drittes aber irgendwann habe ich kein Bock mehr mich ständig zu wiederholen und dann muss ich weiter nach vorne schauen und ich bin definitiv NICHT jemand der unter Druck nicht arbeiten kann. Sonst hätte ich zb letztes jahr meine Grundausbildung und Unteroffiziersprüfung mit Erfolg nicht ablegen können. Auch da hatte ich diesen Stress aber ich blieb trotz allem cool und zog es durch. Das Ding ist nur , iwann braucht selbst der toughste Ruhe weil er erschöpft ist und Power tanken muss.
Wo liest du raus, dass du einfach aufgeben sollst? Geschrieben habe ich:
Sieh es so: wenn du diesen Lehrgang bestehst, dann hast du sicher mehr Möglichkeiten als ohne diesen Lehrgang. Also verstehe ich, dass du ihn bestehen willst.
Das sieht sicher auch deine Partnerin und Mutter deines Kindes so.
Es schadet aber doch nicht, sich über evtl bestehende zusätzliche Alternativen zu informieren? Dann hast du was in petto, falls du diesen Lehrgang doch versemmelst.
Du hast sinngemäß geschrieben, dass du ein Trennungsgespräch mit deiner aktuellen Partnerin erst nach diesem Lehrgang führen willst. Denn du musst diesen Lehrgang bestehen, damit du nicht aus der Bundeswehr raus fliegst.
Das erste Mal hast du die Prüfung aufgrund von familiärem Stress nicht bestanden und jetzt ist das Bestehen wichtig für deine Karriere. Und du fürchtest, dass du Probleme hast mit dem Bestehen, wenn deine Partnerin dir bei der Trennung Stress macht. So zumindest kam das bei mir an. Falls ich da etwas wesentliches falsch verstanden habe, bitte ich um Korrektur.
Grundsätzlich gibt es eine Pflicht, die Arbeitsagentur so frühzeitig wie möglich zu informieren, wenn es eine Gefahr des Arbeitsplatzverlusts gibt. Insofern finde ich den Vorschlag von mir nicht so weit her geholt.
Ja, irgendwann braucht auch der toughste Mensch eine Pause. Und manchmal gibt es aber Situationen, in denen man durchhalten muss, ohne Pause.
Das ist für Eltern kleiner Kinder so. Das ist auch in kritischen Situationen so, wo es um Leben und Tod geht. Und solche Situationen gibt es in manchen Arbeitsfeldern gehäuft: der medizinische Bereich gehört dazu und Landesverteidigung auch.
In den meisten Bereichen kannst du als Arbeitnehmer dem Arbeitgeber den Vogel zeigen, wenn ständig Regelungen zum Arbeitnehmerschutz gebrochen werden, wie Pausenregeln und Ruhezeiten. Aber wenn es um Leben und Tod geht, was kann? Um das Leben von Fremden, das Leben von Kameraden, dein Leben. Dann kann es sein, dass diese notwendigen Pausen ausfallen.
Wenn du sagst, dass du dich dem gewachsen fühlst, dann nehme ich das so hin. Du kennst dich, ich kenne dich nicht.
Zum Thema Umgang mit Konflikten: wenn du schreibst, dass du was paar Mal sagst und dann hast du keine Lust mehr und ziehst weiter, dann heißt das, dass du den Konflikt nicht löst.
Du eskalierst dann auch nicht, sondern haust ab. Mit anderen Worten: du vermeidest es, in den Konflikt zu gehen. So lange du das in deiner Partnerbeziehung so machst, ist das deine private Angelegenheit mit deiner Partnerin. Wenn du das als Unteroffizier auch so handhaben willst, dann wirst du Probleme haben bzw erzeugen. Und das ist dann nicht mehr privat.
Deine Entscheidung, dein Leben.