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Töchter haben unrealistische Berufswünsche

Schwierig… Ich finde es schon mal gut, dass du beide in ihrem Vorhaben unterstützt. Aber ich frage mich auch, wie lange das noch gehen soll, bis beide einsehen, dass ihr Traum vielleicht doch unerreichbar bleibt. Sie sollen ja schließlich irgendwann auf eigenen Beinen stehen. Hast du sie mal gefragt, was sie machen wollen, wenn das, was sie vorhaben nicht funktioniert? Ich würde als Mutter schon verlangen, dass sie sich zumindest mal Gedanken über einen Plan B machen. Und frage dich mal, wie weit du deine Kinder finanziell unterstützen willst, damit sie weiterhin ihren Träumereien hinterher hinken können.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung als Kunstmalerin sagen: Es hat mir nicht geschadet, dass mir meine Eltern Druck gemacht haben und verlangt haben, dass ich eine vernünftige Ausbildung abschließe. Künstler bin ich dann ein paar Jahre später geworden. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich allein nicht davon leben könnte. Ohne meinen Mann wäre es finanziell sehr eng. Wäre ich allein, würde ich zumindest noch einen Teilzeitjob nachgehen müssen und dafür ist zumindest eine abgeschlossene Ausbildung nicht schlecht.
 
Die eine Tochter sollte sich eher auf Ausdruckstanz verlegen, wenn sie für Ballett die körperlichen Vorgaben nicht hat. Die Ballettkurse sind dafür eine gute Vorbildung, aber da Ausdruck auch einiges mit Schauspielerei zu tun hat, schadet es nicht, wenn sie sich von ihrer Schwester das eine oder andere abguckt. Ausdruckstanz – Wikipedia
Die andere muß vor allem Disziplin lernen, denn Trödeln, Fristen versäumen, Texte nicht lernen etc. ginge gar nicht, wenn sie mit Schauspielerei mal ihr Geld verdienen will, denn wenn Regisseure oder Intendanten eines hassen, sind es Schusseligkeit und Unpünktlichkeit. Zuverlässigkeit in jeder Lage ist eine Mindestanforderung in diesem Business, nur die ganz großen Berühmtheiten können sich Fahrlässigkeiten leisten.
 
Hey Du,

ich finde schön, dass du deine Töchter unterstützt. Aus meiner Perspektive machst du es genau richtig, du förderst sie, äußerst aber auch deine Zweifel.
Alles andere liegt bei ihnen. Ich mache mir da als Außenstehende keine großen Sorgen. Die Berufswege junger Menschen (ich bin 30, bei mir ist die Berufsfindung auch noch nicht lange her und ich bin auch ein paar Mal anders abgebogen) sind heutzutage selten gradlinig und es spricht ja nichts dagegen, es weiterhin zu versuchen und evtl. nebenher andere kleine Jobs zu machen. Irgendwann wird es entweder klappen oder sie finden mit der Zeit einen anderen Weg. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich irgendwann so einpendelt, dass sie kleinere Jobs in ihrem Wunschbereich annehmen und dann nebenher noch anderweitig arbeiten. Oder es fällt ihnen ein Job vor die Nase, der sie dann trotzdem begeistert. Gerade in größeren Städten gibt es so viele Nischen und Möglichkeiten Geld zu verdienen, die man gar nicht auf den Schirm hat... Das wird schon. 🙂
Die eine Tochter scheint sehr ehrgeizig zu sein, die andere sehr klug, ich bin da echt optimistisch, dass sich mit der Zeit alles irgendwie fügt. 🙂
 
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Deine jüngere Tochter geht noch zur Schule. Möchte sie danach eine Schauspielausbildung machen? Dann sieht man ohnedies ob sie die Aufnahmeprüfung schafft oder nicht.
Möglicherweise wäre Improvisationstheater für sie interessant.
Ich finde es gut, dass sie Komparsenrollen annimmt, weil sie dadurch ein bisschen Berufsluft schnuppern kann.
Pünktlichkeit ist wichtig, aber ich denke dass sie das noch lernen wird.
 
Ich würde darauf bestehen, dass sie eine Ausbildung machen. Wenn sie unsicher sind, in welchem Beruf sie das machen könnten, es gibt die Möglichkeit Praktika zu machen, da können sie ausprobieren, was ihnen Spaß machen würde. Es gibt Berufe, in denen man kreativ sein kann. Sinnvoll wäre es, sich mit der Tanzlehrerin zusammenzusetzen, damit sie ihr sagt, warum das wenig Aussichten auf Erfolg hat. Irgendwann muss man sich mit den Tatsachen auseinandersetzen, dass der Traum nicht funktionieren wird und man sich eine Alternative suchen muss. Alt genug sind sie.
 
Und unter was noch? Lese ich all deine Beiträge zu deinem Beruf, bist du darin alles andere als glücklich. Und unter Corona erst recht nicht.
Las mal all dein hating gegen mich beiseite - was wärst du wirklich gern geworden? Was war dein Traumberuf?

Es geht hier nicht um mich. Schreibe bitte mit der TE.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und unter was noch? Lese ich all deine Beiträge zu deinem Beruf, bist du darin alles andere als glücklich. Und unter Corona erst recht nicht.
Las mal all dein hating gegen mich beiseite - was wärst du wirklich gern geworden? Was war dein Traumberuf?
Rose hat zumindest eine abgeschlossene Ausbildung in einem krisenfesten Beruf.
Hätte sie sich für die "brotlose Kunst" entschieden, würde sie nicht nur in Coronazeiten am Hungertuch nagen.
Was bringt ein künstlerischer Traumberuf, wenn man davon nicht leben kann.
 
Noch eine Idee, gerade in Sozialen Berufen ist es gängig, dass Menschen weitere Ausbildungen haben zB Theaterpädagogik, Psychodrama, Kunsttherapie, etc.
Das lässt sich gut mit Sozialer Arbeit, Psychologie, Heilpädagogik etc. verbinden
 
Zuletzt bearbeitet:
In dem du sie tun lässt, was sie möchten und wofür sie sich - die eine mehr, die andere weniger intensiv - engagieren!
Und nicht den Fehler deiner Eltern wiederholst und ihnen ihre Träume nimmst und deine Vorstellungen aufzwingst?!
Sie werden ihren Weg schon gehen - und bei den wenigsten Kindern geht er geradeaus 😉
Ruhig Blut - es sind deine Töchter und du hast sie auf das Leben vorbereitet - nun gesteh ihnen auch zu, dass sie ihre eigenen Wege gehen incl. eigener Fehler.
Sie schaffen das schon!
Auch wenn sie ggf. enttäuscht werden sollten - es ist ihre Ent - Täuschung

Ich zwinge ihnen keinen Beruf auf. Leider sieht die Realität nun Mal anders aus, dass man nicht jeden Traumberuf ergreifen kann, den man sich wünscht. Sonst wären wir alle Rockstars, Hollywoodschauspieler, Millionäre oder Astronauten geworden. Würden meine Töchter realistische Berufswünsche äußern, wäre es etwas anderes. Im Ballett sind die körperlichen Anforderungen enorm. Viele beginnen schon im Kindergartenalter zu tanzen, um später überhaupt mithalten zu können. Hätte es Aussicht auf Erfolg gehabt, wäre meine älteste Tochter an einer staatlichen Ballettschule aufgenommen worden oder würde bei den Auditions nicht in den Vorrunden rausfliegen. Würde meine jüngere Tochter den Wunsch mit der Schauspielkarriere ernst nehmen, würde sie sich selbst um Praktika in dem Bereich kümmern oder ihre Texte ordentlich auswendig lernen.
Ich mag es nicht wie ich dargestellt werde. Leider wird übersehen, dass ich meine Kinder unterstütze. Ich fuhr sie zu sämtlichen Castings und Auditions, bezahlte Tanzstunden und Seminare, zeigte immer Interesse und nahm sie trotz allem ernst.

Sie werden ihren Weg gehen, da stimme ich ihnen zu. Aber leider wird es nicht in den angestrebten Wunschberufen sein.
 

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