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Tochter zieht aus und will Kontaktabbruch

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Du könntest ihr auch sagen, wie es dir mit ihrem Verhalten geht. Vielleicht kommt sie dann ans Nachdenken.
 
ich hätte sie als Kind/Teenager als eine Art "Therapeutin" "benutzt" weil ich wohl meine Probleme mit ihr besprochen hätte. Das man das als Eltern nicht macht wußte ich schon immer - man nennt das Parentifizierung - aber es kann sein das es geschehen ist, weil ich als Vollzeitvater nie in die Mütterkreise hinein gekommen bin und erziehende Väter gab es damals kaum. Das hat mich phasenweise sehr depressiv und einsam gemacht und ich hatte tagsüber so gut wie keine Ansprechpartner,
Niemals sollte man sein Kind als Ersatzpartner "benutzen". Das ist eine große Last für ein Kind. Wo war deine Frau als Ansprechpartnerin?

Was du jetzt tun kannst, dich mal etwas zurücknehmen, deine Tochter beim Auszug unterstützen und ihr bei der Suche nach Wohnmöglichkeiten helfen und sie daran bestärken, endlich selbständig zu leben.
 
Ich bin seit 28 Jahren in festen Händen. Meine Frau behandelt sie nicht so abwertend.
Magst du erklären, warum du nicht von Anfang an geschrieben hast, dass deine Frau gleichzeitig die Mutter eurer gemeinsamen Tochter ist, um die es hier geht?

Selbst für vielbeschäftigte Väter gibt es Urlaube und freie Tage, wird bei der Mutter wohl ähnlich sein. Hat sie die Mutterrolle -in deinen Augen- nie eingenommen?
 
Ich habe den Eindruck, dass die Therapeutin vielleicht nicht ganz unrecht haben könnte. Du schreibst, Du wärst am Weinen und die Tochter reagiert nicht.

Weiter schreibst Du über Deine langanhaltende Depression und die Einsamkeit als Hausmann. Deswegen habest Du tagsüber keinen erwachsenen Ansprechpartner gehabt.

Daraus schließe ich, dass Du schon mit der Tochter als Kind über Deine Probleme gesprochen hast und sie irgendwie dafür verantwortlich war und sein soll, wie es Dir emotional geht.

Das ist emotionaler Missbrauch und eine sehr schwere Sache für Kinder. Denn so lernen sie nie, für ihre eigenen Bedürfnisse einzustehen und ihnen wird die Kindheit geraubt. Das legt den Boden für missbräuchliche Beziehungen im Erwachsenenalter.

Abstand ist eine gute Methode, das für sich selbst zu bearbeiten. So lange Du in ihrem Leben bist, sie Dich weinen sieht, findet sie diesen Abstand nicht. Und Dein (demonstratives?) Weinen zeigt ihr ja, dass Du sie nicht loslassen willst/ kannst, dass sie immer noch dafür verantwortlich ist, dass es Dir besser geht.

Was sagt denn Deine Frau dazu?
 
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